Rezension { Juliane} | Das Lied des roten Todes | Bethany Griffin

Dienstag, 15. April 2014 0 Kommentare

Das Mädchen mit der Maske - Teil 2
Der Rote Tod bittet zum Tanz

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


http://www.randomhouse.de/Paperback/Das-Lied-des-roten-Todes-Das-Maedchen-mit-der-Maske-2-Roman/Bethany-Griffin/e403256.rhd
Die 17 – jährige Araby führte ein Leben im Luxus. Während in ihrer Stadt eine schreckliche Seuche tobte, konnten einige wenige sich mit kostspieligen Masken schützen. Arabys Vater hatte diese einst erfunden und genoss daher den besonderen Schutz Prosperos. Der grausame Herrscher lässt sein Volk hungern und sterben und feiert derweil glanzvolle Feste weit vor den Toren der verseuchten Stadt.
Doch dann bricht auch Arabys Welt in sich zusammen. Ihre Mutter wird entführt, ihr Vater entpuppt sich als scheinbar skrupelloser Mörder, der die tödliche Seuche einst selbst in Umlauf setzte und nun auf der Flucht ist. Bürgerkrieg bricht aus, und der  >> Rote Tod << rafft die Menschen schneller als je zuvor dahin.
In letzter Minute entkommt Araby dem Chaos. An ihrer Seite Will, ihre erste große Liebe, der sie jedoch verraten zu haben scheint. Und Elliott, der Neffe des Prinzen, der zusammen mit ihr eine Revolution anzetteln möchte. Hin -  und hergerissen zwischen dem düsteren, geheimnisvollen Will und dem charismatischen Elliott beschließt Araby, vorerst ihr eigenes Schicksal zurückzustellen. Sie will ihren Vater suchen – der als einziger ein Heilmittel gegen den schrecklichen Roten Tod hat - , und sie will für ihr Volk kämpfen. Auch wenn der Rote Tod zum Tanz aufspielt… 

Meine Gedanken zu dem Buch:


Bitte beachten: Dies ist der zweite Band einer Reihe - es können Spoiler vorkommen! 

Beim Lesen des Klappentextes und beim Anblick des Covers wird man sofort neugierig. Genau wie beim ersten Band halten aber weder das eine noch das andere, was sie rein äußerlich versprechen.
Von großer Liebe zwischen Araby und Will kann keine Rede sein. Sie schwärmt höchstens ein bisschen und bis zum Anfang des zweiten Teils gab es gerade mal ein zartes Küsschen. Mit Elliott hat sie dagegen schon öfters geknutscht und nun ist sie ja so verwirrt und eigentlich darf sie ja gar nicht lieben, denn sie hat es ja versprochen und geschworen. Ihrem toten Zwillingsbruder, der all den Spaß, den sie erlebt, nicht mehr erleben kann...

Spaß gibt es in dem Buch überhaupt nicht. Aber auch keine echte Spannung oder etwas, das einen packt, das Buch wirklich zu ende lesen zu wollen. Alles ist gewollt düster, nicht zu greifen und teilweise irgendwie sehr bizarr an den Haaren herbei gezogen. Noch eine Seuche kommt dazu und soll es wohl spannender machen. Dazu all die armen Mädchen, die mit hochgeschobenen Röcken in Hausecken enden. Natürlich nicht Araby. Die wird ja gleichermaßen von Elliott als auch von Will irgendwie beschützt. Ihre Freudin April kommt nicht so gut davon. Die steckt sich an und (Achtung Spoiler!)  fällt im zweiten Band der Spannung zum Opfer.
Prinz Prospero schützt übrigens niemanden. Der verfolgt machtgeil seine ganz eigenen Ziele und ist ein starker Bursche im Quälen, Töten, Foltern. Was durchgeknallte Regierungschefs eben so machen, die glauben, sie seien unsterblich.

Es gibt ein Happy End, klar. Aber hoffentlich keinen dritten Teil.  
Ich war so gespannt und schon enttäuscht vom ersten Band. Zwischen den einzelnen Charakteren gab es nicht mal annähernd Chemie oder Dialoge, die einen verstehen lassen, warum sie so hin und her gerissen sind. Es liegt unter Garantie daran, dass auch hier wieder die Ich-Perspektive benutzt wurde. Araby wird unter den Schichten ihrer Schminke und der hübschen Ausstaffierung mit Maske und Kleidchen nie greifbar und da sie sich selbst nicht versteht, wie soll sie verstehen, was um sie herum passiert? Geschweige denn, es so wiedergeben, dass dem Leser nicht nach fünfzig Seiten ihres Geschwafels voller oberflächlichem Elend und Leid die Augen zufallen?

Kurz & gut - mein persönliches Fazit


So schade, weil das Cover auf den ersten Blick total ansprechend ist und auch der Klappentext so spannend klingt. Diese Reihe war nichts für mich, aber wer bei der Handlung eines (Fantasy)-Romans nicht zu viel Wert auf Tiefe legt, wird sich sicher daran erfreuen. Ich bedanke mich trotzdem sehr, dass ich die beiden Teile lesen durfte. Es traf einfach nicht meinen Geschmack.

© Rezension: 2014, Juliane (jb) 



Das Lied des roten Todes – Bethany Griffin – Goldmann
17. März 2014 / Klappenbroschur / 347 Seiten  
ISBN 13: 978-3-442-47828-6
Print: €   12,99  [D]* / eBook:  9,99 € [D]* Preis zum Zeitpunkt der Rezension


Quelle Coverbild: © Website Goldmann Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © Bethany Griffin

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