Rezension: Für immer und einen Tag | Amanda Brooke

Montag, 31. März 2014 2 Kommentare

Amanda Brooke ist mit „Für immer und einen Tag“ eine bewegende Geschichte gelungen, die unter die bis tief unter die Haut geht, weil sie den Leser mitten ins Herz trifft.

www.randomhouse.de/Taschenbuch/Fuer-immer-und-einen-Tag-Roman/Amanda-Brooke/e437846.rhd Ein kleiner Einblick:

Die neunundzwanzig-jährige Emma hat in ihrem Leben noch viel vor: Sie möchte heiraten, Kinder bekommen und vor allem möchte sie einen Roman schreiben. Doch das Schicksal hat etwas ganz anderes vor und schlägt hart zu: Emma erfährt, dass das der Krebs, den sie glaubte besiegt zu haben, mit aller Gewalt und Härte zurückgekehrt ist und ihr nur noch wenig Zeit zum Leben bleibt. Und so beginnt Sie ihr künftiges Leben bereits jetzt zu leben – in ihren Träumen und in Romanform…

Zur Covergestaltung:

Das Cover greift auf wunderbare Art und Weise die Grundstimmung der Geschichte auf – Sehnsucht, Einsamkeit aber auch Hoffnung und Zuversicht.  Bereits beim Betrachten des Covers möchte der Leser in dieses Buch einsteigen und auf eine Reise mitgenommen werden – eine Reise, die ihm zeigt, dass Träume wahr werden können, denn man selbst schreibt sie und bestimmt dadurch ihren Verlauf…

Meine Meinung:

Diese Geschichte berührt den Leser von der ersten Seite an und nimmt ihn tief im Herzen gefangen. Vor allem weil sie ein in der Literatur bereits häufig verarbeitetes Thema aufgreift und auf eine ganz neue, einzigartige Weise umsetzt. So schreibt die Autorin nicht „einfach“ nur einen Roman, sondern lässt ihre Figur selbst zu Autorin werden und so entsteht ein Buch im Buch. Optisch getrennt sind diese beiden Romanteile durch Druck- und Kursivschrift, sodass der Leser genau weiß, in welchem der beiden Romane er sich gerade befindet. Diese besondere Art der Erzählform lässt den Leser zwischen zwei verschiedenen Welten hin und her wandern, doch verschwimmen diese Sprünge im Laufe des Romans immer mehr miteinander – Traum und Realität beginnen sich zu überschneiden. Die Autorin schafft es mithilfe dieses Stils, dem Leser die Hauptfigur Emma näher zu bringen und er kann sich so deutlich besser in sie und auch ihre Situation hineinfühlen. Dabei verwendet die Autorin einen zeitweise zwar ernsthafteren, insgesamt aber lockeren und leicht lesbaren Schreibstil, der gespickt ist mit etwas Humor und Witz, ohne jedoch die Geschichte und das doch sehr ernste Grundthema ins Lächerlich abdriften zu lassen.

Emma ist ein bemerkenswerter, starker Charakter. Trotz ihres schweren Schicksalsschlages beginnt doch recht rasch diesen zu akzeptieren und ihre Träume sich zu verwirklichen. Beginnen tut sie dabei mit dem Schreiben eines Romans – ein Roman über ihr künftiges Leben, wie es ohne die Krankheit hätte werden können. Neben all ihren Problemen vergisst Emma aber ihre Familie und auch ihre Freunde nicht und ist für sie da. Emma findet gar die Kraft sich für ihre Liebsten einzusetzen und sie bei der Lösung von Schwierigkeiten zu unterstützen. Doch auch Emma bekommt Halt und Unterstützung – vor allem von Ben.

Bens Charakter ist ebenso bemerkenswert. So sieht er in Emma nicht die kranke Freundin, sondern akzeptiert und liebt sie so wie sie ist – ob nun mit oder ohne den Krebs. Er gibt ihr die nötige Kraft gegen die Krankheit zu kämpfen und im Leben nach vorn zu schauen. Auch ist er der Einzige, der in Emmas Roman eintauchen und ihn sogar mitgestalten darf.

Auch Emmas Schwester, ihre Mutter sowie ihre Freundinnen, über die man im Roman leider recht wenig erfährt, sind für Emma da und fangen sie auf in ihrer schwierigen Situation. Wie schwer muss es dann für Emma sein zu wissen, dass sie diese lieben Menschen bald zurücklassen muss?

Auch in ihren Träumen erlebt Emma wie schön ihre Zukunft werden kann, mit einem Ehemann, der sie über alles liebt, glücklichen und gesunden Kindern usw. Schöpft sie daraus die Kraft gegen ihre Krankheit und für ihre Träume, also ihre Zukunft zu kämpfen? Oder stürzen sie ihre Träume vielmehr in eine tiefe Verzweiflung und innere Zerrissenheit, da sie damit rechnen muss, sie niemals leben zu dürfen?

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Ein fulminantes Buch, das den Leser zu Tränen rührt und auch lange nach dem Lesen darüber nachdenken lässt. Doch macht es gleichzeitig deutlich, dass wir immer die Möglichkeit haben für unsere Träume zu kämpfen, egal wie ausweglos es scheint. Dieses Buch will sagen: Lebe deine Träume und träume nicht dein Leben!

© Rezension: 2014, Sandra 



Für immer und einen Tag - Von Amanda Brooke, erschienen im Goldmann Verlag
Roman, Taschenbuch, 384 Seiten
ISBN13: 978-3-442-48007-4

Kommentare:

  1. Hey,

    das Buch muss ich wohl auch unbedingt noch lesen!! Ich mochte "Das Geheimnis der Monduhr" schon so gerne :)

    LG Nanni

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  2. Hallo Nanni,
    oh ja das solltest du unbedingt tun. Für mich war es ihr erster Roman, aber ganz sicher nicht der letzte. Noch ergreifender wird die Geschichte, wenn man die Lebensgeschichte der Autorin im Hinterkopf hat. Sie selbst hat ihren Sohn an den Krebs verloren. Umso beeindruckender ist es, dass die Autorin die Kraft findet, über dieses Thema ein Buch zu schreiben. Für mich ein absolutes Highlight voller Emotionen!

    LG Sandra

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