Rezension || Zufällig Hawaii | Sabine Landgraeber

Dienstag, 20. Mai 2014 0 Kommentare

Dieses Buch ist nicht einfach nur Chick-Lit – da steckt viel mehr drin…

Ein kleiner Einblick in den Klappentext: 

Luisa hat ihr Leben satt. Sie sitzt stundenlang am Computer, hängt nur noch im Internet rum und hat jeglichen Kontakt zum wirklichen Leben verloren. Ihr Freund Alex, den sie auch nur von Facebook kennt, lädt sie ein, ihn zu besuchenund so landet Luisa zufällig auf Hawaii.
Doch anstatt mit einem Mai Tai und einem gut aussehendem Mann in Waikiki am Strand zu sitzen, findet sie sich unter einer Autobahnbrücke wieder, überfallen und ausgeraubt. Luisa versucht Anja, ihrer ehemals besten Freundin, zu erreichen. Vergeblich. Der wortkarge Polizist Beni Korea will ihr helfen und scheint sehr an ihr interessiert zu sein. Aber dann bekommt Luisa noch viel größere Probleme und auch Detective Korea weiß keine Lösung. Anja ist die Einzige, die ihrer besten Freundin den Weg zeigen kann. 



Meine Gedanken zu dem Buch: 


Als ich das Cover dieses Buches zum ersten Mal sah, dachte ich mir gleich: Ach, mal wieder eine Geschichte aus dem Bereich Chick-Lit – romantisch, mit viel Herzschmerz und einem Happy End. Doch während des Lesens wurde ich sehr schnell eines Besseren belehrt. So wie das pink und blau gestaltete Cover mit den Palmen und der jungen Frau mit Koffer eine typische Lovestory vermuten lässt, so falsch liegt man damit. Dies wurde mir gleich im Prolog bewusst und für einen Moment dachte ich auch, ich hätte ein ganz anderes Buch vor mir…
Der Schreibstil der Autorin ist sehr unterhaltsam und locker geschrieben. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Luisa (Ich-Perspektive) und aus der Erzählperspektive dargestellt. An diese Wechsel musste ich mich erst gewöhnen, aber war dies erst einmal geschehen, erkannte ich doch schnell wie viel Wert die Geschichte doch dadurch gewonnen hat. So ist sie dadurch um einiges authentischer geworden und man hat so das Gefühlsleben der Protagonistin viel besser nachempfinden können.
Ich habe sehr schnell in die Geschichte hinein gefunden und mich darin wohlgefühlt, obwohl ich am Anfang nicht so recht wusste, wie sich die Geschichte wohl noch entwickeln könnte. Doch wurde ich nicht enttäuscht, sondern vielmehr äußerst positiv überrascht.
Die Figuren waren mir von Anfang an  sympathisch. Luisa, eine junge Frau, die ihren Platz im Leben noch nicht so richtig gefunden zu haben scheint. Ich hatte oft sogar den Eindruck, dass sie irgendwie noch auf der Suche nach sich selbst ist, um dann ihrem Leben einen tieferen Sinn geben zu können. Dennoch kam sie mir überraschend mutig und willensstark vor und dass trotz der vielen Niederschläge, die sie verkraften musste. In Alex scheint sie jemand gefunden zu haben, der sie versteht und der sie bei ihrer Suche ein Stück weit unterstützen kann. Doch bis es soweit ist, hat sie noch so einige Hürden zu meistern…
Dann begegnet Luisa noch dem äußerst charmanten und hilfsbereiten Polizisten Beni Korea. Ein wahrer Traumschwiegersohn und ja auch ich muss gestehen, ein Stück weit habe ich mich beim Lesen auch in ihn verliebt. Doch manchmal erschien er mir so unnahbar zu sein, nicht nur für Luisa, sondern auch für mich als Leserin. Häufig habe ich seine Reaktionen nicht wirklich verstanden. Es war offensichtlich, dass er Luisa mochte, dennoch zog er sich immer häufiger zurück und blieb unentschlossen und gar einsilbig. Hatte er Angst oder hat er schlechte Erfahrungen gemacht?
Und dann gab es da noch Luisas ehemals beste Freundin Anja. Eine junge Frau, die im Gegensatz zu Luisa ihren festen Platz im Leben gefunden hat und rundum glücklich ist. Doch als Luisa Kontakt zu ihr aufnimmt, gerät auch ihr Leben aus den Fugen. So überschattet ein Geheimnis aus der Vergangenheit die beiden ehemals besten Freundinnen. Letztlich setzt Anja sogar ihre große Liebe aufs Spiel, weil sie nicht bereit ist, sich der Vergangenheit zu stellen – zumindest noch nicht....
Die Charaktere und auch die Handlung insgesamt sind sehr authentisch und realitätsnah dargestellt. Besonders gut gefallen haben mir auch die in die Geschichte geschickt eingearbeiteten Landschaftsbeschreibungen über Hawaii, so fühlte ich mich stellenweise wie auf einer kleinen Reise auf diese wundervolle Insel. Beim Lesen lernte ich durch die Schilderungen der Autorin über Hawaii auch noch etwas über das Land und die Menschen. Zudem trug es dazu bei die Umstände und Begebenheiten in der Geschichte besser zu verstehen, was sie für mich noch lebendiger und lebensnaher erscheinen ließ. 

Kurz & gut - mein persönliches Fazit


Insgesamt eine rundum gelungene Geschichte über Freundschaft, das Leben und die Liebe. Doch keine einfache Lovestory wird hier geboten, vielmehr liefert die Autorin hier ohne viel Kitsch und Klischees eine Geschichte, die unterhält, zum Träumen anregt, aber gleichzeitig auch nachdenklich macht. Sie zeigt uns, wie schnell sich das Leben doch ändern kann und wie wichtig es im Leben ist, wahre Freunde zu haben, auf die man auch in schwierigen Situationen bauen kann.  Eine echte Freundschaft kann durch nichts zerstört werden, denn es bleibt zwischen den Freunden immer ein magisches Band bestehen, das auch nach Jahren der Trennung noch existiert und sie zusammenhält. 


© Rezension: 2014, Sandra
von „Sunny liest"

 

Zufällig Hawaii – Sabine Landgraeber
02. März 2014 / eBook / 242 Seiten  
ISBN: B00IRJ9S54
Print: € 9,99  [D]* / eBook:  €  2,99  [D]* Preis zum Zeitpunkt der Rezension


Quelle Coverbild: © Website http://www.sabine-landgraeber.de/, mit freundlicher Genehmigung der Autorin.
Buch Zitate: ©nSabine Landgräber

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns, wenn ihr unsere Beiträge kommentiert, denn dadurch wird dieser Blog lebendig! Bitte habt Verständnis, dass Beiträge vorab geprüft werden, um Spam zu verhindern. Daher kann es einen Moment dauern, bis Kommentare sichtbar werden. Lieben Dank.