Rezension { Aygen} | Klammroth | Isa Grimm

Sonntag, 20. April 2014 0 Kommentare

Ein Morgen im Frühjahr, und das Leben erwachte zum Sterben. Zitat Seite 10

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

"Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkeln und etwas regt sich in den Schatten. Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss – bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte. Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht – und  jemand fordert neue Opfer. Der Tunnel hat Anais nicht vergessen…"


"Doch das Mädchen ging weiter, lodernd wie ein Streichholz, Schritt um Schritt auf dem Mittelstreifen, am Hinterkopf ein Schweif aus Feuer." Zitat Seite 12

Meine Gedanken zu dem Buch:

Zu Beginn hatten einige Blogger einen mysteriösen Brief aus den Niederlanden erhalten, indem eine Anais einiges bereits über unser Facebook Profil in Erfahrung gebracht hatte und um Hilfe bat. Das verursachte bereits ein ungutes und komisches Gefühl. Als dann das Buch eintraf war klar, woher der Brief kam und die anfängliche Aufregung und auch Angst legte sich. Die Covergestaltung und der Klappentext klingen vielversprechend, irgendwie gespenstisch und sind passend zum Inhalt gewählt. Der Aufbau der Story ist spannend und nimmt den Leser von Anfang an gefangen. Anais, die Hauptprotagonistin wirkt während der ersten zwei Drittel wie ein Opfer dieses Unfalls, der sich vor Jahren in dem idyllischen Weinort Klammroth ereignet hat. Die Geschichte nimmt einen rasanten Verlauf an und ist unheimlich spannend geschildert. Die Charaktere erschreckend real beschrieben und die Umgebung dieses inzwischen verlassenen Ortes hat definitiv den gewünschten Gänsehauteffekt, den die Autorin mit Sicherheit beabsichtigt hat. Ein wahrhaft spannendes Buch mit einem noch besseren Ende hätte ich mir nicht wünschen können. Zum Schluss hin geht zwar alles ziemlich schnell, aber der Vorlauf der Geschichte lässt dieses Tempo zu und den Leser somit nicht los. Genauer möchte ich auf die Aufdeckung des Unfallhergangs und des ominösen Tunnels nicht weiter eingehen, da ich denke, dies würde der Geschichte zu viel vorab nehmen und der Überraschungseffekt im letzten Drittel wäre dem Leser genommen.
"Abwaschbare Wände. Ein Abfluss in der Mitte des Bodens, als würden die Fliesen häufig mit einem Schlauch abgespritzt." Zitat Seite 216

Kurz & gut - mein persönliches Fazit:

Der Klappentext lässt Böses und Schauriges erahnen. Aber es sei Euch gesagt, es ist schlimmer, als ihr Euch zu Beginn vorstellen könnt. Dieses Buch verursacht einem von Kapitel zu Kapitel immer mehr Gänsehaut. Was bereits schaurig beginnt, findet seinen Höhepunkt zum Ende hin und die Vergangenheit holt die Protagonistin ein. Ein wahrer Pageturner und eine gelungene Briefaktion des Verlages.
"Er war alt und vernarbt und trug einen transparenten Regenmantel. Darunter war er nackt. Sein Körper war dürr und sehnig, die Waden unter dem Kunststoff mit wulstigen Narben bedeckt." Zitat Seite 218

© Rezension: 2014, Aygen Ekici (ae)

 

Klammroth – Isa Grimm – Bastei Lübbe
13.März 2014 / Paperback / 335 Seiten  
ISBN 13: 978-3-7857-6107-6
Print: € 14,99 [D]* / eBook:  € 11,99 [D]* Preis zum Zeitpunkt der Rezension


Quelle Coverbild: © Website Bastei Luebbe Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © Isa Grimm

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