Rezension {Aygen} - See der Träume

Montag, 14. Januar 2013 0 Kommentare



See der Träume

Von: Kim Edwards

Verlag: Aufbau Verlag
Originaltitel: The Lake of Dreams
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Gesine Schröder
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: Taschenbuch Auflage 2012
Ausstattung:  Broschur, 480 Seiten
ISBN13: 978-3-7466-2874-5
Preis: 9,99 €  [D]


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Inhalt:
Lucy Jarrett ist Ende Zwanzig, als sie beschließt sich eine Auszeit zu nehmen und von Japan, ihrem aktuellen Wohnort zurück in die Heimat nach New York zu fliegen um ihre Familie zu besuchen. Sie steckt gerade in einer Sinnkrise. Seit sie mit ihrem Freund Yoshi von Jakarta nach Japan gezogen ist, hat sie keine Arbeit mehr und ist frustriert, was sich auch auf ihre Beziehung auswirkt. In New York angekommen, erfährt sie von ihrem Bruder, dass er Vater wird und wieder im alten Eisenwarenladen des Onkels anfängt. Lucy ist verwirrt. Ihr Vater und ihr Onkel Art hatten sich im Streit getrennt und das Geschäft blieb im Besitz ihres Onkels. Lucy ist enttäuscht, sie trauert selbst nach 10 Jahren immer noch um ihren Vater und versteht nicht, warum ihre Familie inzwischen mit dem Onkel Kontakt hat. Vieles scheint sich verändert zu haben, seit sie vor Jahren weg ist. Die Mutter hat inzwischen jemand kennengelernt und das Elternhaus wird nur noch zimmerweise genutzt. Für Lucy scheint es, als hätte sich jeder weiterentwickelt, obwohl sie doch diejenige war, die damals weg ist. Auf der Suche nach innerer Ruhe und Klarheit im Elternhaus, entdeckt Lucy in einer Mauernische Zeitungsartikel und Briefe, die auf eine Vorfahrin bzw. Verwandte weisen, die wohl zu seiner Zeit aus der Familie verstoßen wurde. Bei der Suche nach dem Grund stößt Lucy auf immer wieder seltsame Fügungen, geschichtliche Ereignisse und Zusammenhänge aus der Vergangenheit, die sie auf dem Familiengeheimnis näher bringen.
Das habe ich in meinem kurzen Leben immerhin gelernt: Handele nicht aus Zorn. Handele aus Liebe oder lass es bleiben. Zitat Seite 332
Handlung & Charaktere:
Die Autorin schreibt feinfühlig über die Trauer der Protagonistin. Ihre Unentschlossenheit, ihre Liebe zu ihrem Partner Yoshi. Sie vermisst ihn und doch fühlt sie nicht, dass sie mit ihm wirklich angekommen zu sein scheint. Während sie ihre Familie beobachtet, hat sie den Eindruck vor Jahren stehengeblieben zu sein. Ihr Bruder ist bereits in der Familiengründung und auch wieder im Familien Schlüsselimperium. Lucy hat keine Arbeit, keine Familie und selbst ihre Partnerschaft hatte schon schönere Zeiten erlebt. Die Autorin baut immer wieder in die laufende Handlung geschichtliche Ereignisse ein, die selbst mit dem Familiengeheimnis zusammen zu hängen scheinen. Der Aufbau ist anfänglich verwirrend, da man praktisch Jahrzehnte überspringt und geschichtliche Ereignisse wie über den Halley’schen Kometen oder sogar die Irokesen liest. Dank dem Schreibstil gelingt es der Autorin, die Leser dennoch gekonnt auf die wirklich wichtige Handlung im Buch zu lenken. Die verstoßene Verwandte Rose, die einst im 19. Jahrhundert Buntglasfenster in Auftrag gab und diese durch Zufall in der Gegenwart von Lucys alten Jugendliebe restauriert werden, der inzwischen eine eigene Glasbläserei hat und einen 6jährigen Sohn. Keegan bringt Lucy nach all den Jahren immer noch durcheinander und ihre Gefühle für ihn scheinen nicht wirklich gänzlich erloschen zu sein. Ein Roman, der so facettenreich ist, gefüllt mit Verrat, Intrigen, Liebe und der Trauer um den Vater. Kim Edwards ist es gelungen einen spannenden gefühlsechten Roman zu schreiben, der den Leser auf Reisen, durch längst vergessene Zeiten schickt und doch den Abschluss im Hier und Jetzt findet.
Aber meinst du nicht, dass die Vergangenheit für die Gegenwart eine Rolle spielt? Zitat Seite 70


Mein persönliches Fazit :
Leider ist das mein erstes Buch von Kim Edwards, damals nach Erscheinen des Buches „Die Tochter des Fotografen“ war ich unentschlossen, ob mir das Buch gefallen könnte, aber nach „See der Träume“ weiß ich, dass ich das schleunigst nachholen muss. Kim Edwards Schreibstil hat mir sehr gefallen. Schöne Landschaftsbeschreibungen und die charakterstark dargestellte Protagonistin runden das Geheimnis um die verstoßene Rose und deren Tochter Iris ab.



                                         


© Rezension: Aygen  
                                                                               


Über die Autorin:
Kim Edwards Roman „Die Tochter des Fotografen“ war ein internationaler Beststeller und in den USA eines der erfolgreichsten Bücher der letzten Jahre. Für ihren Erstling „ Der Hibiskushimmel“ wurde die Autorin vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Lexington und unterrichtet Kreatives Schreiben an der University of Kentucky.

Quelle Vita Autorin + Coverbild
Website © Aufbau Verlag GmbH, mit freundlicher Genehmigung des Aufbau Verlages und der Autorin
Buch-Zitate: Die Seitenangaben befinden sich unter dem jeweiligen Zitat. 
© by Kim Edwards und Aufbau Verlag




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