Rezension || Viviens himmlisches Eiscafe | Abby Clements

Freitag, 30. Mai 2014 0 Kommentare

"Like ice in the sunshine" – ein locker-leichter Sommerroman, der die Vorfreude auf das nächste Eis enorm ansteigen lässt…

Ein kleiner Einblick in den Klappentext: 

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Viviens-himmlisches-Eiscafe-Roman/Abby-Clements/e437753.rhd

Als Imogen und Anna das wunderschöne Eiscafé ihrer Großmutter an der Strandpromenade von Brighton erben, stellt sie das vor eine schier unlösbare Aufgabe. Das alte Café quillt zwar über vor Charme – keineswegs jedoch von Gästen. Die beiden Schwestern setzen alles daran, Viviens Erbe zu retten und ihm zu altem Glanz zu verhelfen. Also fliegt Anna nach Italien, um an einem Gourmet-Eiscreme-Kurs teilzunehmen, und ihre Rezepte verzaubern bald nicht nur die Kunden, sondern auch einen ganz besonderen Mann ...



Meine Gedanken zu dem Buch: 

Das Cover dieses Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Genau wie der Titel es schon vermuten lässt, ist auch das Cover einfach himmlisch. Dieses zarte Rosa gepaart mit vielen kleinen Eisbechern in leichten Türkistönen, kann man sich hier einfach nicht satt sehen…
Nach dem Cover erwartete ich eigentlich Chick-Lit vom allerfeinsten, doch ganz so war es dann doch nicht. Vielmehr war es eine locker leichte Geschichte rund um Sommer, Sonne und Eiscreme gespickt mit charmanten Charakteren. Einfach eine Geschichte, die man einfach mal nebenbei lesen kann ohne sich dabei viele Gedanken machen zu müssen. Viel mehr ist die Geschichte zum zurücklehnen und entspannen geeignet.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die zwei Schwestern Anna und Imogen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sei könnten. Während Anna glaubt, mit Jon und dessen Sohn Alfie sowie ihrem Job im Marketing das Glück ihres Lebens gefunden zu haben, genießt Imogen ihr unbeschwertes Leben in Thailand und widmet sich zudem ihrer Passion, der Fotografie. Doch der Tod ihrer geliebten Granny V führt Imogen wieder in die Heimat und zwingt sie in gewisser Weise sich ihrem Leben zu stellen und ihre bisherige Entscheidung, dauerhaft in Thailand zu leben, erneut zu überdenken. Und auch Anna muss so einige Entscheidungen treffen, die ihr bisheriges Leben von Grund auf verändern. Voller Elan stürzen sich die Schwestern in die Renovierung und Wiedereröffnung des Eiscafes, was wiederum mit so einigen Hürden verbunden ist.
Mit einem lockeren und leicht lesbaren Schreibstil beschreibt die Autorin die charakterliche Entwicklung der beiden Schwestern und ihr gemeinsamer Kampf für das Eiscafe und die übrigen Andenken an ihre geliebte Großmutter. Die Geschichte nimmt den Leser mit und entführt ihn in eine andere Welt, wenn auch ein Eiscafe im verregneten England auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein scheint. Um diesem Widerspruch aufzuheben, entführt die Autorin den Leser ebenso ins herrliche Florenz, wo Anna einen Kurs zur Eisherstellung absolviert. Dieser kleine Ausflug nach Italien hat mir sehr gut gefallen, zumal dieser immer mit vielen leckeren und auch sehr außergewöhnlichen Eissorten garniert war. Auch die Beschreibung der Stadt Florenz selbst wirkte auf mich sehr realitätsnah. Etwas sehr knapp gewählt erschien mir dabei allerdings der zeitliche Rahmen. Es erscheint schwer vorstellbar, dass man in nur einer Woche die Kunst der Eisherstellung derart gut beherrschen kann. Vermisst habe ich zudem das gewisse Etwas, das die Geschichte zu etwas Besonderem und Lesenswertem macht. Nicht nur blieben die Charaktere von Anna und Imogen für mich eher oberflächlich, sodass sich nur wenig Zugang zu ihnen fand und mich auch nur wenig mit ihnen identifizieren konnte. Dies führte zudem auch dazu, dass ich viele Handlungen und Entscheidungen der beiden Protagonistinnen nicht nachvollziehen konnte und diese so nur wenig greifbar waren. 
Ganz typisch für einen solchen locker leichten Sommerroman hat auch dieser Roman ein Happy End – ein Ende, das mich mit einem positiven und wohligen Gefühl zurückließ. Leider kam dieses Ende recht rasch und wirkte so eher aufgesetzt und überstürzt und somit wenig realistisch. Toll waren aber die leckeren Eisrezepte am Ende des Buch – etwa salziges Karamelleis oder Blaubeereis – die mir erneut das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit


Alles in allem gelingt Abby Clement hier ein unterhaltsamer Sommerroman, der beim Leser ein wahres Wohlgefühl hinterlässt und ihn zudem auf eine kurze Reise nach Italien und in die Welt von Eiscreme entführt. Zwar darf man hier nicht allzu viel Tiefe und Überraschungen erwarten, wer allerdings einen Roman zum Entspannen und Zurücklehnen sucht, wird sich in diesem Roman pudelwohl fühlen!


© Rezension: 2014, Sandra „Sunny liest" 

 


Viviens himmlisches Eiscafe – Abby Clements
21.April 2014/ Taschenbuch / 384  Seiten  
ISBN-13: 978-3442480432
Print: € 8,99  [D]* / eBook:  €  7,99   [D]* Preis zum Zeitpunkt der Rezension


Quelle Coverbild: © Website Goldmann Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © Abby Clements

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