Rezension: Das Lächeln der Frauen

Freitag, 15. Juni 2012 0 Kommentare


Das Lächeln der Frauen
von Nicolas Barreau



Verlag: Piper Taschenbuch
Übersetzung: Aus dem Französischen von Sophie Scherrer
Ausstattung: Taschenbuch, 336 Seiten
Erscheinungsdatum: Auflage: 8 (April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492272851
ISBN-13: 978-3492272858


Inhalt:

Aurelie ist eine junge, attraktive Frau die vor kurzem das Restaurant Le Temps des Cerises ihres verstorbenen Vaters übernommen hat. Leider wurde sie gerade von Ihrem Freund Claude verlassen und leidet fürchterlich an der Trennung. Als sie durch das verregnete Paris spaziert, landet sie eher notgedrungen in einer kleinen Seitenstraße, in einer Buchhandlung. Aurélie ist eigentlich keine Leserin aber durch Zufall fällt ihr das Buch „ Das Lächeln der Frauen“ von Robert Miller, einem englischen Schriftsteller, in die Hände und während Sie im Laden darin blättert, liest sie tatsächlich etwas über ihr Restaurant. Aurélie ist überzeugt, dass es keine Zufälle gibt und nimmt das Buch mit.

Handlung/Charaktere:

Aurélie hat es eigentlich mit ihren zweiunddreißig Jahren weit gebracht. Sie führt das Sternerestaurant ihres verstorbenen Vaters erfolgreich weiter und verzaubert die Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten. Nur in der Liebe will es nicht klappen, denn Ihr Freund Claude verlässt sie wegen einer anderen Frau. Als Aurélie dann in einer Buchhandlung zufällig auf ein Buch stößt, das detailgetreu ihr Restaurant und eigentlich auch sie selber beschreibt, glaubt sie an Schicksal. Sie ist so begeistert von diesem Buch, dass sie kurzerhand an den Schriftsteller schreibt und ihn in ihr Restaurant einlädt. Glücklicherweise ist der Verlag des Autors, nicht wie vermutet in England sondern in Paris. Dort macht Aurélie erst Bekanntschaft mit dem Lektor André. Dieser, wie sich später herausstellt, wird noch eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen. Aurélie erlebt noch ungeahnte Überraschungen und Verwirrungen.

"Glück und Unglück liegen oft sehr nahe beieinander. Anders formuliert könnte man auch sagen, dass das Glück bisweilen seltsame Umwege nimmt."
Seite 19

Nicolas Barreau legt eine Leichtigkeit in seine Schreibweise, die nicht nur komisch sondern auch poetisch ist. Er versteht es durch den stetigen Wechsel zwischen André und Aurélie die Spannung zu halten. Seine Beschreibung der Stadt Paris und des Restaurants verleiht der Geschichte eine besondere Atmosphäre und man hat das Gefühl schon einmal an den Orten gewesen zu sein, die Aurélie begeht. Auch wird dies noch durch die französischen Phrasen bestärkt, die in der Übersetzung beibehalten worden sind. Man spürt förmlich das Flair und die Romantik. Obgleich man Liebesgeschichten dieser Art kennt und viele Dinge auch sämtliche Klischees erfüllen, gelingt es Nicolas Barreau diese Unbeschwertheit neu zu erfinden. Zum Ende hin, wird der Leser nicht nur, wie im Buch erwähnt, mit einem Lächeln zurückgelassen sondern auch mit einem besonderen Rezept aus Aurélis Restaurant. Dem Menü d´amour.

Meine persönliche Meinung:

Eigentlich war ich vor kurzem noch nicht der Typ Leser, der gerne romantische Liebesromane liest, schon gar nicht die in Frankreich spielen. Aber ich wurde durch Nicolas Barreau eines Besseren belehrt. Obwohl der Ausgang der Geschichte vorhersehbar war und schon fast Klischeehaft, finde ich trotzdem, das es 5 Kaffeebohnen verdient hat. Eine leichte Lektüre mit dem richtigen Maß an Humor und Poesie. Ich werde mir sicher noch seine anderen Bücher zulegen und mich von seiner Art der Liebe berieseln lassen.

(c) Rezension, Aygen

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