Rezension {Alexandra} | Kraut und Rübchen | Elke Pistor

Montag, 13. Januar 2014 2 Kommentare


Titel: Kraut und Rübchen
Autorin: Elke Pistor
Verlag: emons Verlag
Genre: Landkrimi
Erscheinungsdatum: Herbst 2013
Ausstattung: Klappenbroschur, 251 Seiten
ISBN13: 978-3-95451-179-2
Preis Printausgabe: € 11,90 [D]
Preis eBook: € 9,49  [D]

Leseprobe: KLICK





WAS SIE SCHON IMMER ÜBER GIFTKRÄUTER WISSEN WOLLTEN ...
Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Was macht man, wenn sich herausstellt, dass die eigene Urahnin eine Serienmörderin war? Noch dazu eine, die sich aufgrund der sorgsamen Auswahl ihrer Opfer allergrößter Beliebtheit erfreute? Als Journalistin Katharina Rübchen auf dem geerbten Familienbauernhof in Kleinhaulmbach alte Aufzeichnungen findet, stellen sich einige Probleme: Die Dörfler bangen um lange gewahrte Geheimnisse, ihr Chefredakteur drängt auf die große Story, und die hofeigene anarchistische Ziegenherde macht, was sie will. Und dann ist da noch dieser Tierarzt, der deutlich mehr Interesse an Katharina als an ihren vierbeinigen Mitbewohnern hat.

Meine Gedanken zu dem Buch:

"Kraut und Rübchen" ist der erste Roman, den ich von der Autorin Elke Pistor gelesen habe und ich muss sagen: ich bin begeistert!
Dieser Landkrimi um die doch sehr sympathische und neugierige Protagonistin Katharina Rübchen konnte mich mit seinem tollen Humor fesseln und immer wieder zum Lachen bringen. Katharina ist eine reine Stadtpflanze und doch zieht es sie zum Haus ihrer verstorbenen Tante aufs Land ins Dörfchen Kleinkulmbach, welches ihr vererbt wurde. Mittlerweile als Journalistin für ein Landhaus-Magazin tätig, hat sie doch Biologie studiert und freut sich auf den großen Kräutergarten ihrer Tante in idyllischer Atmosphäre. Doch von Idylle keine Spur! Dafür viele morsche Stellen am Haus, eine neugierige und auch etwas merkwürdige Nachbarin und freche Ziegen im Garten, die unheimlich gerne ausbüchsen und für Chaos sorgen.
'Nichts wie weg hier' denkt sich Katharina - doch dann findet sie in einem Hohlraum der Hauswand ein altes Tagebuch, dass nur ihre Tante dort versteckt haben konnte. Dieses in Leder gebundene Büchlein weckt ihre Neugierde und sie beginnt zu lesen und schon die ersten Seiten ziehen sie in den Bann. Über hundert Jahre als ist die Schrift und die Verfasserin des Inhalts muss eine Vorfahrin sein. Doch was dort geschrieben steht, sogt für Gänsehaut bei Katharina. Kann das Möglich sein?

"Ein Haus, das im Schlamm versinkt, poröse Wände, eine schwangere Ziegenherde und eine Art Tagebuch, in dem von Mord die Rede ist. Nichts davon fand sich auf der imaginären Wunschliste, die ich mir für mein neues Leben auf dem Land gebastelt hatte." - Zitat Seite 30

Derweil bahnen sich auch einige verwunderliche Ereignisse im Dorf an, die ebenfalls ihre Aufmerksamkeit fordern. Katharina ahnt, dass die alten Tagebucheinträge auch heute noch sehr präsent sind und sie beginnt, nachzuforschen.
Als ihr auch noch eine hohe Summe für das alte Häusschen geboten wurde, damit es einem Einkaufszentrum Platz machen kann, beschließt sie endgültig, zu bleiben und sucht - inspiriert vom Grundgedanken ihrer Vorfahren - auf ihre Art nach einer Lösung für die Dorfprobleme.

Erzählt wird dieser Landkrimi aus der Sicht der jungen Katharina in der ich-Perspektive und gibt so einen herrlichen Blick auf ihren humorvollen und und manchmal etwas sarkastischen Charakter frei.
Äusserst gelungen ist der ständige Switch zwischen der Gegenwart und der alten Zeit, aus der das Tagebuch ursprünglich stammt. Immer wenn Katharina etwas Zeit zum Lesen findet, dürfen wir als Leser dies auch verfolgen, da die jeweiligen Tagebucheinträge - kursiv dargestellt - die ganze Geschichte durchziehen. Zu jedem Kapitelbeginn trifft man auf eine Zeichnung eines Krauts mit der jeweiligen Bezeichnung und natürlich dessen Wirkung (positiv als auch negativ...)
Besonders zu erwähnen ist auch, dass alle Rezepte zu den Gerichten, die in dem Krimi vorkommen, im hinteren Teil des Buches in einer Rezepte-Sammlung zu finden sind, unter anderem auch Rezepte aus Kräutern, wie zum Beispiel Hustensaft oder Kräuter-Likör ( aber nur die positiv wirkenden Rezepte, wohl gemerkt...;-))
Tiere spielen ebenfalls eine grosse Rolle und gerade diese sorgen für einen schönen Humor, der mich immer wieder auflachen ließ. Herr Hoppenstedt, der macht, was er will oder auch die Ziegen, die frech für viel Chaos sorgen. Schon beim Gedanken an die Cabrio-Szene muss ich immer wieder lachen.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Mein erster Roman von Elke Pistor wird definitiv nicht mein letzter gewesen sein! Ich war sehr positiv angetan vom Schreibstil und liess mich fesseln und mitreissen. In einem Rutsch habe ich das Buch gelesen, ohne es aus der Hand zu legen. Die gelungene Mischung aus Spannung und Humor haben mir sehr gefallen und ich fühlte mich durchgehend bestens unterhalten.
Ein toller Landkrimi mit einem 'grünen Daumen' der ganz besonderen Art!


© Rezension: 2013, Alexandra Zylenas


Über die Autorin:

Elke Pistor, Jahrgang 1967, ist in Gemünd in der Eifel aufgewachsen. Nach dem Abitur in Schleiden zog es sie zum Studium nach Köln, wo sie nach einem Zwischenstopp am Niederrhein bis heute lebt. Sie arbeitet als freie Seminartrainerin in der Erwachsenenbildung und leitet Schreibworkshops. 2014 erhält Elke Pistor das Töwerland-Stipendium.


Quelle Vita Autorin + Coverbild:
© Website emons Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: Die Seitenangaben befinden sich unter dem jeweiligen Zitat.
© by Elke Pistor


Kommentare:

  1. Hallo :)

    Das Buch klingt nach einer guten Unterhaltung mit vielen Lachern, ist daher direkt auf meine Wunschliste gewandert! Nicht zuletzt auch dadurch, dass die Rezension wunderbar geschrieben ist.

    Liebe Grüße,
    Fraencis

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  2. Das klingt wirklich nach einem tollen Buch.
    Ich war ja eher skeptisch wegen dem "Land"krimi. Aber so wie du es beschrieben hast, würde mich das Buch auch interessieren.

    Liebe Grüße
    Vanessa

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