Rezension: Neubeginn in Virgin River

Freitag, 5. April 2013 1 Kommentar

Neubeginn in Virgin River

Autorin: Robyn Carr
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Originaltitel: Virgin River
Aus dem Amerikanischen übersetzt von: Barbara Alberter
Genre: Roman
Reihe: Teil 1 der Virgin River Reihe
Erscheinungsdatum: Februar 2010
Ausstattung: Taschenbuch, 448 Seiten
ISBN13: 978-3-89941-690-9


Ein kleiner Einblick

Mel ist fertig mit den Nerven, die Hektik der Großstadt setzt ihr arg zu und die Dinge, mit denen sie als Krankenschwester in der Notfallklinik konfrontiert wird, belasten sie sehr. Zudem hat sie einen schweren Schicksalsschlag erlitten und ihren Mann verloren. All diese Dinge treiben Mel zu einer Entscheidung: Sie packt kurzerhand ihre Taschen und reist in das kleine, abgelegene Virgin River. Einer Annonce zufolge soll der hier tätige Arzt eine Unterstützung benötigen und ein Jahr lang wurde ihr eine Unterkunft zugesagt. Was Mel dann tatsächlich bei ihrer Ankunft erwartet, entspricht nicht ihren idyllischen Vorstellungen eines ruhigen Landlebens, dass sie sich so erhofft hatte.

Ein mürrischer Arzt, der keine Hilfe annehmen mag, eine Hauswirtschafterin, die sie angelogen hat und eine Blockhütte, die sich mehr als Bruchhütte herausstellt. Nur der attraktive Jack, der die einzige Bar im Ort betreibt, hat ein offenes Ohr und ein warmes Essen für sie.
Natürlich möchte sie am nächsten Tag umgehend wieder abreisen, doch dann finden sie ein elternloses Baby auf der Treppe der Arztpraxis und Mel als gelernte Hebamme kann und will das kleine Neugeborene nicht im Stich lassen.
Ob sie Virgin River doch vielleicht eine Chance geben sollte, zumindest vorübergehend?

Meine Gedanken zu dem Buch

Nachdem ich nun schon von so vielen gehört habe, dass die VirginRiver-Reihe der Autorin Robyn Carr absolut lesenswert sei, habe ich nun den ersten Teil in die Hand bekommen und das Lesen begonnen - und was soll ich sagen? Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Eine so schöne Geschichte, die mich berührte und die mich einfach zum Tagträumen einlud.

Diese romantische Geschichte um die Krankenschwester Mel und den Barkeeper Jack weist so alle typischen Merkmale für einen Herzschmerzroman auf und doch ist es genau das, was man - was ich - immer mal wieder brauche. Liebe, Romantik, Sehnsucht, Abenteuer, Ferne, das alles ist wunderbar vertreten. Schon alleine diese Kulisse "Virgin River" hat eine beruhigende Wirkung und man möchte doch glatt seine Koffer packen und Mel nachreisen in dieses Stück scheinbar unberührte Natur.

Natürlich ist auch in diesem Örtchen nicht alles Gold, was glänzt und mürrische Bürger, eifersüchtige Frauen und ein etwas ungehobelter Arzt machen Mel schwer zu schaffen. Doch sie hat einen starken Charakter und kann anpacken. Sie ist auch nicht auf den Mund gefallen und weiß sich zur Wehr zu setzen. Doch gibt es auch schwache Momente, die in ihrer Situation nur allzu natürlich sind. Denn da ist ja noch Jack. Der Barkeeper wird zu ihrem besten Freund und ehe sie sich versieht, auch ein wenig mehr. Aber ist sie dafür schon bereit?

Trotz aller anfänglichen Schwierigkeiten kann sie sich überwinden, dem Dorf eine Chance zu geben und in der Tat merkt die nach einiger Zeit, dass die Ruhe zu ihr zurückkehrt. Auch wenn es in Virgin River immer wieder aufregende Momente gibt, die sie fordern. Doch sie spürt, dass sie gebraucht wird, dass die Menschen ihr vertrauen und das stärkt sie sehr.
Die schöne und sehr bildliche landschaftliche Beschreibung tut natürlich sein Übriges zur Wohlfühl-Atmosphäre, die dieses Buch verbreitet und ich war durch die ganze Geschichte hindurch ans Geschehen gefesselt.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Ich kann es definitiv nicht leugnen: Auch ich bin nun VirginRiver-infiziert.
Ein toller, typisch amerikanischer Herzschmerzroman, der alles erfüllt, was er erfüllen muss. Eine bezaubernde Kulisse, eine extragrosse Portion Romantik und Liebe, ein wenig Neid und Missgunst und schrullige Dorfbewohner, gewürzt mit einer Portion wildem Abenteuer - das ist Virgin River!
Ich habe mich wohl gefühlt und habe dieses Buch mit einem Lächeln auf den Lippen gelesen. Ja, solche Bücher braucht Frau auch mal zum Entspannen und Träumen! :-)
Ein Buch für einen gemütlichen Sonntag auf dem Sofa mit einer heißen Tasse Kaffee oder Tee dabei. Ich freue mich nun auf Band 2 - Wiedersehen in Virgin River.

© Rezension: Alexandra Zylenas

[alexandra]

1 Kommentar:

  1. Mir ging es wie dir, neugierig durch andere rezensionen habe ich das Buch gelesen und war dann auch sehr begeistert davon. Deine Aussage, dass die Kulisse Virgin River eine beruhigende Wirkung hat, finde ich sehr gelungen. Ich habe dies auch gespürt beim lesen, konnte es aber einfach nicht in Worte fassen.

    LG
    Jai

    AntwortenLöschen

Wir freuen uns, wenn ihr unsere Beiträge kommentiert, denn dadurch wird dieser Blog lebendig! Bitte habt Verständnis, dass Beiträge vorab geprüft werden, um Spam zu verhindern. Daher kann es einen Moment dauern, bis Kommentare sichtbar werden. Lieben Dank.