Happy New Year 2013

Montag, 31. Dezember 2012 3 Kommentare


Liebe Leser

wieder geht ein Jahr zu Ende 
und auch das Bücherkaffee schließt nun seine Pforten für 2012. 

Wir möchten uns bei euch allen ganz, ganz herzlich bedanken für eure Treue und für eure immer wiederkehrenden Besuche in unserem virtuellen Bücherkaffee!

Wir wünschen Euch einen guten Start ins neue Jahr!
Mögen all eure Wünsche und Träume für 2013 in Erfüllung gehen! 

Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns auch im kommenden Jahr wieder besucht, gemütlich eine heiße, dampfende Tasse Kaffee oder Tee in unserem Bücherkaffee trinkt und ihr euch weiterhin von unserer Leselust begeistern lasst. 
Wir haben auch in 2013 schon tolle Projekte geplant und  sind gespannt, wie ihr diese finden werdet.

Auf diesem Wege möchten wir auch nochmals all unseren liebgewonnenen Autorinnen und Autoren und natürlich auch den netten Mitarbeitern der Verlage
"Danke" sagen für die wirklich tolle Zusammenarbeit.
Und wir haben auch in diesem Jahr wieder viele liebe Bloggerinnen und Blogger kennengelernt, die uns wirklich sehr ans Herz gewachsen sind. 
Schön, dass es euch gibt!!!

Wir freuen uns auf 2013 !


"Cherioo Ms. Sophie!" - Happy new Year !!!

Euer Bücherkaffee-Team
Alexandra & Aygen 




Quelle Video: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ORvvK47EZqw#!

Grafik: 2013 new years vector illustration with christmas balls © Alex White - Fotolia.com

Rezension: Rimbaud und die Dinge des Herzens

Sonntag, 30. Dezember 2012 0 Kommentare

Meine Mutter gehört zu den Menschen, die überzeugt davon sind, dass die Schule eine Chance fürs Leben ist und dass die blöden Lehrer immer recht haben. Wenn man ihr erklären würde, an meinen Problemen wären meine Beine schuld, dann würde sie mir die bestimmt abhacken. 

Rimbaud und die Dinge des Herzens

Von: Samuel Benchetrit

Verlag: Aufbau Verlag
Originaltitel: Le Coeur en dehors
Taschenbuch Auflage 25. Juni 2012
Ausstattung: 256 Seiten
ISBN13: 978-3-7466-2828-8



Inhalt:

Der 10jährige Charly ist ein kluger und aufgeweckter Junge. Er lebt mit seiner Mutter und seinem Bruder Henry in einem heruntergekommenen Hochhausblock in einer Pariser Vorstadt. Charly ist es inzwischen gewohnt, dass ab und an die Polizei vorbeikommt, doch meist ist es wegen seinem drogensüchtigen Bruder Henry. An einem Tag, frühmorgens als Charly sich auf den Weg zur Schule macht, sieht er wieder die Polizei das Gebäude betreten, er folgt ihnen und sieht wie seine Mutter mitgenommen wird.

Handlung & Charaktere:

Der junge Protagonist Charles genannt Charly, ist trotz der Schicksalsschläge, die er in seinem jungen Leben schon erleben durfte, ein aufgeweckter, fröhlicher Junge. Der Autor Samuel Benchetrit verleiht Charly eine besondere Aura. Sein Schreibstil aus Sicht des Jungen ist sehr gut gelungen. Obgleich wir hier von einem 10jährigen Jungen durch die Geschichte geführt werden, hat die Geschichte eine besondere Tiefe und Ernsthaftigkeit. Charly beschreibt auf seine Art und Weise, die Drogensucht seines Bruders, das Verlassen werden vom Vater, die fürsorgliche Mutter sowie seine erste große Liebe zu seiner Mitschülerin Melanie Renoir.

Der Protagonist Charly wirkt überlegen und klug. Er ist im Gegensatz zu den anderen Kindern, seinen Freunden im Viertel ein besonders veranlagter Junge. Seine Interessen gelten, nicht nur altersentsprechend, dem Spielen mit Freunden sondern auch der Poesie und dem Lesen. Besonders gern besucht Charly den Französischunterricht, um dort immer wieder neue Gedichte zu lernen oder lässt sogar ein Buch aus der Bücherei mitgehen, um es zu lesen und später zurückzubringen. Bis hierhin klingt es nach einer wunderschönen Geschichte, mit den kleinen Ecken und Kanten des Lebens. Charly ist es inzwischen gewohnt, dass häufig die Polizei vor der Tür steht, um nach dem Bruder Henry zu fragen, aber an diesem Tag, sieht Charly wie seine Mutter mit einer Tasche in der Hand abgeführt wird. Selbst als Charly seine Mutter, wie so oft, in so einem Moment anlächelt, reagiert diese nicht wie gewohnt, sondern lässt Charly einfach unbeachtet.

Während Charly verwirrt durch die verschmutzten Straßen irrt und Antworten auf seine Fragen sucht und auch wissen möchte, wohin seine Mutter gebracht wurde, kommt er der Wahrheit immer näher. Diese Wahrheit könnte Charly das Herz brechen. Samuel Benchetrit lässt uns auf eine komisch kindliche Art und dennoch tiefsinnig und sensibel das Leben von Charly erleben.

Mein persönliches Fazit

Charly hat mich durch seine Straßen geführt. Mit Kinderaugen und Kindermund habe ich die Wahrheit der Geschichte erlebt. Seine Sichtweise, seine reines Herz, seine Gutgläubigkeit, seine Neugier. All das vermittelt Charly. Er wirkt zeitweise Erwachsen und dennoch schafft er es im Gleichgewicht zu bleiben. Seine Ausdrucksweise ist ungewollt komisch und er beschreibt seine Liebe zu Melanie Renoir, seiner Mitschülerin, so kindlich rein und dennoch voller Leidenschaft. Aus Kindersicht eine Pariser Vorstadt, mit all ihren dunklen Ecken. Dem drogensüchtigen Bruder, der lieber weg ist, als seiner Familie größeren Schmerz hinzuzufügen und dem Schicksal des erneuten Verlustes den Charly erlebt.

© Rezension: Aygen

Rezension: Die Bestimmung. Tödliche Wahrheit

Donnerstag, 27. Dezember 2012 1 Kommentar



"Heute Nacht bin ich ebenso aufrichtig wie selbstlos wie tapfer. Heute Nacht bin ich wahrhaft unbestimmt."Zitat Seite 365

Die Bestimmung. Tödliche Wahrheit
Von: Veronika Roth

Verlag: cbt Verlag
Originaltitel: Insurgent
Aus dem Amerikanischen übersetzt von: Petra Koob-Pawis
Genre: Jugendbuch, Dystopie
Reihe: zweiter Teil einer Trilogie
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Erscheinungsdatum: 10. Dezember 2012
Ausstattung: Gebunden mit Schutzumschlag, 513 Seiten
ISBN13: 978-3-570-16156-2

Inhalt:

Nach dem grossen Angriff der Ken auf die Altruan befinden sich Tris und Tobias auf der Flucht. Auf der Flucht vor den Ken und den abtrünnigen Ferox, die sie verfolgen. In ihrer Not finden sie Unterschlupf im Hauptquartier der Amite, wo sich mittlerweile aus fast allen Fraktionen Flüchtlinge befinden. Die Amite versuchen, eine neutrale Stellung zu bewahren, sie möchten sich nicht einmischen und bieten ihr Quartier als neutrale Zone an. Doch leider währt diese Sicherheit nur kurz und die Ken klopfen auch hier an die Tür. Tris und Tobias fliehen erneut, Susan und Caleb schließen sich den beiden an. Auf dem Weg zu den Candor machen die vier eine überraschende Entdeckung: Die Zahl der Fraktionslosen, die verschmäht und ausgestoßen im Untergrund leben, hat sich still und heimlich vermehrt und ihre Gruppe ist mittlerweile fast doppelt so groß wie die Fraktion der Ferox. Und als sie der selbsternannten Anführerin dieser Fraktionslosen gegenüberstehen, kommt so einiges ans Licht. Während Jeanine mit dem Wissen der Ken versucht, durch Simulationen alle Fraktionen steuern und unter ihre alleinige Kontrolle zu bringen, arbeiten die Fraktionslosen an ihrem ganz eigenen Plan, die bestehende Ordnung zu stürzen. Jeanine ist weit vorangeschritten, ihre Pläne vollends in die Tat umzusetzen. Ein Problem bekommt sie jedoch nicht in den Griff ... die Unbestimmten!

Die Unbestimmten sind unempfänglich für die Simulation. Auf ihrem Weg zum Ziel geht sie weiter über viele Leichen. Tris hat eine Aufgabe zu erfüllen. Wird sie die anderen dadurch retten können? Wird das sinnlose Töten dadurch aufhören?

Handlung & Charaktere:

"Tödliche Wahrheit" ist der zweite Teil der erfolgreichen Trilogie aus der Feder der jungen amerikanischen Autorin Veronika Roth. In den USA feiert sie einen großen Erfolg mit ihrer Dystopie, der sich auch hier in Deutschland ausbreitet. Zu recht, wie man nur sagen kann, denn die düstere Geschichte um Tris und Four und die Fraktionen zieht jeden Liebhaber guter Dystopien in seinen Bann. Temporeich und voller guter Ideen und Umsetzungen war Band Eins und genau so gut geht es auch im zweiten Teil weiter. Hier legt die Autorin nochmals so richtig an Tempo zu, die Geschehnisse überschlagen sich fast und genau das packt den Leser so. 

Der Schreibstil ist wie gewohnt jugendlich-frisch, ohne flapsig zu wirken. Die Sätze sind kurz und knackig, die Autorin spielt oft mit dem Satzbau, um die Spannung zu steigern. So wird auch mal ein Satz quasi "zerhackt" in mehrere Zeilen und sorgt so für eine gelungene Atmosphäre. Man kann dieses "Luftholen" dazwischen förmlich spüren.

[...] Und dann muss ich nach Luft schnappen.
Und dann fange ich an zu schreien.
Und dann kann ich
Nicht mehr Denken.
Seite 342 (im Hauptquartier der Ken)

Man taucht ein in diese chaotische Welt der Fraktionen, man wird regelrecht hineingezogen in die Geschehnisse und das Mitfiebern bleibt nicht aus. In besonders spannenden Momenten merkt man die eigene Anspannung, das eigene Luft-Anhalten besonders deutlich. Fazit: auch Band zwei ist wieder ein wahrer Pageturner! Allerdings gibt es einen Wermutstropfen, der erwähnt sein sollte. Die Geschichte geht nahezu nahtlos von Band eins zu zwei über. Eigentlich keine schlechte Lösung, denn wer mag schon lange Wiederholungen. Aber hier ist einfach der Zeitabstand zwischen den Erscheinungsdaten zu lange und es passierte zu viel im Übergang.

Der Beginn von "Tödliche Wahrheit" fordert daher den Leser sehr, wieder ins Geschehen hineinzufinden. In den ersten zwei bis drei Kapiteln fallen so viele Namen von Protagonisten, die man sich selbst erst wieder zuordnen muss und nebenbei sollte man sich auch schnell das Ende des ersten Teils in Erinnerung rufen, um überhaupt folgen zu können. Dies fordert den Leser - und den ein oder anderen wird es sicherlich auch ÜBERfordern. Eine kurze Zusammenfassung wäre hier wünschenswert gewesen. Aber auf jeden Fall sollte man nicht kapitulieren, sondern einfach weiterlesen. Auch wenn man nicht gleich weiß, um was oder wen es gerade genau geht - dies wird sich definitiv ändern und man wird auch hier wieder in die Geschichte finden. Und es lohnt sich!

Die Hauptprotagonisten Tris und "Four" verändern sich in diesem zweiten Teil sehr. Tris hat viele negative Erfahrungen machen müssen, sie hat Taten begehen müssen, die sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann. Dies und natürlich der Verlust ihrer Familie beschäftigen sie sehr und lassen sie in ein tiefes Loch fallen. Alles zerfällt um sie herum und sie weiß nicht, wem sie überhaupt noch trauen kann. So schottet sie sich lieber ab und macht die Dinge, die sie quälen, mit sich selbst aus. Nicht mal ihrem Freund "Four" Tobias vertraut sie sich richtig an. Ihr innerlicher Kampf lässt sie teilweise auch sehr impulsiv handeln und man möchte sie ab und an einfach nur mal schütteln und ihr sagen, dass sie sich zusammenreißen soll, dass sie mit jemandem reden soll...

"Ich bin müde, Tris zu sein. Ich habe schlimme Dinge getan. Ich kann sie nicht mehr ungeschehen machen und sie sind jetzt ein Teil von mir. Die meiste Zeit habe ich das Gefühl, aus nichts anderem mehr zu bestehen." Zitat Seite 156

Aber Tris ist erst sechzehn - und diese Tatsache übersieht man gerne. Und wenn man dies wieder vor Augen hat, dann kann man ihr Verhalten nachvollziehen, ja vielleicht auch verstehen. Mit sechzehn muss man auch die Liebe und das Vertrauen erst lernen ... Und trotz allem strahlt sie eine unglaubliche Tapferkeit aus, die einfach ihr großes Merkmal ist, auf andere aber auch sehr selbstzerstörerisch wirkt.

Four macht eine große Verwandlung durch. Nun, nachdem er nicht mehr im Hauptquartier der Ferox ist, nennt er sich wieder Tobias Eaton, steht zu seinem Namen. Denn mittlerweile wissen viele, wer sein Vater ist. Und was Tobias im Leben schon einstecken musste. Auch im ersten Teil war er schon sehr charakterstark. Er erschien unnahbar und strahlte Stolz und auch Würde aus. Dies tut er auch nun noch, aber seine Schutzmauer bröckelt, man erfährt mehr über ihn, über seine Gefühle. Er kommt mehr aus sich heraus. Er entwickelt sich weiter.

Mein persönliches Fazit :

Trotz der anfänglichen Einstiegsschwierigkeiten ins Geschehen bin ich auch von diesem zweiten Band "Tödliche Wahrheit" wieder sehr begeistert. Ich habe mich mitreißen lassen vom Tempo, von den Protagonisten, von der Handlung, die auch in diesem Teil immer wieder für Überraschungen gut ist. Veronika Roth weiß, wie sie ihre Leser fesseln und begeistern kann! Ich bin sehr gespannt auf das große Finale. Wer gerne Dystopien liest, der sollte "Die Bestimmung" unbedingt im Regal stehen haben.

© Rezension: Alexandra



Über die Autorin:

Veronika Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von zwanzig Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.

[alexandra]

Frohe Weihnachten 2012

Montag, 24. Dezember 2012 3 Kommentare


Liebe Leser,

wir wünschen euch allen von ganzem Herzen 
ein wundervolles und vor allem ruhiges und  entspanntes Weihnachtsfest. 
Lasst es euch zusammen mit euren Liebsten 
so richtig gut gehen und genießt die Zeit!



Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh' ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in's freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt 's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!


Joseph Freiherr von Eichendorff


Rezension: Prost, Mathilda! Von Wolke sieben ab in den Vollrausch

Dienstag, 18. Dezember 2012 1 Kommentar


Dieses Buch zum Thema Alkoholabhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen fordert auf „die Augen aufzumachen" und lässt Betroffene zu Wort kommen.


Prost, Mathilda! 
Von Wolke sieben ab in den Vollrausch
Von: Antje Szillat

Verlag: Edition zweihorn Verlag
Herausgeber: Diözesan-Caritasverband Köln
Genre: Erzählung, Klassenlektüre 5.-9. Schuljahr
Thema: Jugendalkoholismus, "Komasaufen"
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahre
Ausstattung: Taschenbuch, 144 Seiten
ISBN 13: 978-3-935265-35-5

Inhalt:

Die 14-jährige Mathilda kann ihr Glück kaum fassen. Sie ist bis über beide Ohren verliebt in Tom und fühlt sich wie auf Wolke 7. Vergessen ist der Familienstress und die ständig betrunkene Mutter, um die sie sich immer mehr Sorgen macht. Ihre Eltern leben in Scheidung und ihr Vater hat eine junge und hübsche neue Freundin, die Mathilde ein großer Dorn im Auge ist. Ihre Mutter ist resigniert und begräbt ihren Kummer in Rotwein. Und ihr Verhältnis zu ihrer Schwester ist auch eher schwierig. Doch die Stunden mit Tom lassen Mathilde dies alles für einen Moment vergessen.

"In Mathildas Bauch tanzten die Schmetterlinge Rock 'n' Roll. Ihre Beine bestanden nur noch aus Pudding, der in kürzester Zeit bestimmt einfach wegfließen würde. Sie küssten sich erneut und Mathilda dachte: Dieser Kuss darf niemals enden. Das mit uns darf niemals vorbei sein." Seite 36

Bis diese Rosa Seifenblase plötzlich platzt - den Tom macht aus heiterem Himmel Schluss mit ihr. Einfach so. Völlig unerwartet. Mathilde fällt in ein tiefes Loch. Der Kummer prasselt plötzlich von allen Seiten auf sie ein. Und in ihrer größten Verzweiflung geht sie einen Schritt zu weit. Sie betrinkt sich zum ersten Mal mit Mutters Rotwein. Und plötzlich ist die Welt gar nicht mehr so schlimm, der Wein lässt sie vergessen... Und wird ihr täglicher Begleiter. Mathildas Welt gerät völlig aus den Fugen und es kommt,wie es kommen muss: Sie landet mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Wie soll es nun weiter gehen? Mathilda muss sich entscheiden.

Handlung:

Antje Szillat hat mit diesem Roman "Prost, Mathilda!" erneut ein sehr ergreifendes, aber auch wachrüttelndes Werk für Jugendliche und Erwachsene erschaffen, die sich mit dem Thema Jugendprobleme, Jugendalkoholismus befassen möchten - oder eventuell auch müssen. Die Kinder- und Jugendbuchautorin ist sehr engagiert im Bereich der Lese - und Jugendförderung und möchte mit diesem Buch Aufmerksamkeit gewinnen für ein Thema, dass so beachtlich ist und doch meist unter den Tisch gekehrt wird. Ihre Bücher werden daher auch gerne für den Schulunterricht herangezogen.

Dieses Buch ist nicht dick und wirkt daher auch auf "Lesemuffel" nicht abschreckend. Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig zu lesen, bestens an die Alters-Zielgruppe angepasst. Durch die zusätzlich große Schrift und lockere Unterteilung lässt sich das Buch in kürzester Zeit lesen. Das junge Mädchen Mathilda ist in ihrer Charakteristik sehr authentisch dargestellt und die jungen Leser können sich sehr leicht mit ihr identifizieren. Denn Mathilda ist "das Mädchen von Nebenan", könnte quasi in jedem Nachbarhaus leben, ohne aufzufallen. Ein ganz normales 14-jährigen Mädchen eben. Und dies macht nicht nur sie, sondern auch die ganze Geschichte so authentisch. Denn wie Antje Szillat im Vorwort schon schrieb: diese Geschichte beruht auf konkreten Erfahrungen. Leider kommt es immer wieder, egal in welcher Stadt oder in welchen sozialen Umfeld , vor - und das leider nicht zu knapp. Durch das ganze Buch ziehen sich immer wieder Kästen mit Fallbeispielen, die den Leser sehr nachdenklich und auch immer wieder traurig stimmen. Auch im Nachwort findet man noch viele weitere Informationen und auch Statistiken zum Thema Jugendalkoholismus und Komasaufen.

Während des Lesen beschäftigt man sich fast unaufhörlich mit dem Gedanken, was in den Köpfen dieser Kinder vorgeht, dass sie schon in so jungen Jahren zur Flasche greifen. Was sie dazu veranlasst, welchen Kummer sie so ertränken müssen. Und man fragt sich unwillkürlich: warum musste es immer soweit kommen? Warum achtet das eigene Umfeld so wenig auf die Warnsignale und die stummen Hilferufe der Kinder? Sind wir so im Alltagsstress gefangen und abgestumpft, dass wir nicht mehr mitbekommen, wenn es den Kindern schlecht geht?

Gerade in Mathildas Fall fragt man sich immer wieder, wie die Eltern so in ihre eigenen Probleme versunken sein können, dass ihnen ihre Kinder völlig gleichgültig sind, dass sie nicht einmal mehr spüren, dass so viel im Argen ist. Für ein junges Mädchen gibt es in diesem Alter wohl nichts Schlimmeres als der erste Liebeskummer. Und wenn dazu noch die familiären Sorgen das kommen (die meist dann auch noch sehr massiv sind), dann wäre eigentlich Unterstützung und Hilfe von Nöten - und nicht eine Mutter, die mit dem Ausspruch "Prost, Mathilda!" schockiert. ...

Aber Mathildas Geschichte ist auch eine Geschichte voller Hoffnung und voller Mut. Eine Geschichte, die aufzeigt, dass es auch einen anderen Weg gibt, dass man an sich selbst glauben soll und sich niemals aufgeben soll. Es bringt nichts, vor den Problemen davonzulaufen, Probleme mit Alkohol zu betäuben. Niemand sollte seine Probleme, wenn sie so belastend sind, mit sich selbst ausmachen. Mathilda zeigt, dass nur Reden wirklich hilft. Das man einfach den Mut haben muss, darüber zu sprechen. Und wenn dies nicht in der eigenen Familie möglich ist, dann gibt es immer Stellen, an die man sich wenden kann und wo man ein offenes Ohr finden wird. 

Fazit:
Ein tolles Buch, dass aufrüttelt, das traurig stimmt, dass vor allem aber zum Nachdenken anregt und eine tolle Diskussionsgrundlage bietet.


© Rezension: Alexandra


Ein wichiger Zusatz:
Auf der letzten Seite des Buches werden einige wichtige Adressen und Ansprechpartner genannt, an die man sich vertrauensvoll wenden kann, wenn man selbst Probleme hat und Hilfe sucht.
Der schnellsten Weg zur Hilfe:
www.beratung-caritas.de - Schüler, Eltern oder Lehrer finden hier Antworten auf viele Fragen. Die online-Beratung ist anonym, kostenfrei und vertraulich!


 Über die Autorin:
Antje Szillat begann bereits mit acht Jahren, Geschichten zu schreiben. Von diesem Zeitpunkt an war es ihr größter Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Doch zunächst schlug sie ganz andere berufliche Wege ein und begann erst nach der Geburt ihres ersten Sohnes damit, ihren Kindheitstraum wahr werden zu lassen.
Heute schreibt die gebürtige Hannoveranerin sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Beim Schreiben liebt sie es vielseitig und schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen, ist sich aber ganz sicher, ihr Genre gefunden zu haben. Antje Szillat ist verheiratet und hat mit ihrem Mann vier Kinder. Zu der lustigen "kleinen" Großfamilie gehören Pferde, Hunde, Kaninchen, Goldfische und natürlich viele, viele Bücher. Sie lebt und arbeitet vor den Toren ihrer Lieblingsstadt Hannover.

Rezension: Flavia de Luce. Vorhang auf für eine Leiche

Montag, 17. Dezember 2012 0 Kommentare

Flavia de Luce 4
Vorhang auf für eine Leiche
Von: Alan Bradley

Verlag: Penhaligon Verlag
Originaltitel: I am Half-Sick of Shadows
Originalverlag: Delacorte Press, New York 2011
Übersetzung: Aus dem Englischen von Gerald Jung, Katharina Orgaß
Genre: Jugendbuch Krimi
Erscheinungsdatum : Deutsche Erstausgabe 22. Oktober 2012
Ausstattung: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3098-3

Inhalt:

Um das Anwesen Buckshaw steht es nicht gut. Der drohende finanzielle Ruin treibt die de Luce's dazu, äußerst ungewohnte Maßnahmen zu ergreifen, um in ihrem geliebten Zuhause bleiben du können. Eine Londoner Filmcrew möchte das Anwesen als Kulisse für einen neuen Film nutzen und die Familie stimmt zu. Sehr zum Leidwesen von Flavia de Luce, denn die Filmcrew möchte ausgerechnet über Weihnachten drehen und sich daher mit Sack und Pack und allen Schauspielern auf Buckshaw einquartieren! Das kommt Flavia äußert ungelegen, hat sie doch zu Weihnachten ein großes Projekt geplant, bei dem sie sich nun doch sehr gestört fühlt. Denn Flavia möchte nun endgültig herausfinden, was an dieser "Weihnachtsmannsache" tatsächlich dran ist. Und um das herauszufinden, bedient sie sich mal wieder an ihrem selbst beigebrachten Wissen im Bereich der Chemie und tüftelt in ihrem Labor. Trotz starkem Schneegestöber trifft die Crew und auch die berühmte Diva Phillys Wyvern auf Buckshaw ein, die sich - weihnachtlich gestimmt - bereit erklärt, für die Bewohner des Dorfes eine kleine Sondervorstellung zu geben. Es kommt, wie es kommen musste und Buckshaw schneit ein. Und im Haus voller Menschen macht Flavia zuletzt eine bestürzende Entdeckung: Sie findet eine Leiche!!!
Die Hobbydetektivin Flavia ist sich sicher: der oder die Mörderin muss sich noch unter den Gästen befinden! Und sie beginnt eifrig, zu ermitteln ...

Handlung & Charaktere:

Flavia de Luce ist zurück! Und sie begeistert nun schon zum vierten Male ihre Leser. Alan Bradley hat es geschafft, den Zauber um diese junge, 11-jährige Hobbydetektivin auch in diesem vierten Teil aufrecht zu erhalten. Es ist aufs Neue eine wahre Freude, ein wahrer Lesegenuss.   Die chemiebesessene Flavia entführt uns erneut ins England der 50er Jahre, auf das diesmal fast im Schnee versinkende Familienanwesen Buckshaw. Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr ansprechend und klar, die Sprache wunderschön der Zeit der Geschichte angepasst. Erzählt werden die Geschenisse natürlich wieder aus Flavia's Sicht, was dem Leser wieder sehr viel Einblick in ihre zum Teil etwas skurrilen, aber durchaus faszinierenden Gedanken gewährt. Es ist eine wahre Freude, ihren Gedankengängen zu folgen, ihren englischen Humor, ihre Ironie und ihren ganz persönlichen, mittlerweile sehr liebgewonnenen Charme erneut zu erleben und mitzuverfolgen

Flavia ist ein äußerst aufgewecktes und vor allem sehr cleveres Mädchen mit einer nahezu genialen Auffassungsgabe. Logisches Denken liegt ihr einfach, was ihr als Hobbydetektivin natürlich äußert gelegen kommt. Ihre Begeisterung für die Chemie wirkt auch in diesem Band wieder beinahe ansteckend und es macht Spass, ihren chemischen Erläuterungen, die sich auch im vierten Teil wieder durch die ganze Geschichte ziehen, zu folgen. Auch wenn man nicht immer alle chemischen Erklärungen verstehen, spürt man dich Flavia's Faszination für ihr liebstes Hobby und muss immer wieder lächeln. Sie denkt viel über die Dinge nach, die um sie herum passieren und philosophiert doch auch mal gerne darüber, und wenn es nur um ihre Faszination und Begeisterung für Schneeflocken geht.

Ihre kriminalistische Spürnase lässt sie natürlich auch diesmal nicht im Stich. Obwohl hier anzumerken sei, dass man als Leser diesmal nicht immer so leicht ihre Gedankengängen und Schlussfolgerungen im Bezug auf das Verbrechen folgen kann. Es kommt einem fast so vor, als wurde das Aufschreiben einiger dieser Gedankengänge geradezu vergessen. Und so sitzt man doch kurz da und grübelt, wie sie denn nun zu eben dieser Schlussfolgerung kommen konnte. Was die Auflösung des Kriminalfalls betrifft, wären ein paar ausladendere Informationen erwünschenswert gewesen. Aber abgesehen davon ist auch diesmal der Aufbau der Geschichte durchaus gelungen. Es wird viel Vorgeschichte geliefert, bis das eigentliche Verbrechen dann tatsächlich passiert. Aber dies hebt auch die Spannung, denn man wartet ja schon geradezu auf die Tat. Wann wird es passieren? Wer wird ermordet? Alan Bradley spannt in diesem Fall seine Leser ganz schön auf die Folter! :)

Natürlich erlebt man auch hier wieder Einiges aus dem Familienleben der de Luce's. Denn das Verhältnis zwischen den Geschwistern hat sich nicht sehr gebessert. Immer noch piesacken sich die drei unaufhörlich. Feely versucht mit allen Mitteln, die Aufmerksamkeit der Filmcrew auf sich zu ziehen, was ihr durchaus gelingt und Daffy verkriecht sich wie gewohnt bei jeder Gelegenheit in ihrer Bibliothek.

Und Flavia's Vater? Er ist so unnahbar wie eh und je. Seine Briefmarken halten ihn fest im Griff. Er lässt sich da auch nicht von eine Leiche in seinem Haus beirren. Daher ist Flavia dankbar um die Mithilfe und Unterstützung des treuen Hausmeisters und Familienfreundes Dogger. Auf ihn ist halt immer wieder Verlass.

Mein persönliches Fazit :

Alan Bradley's "Flavia de Luce" konnte mich auch diesmal wieder voll und ganz überzeugen. Ich wurde erneut schon nach dem Lesen der ersten Seiten und die Geschichte hineingezogen und nach Buckshaw zurückversetzt. Ein wundervoller, diesmal sehr weihnachtlich gestimmter Krimi, der auch so passend zur Weihnachtszeit erschienen ist. Der alte englische Miss Marple - Charme begeisterte mich aufs Neue und ich bin in der Tat völlig vernarrt in Flavia de Luce - ein unglaubliches Mädchen mit unglaublichen Talenten, die man einfach nur liebgewinnen muss! Herr Bradley, ich hoffe doch sehr, dass wir noch viele weitere Momente auf Buckshaw mit der bezaubernden Flavia erleben dürfen! Fortsetzung dringend erwünscht!

© Rezension: Alexandra

Über den Autor:

Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. »Mord im Gurkenbeet« ist sein erster Roman und der in England, USA und Kanada bereits viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta.

[alexandra]

{Alexandra} - "In love with Mira Taschenbuch" - Challenge 2013

Sonntag, 16. Dezember 2012 3 Kommentare


"In love with Mira Taschenbuch"-Challenge 2013


Die Mira Taschenbuch Challenge - organisiert von Kleinbrinas Bücherblog - geht in die zweite Runde. Dieses Mal läuft diese unter dem Motto “In Love with Mira Taschenbuch”, aber keine Sorge, es müssen nicht nur Liebesromane gelesen werden.

Ich {Alexandra}freue mich sehr, in diesem Jahr mit von der Partie zu sein, denn ich habe da einige schöne Bücher des Mira Verlages ins Auge gefasst, die ich so auf jeden Fall auch in Angriff nehmen werde. Und mein Mira-SuB freut sich auch.

Ein toller Verlag mit tollen Büchern!
Und natürlich ein großes "Dankeschön" an Brina für die Organisation der Challenge!
Die Regeln:
1. Die Challenge läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
2. Ziel ist es, mindestens 12 Romane zu lesen und zu rezensieren, dabei ist es vollkommen egal, für welches Genre ihr Euch entscheidet.

Ein paar kleine Bitten an die Teilnehmer:
1. Bitte legt bei Euch eine Challenge-Seite an, sodass ich Eure Fortschritte immer nachvollziehen kann.
2. Regelmäßige Aktualisierungen sind ebenfalls sehr wünschenswert.
3. Wer keinen eigenen Blog hat, darf die Rezensionen aus Foren, etc. gerne in die Kommentare verlinken.

Ihr habt auch Lust auf diese schöne Challenge?
Anmelden könnt ihr Euch bis zum 31. Januar 2013.
Entweder hier per Kommentar oder per Email unter mainstreamgoere@googlemail.com.





Ich werde euch hier auf dieser Seite immer auf dem Laufenden halten, welche Mira-Bücher ich lesen werde. Und ich werde euch natürlich auch die Rezensionen dazu hier verlinken.

1.)  Stevens, Danielle - Das Geheimnis der Maori-Frau -- gelesen
2.)  Carr, Robyn - Neubeginn in Virgin River -- gelesen
3.)
4.)
5.)
6.)
7.)
8.)
9.)
10.)
11.)
12.)


Bücherkaffee - Teamtreffen die 2. ! :-)

5 Kommentare


Ach ja, gestern haben wir es endlich mal geschafft uns wieder zu treffen. 
Alexandra und ich haben uns diesmal direkt am Bahnhof getroffen, statt wie üblich im Hugendubel Café. Und entgegengesetzt meinem Plan am Gleis, wie eine verrückte zu winken und auf und ab zu springen, damit sie mich auch gleich in den Menschenmassen findet, hat sie mich sofort gefunden.



Ich war nämlich die ganzen Zeit auf der Suche nach einer bunten Beanie Mütze und da stand sie plötzlich vor mir :-) Zusammen sind wir dann bei wunderschönen Sonnenschein zum Hugendubel gelaufen. Eigentlich wollten wir erst hoch Kaffee trinken, aber wie es eben so ist, wenn wir zusammen einen Buchladen betreten, wurden wir gleich von einigen Aktionstischen förmlich angesprungen und waren erst stöbern. IN JEDEM STOCKWERK. Das zweite Stockwerk war besonders lustig, wir haben uns nämlich so ablenken lassen, dass wir 2 extra Runden laufen mussten, um endlich die Rolltreppe nach oben neben zu können.  Oben angekommen, konnten wir einen kleinen gemütlichen Platz ergattern und haben uns erst Mal leckeren Chai Latte mit Sojamilch & Karottenkuchen für Alexandra und Kaffee & Kokos-Schokokuchen für mich bestellt. 




Aber was wären wir für ein seltsames Gespann, wenn wir uns einfach so hinsetzen und erst mal der Völlerei hingeben würden, wenn doch in einer Buchhandlung soooo viele Dinge einen ablenken können.

Eine wunderschöne Aktion hatte uns plötzlich abgelenkt und forderte nun unsere ganze Aufmerksamkeit!


Die Betreiber des Cafe´s (World Coffee) hatten direkt oben am Cafétresen einen Christbaum aufgestellt mit Papierkugelanhängern, die alle mit Kinder-Wünschen beschriftet waren. Ein Kinderheim in der in Stockach am Bodensee durfte nämlich seine Wünsche aufschreiben und dort hinhängen, so dass jeder Kunde die Möglichkeit hat, bei Lust und Laune einen Wunsch zu erfüllen und ein Kinderherz höher schlagen zu lassen. :-) 
Wir konnten einfach nicht vorbei, denn was gibt es schöneres als glückliche, glänzende Kinderaugen, die an Heiligabend ein Geschenk auspacken dürfen. Wünsche erfüllen zu können, auch wenn es Kleinigkeiten sind, ist etwas wunderbares und wirklich so erfüllendes. 
Leony und Marleen sind die zwei glücklichen Mädels, die auserwählt wurden.  
Selbstverständlich haben wir uns für diese tollen Bücherwünsche entschieden und hoffen, dass die beiden viel Spaß und Freude beim auspacken und lesen haben werden. :-)




Danach sind wir ziemlich glücklich und strahlend losgelaufen und haben noch die Bücherecke im Kaufhof Galerie gecheckt. Siehe da, wir wurden beide fündig und haben uns beide selbst etwas zu Weihnachten gegönnt - SuB hin oder her :-)

Alexandra´s Schätze
Aygen´s Schätze

Als wir dann wieder hinaus auf die Königsstrasse sind, hat es leider ganz schön angefangen zu regnen und wir sind zum Weihnachtsmarkt rüber und haben uns an der Eisbahn erst mal etwas heißes zu trinken geholt, leckeren "Zimt-Zauber-Punsch". Damit sind wir rüber zur Kerzenwerkstatt und haben uns die verrücktesten und schönsten Kerzen angeschaut, in all ihrer Farbenpracht. 




Nachdem sich der Regen etwas gelegt hat, waren wir noch im Nanu Nana auf der Suche nach Eulentassen, die letztens so auf Facebook von verschiendenen Bloggern gepriesen wurden :-) Wir mussten uns richtig durchquetschen und schieben, der Laden war komplett überfüllt, leider ohne Erfolg. Keine Tassen gefunden in unserem Nanu Nana :-(

Auf dem Rückweg haben, wir noch einmal den Hugendubel aufgesucht, denn ich hatte noch einige Bücher gesehen, die ich haben wollte, aber die Schlange an den Kassen war wirklich abschreckend und ich werde heute lieber Online bei Hugendubel schauen. :-(
Die Weihnachts-Shopping-Orgie ist schon sehr extrem, dass muss man wirlich sagen. Massen über Massen an Menschen quetschen sich durch überfüllte Läden. 

Nichtsdestotrotz konnten wir noch ein Café auf dem Rückweg zum Bahnhof finden, dass ein gemütliches Plätzchen zu bieten hatte und haben uns nochmal leckeren Kaffee bestellt und uns lange unterhalten. Wie das letzte Mal schon, können wir nur sagen, dass es ein sehr schöner Tag war und das wir jedes Mal feststellen, dass wir leider eindeutig zu wenig Zeit für diese persönlichen Treffen finden. 
Aber vielleicht macht genau das unsere Treffen immer so besonders, außergewöhnlich und voller Überraschungen. :-)


Eure Alexandra & Aygen  

Danke für 1000 Facebook-Fans!

0 Kommentare

 
 Wow, wir sind wirklich sprachlos
und freuen uns riesig !!!

Ihr habt uns gestern ein wundervolles Weihnachtsgeschenk bereitet.

Wir haben gestern tatsächlich 
unseren 1000sten Facebook-Fan begrüßen dürfen!

DANKE !!!



Grafik: © creative_stock - Fotolia.com
Gestaltung: © Alexandra Z.

Rezension {Katja} - Die Twilight-Saga – Bis(s) zur letzten Szene

Mittwoch, 12. Dezember 2012 0 Kommentare



Bis(s) zur letzten Szene
Autor: Robert Abele

VerlagCarlsen Verlag
Originaltitel: The Twilight Saga: The Complete Film Archive: Memories, Mementos, and Other Treasures from the Creative Team Behind the Beloved Motion Pictures
Übersetzer: Annette von der Weppen
Erscheinungsdatum: 2012
Ausstattung: Hardcover,gebunden,160 Seiten
ISBN: 978-3551582980
Preis: € (D) 29,90 | € (A) 30,80 | sFr 40,90




Zum Kino-Finale der Twilight-Saga: Ein absolutes Muss für alle Biss-Fans!

Inhalt und Aufbau des Buches:
Seit Jahren begeistert die Twilight-Saga Millionen von Fans weltweit. Der erste Band rund um die durchschnittliche Bella Swan und den attraktiven Vampir Edward Cullen erschien in den USA im Jahr 2005, doch bereits im April 2004 sicherte sich Paramount Pictures die Filmrechte.  Ende 2007 wurden letztendlich die Hauptcharaktere gecastet, Anfang 2008 liefen bereits die Dreharbeiten zum ersten Teil „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ an. Dies sollte den Beginn einer Film-Saga darstellen, die in die Geschichte eingehen würde. Millionen von Frauen jeden Alters verfolgten seitdem die beinahe unmögliche Liebesgeschichte zwischen einem Menschen und einem Vampir.

Gerade erst lief der letzte Teil der Saga, „Breaking Dawn Part 2 – Bis(s) zum Ende der Nacht“ in den Kinos und rief weltweit erneut Begeisterungsstürme hervor. Tausende von Fans pendelten zu den Premieren in den USA und Europa, um ihre Stars noch ein letztes Mal gemeinsam live und in Farbe sehen zu können.
Die Twilight-Saga – Bis(s) zur letzten Szene“ beschäftigt sich mit den Dreharbeiten, den Schauspielern und allem, was zu einer Verfilmung dazu gehört.
Die Produzenten plaudern dabei aus dem Nähkästchen, die einzelnen Charaktere und Schauspieler werden vorgestellt und aus Interviews erfährt man, was sich hinter den Kulissen zugetragen hat.

Aufgeteilt ist dieses Buch in vier Kategorien: Anfänge, Komplikationen, Entscheidungen und Verwandlung. Beinahe jede Seite birgt neue Geheimnisse, die es zu entdecken gilt und bietet dem Leser einen tiefen Einblick in die Welt der Twilight-Saga. Seien es Skizzen der Charaktere und deren Kleidung, die Entstehung der computeranimierten Wölfe, Auszüge aus dem Drehbuch, Produzententagebücher, Erinnerungen und Anekdoten der Stars oder auch Berichte von Veranstaltungen wie zum Beispiel der Filmpremieren.
Die Schauspieler erzählen in Interviews, wie sie sich auf ihre Rollen vorbereitet haben oder auch, wie es sich anfühlt, mit der Twilight-Saga für immer abzuschließen. Einige berichten von ihren Lieblingsfilmszenen oder wie sie den plötzlichen Hype erlebt haben.


Auf 160 Seiten erstreckt sich die Geschichte von der Buchvorlage zu einer der erfolgreichsten Literaturverfilmungen aller Zeiten. Begleitet werden die Berichte von unzähligen Fotos und Illustrationen, die sich durch den gesamten Band erstrecken. Fast schon könnte man „Die Twilight-Saga – Bis(s) zur letzten Szene“ als Bildband betrachten, der den Werdegang der Saga in den letzten 4 Jahren aufgreift.

Die Aufmachung dieses Bandes ist schlichtweg spektakulär. Schon allein der Einband ist ein echter Blickfänger, da er mit goldenen Ranken verziert ist und dieses doch recht schlichte Cover sehr edel aussehen lässt. Der Buchblock selbst ist auf Hochglanzpapier gedruckt. Auch an Goodies wurde nicht gespart. Überall im Buch verteilt finden sich wunderschöne Szenenfotos, Briefe vom Set, Einladungen zu den Filmpremieren, ein Tattoo des Wolfsrudels, eine Eintrittskarte zu den MTV Movie Awards 2010, ein Design-Skizzenbuch, signierte Filmposter und einiges mehr. Vieles davon befindet sich in hübschen, wieder verschließbaren Umschlägen, die auf den Buchseiten angebracht sind. 


Fazit:
Insgesamt ist „DieTwilight-Saga – Bis(s) zur letzten Szene“ eine wundervolle Zusammenfassung der Verfilmung der Twilight-Saga und steckt voller Überraschungen. Es ist ein must-have für jeden Twilight-Fan. Die großartige und vorallem aufwendige Aufmachung des Bandes rechtfertigen den doch recht stolzen Preis, denn es wird dem Leser mehr geboten, als man zunächst erwartet hat.
Viele Hintergrundinformationen, großartige Goodies und eine tolle Aufmachung machen dieses Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis für jeden echten Twilight-Fan und ist unbedingt empfehlenswert!


 © Rezension: Katja
 



Quelle Vita Autor + Coverbild:
Website © Carlsen Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Carlsen Verlages
Buch-Fotografien:
© by Katja, Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Carlsen Verlages

Rezension {Aygen} - Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt

Sonntag, 9. Dezember 2012 2 Kommentare

Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
von Pierre Szalowski

Verlag: C. Bertelsmann Verlag München
Originaltitel: Mais quést-ce que tu fais là, tout seul?
Aus dem Französischen übersetzt von Nathalie Lemmens
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 29. Oktober 2012
Ausstattung:gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
288 Seiten
ISBN13: 978-3-570-10156-8
Preis: 16,99 € [D]

EBook: KLICK

Leseprobe: KLICK





Die schlimmsten Schmerzen sind auch immer die stillsten. Zitat Seite 45

Inhalt:
Eishockeyprofi Ladouce wird aufgrund seiner Eskapaden aus der Mannschaft in Montreal verbannt und nach Winnipeg versetzt. Nach sieben Jahren wird er zurück nach Montreal in seine alte Mannschaft zurück geordert und glaubt, noch einmal seiner Karriere so den nötigen Schub zu geben. Von sich überzeugter als je zuvor, kehrt ein selbstverliebter und selbstbewusster Ladouce, nach Jahren zurück, in dem Glauben, dass alle ihn mit offenen Armen empfangen werden. Als er an Weihnachten in der alten Heimat auftaucht, stellt er ziemlich schnell fest, wie er ersetzt wurde. Sein Status ist nicht mehr derselbe. Er ist nicht mehr der Sportler, mit Fanscharen. Er ist nur durch sein negatives Verhalten in Erinnerung geblieben und seine Fans und die einstigen Freunde lassen ihn spüren, wie sehr sein Verhalten damals alles zerstört hat und was er eigentlich verloren hat.

Nicht weinen. Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt. Zitat Seite 47

Handlung & Charaktere:
Der Autor Pierre Szalowski hat hier ein wundervolles Werk vollbracht. Seine Wortwahl und die Schaffung einer besonderen Atmosphäre sind ihm gelungen. Das leerstehende Luxushotel Saint- Régis vermittelt trotz mangelnder Gäste ein Geborgenheitsgefühl. Man spürt den Schutz, die Wärme und diese Vertrautheit. Trotz trauriger Ereignisse, die sich ergeben und auch die Hasstriaden und bissigen Bemerkungen gegenüber Ladouce, schafft der Autor immer wieder durch Situationskomik, diese Momente aufzulockern, ohne dem Leser den Sinn für das wirklich Wichtige zu rauben. Der Protagonist wird anfänglich sehr selbstbewusst dargestellt, doch schnell merkt man, wie einsam er wirklich ist, wie ihm von Seite zu Seite, die Wirklichkeit und auch seine eigene Person immer wieder vor Augen geführt wird. Jeder hält ihm einen Spiegel vor und er muss feststellen, dass der einstige Glanz schon lange verblasst ist. Zurück bleibt ein Mann, der seine besten Jahre mit Alkohol und wilden Partynächten so übertrieben hat, dass die großen Schlagzeilen schon lange nicht ihm gelten und die letzten Artikel lediglich seinen Absturz und seine Eskapaden zeigen. Er stellt fest, dass ehemalige Mannschaftskollegen und Freunde, lange vorher die Reißleine gezogen haben und ihr wahres Glück gefunden haben. Ladouce wird einerseits Einsam, ja sogar passagenweise jugendlich, kindlich naiv dargestellt, wenn er so vor dem Fernseher sitzend David Copperfield verfolgt oder gar sich wie ein schmollendes Kind verhält, das nicht das gewünschte Spielzeug erhält und andererseits als prolliger Starhockeyspieler, der komplett an Selbstüberschätzung leidet. Diese charakteristische Darstellung des Protagonistin macht ihn besonders. Er ist äußerlich erscheinend ein richtiger „Kerl“, der eigentlich nach Geborgenheit und Wärme sucht und feststellt, wie wertvoll einst die Freunde und die Familie waren und welche Bedeutung dieser Sport wirklich für ihn hatte. Als er Ladouce, den 7 jährigen Sohne eines Zimmermädchens im Hotel kennenlernt, beginnt er, über all die vergangen Jahre nachzudenken. Nicht nur an die rauschenden Nächte, sondern auch an den Ladouce, der er war, bevor der Ruhm ihm den Sinn geraubt hat.

Mein persönliches Fazit:
Das ist mein erster Roman vom Autor und ich muss sagen, der Titel hat mich schon angesprochen, weil er eben außergewöhnlich klingt. Aber was mich wirklich dazu bewegt hat, dieses Buch auch wirklich lesen zu wollen, war der Klappentext. Ein Profi Eishockeyspieler, der skandalös und wild gelebt hat und so ziemlich alles aufs Spiel gesetzt hat. Seinen Ruhm, sein Ansehen, das Vertrauen seiner Fans und auch den Glauben seines Vaters in seine sportlichen Fähigkeiten. Wie so oft spielt das Leben eben anders als man denkt und man kann am höchsten Punkt seines Lebens mit einem Mal alles verlieren was einem wichtig war. Dieses Buch zeigt den Kampf um den inneren Schweinehund und den langen Weg eines Sportlers auf der Reise zu sich selbst und der Wiederherstellung seines einstigen Ruhms. "Geld verdirbt den Charakter", das wird hier deutlich. Der Abstieg im Leben geht schneller als man denkt und man sollte stets im Umgang mit Anderen den Respekt voreinander wahren, egal wie weit man oben steht, um nicht sich selbst zu verlieren und vielleicht sogar, das wichtigste das uns halt gibt. Die Freunde und die Familie. Ein wahrer Pageturner, der mich überrascht hat. Ich werde mir definitiv noch „Bei Kälte ändern die Fische ihre Bahnen“ zulegen und lesen, da der Titel außergewöhnlich klingt und der Schreibstil des Autors mich begeistert hat, bin ich jetzt schon gespannt.
       
                                                               

© Rezension: Aygen


Über die Autorin: 
Pierre Szalowski lebt in Montreal und arbeitete als Pressefotograf, Journalist, Grafiker und Film- und Fernsehproduzent. Sein Romandebüt „Bei Kälte ändern die Fische ihre Bahnen“ (C.Bertelsmann 2010) erhielt den renommierten Grand Prix de la Relève littéraire Archambault und wurde in 10 Sprachen übersetzt.Mit „Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt“ knüpft er an diesen Erfolg an.

 


Quelle Vita Autorin + Coverbild:

Website © C.Bertelsmann Verlag, München, mit freundlicher Genehmigung des C.Bertelsmann Verlag, München und des Autors

Buch-Zitate: Die Seitenangaben befinden sich unter dem jeweiligen Zitat. 

© by Pierre Szalowski und C. Berteilsmann Verlag, München