Rezension { Aygen} | Machtkampf | Manfred Bomm

Donnerstag, 15. Mai 2014 0 Kommentare


Nur einige Straßenlampen, die von der energiesparenden Nachtschaltung ausgenommen waren, erhellten die schwarz glänzenden Straßen. ~ Zitat Seite 103

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:



RUFMORD Das ländliche Idyll wird jäh zerstört: Der rätselhafte Selbstmord eines Viehhändlers erschüttert ein Dorf auf der Alb. Dass es sich um den besten Freund eines Großgrundbesitzers handelt, der nach den Hofgütern der kleinen Bauern trachtet, erweckt sofort den Argwohn von Kommissar August Häberle. Und als gegen den neuen örtlichen Pfarrer eine schwerwiegende Anschuldigung erhoben wird, tun sich menschliche Abgründe auf…
Quelle:http://www.gmeiner-verlag.de




"Er war ein bislang unbescholtener Mann, 63 Jahre alt, Familienvater noch dazu. Und was weitaus schlimmer wog: Er war Pfarrer." Zitat Seite 7

Meine Gedanken zu dem Buch:

Die Covergestaltung ist zum Inhalt passend gewählt. Hier handelt es sich um den 14. Fall des Kommissars August Häberle. Ein häufig vorkommender Familienname im schwäbischen Raum. Die Beschreibung der einzelnen Handlungsorte und Charaktere sind einfach gehalten. Die Geschichte besteht aus mehreren Vorkommnissen, die letztendlich einen gemeinsamen Abschluss finden. Beginnend mit einem anfänglich geglaubten Selbstmord, über Kindesmissbrauch und sogar einem kleinen Zwangsausflug weit über die Grenzen der Schwäbischen Alb bis nach Moskau und Thailand. Der Leser findet hier einen schnellen Einstieg und die Puzzleteile fügen sich von Kapitel zu Kapitel verständlich zusammen. Ein klassischer Krimi, der Aufbau ist einfach und dennoch spannend geschrieben. Der Schreibstil ermöglicht dem Leser, trotz der vielen vorkommenden Ereignisse und auch Personen einen guten Überblick. Die Geschichte findet im letzten Drittel einen sauberen und zusammenfassenden Abschluss.
"Der Angeschuldigte schloss die Augen. Er versuchte, sich den kleinen Manuel vorzustellen. Schüchtern, verängstigt, kontaktarm. Kaum in der Lage sich zu artikulieren." Zitat Seite 8

Kurz & gut - mein persönliches Fazit:

Mein erster Bomm. Regionalkrimis sind jetzt nicht jedermanns Sache. Sie sind häufig sehr einfach gehalten und entsprechend ist der Storyaufbau auch ziemlich simpel und logisch. Hier hat sich der Autor mit der Täterbekanntgabe bis zum Schluss Zeit gelassen. Da ich ja die meisten beschriebenen Ortschaften bzw. Städte bis auf Rimmelbach auch zum größten Teil kenne, war für mich jetzt der Spannungsfaktor nicht allzu groß, was die Beschreibung, die Aufklärung und die Vorkommnisse angeht. Nichtsdestotrotz finde ich persönlich, dass dieses Werk ganz gut ohne Schnörkel und Schnickschnack auskommt. Einfach aber gut. Der einzige Störfaktor waren nicht die sozialkritischen Äußerungen des Autors an sich, sondern die ständige Erwähnung eines nahezu jeden Titelthemas aus der Zeitung. Das war mir dann stellenweise doch etwas zuviel, die Story allein hätte mir vollkommen auch ohne diese ständigen Erwähnungen gereicht. Da ich keinen Vergleich zu seinen vorigen Werken ziehen kann, kann ich nur meine persönliche Meinung hierzu äußern. Ein unterhaltender und spannender Krimi mit einem sauberen Aufbau und Abschluss.

© Rezension: 2014, Aygen Ekici (ae)


Machtkampf– Manfred Bomm – Gmeiner Verlag
Februar 2014 / Paperback / 504 Seiten  
ISBN 13: 978-3-8392-1515-9
Print: €  12,99 [D]* / eBook:    9,99 [D]* Preis zum Zeitpunkt der Rezension


Quelle Coverbild: © Website Gmeiner Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © Manfred Bomm

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