Rezension - Winterkartoffelknödel

Freitag, 25. November 2011 0 Kommentare

Winterkartoffelknödel
Ein Provinzkrimi

Von: Rita Falk

Verlag: dtv premium
Format: Taschenbuch, 240 Seiten
ISBN: 978-3-423-24810-5
Erscheinungsdatum: Oktober 2010    
EUR:


Leseprobe dtv-Verlag --->


Inhalt: 
Der erste Fall des Franz Eberhofer:

Franz Eberhofer, ein schrulliger, eigelbrötlicher und auch sturköpfiger Polizist aus München, wird in seine alte Heimat nach Niederkaltenkirchen Zwangsversetzt. Dort zieht er bei seiner Oma (eine Schnäppchenjägerin und hervorragende Köchin) und seinem Vater (ein Kiffer) in den noch nicht fertig umgebauten Schweinestall ein. Er fügt sich seinem Schicksal, denn bei seiner Oma bekommt er immer eine rechte Mahlzeit auf den Tisch, denn die weiß, wass ein Mann braucht. Da er nun als Dorfpolizist nicht so ausgiebig gefordert ist, macht er lange Spaziergänge mit seinem treuen Hund Ludwig. Dabei entgeht ihm auch nicht die mysteriöse unbekannte Frau, die nun auf dem Sonnleitnerhof wohnt. Ein so genannter "Ferrari" unter den Frauen, mit dem klangvollen Vornamen "Mercedes", die es versteht, den Männern - unter anderem auch dem Franz - in Niederkaltenkirchen den Kopf zu verdrehen.
Aber es passieren auch merkwürdige Dinge. Das seltsame Sterben der einzelen Familienmitglieder aus dem hause Neuhofers machen Franz stutzig. Als zum Schluss nur noch ein Sohn übrig ist, macht sich dieser auch mit dem plötzlichen Verkauf des Familienhauses verdächtig. Das Haus soll abgerissen und eine Tankstelle aufgebaut werden. Geht da alles mit rechten Dingen zu? Waren die seltsamen Todesfälle etwa doch keine Unfälle sondern hat Franz es hier evtl. plötzlich mit einem 4-fach-Mord zu tun? Und das in Niederkaltenkirchen!!! 
Eberhofer beginnt, auf seine ganz eigene, spezielle Art und Weise zu ermitteln...


Allgemein, Handlung: 
Rita Falk hat es geschafft, einen Provinzkrimi der besonderen Art zu schreiben. Kurzweilig und sehr humorvoll mit einer Prise Sarkasmus und Ironie. 
Die Ich-Schreibweise gibt dem Buch das gewisse etwas, denn dden schrullig-Verqueren Gedanken des Franz Eberhofer zu folgen, ist ein wahrer Genuss. 
Anfänglich findet man etwas schwer in die Geschichte, was wohl an den kurzen und knackigen Sätzen liegt. Das gibt sich aber sofort, denn daran erkennt man gut den Charakter Eberhofers: Kurz und bündig. Ein Typ der wenigen Worte.
Auch die anderen Charaktere, zB. seine Kumpels abends in der Bar oder auch seine Familie, sind sehr schön beschrieben, teilweise vielleicht etwas überzogen, aber es passt hervorragend zur Geschichte.
Das Einbringen des regionalen Dialektes ist prima gelungen. Genau an den richtigen Stellen, muß man doch immer gleich loslachen :-) 

Fazit: 
Ein sehr unterhaltsamer, kurzweiliger Mundart-Krimi, bei dem viele Lacher garantiert sind.
Man braucht eine kurze Eingewöhnungszeit in diese spezielle Schriebart, aber dann ist es sehr flüssig und angenehm zu lesen. 
Mich hat das Buch sehr begeistert, so dass ich auch gleich Band 2 "Dampfnudelblues" besorgt habe. Denn ich möchte mehr lesen von dieser schrulligen Gemeinde in Niederkaltenkirchen! :-) 
Vier Punkte - denn es lohnt sich


B_Jones





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns, wenn ihr unsere Beiträge kommentiert, denn dadurch wird dieser Blog lebendig! Bitte habt Verständnis, dass Beiträge vorab geprüft werden, um Spam zu verhindern. Daher kann es einen Moment dauern, bis Kommentare sichtbar werden. Lieben Dank.