Rezension {Alexandra} - Bei Tränen Mord

Sonntag, 12. August 2012 1 Kommentar

Bei Tränen Mord
 

Genre: Krimi, Kriminalroman deutsch
Erscheindungsdatum:Juli 2012
Ausstattung: Paperback, 278 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN 13: 978-3-8392-1287-5
eBook: KLICK
Preis: € 9,90 [D]


Leseprobe: Klick

"Immer wenn ich weinen muss, passiert eine Katastrophe.
Aber ich dachte niemals, dass die Katastrophe solche Ausmaße annehmen würde."
*Seite 270
Inhalt:
Lucinda Schober, kurz Lucy, bezeichnet sich selbst als eine "typische deutsche Singlefrau in den Dreißigern", ist von Sternzeichen Zwilling und arbeitet im Callcenter des Versandhauses Mediaboutique in Saarlouis. Ob Zeitschriften, Wein-Abo´s oder Erwachsenenspielsachen - Lucy macht ihren Job eigentlich gerne und verkauft auch dementsprechend gut. Wäre da nur nicht ihr gehässiger Chef Dürrbier mit seinen gefürchteten Spezialkunden-Listen! Spezialkunden, die fluchen, schimpfen und auf jede erdenkliche Art ausfällig werden. Aber auch diese Kunden ruft Lucy tapfer an - auch wenn diese Anrufe jedesmal für Tranen voller Wut bei ihr sorgen.
Als in ihrem Umfeld mehrere Menschen durch eigenartige Unfälle ums Leben kommen, gilt Lucy ziemlich schnell als Hauptverdächtige - denn diese Unfallopfer sind keine geringeren als ihre "Spezialkunden", die sie meist 1-2 Tage zuvor am Telefon kräftig beleidigt hatten. 
Kriminalkommissar Frank Kraus nimmt sich diesem merkwürdigen Fällen an und schon nach dem ersten Gespräch mit Lucy fängt es zu knistern an zwischen den beiden. Leider sind Gefühle dieser Art nicht sehr hilfreich bei den Ermittlungen ...
"Whatta man, whatta man, whatta man, whatta mighty good man."
*Seite 65
Handlung & Charaktere:
Angelika Lauriel hat mit "Bei Tränen Mord" einen wirklich außergewöhnlichen und auch sehr skurrilen Krimi geschaffen, der schon aufgrund seiner Originalität toll zu lesen ist. Man denkt sich zwar unwillkürlich. "Kann doch gar nicht sein", aber man will trotzdem sofort wissen, wie es weitergeht. Unterhaltsam, locker und leicht geschrieben, zieht dieser Krimi den Leser sofort in seinen Bann. Erzählt wird die Geschichte aus Lucy´s Sicht in der "Ich"-Perspektive, was für einige viele Lacher sorgt, denn Lucy ist einfach eine äußerst sympathische, etwas tollpatschig-naive und sehr liebevolle Person, die man sofort ins Herz schließt. Ihre Gedanken sind frisch, spontan und kommen direkt "von der Leber weg", so wie sie ihr gerade in den Sinn  kommen.
Oftmals spricht sie auch den Leser direkt an und so fühlt man sich natürlich gleich noch mehr ins Geschehen integriert. So beginnt zum Beispiel das 9. Kapitel mit der Frage:
"Können Sie sich vorstellen, wie ich mich inzwischen fühle? [...]"
Man möchte am liebsten sofort antworten, wenn das Umfeld einem dann nicht so skeptische Blicke zuwerfen würde, weil man sich gerade eifrig mit einem Buch unterhält. ;-)
Ganz toll ist die Darstellung ihrer Persönlichkeit. Da Lucy gerne und viel auf ihre innere Stimme(n) hört, erfahren wir auch viel von ihrem inneren Teufelchen und Engelchen - von Lucy selbst liebevoll "Heulsuse" und "Lady Tough" genannt. Diese Parts sind immer wieder sehr amüsant!
Angelika Lauriel ist es sehr gut gelungen, den Leser ins Geschehen mit einzubeziehen.
Aber auch andere Charaktere, wie zum Beispiel der Hauptkommisar Frank Klaus,  sind sehr gut in der Darstellung gelungen. Hier hat sich die Autorin den Freiraum genommen, ihm einen von der Geschichte völlig unabhängigen privaten Hintergrund zu schaffen, die seinen Charakter ausbauen und unterstreichen.
Genau so wie bei Luycs geliebter Schwester "Rebellen-Kat" - obwohl ich mir von ihr fast noch ein wenig mehr gewünscht hätte.
Der Kriminalfall ist so absonderlich, dass man es auf eine gewisse Weise schon wieder als Genial bezeichnen kann. Die Auflösung kommt nicht unbedingt sehr überraschend, aber trotzdem kann die Spannung über den ganzen Part gehalten werden und es kommt zu keiner Zeit Lese-Langeweile auf.
Auch die Kulisse des Geschehens ist gut beschrieben und als kleine Zugabe wird immer mal wieder der typisch saarländische Dialekt mit eingebracht, ohne damit gleich zu überfordern.

Mein persönliches Fazit:
"Bei Tränen Mord" ist ein wahrlich skurriler, aber auch wunderbar unterhaltsamer deutscher Krimi, der für reines Lesevergnügen sorgt. Mit 278 Seiten weist das Buch eine für mich optimale Krimilänge auf. Hier geht es ums Wesentliche, und ich fühlte mich beim Lesen nie gelangweilt. Ich habe mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten gefühlt und werde auf jeden Fall ein Auge auf weiteren folgenden Werke der Autorin werfen!
Die Autorin, die vorab Kinder-und Jugendbücher schrieb, hat mit diesem Werk ihr ersten  Erwachsenenroman veröffentlicht - und das ist ihr mit Bravour gelungen!

Rezensiert von Alexandra


Über die Autorin:

Angelika Lauriel
Angelika Lauriel, geboren 1967 in Saarbrücken, studierte Englisch und Französisch und lebte zeitweise in Frankreich, England und Italien.1998 wird der erste ihrer drei Söhne geboren. Nach und nach beginnt das Schreiben – neben gelegentlichen Übersetzungsaufträgen und ehrenamtlichen Tätigkeiten in Spielkreis, Kindergarten und Schule – einen wichtigen Platz im Leben der Autorin einzunehmen. Heute lebt Angelika Lauriel mit ihrer Familie im Saarland. Die Autorin hat bereits zwei Kinderkrimis veröffentlicht.

Besuchen Sie auch: www.angelikalauriel.de




Quelle Txt & Bild: website Gmeiner Verlag

Taschenbuch        eBook Kindle
 


1 Kommentar:

  1. Das Buch lese ich nächste Woche im Rahmen einer Leserunde, deshalb bin ich heute schnell nur zu Deinem Fazit gesprungen. Den Rest Deiner ausführlichen Rezi lese ich, nachdem ich das Buch selbst gelesen habe. Skurril und unterhaltsam, das kingt ganz nach meinem Geschmack.
    LG Gabi

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