Rezension {Alexandra} | Der Trakt | Arno Strobel

Donnerstag, 27. Februar 2014 2 Kommentare

»Und wer bist du wirklich?«

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?
"Als er hinter dem Steuer saß, hielt er einen Moment inne und fragte sich, wann er auf sie entscheidenden Einfluss würde nehmen müssen. Sie war das Element, das der Doktor "Jane Doe" nannte." - eBook Pos. 293

Meine Gedanken zu dem Buch:


Nun hat es lange gedauert, aber endlich habe auch ich ein Buch von Arno Strobel gelesen und was soll ich sagen: Es hat mich regelrecht gepackt. Kennt ihr das Gefühl, wenn euch ein Buch absolut fesselte und begeisterte und ihr euch deswegen ärgert, dass ihr viel zu lange gewartet habt, es endlich zu lesen? Mir ergeht es gerade so. Dieser Thriller stellte mir die Nackenhaare auf und ließ mich doch auch mit einem beklemmenden Gefühl zurück. Denn immer wieder dachte ich: 'und wenn das nun wirklich passieren würde? - wenn es mir passieren würde?' Gruselig! Aber eben auch höchst spannend!

Sibylle ist glücklich verheiratet und lebt mir ihrem Mann und ihrem Sohn in Regensburg.
Nach einem nächtlichen Ausflug mit ihrer Freundin wacht sie im Krankenhaus auf und vermutet, einen Unfall gehabt zu haben. Erinnern kann sie sich nicht, nur schlecht geträumt hat sie. Doch Sibylle kann keine Verletzungen feststellen. Als endlich ein Arzt auftaucht, erklärt ihr dieser, sie habe schon lange im Koma gelegen und auf die Frage, wo denn ihr Sohn sei, antwortete dieser, sie habe gar kein Kind.
Sibylle fühlt sich zunehmend unwohl und merkt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Ihr gelingt die Flucht aus der Klinik und sie hofft, nun bei ihrem Mann Aufklärung zu finden. Vergeblich - denn dieser scheint sie nicht zu erkennen! Gar niemand scheint sie mehr zu kennen. Was ist mit ihr geschehen? Wo soll sie hin? Wer kann ihr helfen?
Sibylle ist verzweifelt und begibt sich auf eine gefährliche Suche nach ihrer eigenen Identität.
Ein Psychothriller vom Feinsten, der gleich zu Beginn Spannung aufbaut und diese auch bis zum Schluss mühelos halten kann. Clever werde ich als Leser zusammen mit Sibylle durch ein Labyrinth der Ereignisse gejagt und erlebe die ein und andere Überraschung und plötzliche Wendung. Ich merkte, wie ich mit ihr mitfieberte und ihr am liebsten mitteilen wollte, was sie tun soll, was sie als nächstes probieren soll, wem sie doch lieber nicht trauen soll.
Kurzfristig war ich der Meinung, Sibylle sei doch etwas naiv dargestellt, weil sie doch recht schnell Vertrauen zu diversen Personen fasst. Aber nach einigem Überlegen, wie ich mich wohl selbst in solch einer geradezu absurd klingenden Situation verhalten hätte, muss ich eingestehen, dass ich mich wohl auch an ziemlich jeden Halm geklammert hätte, den man mir reicht.
Denn wem kann man wirklich trauen? Eine Frage, die mich als Leser die ganze Zeit beschäftigte. Jeder neu erscheinende Nebendarsteller der Handlung war in meinen Augen erst einmal ein potentieller Bösewicht. Oder doch nicht? Diese Unwissenheit erhöhte massiv die Spannung. Gut wird zu böse, böse zu gut...
"Und wieder - Schneerauschen."
- eBook Pos 1824

Kurz & gut - mein persönliches Fazit


Ein unter die Haut gehender Thriller, der packt und begeistert. Ich habe während des Lesens vollkommen die Umwelt um mich herum vergessen und bin zusammen mit Sibylle abgetaucht und in Regensburg auf die Jagd nach ihrer Identität gegangen. Beklemmend, fesselnd und rasant. Ein Thriller, der ohne Blutvergießen auskommt und dennoch die Nackenhaare aufstellen lässt. Psycho vom Feinsten!
© Rezension: 2014, Alexandra Zylenas


Der Trakt von Arno Strobel, erschienen im Fischer Verlag eBooks
Genre: Psychothriller 
Ausstattung: ca. 368 Seiten ePub/mobi
ISBN13: 978-3-10-400654-3
Preis Printausgabe: € 8,95 [D]
Preis eBook: € 8,49 [D] 
https://www.skoobe.de/ 



Quelle Coverbild: © Website Fischer Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © by Arno Strobel

Rezension: Ein Ort wie dieser | Marie-Aude Murail

Mittwoch, 26. Februar 2014 0 Kommentare


"Wenn Montag der Mond scheint, donnert`s dann am ... Freitag?"

http://www.amazon.de/gp/product/3596856272/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3596856272&linkCode=as2&tag=willkoimbuech-21Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Endlich ist Cécile Lehrerin! Mit zitternden Knien steht sie nun 18 Erstklässlern gegenüber. Sie muss ihnen einfach nur lesen beibringen.
Einfach? Nicht für die schüchterne Cécile. Die Kinder sind wild, die Eltern fordernd, der kleinen Schule droht die Schließung … und dann verliebt sich Cécile auch noch Hals über Kopf. Da sind mittelschwere Katastrophen vorprogrammiert! Um der Schule, den Kindern und sich selbst zu helfen, muss Cécile ihre Angst besiegen. Und damit beginnt sie genau jetzt!

Meine Gedanken zu dem Buch:

Die französische Autorin Marie-Aude Murail, die unter anderem für ihren Jugendroman "Simpel" den deutschen Jugendliteraturpreis erhielt, beschäftigt sich mit zeitgenössischer Jugendliteratur und hat nun mit "Ein Ort wie dieser" ihr neuestes Werk vorgelegt. Ich muss gestehen, dass ich erst durch dieses Buch auf die Autorin aufmerksam wurde und ich freue mich wirklich sehr, sie für mich entdeckt zu haben. Schon nach den ersten Seiten dieses Romans war ich ihrem wunderschönen französischen Erzählstil verfallen und konnte das Buch kaum beiseite legen. Es fühlte sich so authentisch, so greifbar an. Murails Charaktere haben Ecken und Kanten, erscheinen nicht perfekt oder haben überzogene Fähigkeiten. Nein, sie sind einfach Menschen wie du und ich, wie man sie überall antrifft. Menschen, die ihre kleinen und größeren Sorgen und Lastern zu bekämpfen haben, die sich ihren Ängsten im Alltag stellen müssen, die sich auf vielfältige Weise darstellen kann. So wie zum Beispiel Cécile ihre Angst vor ihrem neuen Beruf überwinden muss. Schüchtern und zurückhaltend wie sie ist, soll sie nun autoritär als Klassenlehrerin von achtzehn Erstklässlern auftreten. Was sich in der Theorie so einfach anhört, ist in der Praxis doch mit großen Überwindungen verbunden. So ist das im Leben - man muss sich immer wieder den Herausforderungen stellen. Denn gerade an diesen wächst man auch. Mutig sein, sich einfach trauen und seinen Weg verfolgen - auch wenn dieser nicht immer leicht ist. Wenn man es wagt, wird man merken, dass es gar nicht so schwierig ist, sich seinen Ängsten zu stellen...

Ein wunderbares, herzerwärmendes Werk der Autorin Marie-Aude Murail, die es verstanden hat, ihren jungen (und natürlich auch erwachsenen) Lesern Werte wie Solidarität, Freundschaft und Zusammenhalt gekonnt zu vermitteln. Gleichzeitig macht sie aufmerksam auf unser Konsumverhalten, sie stellt den Kapitalismus an den Pranger und - was besonders wichtig ist - appelliert beispielhaft gegen den Rassismus.

Die Familie Baoulé mit seinen vielen, vielen liebenswert-chaotischen Kindern mit den ausgefallenen klingenden Namen wie Donatienne, Prudence oder Toussaint hatte ich schon gleich zu Beginn vollkommen ins Herz geschlossen und ich muss der Autorin ein ganz großes Lob aussprechen, wie gelungen und berührend sie dieses Thema angegangen ist. Rassismus ist immer noch sehr in den Köpfen verankert und es ist so wichtig, aufzuzeigen, wie es auch anders sein könnte. Gegenseitiger Respekt und Achtung, Wärme, Freundschaft und Liebe machen das Leben lebenswert - für jeden Menschen dieser Erde! Und Hilfsbereitschaft beginnt schon in den kleinen Taten ganz groß zu wirken...

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Wunderbar herzergreifend umgesetzt mit einer französisch-leichten Note, regt dieses Werk ungemein zum Nachdenken an und beschäftigt nachhaltig. Ich bin begeistert - eine ganz klare Leseempfehlung! ... und dies nicht nur für die jugendliche Zielgruppe, nein: dieses Werk schafft es, das Herz von Jung und Alt zu erwärmen.

© Rezension: 2014, Alexandra Zylenas


Ein Ort wie dieser von Marie-Aude Murail, erschienen im Fjb /  Fischer Verlag
Genre: Roman, Jugendroman,  ab ca. 12 Jahren
Hardcover, 416 Seiten, ISBN13: 978-3-596-85627-5

[alexandra]

Handarbeits-Rezension {Gitta} | STRICKEN – schön und leicht für kleine Kinder

Montag, 24. Februar 2014 0 Kommentare


Titel: STRICKEN – schön und leicht für kleine Kinder
Von: Erika Knight
Erscheinungsdatum: 2013
Verlag: Verlag freies Geistesleben & Urachhaus GmbH, Stuttgart

Genre: Handarbeitsbuch – Stricken
Ausstattung: Hardcover
Seiten: 190
ISBN: 978-3-7725-2732-6
Preis: € 19,90


Leseprobe: ANLEITUNG FÜR EINE JACKE MIT RENTIEREN
Leseprobe: ANLEITUNG FÜR SOCKEN 


Klassische Modelle mit dem gewissen Etwas für die Altersgruppe von 2 bis 6 Jahre.
Aus dem Covertext:

Wir können heute zwar alles kaufen – und doch schenken selbstgemachte Dinge immer noch eine andere Form von Freude. Dies gilt in besonderem Masse, wenn wir etwas für unsere Kleinen mit Liebe und Hingabe aus weicher Wolle stricken. Beim Nadelspiel lassen wir etwas von unseren Wünschen einfließen.

Zum Buch selbst:
Das Buch beinhaltet auf 190 Seiten Kleidung und Accessoires zum Stricken für Kinder zwischen 2 und 6 Jahren und ist wie folgt eingeteilt:
Erste Schritte:
Garne und Farben | Zubehör und Maschenprobe |
Masse des Kindes bestimmen
    Schlichte Klassiker: 
    Klassischer Pullover | Kurzarmpullover | Trägerkleid | Mädchenpullover | Flauschiger Bolero | Bademantel
    Klassiker mit Muster: 
    Jäckchen mit Scotchterrier | Cardigan mit eingetrickter Borte | Pullunder für Jungs | Jacke mit Rentieren
    Klassische Accessoires: 
    Ringelmütze | Ringelschal | Fäustlinge mit Strickband | Einfache Socken | Patchworkdecke | Häschen zum Kuscheln
    Hilfreiche Informationen: 
    Arbeitstechniken | Verwendete Garne und Alternativen | Größentabellen | Strickvorrlagen | Lieferadressen
    Bevor man mit dem Stricken beginnt, sollte man unbedingt das Kapitel „die Maße des  Kindes bestimmen“ durchlesen. Dadurch kann man die Maße direkt auf die Grösse eines jeden Kindes abstimmen. In meinen Augen ist dies eine sehr gute Sache, da man sich nicht an eine bestimmte Größe halten muss.
    Die Anleitungen befinden sich direkt bei den Fotos der einzelnen Teile, wobei es auch für jedes Teil noch einzelne Detailfotos innerhalb des Textes gibt.

    Entschieden habe mich, als erstes den Pullunder für Jungs von Seite 99 nachzuarbeiten. Das Ergebnis könnt Ihr – wie immer - auf dem nachfolgenden Foto sehen. 
    Die Anleitungen für jedes Teil sind über mehrere Seiten äußerst ausführlich beschrieben. Wenn man sich vorher das Kapitel „Arbeitstechniken“ durchliest, kann man die Modelle ohne Probleme nacharbeiten.
    Für Strickanfänger würde ich empfehlen, mit Teilen aus dem Kapitel „Klassische Accessoires“ zu beginnen. Wenn diese dann gut klappen, kann man ohne Bedenken an die anderen Modelle rangehen.

    Mein Fazit:

    Ein wirklich sehr schönes Buch für Kinderkleidung, die auch leicht nachzuarbeiten ist. Ein großer Vorteil ist die Anpassung der Größen durch Ausmessen an die Bedürfnisse des einzelnen Kindes.
    Wer gerne für Kinder und Enkelkinder strickt, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Dann mal gutes „Nadelklappern“.
    © Rezension + Fotografien: 2013, Gitta (gz)



    Quelle Coverbild + Buchbeschreibung:
    © Website Verlag Freies Geistesleben, mit freundlicher Genehmigung des Verlages


    Ein paar Facts über ... Skoobe!

    Sonntag, 23. Februar 2014 11 Kommentare

    Ich bin eine Leseratte. Leseratten brauchen Buchfutter - immer und überall. Ich stöbere durch die Buchläden, bestelle auch mal online, suche meine kleine, aber feine Lieblingsbibliothek im Ort auf - und neuerdings leihe ich mir auch eBooks! Und zwar habe ich SKOOBE für mich entdeckt.

    Spotify hat es im Musikbereich vorgemacht und mit Skoobe gibt es nun auch eine interessante Flatrate für eBooks. EBooks ausleihen statt kaufen - mit dem iPad, iPhone, Android-Geräten und Kindle Fire.

    Skoobe wurde im August 2010 gegründet und nach der anschließenden Entwicklungs- und Betaphase startete Skoobe offiziell am 29. Februar 2012 mit der App für iPhone, iPad und iPod touch. Am 5. Oktober 2012 folgte schließlich die Veröffentlichung der Skoobe-App für Android-Smartphones und -Tablets. Skoobe erweitert sein Sortiment beständig mit den Titeln weiterer Verlage.

    Der Name Skoobe steht übrigens für E-Books rückwärts gelesen.


    Hättet ihr´s gewusst? :-) Was sich dahinter verbirgt und wie genau Skoobe funktioniert, das möchte ich euch heute gerne einmal ein wenig aufzeigen, damit ihr einen kleinen Einblick bekommt.

    Was reizt mich persönlich an Skoobe? 

    {Alexandra} SuB am Samstag #3

    Samstag, 22. Februar 2014 11 Kommentare


    … oder: Zeigt her eure SuB-Leichen!

    Die liebe Nina vom schönen Blog Frau Hauptsachebunt rief vor einiger Zeit den >>SuB am Samstag<< ins Leben und ich folge gerne ihrem Aufruf, sich der Aktion doch anzuschließen. Ich werde euch jeden Samstag 2-3 Bücher aus meinem SuB vorstellen, denn dies ist wirklich gelungene Idee, um dem SuB etwas Herr zu werden. Helft mir und entscheidet mit, welches dieser Bücher ich unbedingt noch lesen sollte - und welches vielleicht besser nicht ...

    HEUTE allerdings sind die Bücher, die ich euch zeigen möchte, ganz neu auf meinem SuB gelandet. Besser gesagt: ich habe sie erst gestern gekauft... Aber ich möchte sie zügig lesen und ihr sollt entscheiden, mit welchem dieser drei Bücher ich beginnen soll.

      Mein (etwas aktuellerer) SuB am Samstag #3
     




    von Elisabeth Elo
    Gerade aktuell erschienen und quasi in aller Munde. Viel gesprochen wird darüber, das Buch polarisiert. Was meint ihr? soll ich mit diesem beginnen?
    Um was es in dem Buch geht:
    Pirio Kasparov fährt aus einem Alptraum hoch. Wieder schwimmt sie weit draußen vor der Küste Maines im Wasser. Wieder ist es kalt und dunkel. Wieder überlebt sie, und ihr Freund Ned wird nicht gefunden. Auch von seinem Fischerboot fehlt jede Spur. Und dann spürt sie wieder die Hand seines kleinen Sohnes Noah in ihrer, der nicht weint, weil er stark sein will. Pirio schwört sich herauszufinden, wer das getan hat. Wer hat den Frachter auf Kollisionskurs mit ihnen gebracht? Wer war der rätselhafte Mann auf Neds Beerdigung? Sie wird ihn finden. Für Noah. Für sich. Doch eine Frage beunruhigt sie: Warum? Wer war Ned wirklich? Und Pirio folgt Neds Gegnern von Sibirien über Nordkanada bis in die Baffin Bay in Alaska.


    von Ursula Poznanski
    Dies ist der zweite Band der dystopischen Jugendbuch-Trilogie von Ursula Poznanski. Im vergangenen jahr habe ich Band 1 gelesen und war sehr begeistert. soll ich lieber mit dieser Fortsetzung beginnen?
    Um was es in dem Buch geht:
    In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann.
    Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet.
    Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.


    Töchter des Schweigens
    von Elia Barcelo
    Dieses Buch war gestern ein Spontankauf. Ich habe im Buchladen den Klappentext gelesen und dieser hatte mir direkt zugesagt. Wer hat dieses Buch schon gelesen? Was meint ihr? Mit diesem beginnen?  
    Um was es in dem Buch geht: Sieben Freundinnen, ein Geheimnis aus der Vergangenheit und ein rätselhafter Todesfall, der die Mauern des Schweigens zerbrechen lässt. Wie in ihrem Roman »Das Rätsel der Masken« erzählt Elia Barceló von Liebe, Lügen und Verrat und steigert dabei die Spannung bis ins Unerträgliche. Freundschaft verbindet – und kann zur tödlichen Bedrängnis werden. Margarita, Ana, Magdalena, Teresa, Carmen, Candela und Soledad: Sie haben ihre Kindheit zusammen verbracht, gemeinsam die Liebe entdeckt, Pläne geschmiedet und einander vertraut. Und sie teilen ein Geheimnis: ein schreckliches Erlebnis in der Vergangenheit. Etwas, das in einer mallorquinischen Nacht geschah, das sie alle zu Schuldigen macht und ihr Leben bestimmt. Als sie sich nach vielen Jahren wiedersehen, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, werden alte Gefühle neu entfacht. Bis eine von ihnen unter rätselhaften Umständen ihr Leben verliert. Und auf einmal wird das, was einst geschah, zur gefährlichen Bedrohung.

    Ich hoffe auf eure Entscheidungshilfe und wünsche euch ein tolles und vor allem lesereiches Wochenende!

    Alexandra

    Rezension: Die Unvollendete | Kate Atkinson

    Freitag, 21. Februar 2014 3 Kommentare

    Titel: Die Unvollendete
    Autorin: Kate Atkinson
    Verlag: Droemer Verlag
    Originaltitel:  Life After Life
    Aus dem Englischen übersetzt von:
    Anette Grube
    Genre: Belletristik, Roman
    Erscheinungsdatum:  02. September 2013
    Ausstattung:  592 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
    ISBN13: 978-3-426-19981-7



    Klappentext:

    Was wäre, wenn man sein Leben wieder und wieder leben könnte, bis man schließlich alles perfekt gemacht hätte? Wäre man dann ein glücklicher Mensch? Ursula Todd ist eine für ihre Zeit ganz besondere Frau: unabhängig, modern, realistisch. Mit Humor begegnet sie nicht nur ihrer skurrilen Familie, sondern auch den seltsamen Ereignissen in ihrem Leben. Wie jeder erlebt sie Situationen, in denen sie sich fragt: Was wäre wenn? Was wäre geschehen, wenn sich ihre Teenagerliebe erfüllt hätte? Was wäre geschehen, wenn sie studiert hätte? Oder was wäre aus ihr geworden, wenn sie nicht in England, sondern in einem anderen Land aufgewachsen wäre? Wäre ihr Leben schrecklicher oder besser verlaufen? Doch anders als anderen Menschen bleibt es für Ursula nicht bei diesen Fragen. Ihr ist es gegeben, ihr Leben immer wieder zu korrigieren und damit jeden Fehler zu beseitigen. Dennoch erlebt sie Verlust, Verrat, Krieg und Tod. Was also soll diese Gabe? Ist es überhaupt möglich, sein Leben fehlerlos zu leben?

    "Sie empfand eine Art Rausch, einen Nervenkitzel nahezu, als sie in die bodenlose Luft geschleudert wurde, und dann nichts. Es wurde dunkel." - Seite 76

    Meine Gedanken zu dem Buch: 

    Ursula die Hauptprotagonistin wird als nachdenkliche, kluge und ab und an ungeschickte Tochter einer reichen englischen Familie im Zeitfenster von 1910-1945 dargestellt. Der Klappentext zum Buch hat meine Neugier geweckt: "Was wäre, wenn man sein Leben wieder und wieder leben könnte…" Eine durchaus spannende und interessante Frage. Die Autorin schildert in diesem Roman das Leben von Ursula, die genau diese Möglichkeit besitzt, sich jedoch durch ihr Ungeschick ziemlich häufig in unfallreiche bzw. ungünstige Situationen bringt, die ihren Tod zur Folge haben. Nicht immer durch eigenverschulden. Denn zu Beginn der Geschichte, stirbt Ursula das erste Mal bereits bei ihrer Geburt. Immer wieder wird man als Leser im ersten Drittel nach jedem Sterben, an den Anfang geschickt. Die Autorin erweitert mit jedem Sterben die Geschichte um weitere Ereignisse und Charaktere. 

    Trotz Einstiegsschwierigkeiten, begann ich von Kapitel zu Kapitel immer mehr Gefallen an diesem Buch zu finden. Außergewöhnlich und anders. Ursula schildert das Leben in ihrer und von ihrer skurrilen Familie. Die Charaktere sind buntgemischt, zeitgemäß der Geschichte angepasst und frischen jedes neue Kapitel durch außergewöhnliche, teils traurige und geschichtsträchtige Ereignisse auf. Es vergeht nahezu kein Kapitel, in dem man nicht über Ursula´s Einfallsreichtum, um ihr weiteres Ableben zu verhindern, schmunzeln muss. Ebenso schafft der Schreibstil der Autorin die Richtige Mischung sich der Trauer und gleichzeitigen Komik der Geschichte anzunehmen. Trotz zahlreicher Charaktere, Handlungsorten und verschiedenen Jahren, in denen die Geschichte spielt, verliert man nicht den Überblick, da man durch den stetigen erneuten „Beginn“ der Geschichte sozusagen einen erneuten Rückblick und eine grobe Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse erhält. 

    Kurios, philosophisch angehaucht mit einem wunderbaren Schreibstil, der einen in längst vergangene Zeiten katapultiert und dennoch im hier und jetzt stattfindet, weil man sich von Kapitel zu Kapitel bereits auf einen weiteren unachtsamen Fehler einstellt, um erneut beginnen zu können. 

    "Liebe Bridget, eine Bande Räuber ist im Dorf. Kannst du bitte bei Clarence´Mutter bleiben? Zur Sicherheit fügte sie hinzu: Und ich habe Kopfweh, klopf also nicht. Sie unterschrieb mit Mrs. Todd."
    - Seite 119

    Kurz & gut - mein persönliches Fazit: 

    Trotz anfänglicher Verwirrungen ein gelungenes und spannendes Werk. Geschichtlich angehaucht und eine gute Mischung aus Humor, Trauer und Tragödien. Allerdings ein wahrer Wälzer, der dem Leser im ersten Drittel Durchhaltevermögen und Geduld abverlangt, welches aber definitiv belohnt wird. 

    © Rezension: 2014, Aygen


    Über die Autorin:
    Kate Atkinson, 1951 in Dundee geboren, studierte Literaturwissenschaft und arbeitete zunächst in der Sozialbetreuung und als Lehrerin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Für ihren ersten Roman „Familienalbum“ wurde sie mit dem renommierten Whitbread First Novel Award ausgezeichnet. Mittlerweile stehen ihre Bücher regelmäßig auf den Bestsellerlisten in England und den USA. Mit ihrem letzten Roman „Das vergessene Kind“ zählte sie zu den Preisträgern des Deutschen Krimipreises 2012. Kate Atkinson lebt in Edinburgh.

    Rezension | Mütter, Töchter und andere Krisen | Brigitte Teufl-Heimhilcher

    Donnerstag, 20. Februar 2014 0 Kommentare


    http://www.amazon.de/gp/product/B00EYNPXJM/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=B00EYNPXJM&linkCode=as2&tag=willkoimbuech-21Titel: Mütter, Töchter und andere Krisen
    Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher
    Verlag: Brigitte Teufl-Heimhilcher
    Genre: Roman
    Erscheinungsdatum: 02.09.2013
    Ausstattung: 279 Seiten
    ISBN13: 9783950347838


    Eine turbulente, humorvolle Fahrt mit der Gefühlsachterbahn an deren Ende der Leser glücklich und zufrieden zurück bleibt. 

    Zum Cover Das Cover in seinem zarten Rosa wirkt sehr feminin und stimmt den Leser damit bestens auf den Inhalt des Romans ein.  Unterstützt wird dieser erste Eindruck von der jungen und sehr modisch gekleideten Frau im Zentrum des Covers.  Bei der Frau scheint es sich allerdings um keine der Protagonistinnen, sondern eher um eine andere Person zu handeln - denn für Mutter Annette ist sie zu jung und für Tochter Monika eindeutig zu modisch gekleidet. Doch beflügelt genau dies wohl eher die Fantasie des Lesers, da man während des Lesens immer wieder versucht, einen Verbindung zwischen den Figuren herzustellen. Insgesamt ist dies ein sehr ansprechendes Cover, das Lust aufs Lesen des Buches macht und genauso muss es sein...

    Zum Inhalt:
    Als Monika ihren Mann Udo bei einem Seitensprung erwischt, packt sie kurzerhand ihre Sachen und zieht gemeinsam mit ihrer Tochter Sarah zu ihre Mutter Annette. Doch damit geht das Chaos erst los - denn Mutter und Tochter könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Annette nicht verstehen kann, warum sich Monika nicht um eine Arbeit bemüht, fühlt diese sich von ihrer Mutter genervt und bevormundet. Annette selbst ist stolze Ladenbesitzerin. Doch als wirtschaftliche und finanzielle Probleme auftreten, sucht sie ausgerechnet Hilfe bei Schwiegersohn Udo und damit ist der Ärger bereits vorprogrammiert, denn Monika ist davon wenig begeistert...

    Meine Meinung:
    Mit dem Einzug von Tochter Monika bei ihrer Mutter Annette beginnt nicht nur dieser sehr unterhaltsame Roman, sondern auch das gesamte Chaos. Es prallen hier zwei komplett unterschiedliche Welten aufeinander. So besitzen die beiden sehr gegensätzliche Einstellungen in nahezu allen Lebenslagen. Als Leser denkt man unweigerlich: "Das kann ja heiter werden."  und ja, das wird es auch...
    Doch im Laufe der Geschichte machen die Figuren eine unglaubliche Wandlung durch, die am Ende auch den Leser zufrieden stimmt. Doch solch ein Roman ohne Happy End wäre ja auch  gänzlich undenkbar.
    Der Schreibstil der Autorin unterhält den Leser auf sehr angenehme Weise und lässt ihn für eine Zeit lang dem Alltag entfliehen. Die trotz aller Probleme und Hürden positive Grundstimmung des Buches lässt die Seiten nur so dahin fliegen und der Leser merkt so nicht, wie die Zeit vergeht. Gespickt mit einer guten Portion Humor und Leichtigkeit in der Schreib- und Erzählweise der Autorin unterstützen diesen Eindruck noch zusätzlich.
    Wermutstropfen war allerdings, dass die positive Grundstimmung und auch einige Begebenheiten an so mancher Stelle etwas überzeichnet und aufgesetzt wirkt. Wie kann es zum Beispiel sein, dass es in einer Familie und ihrem Freundes- und Bekanntenkreis nur Leute gibt, die getrennt oder geschieden sind? Dies wirkt dann schon etwas unglaubwürdig. Nichtsdestotrotz  ist die Geschichte insgesamt sehr authentisch formuliert und lädt den Leser zum Entspannen ein, ohne, dass er intensiv über die Geschichte nachdenken muss. Doch ein wenig Denkleistung forderte die Geschichte dann doch. So gibt es in der Geschichte eine Reihe von Hauptfiguren, die es auseinander zu halten gilt. Dies fällt aber nicht immer ganz leicht, sodass der Leser dabei schon einmal ein wenig durcheinander kommen kann. Erschwerend kommt hierbei noch hinzu, dass jede der Figuren auf der Suche nach einer neuen Liebe ist und sich das Gefühlskarussell immer wieder neu zu drehen beginnt - da muss sich der Leser schon vor einem Drehwurm in Acht nehmen...

    Kurz & gut - mein persönliches Fazit

    Dieses Buch hat alles, was eine Frau braucht: Chaos, Humor und jede Menge Gefühl. Insgesamt somit ein tolles Buch zum Entspannen und dem tristen Alltag zu entfliehen. Also: Aufschlagen - Lesen - Wohlfühlen!

    © Rezension: 2014, Sandra 




    Quelle Vita Autorin + Coverbild:
    © Website der Autorin, mit freundlicher Genehmigung.

    http://www.teufl-heimhilcher.at/mutter-tochter-und-andere-krisen/

    Rezension: Zeitsplitter. Die Jägerin | Cristin Terrill

    Mittwoch, 19. Februar 2014 6 Kommentare


    Ein Mädchen. Zwei Zeiten. Und eine Liebe, die alles verändert ...

    Titel: Zeitsplitter - Die Jägerin
    Autorin: Cristin Terrill
    Verlag: Bastei Lübbe / Boje
    Originaltitel: ALL OUR YESTERDAYS
    Genre: Jugendroman, Zeitreise
    Alter: ab ca 13 Jahren
    Erscheinungsdatum: 14.02.2014
    Ausstattung: Gebunden mit Schutzumschlag, 332 Seiten
    ISBN13: 978-3-414-82390-8



    Klappentext:
    Marina steht am Anfang: Sie ist reich, beliebt und verliebt in einen hinreißend attraktiven Jungen. Em ist am Ende: Sie ist seit Jahren auf der Flucht, seit Monaten in einer winzigen Zelle eingesperrt, wird beinahe täglich verhört. Die beiden Mädchen haben nichts gemeinsam, außer der einen Sache: Sie sind ein und dieselbe Person. Vier Jahre trennen sie. Vier Jahre, in denen die Welt an den Rand des Abgrunds gerät. Doch Em bekommt die Möglichkeit, durch eine Zeitreise die Vergangenheit zu ändern. Nur ist der Preis, den sie dafür zahlen muss, schrecklich ...

    Du kannst die Zukunft retten! Wenn du tötest, was du am meisten liebst ...

    Meine Gedanken zu dem Buch:

    Mit Zeitsplitter - die Jägerin legt die Autorin Cristin Terrill einen Debütroman vor, der der es in sich hat. Der Zeitreise-Roman war noch nicht veröffentlicht, da wurden die Filmrechte schon verkauft dafür. Wenn das mal kein gelungener Start ist. Ich lese immer wieder gerne Zeitreiseromane im YA-Bereich und ich war dementsprechend gespannt, was mich hier erwarten würde. Schon allein der Text auf der Rückseite des Buches, der aus zwei Sichten geschrieben ist, machte mich sehr neugierig.

    Die Covergestaltung selbst sprach mich persönlich dagegen leider überhaupt nicht an. Hier muss ich anmerken, dass ich das amerikanische Originalcover um einiges interessanter und auch passender zum Inhalt finde. Dieses Cover erscheint mir persönlich viel zu lieblich und zu weich.Aber ich könnte mir vorstellen, dass es die Alters-Zielgruppe ganz gut anspricht. Aber wie gesagt, die Inhaltsangabe überzeugte mich und schon nach ein paar gelesenen Seiten war ich mitten im Geschehen. Ich bin quasi durch die Zeit gereist und flog zwischen Em und Finn in der Zukunft und zwischen James und Marina in der Vergangenheit hin und her, versuchte Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen, was da gerade passierte - und vor allem wie und weshalb. Man kann getrost sagen: mich hatte  das Lesefieber gepackt!

    Cristin Terrills Schreibstil ist sehr ansprechend und angenehm zu lesen. Erzählt wird die Geschichte in der ich-Perspektive - mal aus Ems Sicht, dann wieder aus Marinas Sicht. So gewann ich als Leser direkten Einblick in die Gedanken und Emotionen der zwei Mädchen, die doch so sehr Eins sind... Zwar ist dadurch auch das Sichtfeld auf die weiteren Charaktere - vor allem James und Finn - eingeschränkter, aber dennoch empfinde ich diese Wahl der Perspektive als sehr gelungen. Ich erlebte eine Entwicklung der Charaktere mit und wurde Zeuge davon, wie Geschehnisse und Entwicklungen der Zeit sich auf die einzelnen Personen auswirken, sie verändern. Heute ist die große Sorge zum Beispiel noch das Aussehen auf der Party oder was die Freundinnen von einem denken, etwas später ist das nackte Überleben das einzige was zählt. Die Gedanken verändern sich, die Sichtweise auf die Dinge verändert sich. Man sieht, geprägt durch die äußeren Umstände, sein jüngeres Ich und auch seine Freunde aus einem anderen Blickwinkel. Die Autorin hat es auch nicht versäumt, typische Verhaltensklischees, vor allem im Arm-Reich-Konflikt, aufzugreifen und darauf aufmerksam zu machen. Dies erscheint nicht belehrend, aber es regt doch zum Nachdenken an.

    Die Zeitreise-Aspekte sind gut dargestellt und erklärt, so habe ich es zumindest empfunden. Ich bin aber auch keine Physikerin und enthalte mich lieber, was die Korrektheit der Angaben betreffen könnte. 

    Kurz & gut - mein persönliches Fazit

    "Zeitsplitter - Die Jägerin" ist ein schön geplotteter Zeitreise-Roman, der es mir wirklich angetan hat. Er zeigt auf gekonnte Weise auf, was Entscheidungen von heute möglicherweise morgen schon bewirken können. Ein echter Pageturner, gespickt mit große Gefühlen, die doch nie zu kitschig wirken. Liebe und Opferbereitschaft sind ein großes Thema, ebenso wie der Sinn für wahre Freundschaft und Zusammenhalt. 

    © Rezension: 2014, Alexandra Zylenas


    Über die Autorin:

    Cristin Terrill hat Theaterwissenschaften studiert und ihren Master of Arts am Shakespeare Institute der University of Birmingham gemacht. Aufgewachsen in Texas, lebt sie inzwischen in der Nähe von Washington D.C. ZEITSPLITTER - DIE JÄGERIN ist ihr erstes Buch. Die Filmrechte zu diesem Roman wurden bereits vor der Veröffentlichung verkauft. Zurzeit schreibt sie an der Fortsetzung der Geschichte.

    [alexandra]

    Rezension: Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel

    Dienstag, 18. Februar 2014 0 Kommentare


    Titel: Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel
    Autorin: Nikola Huppertz
    Illustratorin: Regina Kehn
    Verlag: mixtvision Verlag
    Genre: Kinderbuch
    Alter: ab ca. 10 Jahre
    Erscheinung: Dt. Erstveröffentlichung 2014
    Ausstattung: Gebunden, 376 Seiten
    ISBN13: 9783944572031

    Es begann damit, dass Wenzels Mama unbedingt ein siebenteiliges Schirm-Set gewinnen wollte, von Rot bis Violett, in allen Farben des Regenbogens... [Zitat Seite 7]

    Ein kleiner Einblick in den Klappentext:
    Wenzel ist ziemlich sauer: Seine Mutter hat bei einem Preisausschreiben den Hauptpreis gewonnen, eine Reise auf die Malediven – für zwei Personen. Und als seine Eltern beschließen, die Reise gemeinsam anzutreten, wird Wenzel einfach abgeschoben, und das zu allem Übel auch noch zu seinem Onkel Nikolai: einem Schriftsteller! Dort muss Büchermuffel Wenzel bestimmt den ganzen Tag lesen, statt draußen rumzutoben und Abenteuer zu erleben ... 
    Dass Wenzels Aufenthalt bei Onkel Nikolai spannender wird als erwartet, dafür sorgen unter anderem der sprechende Hund Strupp, Räuber Kawinski, eine Fußball spielende Prinzessin und besonders das Nachbarsmädchen Ricarda! Denn in Nikolais Haus befindet sich eine Ideenkammer, in die sich der Schriftsteller zum Schreiben seines neuen Buchs zurückzieht – und durch die ganz plötzlich die Figuren aus dem Buch in die Wirklichkeit übertreten!

    Meine Gedanken zu dem Buch:
    Nikola Huppertz ist mit "Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel" ein unglaublich fantasiereiches und kindgerechtes Werk gelungen, dass durch seinen besonderen Erzählstil begeistert.
    Jungen Abenteurern fällt es sicher sehr leicht, sich mit dem kleinen naseweisen und doch sehr liebenswerten Wenzel zu identifizieren, denn die Autorin hat ihm einen sehr altersgerechten und authentischen Charakter zugedacht. Quirlig, aufgedreht und unternehmungslustig kommt er daher, kann keine fünf Minuten still sitzen und möchte ständig etwas erleben - wenn möglich etwas Aufregendes! Das ist es schon eine gewaltige Strafe, dass er zu seinem bücherschreibenden Onkel soll, während seine Eltern auf die Malediven reisen. Bücher! Laaaaaangweilig, denkt sich Wenzel.

    Doch was ihn bei seinem Onkel Nikolai tatsächlich erwartet, damit hätte er zu seinen fantasiereichsten Zeiten nicht gerechnet. Und Fantasie hat er, der Wenzel. So erfindet Wenzel auch gerne neue Wörter wie "überlebenszelten" oder "geschwitzfoltert" und spricht kleine Leseratten damit sicher gut an. Sie verwendet für Wenzels Part eine Art Kindersprache, was dem Ganzen noch zusätzlich  Authentizität verleiht.

    Bücher haben einen großen Stellenwert und Kindern wird vermittelt, wieviel Fantasie zwischen den Seiten eines Buches stecken kann. Realität und Fantasie vermischen sich gekonnt und Figuren aus der Feder des Autors Nikolai erwachen zum Leben. Die Ideenkammer ist das Tor für die Figuren in die reale Welt und Wenzel kann sie sehen! Er kann sogar eingreifen in die Geschichten und sein Abenteuergeist ist natürlich umgehend geweckt!

    Im Grunde hatte er es die ganze Zeit gewusst.
    Wo ein Junge-der-gewissen-Sorte auftauchte, war nichts mehr sicher. Kein Schlüssel, keine Ideenkammer, keine Geschichte.
    Seite 89

    Die kleinen, aber feinen s/w-Illustrationen von Regina Kehn zu Beginn eines jeden Kapiteln unterstützen die Fantasie zusätzlich. Figuren wie der Räuber Kawinski und das quirlige, liebenswerte Suseldrusel bekommen ein Gesicht. Die Autorin fördert nicht nur die Fantasie junger Leser, sie vermittelt mit ihrem Roman auch Werte wie Freundschaft, Familie, Zusammenhalt und Respekt. 

    Unterschiedliche Schriftarten und Wortspielereien machen auf das "nur-ein klitzekleines-bisschen-eigentümliche" Chaos aufmerksam, dass zusammen mit Wenzel in das kleine Autorenhaus eingezogen ist.

    Temporeich geht es zu bei der Jagd auf Kawinski, dem elenden Finsterschurken. Ganz zu schweigen von dem Schlamassel mit der halsstarrigen P. Melinda zwo. Da schwirren die Worte schon mal gerne unkontrolliert und scheinbar zusammenhanglos übers Papier und wollen auch eingefangen werden. Eine tolle Atmosphäre!

    Aber kaum hatte er das Haus betreten, hatte er gespürt, dass hier etwas Unerhörtes auf ihn wartete, etwas Abenteuerliches und durch und durch Außergewöhnliches.
    Tockerditockerditockerdi...

    Kurz & gut - mein persönliches Fazit
    Ein wunderbares und abenteuerreiches Kinderbuch voller Atmospäre, dass definitiv auch Erwachsenenherzen höher schlagen lässt. Das Buch bekommt durch seine liebenswert-chaotischen Figuren Leben eingehaucht und öffnet ein Tor in die Welt der Kinder-Fantasie. Eine wahre Lesefreude und ein Buch, dass man definitiv mit einem Lächeln auf dem Gesicht zuschlägt. Eine tolle Geschenkidee für abenteuerliebende Leseratten!

    © Rezension: 2014, Alexandra Zylenas

    Über die Autorin:
    Nikola Huppertz wurde 1976 in Mönchengladbach geboren, wo sie erste Bekanntschaft mit nur-ein-klitzekleines-bisschen-eigentümlichen Schriftstellern und ihren Fantasmen machte, während sie ihrem nur-ein-klitzekleines-bisschen-eigentümlichen Kinderkram nachging. Heute lebt sie mit Mann, Tochter und Sohn in einer großen Stadt in Norddeutschland, verbringt ihre Ferien manchmal unfreiwillig in einem winzigen Dorf in Mitteldeutschland und wundert sich immer wieder aufs Neue, wenn unter ihren Fingern ein Buch entsteht, ohne dass sie sagen könnte, wie es eigentlich geschieht.

    [alexandra]

    Rezension: Das Wunder des Pfirsichgartens | Sarah Addison Allen

    Sonntag, 16. Februar 2014 2 Kommentare

    Titel: Das Wunder des Pfirsichgartens
    Autorin: Sarah Addison Allen
    Verlag: Goldmann Verlag
    Originaltitel: The Peach Keeper
    Aus dem Englischen übersetzt von: Angela Schumitz
    Genre: Roman
    Erscheinungsdatum: 20.01.2014
    Ausstattung:  Taschenbuch, 288 Seiten
    ISBN13: 978-3-442-47951-1



    Zum Inhalt: 

    Die Autorin entführt den Leser in eine kleine idyllische Kleinstadt in North Carolina. Dort lebt Willa Jackson, die Besitzerin eines gemütlichen Ladens. Ihr Leben gerät allerdings aus den Fugen als die alte Villa, die einst im Besitz ihrer Familie war, renoviert werden soll. So flattert ihr nicht nur eine Einladung zur Neueröffnung der Villa ins Haus, sondern auch ein attraktiver junger Mann Colin Osgood kreuzt ihren Weg. Gemeinsam mit seiner Schwester Paxton organisiert er die Wiedereröffnung. Paxton ist es auch, mit der Willa dem Geheimnis der Villa und weiteren Ereignissen der Vergangenheit auf die Spur kommt.

    Meine Meinung:

    Die Geschichte rund um Willa hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist einfach herrlich locker leicht und lässt sich so ganz einfach weg lesen. Dadurch merkt man gar nicht wie die Zeit verfliegt. Die einzelnen Charaktere waren mir von Beginn an sympathisch. Dies lag vor allem daran, dass sie mit ganz alltäglichen Problemen, Entscheidungen aber auch Freuden konfrontiert waren. So fühlte ich mich gleich von Beginn an mit ihnen auf gewisse Art und Weise verbunden. Das genieße ich sehr.

    Willa ist eine selbständige und auch lebenslustige junge Frau, die sich in der idyllischen Kleinstadt wohl fühlt. Sie ist ein typischer Familienmensch - besonders der Verlust ihres Vaters hat Willa sehr getroffen und noch nach seinem Tod fühlt sie sich ihm verbunden.

    Colin Osgood ist ein typischer Lebemann. Als Gartenarchitekt reist er durch die Welt und ist nirgendwo wirklich zu Hause. Um seiner Schwester Paxton beim Umbau und der Wiedereröffnung der Villa zu helfen, kehrt er in seine Heimatstadt zurück, das für ihn kein leichter Schritt ist. Als er Willa wieder trifft, ist es um ihn geschehen und er muss so einige Entscheidungen treffen, die sein Leben verändern werden.

    Paxton Osgood ist das komplette Gegenteil von Willa - zumindest auf den ersten Blick. Doch hat es Paxton nicht leicht: So lebt sie noch immer bei ihren Eltern und steht besonders bei ihrer Mutter unter ständiger Beobachtung. Dabei sehnt sie sich nach Unabhängigkeit, Freiheit und der großen Liebe.

    Doch so idyllisch und unbeschwert diese Geschichte auf den ersten Seiten wirkt, so dramatischer und ereignisreicher ist der Fortgang der Geschichte. Es treten so einige Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Licht, die für immer verborgen schienen. Diese Entdecken bringen nicht nur das Leben von Willa, sondern das gesamte Leben in der Kleinstadt durcheinander.

    Kurz & gut - mein persönliches Fazit

    Ein Roman, der beim Lesen ein wahres Wohlgefühlt verbreitet. Er erführt den Leser in eine idyllische kleine Welt, die aber bei genauerer Betrachtung auch ihre Schattenseiten und düsteren Geheimnisse in sich birgt. Dieses Buch fasziniert, da es den Leser von Beginn an in seinen Bann zieht , in einen Bann voller Zauber und Geheimnisse, dem man sich nicht mehr entziehen kann solange das Buch noch nicht zu Ende gelesen ist!!
    © Rezension: 2014, Sandra