Rezension {Aygen} - Final Cut

Montag, 1. Oktober 2012 2 Kommentare


Final Cut 
von Veit Etzold
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Genre: Thriller
Ausstattung: Taschenbuch, 447 Seiten
Erscheinungsdatum: 18.05.2012
ISBN: 978-3-404-16687-9
Preis: 8,99 €

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Du hast 438 Freunde auf Facebook.
Und einen Feind.

Die Freunde sind virtuell,
der Fein ist real.

Er wird dich suchen.
Er wird dich finden.
Er wird dich töten.

Du hast 438 Freunde auf Facebook.
Und keiner wird etwas merken. [Klappentext]

Über das Buch


Hauptkommissarin Clara Vidalis erhält eine unbeschriftete DVD auf dem ein grauenhafter Mord gezeigt wird. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um eine wahre Tat. Als Clara Vidalis und ihre Kollegen beginnen den Täter zu jagen, der sich "der Namenlose" nennt, wissen sie noch nicht, wer hinter all diesen Taten steckt und warum er all diese unschuldigen Menschen auf so grausame Art tötet.Immer wieder gelingt es ihm die Polizei zu verwirren und ihnen zu entwischen. Erst spät begreift Clara Vidalis, dass der Täter es nur auf eine Person abgesehen hat, auf SIE! Wird Clara rechtzeitig den Namenlosen stellen? Ein Spiel auf Leben und Tod beginnt. 
[...]Manchmal ist Stille wirklich Stille. Aber Sie haben recht. Meist ist sie nur die Lautlosigkeit des Laserpointers im Zielfernrohr, bevor der Schuss fällt. Seite 37 

Gedanken zum Buch

Der Autor hat einen einfachen Schreibstil, welcher dem Leser ermöglicht das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Er spart sich den langsamen Spannungsaufbau und reißt den Leser gleich ins brutale Geschehen. Lässt einblicken in die abnormalen Sehnsüchte und Vorlieben einiger Menschen. Die Wahl seiner Charaktere ist besonders gut ausgefallen. Die traumatisierte Kommissarin, die ihrer Schwester zu seiner Zeit nicht helfen konnte und der gewissenlose und sadistische Mörder. Die Taten sind sehr anschaulich beschrieben und definitiv nichts für schwache Nerven. Er beschreibt auf die blutigste und brutalste Art und Weise zu was Menschen fähig sind und zu was sich Menschen auch durch Lust hinreißen lassen können. Er wählt verschiedene Handlungsorte, um nicht nur auf den Missbrauch persönlicher Daten im sozialen Netz hinzuweisen sondern auch aufzuweisen, wie teilweise Fernsehproduktionen bzw. Unterhaltunssendungen Einfluss auf uns ausüben. Oberflächlichkeit, Skrupellosigkeit mit dem Drang nach Ruhm und Macht, scheinen Menschen keinen Respekt mehr voreinander oder gar vor dem Leben zu haben. Er zeigt uns auf wie oberflächlich sich Einige verhalten und sich zu unüberlegten und verletzenden Handlungen hinreißen lassen. Veit Etzold hat einen gesellschaftskritischen Thriller geschrieben. Er ist nicht der Erste, der dieses Thema aufgreift aber seine harte, brutale und authentische Darstellung bewirkt beim Leser genau das, was eventuell zu einer Änderung bzw. Verbesserung führen kann. Ohne das Thema breitzutreten zeigt er anhand von schockierenden Beispielen und Taten die wahren Fakten auf.

Meine persönliche Meinung


Ich habe mir diesen Thriller womöglich aus dem selben Grund wie die restlichen Leser geholt. Das Cover hat mich magnetisch angezogen und natürlich war der Klappentext auf Facebook bezogen ein weiterer Grund. Heutzutage sind wir nahezu alle auf Facebook unterwegs, klicken uns durch das soziale Netzwerk, schließen durch einen Klick virtuelle Freundschaften. Tauschen Informationen aus, lassen häufig Fremde an unserem Privatleben teilhaben, ohne uns bewusst darüber zu sein, welche Ausmaße oder Gefahren das soziale Netzwerk bietet. Dieser Thriller hat zwar letztendlich nicht viel über Facebook Freundschaften und die Gefahren preisgegeben ist aber dennoch ein durchaus spannender, blutiger und abgründiger Thriller. Etwas das mir in letzter Zeit gefehlt hat. Nach Cody McFadyens Büchern ist es für mich persönlich immer schwer etwas zu finden, dass seinen Büchern nahe kommt. Veit Etzold hat es beinahe geschafft. Blutig, krank, voller Abgründe reißt er einen mit und zeigt uns zu welchen Taten Menschen in der Lage sind, wenn sie sich von Geld und Macht treiben lassen. Sie glauben sich somit ein Stück Unsterblichkeit in den Köpfen der Gesellschaft zu sichern. Jedoch kann ich nicht 5 Bohnen vergeben, es ist einfach so, dass es teilweise zu salopp geschrieben war und genau dann wurde ich immer aus der Spannung gerissen. Zuviele Handlungsorte, die mich zeitweise verwirrt haben und dieses gewisse Etwas hat mir einfach gefehlt. Dennoch ein spannender Thriller der besonderen Art und durchaus empfehlenswert.  

Rezension (c) Aygen (ae)


Über den Autor: 
Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. 2005 promovierte er zum Kinofilm "Matrix". Während und nach seinem Studium arbeitete er für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Management-Ausbildung. Veit Etzold lebt in Berlin. 

Quelle Bild und Text Website Bastei Lübbe

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Kommentare:

  1. Eine sehr ansprechende Rezension! Macht aufmerksam auf das Buch.

    Viele Grüße!

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