Rezension: Blut ist im Schuh

Mittwoch, 27. März 2013 2 Kommentare


Einem reichen Manne, dem wurde seine Frau krank, und als sie fühlte, dass Ihr Ende herankam, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach: „Liebes Kind, bleib fromm und gut, so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich herabblicken und will um dich sein.“ 

Blut ist im Schuh
Autorin:  Anna Schneider

Verlag: Planet Girl Verlag (Thienemann Verlag GmbH)
Genre: Jugendbuch, Thriller
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahre
Erscheinungsdatum: 20. März 2013
Ausstattung: Klappenbroschur, 256 Seiten
ISBN13: 978-3-522-50330-3


Ein kleiner Einblick:

Die 15jährige Amelie lebt nach dem Tod ihrer Mutter zusammen mit ihrem Vater bei dessen neuen Liebe Heike und deren Tochter Sarah. Amelie hat es schwer dort Fuß zu fassen und vermisst ihr altes Zuhause und vor allem natürlich auch ihre beste Freundin Biene. Mit ihr hatte sie immer so viel Spaß und nun bleibt ihr nur das Telefon als Verbindung zu ihrem alten Leben. Sarah macht es Amelie nicht leicht, triezt sie wo es nur geht. Von Heike braucht Amelie keinen Rückhalt erwarten, denn diese hält natürlich zur Tochter. Einmal steht Amelie im Freibad unter der Dusche und als sie heraustritt entdeckt sie mit Entsetzen nichts. Ja nichts, denn ihre Sachen sind spurlos verschwunden. Ein anderes Mal macht sie eine grausige Entdeckung unter ihrem Pult in der Schule. Doch steckt Sarah hinter allen Gemeinheiten?

Ständig hat Amelie das Gefühl beobachtet zu werden. Doch sie kann niemanden entdecken und zweifelt schon an ihrer Intuition. Sie vermisst die Gänge zum Friedhof, zu ihrer Mutter. Sie beschließt auf dem örtlichen Friedhof zu gehen und findet im hintersten Winkel eine Bank wo sie sich zwar nicht ihrer Mutter nahe fühlt aber der Ort spendet ihr ein wenig Trost. Auch hier hat sie oft das Gefühl beobachtet zu werden. Bei dem Gedanken, dass ich ihr jemand nachstellt stellen sich ihre Nackenhaare auf.

Sarah trifft sich oft mit ihrer Clique am Brunnen auf dem Marktplatz. Dort trinken sie gerne mal einen und stellen auch sonst gerne was an. Sie beschmieren Wände im Nobelviertel und betupfen Autos, nur so zum Spaß. Eddie ist Sarahs Freund und tut so ziemlich alles für sie. Auch wenn Sarah ihn oft mies behandelt und ihn eigentlich nicht wirklich zum Freund mag. Aber er ist der Kopf der Clique und das hat so seine Vorzüge. Amelie ist hin und weg. Sie wird von Ben angesprochen, dem Schwarm der Schule. Er lädt sie ein mit ihm gemeinsam zum Ball zu gehen. Natürlich sagt sie gerne zu und freut sich. Es ist ihr Lichtblick, ihr Hoffnungsschimmer. Doch immer wieder dieses Gefühl beobachtet zu werden. Wer treibt sein böses Spiel mit ihr. Kommt das alles wirklich nur von Sarah? Wen Amelie nur wüsste. Nicht nur sie, sondern auch ihre Schwester Sarah wird beobachtet. Nur von wem?

Meine Gedanken zu dem Buch:

Das Cover ist wunderschön stimmig und passt sehr gut zum Buch. Das Buch ist verziert mit Ranken und Täubchen die am Buchschnitt der Unterkante und auch an der Seitenkante sofort ins Auge fallen. Auch im inneren findet man die Verzierung auf jeder Seite. Einige Kapitel beginnen mit einem Zitat von Aschenputtel aus dem Buch der Märchen. Erzählt wird die Geschichte in der Erzählerform. Ich liebe diese neuen Auflagen der alten Märchen immer mehr. Als Thriller haben sie zusätzlich auch etwas prickelndes und gefährliches.

Kurz & gut – mein persönliches Fazit:

Es ist schön, wenn ich wieder einmal die Gelegenheit habe so ein tolles Buch zu lesen. Ein Buch, das man in einem Ruck weg liest, das habe ich allzu gerne. Gerade einmal 7 Stunden und ich habe das Buch schon durch. Leider, denn ich habe geschüttelt und gerüttelt, aber da kamen keine weiteren Worte herausgefallen.
Es hat mir Spaß gemacht von Amelie und Sarah zu lesen. Die Geschichte hat mich berührt und mir den Atem geraubt. Ich freue mich sehr auf das nächste Buch der Autorin, welches hoffentlich bald erscheinen wird. Also ein klasse Debüt der Autorin. Daumen hoch.

© Rezension: Susa


Über die Autorin:
Anna Schneider wurde 1966 in Bergneustadt im Oberbergischen Kreis geboren. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin arbeitete viele Jahre als Personalberaterin bei einer Großbank in Frankfurt.  Sie absolvierte eine Ausbildung zur Organisationsberaterin, dozierte an der Frankfurt School of Management und arbeitete als Coach. Bereits als Jugendliche veröffentlichte Anna Schneider eigene Gedichte in verschiedenen Anthologien.  Erst vor wenigen Jahren wechselte sie erfolgreich ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women’s Edition Kurzkrimi-Preis. Eine weitere ihrer Kurzgeschichten wurde für einen österreichischen Krimipreis nominiert. Motiviert durch diese Erfolge arbeitet die Autorin derzeit an weiteren Kurzgeschichten sowie an Romanprojekten für Jugendliche und Erwachsene. © http://www.schneideranna.com

[susa]

Kommentare:

  1. klingt gut! hab ich gleich mal auf meine wunschliste geschrieben!
    lg celina
    http://celina-traumwelten.blogspot.de/

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  2. Hallo Celina,

    hast Du das Buch inzwischen schon lesen können? Ich hoffe das Anna Schneider bald nachlegt, denn ihr Schreibstil ist wunderbar.

    Liebe Grüße
    Susa

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