Rezension: Der Duft der Maiglöckchen

Samstag, 1. September 2012 0 Kommentare


Der Duft der Maiglöckchen

von Heidrun Böhm

Genre: Krimi
Erscheinungsdatum: Mai 2012
Ausstattung: Taschenbuch 191 Seiten
ISBN: 978-3943596052


Inhalt:

Schrobenheim ist kleinbürgerlich und spießig. Die Bewohner dieses kleinen Ortes kennen sich untereinander und neu Zugezogene werden erst komplett analysiert und beobachtet. Jeder Bürger hat hier seine Funktion und die Lebensweise richtet sich nach den eigens aufgesetzten Regeln. Nichts könnte diese Idylle trügen, bis ein Mord geschieht und diese anscheinend heile Welt der Schrobenheimer unter die Lupe genommen wird.

Handlung/Charaktere:

Der Klappentext lässt hier einen klassischen Krimi vermuten. Aber der Mord zu Beginn der Geschichte wird bereits nach dem ersten Kapitel zur Nebensache. Heidrun Böhm beschreibt hier den Alltag eines kleinen Ortes. Die einzelnen Bewohner werden vorgestellt, ihre Vergangenheit und ihr Lebensstil erläutert. Sie beschreibt präzise Charakterzüge und die bilderbuchähnliche Lebensweise jedes Einzelnen nach außen hin sowie die Tücken, die so ein falsches Zusammenleben mit sich bringen können. Der Leser erlebt viele Zeitsprünge und wird in jedem Kapitel über einen anderen Mitbürger informiert. Wie dieser seine Freizeit verbringt, wie er lebt, Kindheitserinnerungen und wie er zum Schrobenheimer wurde oder ob er bereits gebürtiger Schrobenheimer ist. Es ist bis zum Schluss nicht vorhersehbar das alles zu dem anfänglichen Mord zurückführen wird.

Meine persönliche Meinung:

Eigentlich hatte ich einen Krimi erwartet und war dann etwas überrascht, das man nahezu ausschließlich über das Zusammenleben in einem Ort und deren einzelnen Bürgern mit deren persönlichen Geschichten und Geheimnissen jedes Einzelnen durch die gesamte Geschichte geführt wird. Die Umsetzung und der Schreibstil an sich sind gut formuliert und die Autorin lässt auch personenbetreffende Einzelheiten nicht aus. Leider war es mir dennoch teilweise zu wirr und die Zeitsprünge nicht immer nachvollziehbar. Auch die Trennungen zwischen den einzelnen Kapiteln, welche hier in Form von Flugzeugsymbolen dargestellt werden, hatte für mich nichts mit dem Inhalt zu tun. Ich hatte aufgrund des Klappentextes einen spannenden Provinzkrimi erwartet, jedoch war für mich nicht das gewünschte Maß an Spannung vorhanden und die Darstellung der Lebensweise in so einem kleinen Ort, wo Jeder Jeden kennt, einfach zu klischeehaft.

(c) Rezensiert von Aygen

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