Rezension || Ihr seid nicht allein | Robison Wells

Sonntag, 31. August 2014 3 Kommentare

DU DACHTEST, DU HÄTTEST ES GESCHAFFT. DOCH DER ALBTRAUM IST NOCH LANGE NICHT VORBEI.


http://www.fischerverlage.de/buch/ihr_seid_nicht_allein/9783841421418Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


Nach der Flucht aus dem Elite-Internat haben von über 50 Schülern nur der 18-jährige Benson und Becky überlebt. Doch jenseits der Mauern und Stacheldrahtzäune lauert eine noch viel größere Gefahr. Plötzlich steht die verstorbene Jane vor Benson. Sie ist lebendig und fristet ihr Dasein in einem Fort für Schüler der Maxfield Academy, die durch Duplikate ersetzt wurden. Aber auch sie alle sind Gefangene und durch einen Chip im Kopf aus seltsame Art mit ihren Duplikaten in der Schule verbunden. Ein Kampf mit unklaren Fronten beginnt, denn Benson und Becky können sich nicht sicher sein, wer Freund und wer Feind in diesem wahnsinnigen Experiment ist. (© Text- & Bildmaterial: Fischer Verlag | FJB)

Achtung Spoilergefahr!

Meine Gedanken zu dem Buch:

Der Autor hatte mit dem ersten Teil eine rasante, spannende Story mit offenem Ende vorgelegt. Der Schreibstil war auch hier in Teil Zwei fließend, jedoch teilweise zu detailliert und zu sehr auf die Hintergründe fixiert. Die eigentliche Spannung hat meines Erachtens dadurch gelitten. Die bereits bekannten Charaktere tauchen auch hier wieder auf und man trifft sozusagen auf totgeglaubte Schüler. Und zwar ihre Originale. Robison Wells hat sich meiner Meinung zu viel Mühe gegeben, alle Geheimnisse über die Geschehnisse aufzudecken, so dass er keinen Spielraum mehr für Fantasie gelassen hat. 

Das Cover ist auch diesmal wieder sehr ansprechend und auch die Erweiterung durch das ausführliche Glossar sind besonders erwähnenswert, jedoch ist zu Teil Eins keine Steigerung vorhanden. Die Fortsetzung brachte mir persönlich wider Erwarten nicht den gewünschten Abschluss, sondern eher eine Erweiterung, die viele Szenarien aus dem ersten Teil wiederholt und teilweise auch eher zu übertrieben erklärt und erweitert. Nichtsdestotrotz ist zu erwähnen, dass Teil Eins definitiv ein packender Thriller war und sicher auch die Fortsetzung, dem einen oder anderen Leser den gewünschten Moment schenkt.

Kurz & Gut – mein persönliches Fazit:


Die Fortsetzung des YA-Thrillers hat mich leider nicht wirklich überzeugt. Der erste Teil war so fesselnd, spannend, anders und wirklich gut durchdacht. Die Story war frisch und irgendwie neu und obwohl ich mich so sehr auf die Fortsetzung gefreut hatte und auch wirklich gut reingekommen bin, bin ich etwas enttäuscht. Man sollte definitiv den ersten Teil gelesen haben, um auch hier einen guten Einstieg zu haben. Man hat hier zwar den Leser mit einem ausführlichen Glossar bedacht, jedoch ist meines Erachtens die Vorgeschichte erst wirklich lesenswert. Hier in der Fortsetzung schließt man zwar direkt an das Ende von Teil Eins an, aber die darauffolgenden Ereignisse sind zum größten Teil über die Technik der Androide und so wirr, dass man trotz der Geschehnisse, einfach nicht dieselbe Spannung empfindet, wie im ersten Teil. 

Man hat eher das Gefühl, dass man versucht hat hier so viel wie möglich noch an Action und Hintergrundwissen über die Academy selber reinzupacken, dass man eher überladen ist. Dadurch fühlt man sich zum Ende hin eher gehetzt und scheint nicht wirklich darüber überrascht zu sein, was uns hier diesmal zum Abschluss noch geboten wird. Ich persönlich kann Teil Eins jedem empfehlen, der einen spannenden YA-Thriller lesen möchte. Im Nachhinein betrachtet, wäre ich allein mit dem ersten Teil sehr glücklich gewesen, trotz dem offenen Ende. So hat leider die Story eine eher lahme Wendung genommen und mir persönlich die Spannung, der packenden Story genommen. Dennoch kann ich hier nur nochmal auf den ersten Teil verweisen und Euch raten, jede einzelne Seite davon zu genießen.

---> Rezension Du kannst keinem trauen

© Rezension: 2014, Aygen Ekici



Ihr seid nicht allein von Robison Wells, erschienen im Fischer Verlag
Originaltitel: Feedback
August 2014 / Hardcover / 400 Seiten
ISBN 13: 978-3-8414-2141-8

Ankündigung || Blogtour zu "Das Labyrinth ist ohne Gnade"

Samstag, 30. August 2014 12 Kommentare

Es ist soweit:
Der dritte und somit finale Teil von Rainer Wekwerths spannender Labyrinth-Trilogie ist erschienen!
Und da wir auch schon das Erscheinen des ersten und es zweiten Buches mit Euch feiern durften, möchten wir dies gern beim dritten und fulminanten finalen Teil ebenfalls tun. Und deshalb können wir Euch heute schon auf das neugierig machen, was ab Montag geschieht: 
Wir haben uns wieder Interessantes rund um diese einfach begeisternde Reihe für Euch ausgedacht. Natürlich gibt es auch wieder tolle Gewinne für euch - lasst Euch überraschen!
Wir freuen uns, wenn Ihr uns besucht:
1.9.14 - BuchZeiten
2.9.14 - BücherKaffee
3.9.14 - his & her books 
4.9.14 - Claudias Bücherregal
5.9.14 - lost pages



Viel Spaß auf dieser Blogtour!

Lesung mit Autorin Ivonne Keller - eure Chance auf einen tollen Gewinn!

Mittwoch, 27. August 2014 18 Kommentare

Himmel, wie die Zeit schon wieder rennt! In 2,5 Wochen ist es soweit und wir dürfen
euch ganz herzlich zum zweiten "Lesungs-Geblubber im Bücherkaffee" begrüßen! Wir können es kaum erwarten und freuen uns sehr auf diesen besonderen Abend.

Obwohl dies schon unser 2. Streich ist, sind wir nicht weniger nervös und wuselig - ganz im Gegenteil! Nachdem unser erstes "Lesungs-Geblubber im Bücherkaffee" so erfolgreich war, möchten wir unseren Gästen natürlich ein weiteres Mal einen gelungenen Abend präsentieren.
Auch in dieses Event möchten wir euch wieder mit einbeziehen. All die-jenigen, die nicht vor Ort dabei sein können, werden während des Abends wieder mit ausreichend Live-Eindrücken versorgt. Meldet euch schon jetzt in unserer Facebook-Veranstaltung an und behaltet auch unsere brandneue Facebook-Seite im Auge!

PREMIERENLESUNG

IVONNE KELLER LIEST AUS IHREM IM SEPTEMBER ERSCHEINENDEN ROMAN "HIRNGESPENSTER"

http://www.buecherkaffee.de/2014/08/wohnzimmerlesung-autorin-ivonne-keller.html

LESUNGS-GEBLUBBER IM BÜCHERKAFFEE ~ jetzt auch mit eigener Facebook-Seite!

Montag, 25. August 2014 0 Kommentare

Da wir uns mit Anka von Ankas Geblubber bei der Planung zu unserem ersten "Lesungs-Geblubber im Bücherkaffee" so gut verstanden haben und dabei jede Menge Spaß hatten, möchten wir diese Zusammenarbeit nun fortführen. Es werden also weitere Wohnzimmerlesungen mit dem interaktiven Extra stattfinden. 
Die nächste Lesung steht ja schon bald an und wir freuen uns, die Autorin Ivonne Keller zum "Lesungsgeblubber im Bücherkaffee" zu begrüßen. (KLICK zur Veranstaltung) Ausführliche Informationen zur Lesung und zum dazugehörigen Gewinnspiel folgen am Mittwoch.

Um euch besser und vor allem zentral mit Infos zu versorgen und uns einen gemeinsamen Meeting Point zu erschaffen, haben wir nun diese Facebook-Seite ins Leben gerufen. 
https://www.facebook.com/buecherkaffeegeblubber
www.facebook.com/buecherkaffeegeblubber
Das "Lesungs-Geblubber im Bücherkaffee" ist ein Gemeinschaftsprojekt von buecherkaffee.de und ankas-geblubber.de.
Gemeinsam veranstalten wir Wohnzimmerlesungen mit dem besonderen, interaktiven Extra! Unsere Events kann man von überall live miterleben, sei es direkt vor Ort auf dem Lesungssofa oder vor dem heimischen Bildschirm.
In von Veranstaltung zu Veranstaltung unterschiedlichen Aktionen beziehen wir unsere Gäste interaktiv mit ein. So haben sie nicht nur die Möglichkeit, ihre Lieblingsautoren hautnah zu erleben, sondern können auch aktiv, z.B. während eines Interviews, ins Geschehen eingreifen.
Auf dieser Seite informieren wir über aktuelle Termine und tauschen uns mit unseren Gästen über vergangene Veranstaltungen aus.

https://www.facebook.com/buecherkaffeegeblubber
Wir freuen uns sehr über euren Besuch! Schaut doch mal rein!
www.facebook.com/buecherkaffeegeblubber

Rezension || Die Bienen | Laline Paull

Sonntag, 24. August 2014 0 Kommentare

Ihr Name ist Flora. Ihre Nummer 717. Sie ist ziemlich groß. Ihr Pelz ist struppig. Andere finden sie hässlich. Doch sie ist klug und mutig. Und sie kann sprechen! Flora 717 ist eine Biene.

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


http://www.klett-cotta.de/buch/Gegenwartsliteratur/Die_Bienen/48929
Flora 717 ist eine Säuberungsbiene aus der untersten Kaste im Bienenkorb. Ausgestattet mit Fähigkeiten, die ihren Rang weit überschreiten, steigt sie schnell auf und darf sogar an der Seite der Königin leben. Alles scheint perfekt. Doch ohne es zu wollen, gebiert Flora eines Tages ein Ei. Ein Umstand, der allein der Königin vorbehalten ist und bei Missachtung schwer bestraft wird. Es beginnt ein Wettlauf um Zeit, Nahrung und Geschicklichkeit, um ihr Leben und das ihres geliebten Kindes zu bewahren. Laline Paull inszeniert gekonnt einen Roman über Aufstieg, Liebe und Gerechtigkeit.



Skoobe News | KW 34 - 2014

Freitag, 22. August 2014 5 Kommentare


Schon wieder ist eine Woche fast vorbei und es hat so den Anschein, als ob so langsam aber sicher der Herbst seine Fühler ausstreckt. Die Temperaturen sind frischer geworden und wenn früh morgens der Wecker klingelt, ist es jetzt schon wieder recht dunkel draußen. Auch die langen hellen Abende werden kürzer. 
Mögt ihr den Herbst? Ich persönlich mal es, wenn es früh und vor allem lange hell ist, das vermisse ich dann schon immer schmerzlich. Aber ansonsten mag ich den Herbst ganz gerne. ich liebe seine warmen Farben und wenn er sich dann auch noch in Form eines sonnigen Altweibersommers präsentiert, ist er herzlich willkommen. Die Tee-Zeit wird eingeläutet und lange Leseabende sind vorprogrammiert.  
Und Skoobe sorgt dafür, dass mir der Lesestoff nie ausgehen wird :-) 

Also werfe ich auch in dieser Woche wieder einen Blick in die Neuheiten aktualisiere gleich einmal meine "will-ich-lesen" - Liste. Welche Bücher meinen virtuellen SuB aktuell neu füllen, seht ihr weiter unten. 

Rezension || Winter in Maine | Gerard Donovan

Donnerstag, 21. August 2014 0 Kommentare

"Im Sommer hatte ich einen Ring aus Blumen, der den Wald abhielt, im Winter einen Ring aus Büchern, der die Kälte abhielt, damit ich mich für die Monate der Stille ins Haus zurückziehen konnte." ~ Seite 215

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Winter-in-Maine-Roman/Gerard-Donovan/e452737.rhd
Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, einen treuen und verspielten Pitbullterrier. Eines Nachmittags wird sein Hund aus nächster Nähe erschossen, offenbar mit Absicht. Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Er denkt an all die anderen Verluste in seinem Leben. Und er fasst einen erschreckenden Entschlus...
(© Text- & Bildmaterial: btb Verlag)



Rezension || Der Wunschzettelzauber | Muriel Zagha

Dienstag, 19. August 2014 0 Kommentare

http://www.randomhouse.de/Paperback/Der-Wunschzettelzauber-Roman/Muriel-Zagha/e412878.rhdEin melancholisch trauriger Start und ein einziger Wunsch, der für zwei Menschen dann das große Glück bedeutet - einfach wunderschön!!

Ein kleiner Einblick in den Klappentext: 

Die Engländerin Chloe ist zufrieden mit ihrem Job in einem kleinen Londoner Feinkostladen, stolze Mutter des aufgeweckten Nicolas – und Witwe. Chloes große Liebe, der Franzose Antoine, starb noch vor der Geburt seines Sohnes. Fünf Jahre sind seitdem vergangen, und Chloe trauert immer noch. Doch als Nicolas seine Mutter mit dem Wunsch nach einem Vater konfrontiert, bringt er die Dinge in Bewegung. Denn auch Chloes Freundinnen und ihre Mutter meinen, es sei allmählich Zeit für einen neuen Mann an ihrer Seite. Aber Chloe ist noch gar nicht bereit für die Liebe – oder vielleicht doch?(© Text- & Bildmaterial: Goldmann Verlag)

Meine Gedanken zu dem Buch: 

Bei diesem Buch hat mich weniger das Cover, sondern vielmehr die Geschichte an sich neugierig gemacht.  Bereits der Klappentext versprach viel Gefühl - Trauer, Melancholie, aber auch Hoffnung, Zuversicht und eine neue Liebe.

Bereits von Anfang an besticht die Geschichte durch seine Vielschichtigkeit. Gleich zu Beginn lernt man zum einen die lustige und muntere Frauenclique mit ihren „Alltagsproblemen" aber auch mit einem enormen Zusammenhalt untereinander kennen. Zum anderen arbeitet die Autorin stille Momente ein, in denen sich Chloe an ihre große Liebe Antoine und ihre kurze, aber intensive gemeinsame Zeit erinnert. Dieser Wechsel zwischen den heiteren Momenten innerhalb der Frauenclique und den melancholischen Momenten, in denen Chloe in schmerzlichen Erinnerungen an vergangene Zeiten schwelgt, prägen den Charakter des Buches.

Chloe und ihre Geschichte hat mich tief bewegt. Sie vermisst ihren Mann Antoine, mit dem sie nur eine sehr kurze, dafür aber sehr intensive Liebe erleben durfte, unendlich. Dennoch ist sie für ihren Sohn Nicolas eine sehr liebevolle und fürsorgliche Mutter und lässt ihn ihre auch nach mehreren Jahren noch tief sitzende Trauer nicht spüren. Glaubt sie… Doch Nicolas spürt genau, was seiner Mutter fehlt – eine neue Liebe. Und so äußert er den Wunsch nach einem neuen Daddy und ebnet dafür den Weg ins Glück – für seine Mutter und für sich.

Die leichte und äußerst gefühlvolle Art, mit der die Autorin, die ergreifende und äußerst romantische Geschichte von Chloe und Nicolas beschreibt, hat mich zu Tränen gerührt. Es ist einfach wundervoll zu spüren, wie sich Chloes anfängliche tiefe Trauer und Melancholie allmählich auflöst und sie beginnt sich zu öffnen – für das Leben und eine neue Liebe. Die Beschreibungen der Gefühle der Protagonisten wie auch der Situation und der Umgebung sind dabei so authentisch und detailliert, dass ich häufiger das Gefühl hatte, ein Teil der Geschichte zu sein. Dadurch litt ich einerseits mit Chloe in ihren melancholischen Momenten, lachte mir ihr und ihren Freundinnen bei ihren gemeinsamen Unternehmungen und freute mich mit ihr als sie ihre neue Liebe in die Arme schloss. Ich wurde ein Teil der Geschichte und meine Emotionen überwältigten mich – dies schaffen nur wenige Bücher und dieses war eins davon.

Das Ende des Buches war für mich der Höhepunkt und auch gleichzeitig der versöhnliche Abschluss der gesamten Geschichte. Es fügt sich wunderbar an die bisherige Handlung an und gibt ihr einen romantisch gefühlvollen Abschluss, der mich das Buch mit einem wundervoll beschwingten Gefühl zurückließ.

Kurz & gut – mein persönliches Fazit

„Der Wunschzettelzauber" ist ein sanftes und gleichzeitig sehr humorvolles Buch, dessen Geschichte uns lehrt, dass das Leben auch nach Zeiten der tiefsten Trauer noch einige wunderbare Momente bereithält. Es hat mich emotional sehr bewegt und in der tiefe meines Herzens berührt, wie es nur wenige Bücher zuvor geschafft haben.

© Rezension: 2014, Sandra



Der Wunschzettelzauber - Muriel Zagha - Goldmann Verlag / Manhattan
17. Juni 2014 / Taschenbuch /  448 Seiten   
ISBN: 978-3-442-48075-3

Rezension || Gefährlicher Rausch | Katrin Rodeit

Montag, 18. August 2014 0 Kommentare

"Ein herrlich unterhaltsamer und spannender Krimi mit einer sympathischen Kommissarin und einem fulminanten Showdown"

Ein kleiner Einblick in den Klappentext: 

http://www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/966-gefaehrlicher-rausch.html

Privatdetektivin Jule Flemming soll ermitteln, wer der Tochter des Bürgermeisteranwärters die Vergewaltigungsdroge GHB ins Getränkt gemischt hat. Doch sie stößt auf eine Mauer des Schweigens. Wer verbirgt was? Nichts scheint zu sein, wie es ist, und Jule wird selbst Opfer eines feigen Anschlages. Was verbirgt der Kriminalkommissar Mark Heilig? Dann verschwindet der Hauptverdächtige. Und plötzlich nimmt alles an Fahrt auf, aber in eine ganz andere Richtung …

Rezension || Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte | Crystal Chan

Sonntag, 17. August 2014 4 Kommentare

"Was tut man, wenn die Sorgen einfach nicht weggehen? Wenn nicht mal die Erde selbst sie noch aufnehmen kann?"


Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Dass es Dinge gibt, über die man in einer Familie nicht redet, ist ganz natürlich, findet Jewel. Oder vielleicht kommt einem das auch nur so vor, wenn man am selben Tag geboren wurde, an dem der ältere Bruder gestorben ist. Wenn man dann auch noch in einer Multikulti-Familie auf dem Land lebt, kann das Leben manchmal eine ganz schöne Herausforderung sein. An einem Tag im Sommer taucht plötzlich John auf und zum ersten Mal in ihrem Leben hat Jewel einen Freund. Als dann aber Jewels Vertrauen missbraucht wird, lernt sie, dass man über manche Dinge nicht schweigen darf. (© Text- und Coverrechte: Magellan Verlag)

Meine Gedanken zu dem Buch:

Jewel ist grade zwölf Jahre alt geworden. Eigentlich sollte ihr Geburtstag ein schöner Tag sein, doch ist dieser Tag auch der Todestag ihres älteren Bruders. John, vom Großvater liebevoll Bird genannt, sprang mit fünf Jahren von einer Klippe, weil er fliegen wollte. Über diesen Tag wird in der Familie nicht gesprochen, Schweigen beherrscht den Alltag, der Großvater ist seitdem sogar verstummt. Jewels Geburtstag endet meist mit einem Besuch auf dem Friedhof.

Jewel hat diese Klippe mittlerweile zu ihrem Reich erklärt, fühlt sich dort mit der Erde verbunden – sie will Geologin werden -, weiß, dass an diesem Ort etwas ganz Besonderes ist. Dann lernt sie den Nachbarsjungen kennen, der die Sommerferien zu Besuch ist. Sein Name ist ebenfalls John, so wie ihr toter Bruder. Zufall? Oder ist dies etwa das Werk eines Duppys, eines dieser jamaikanischen Geister, die Großvater so sehr fürchtet? Jewel beschließt, dass es egal ist, denn schließlich hat sie endlich einen Freund gefunden. Die Beiden verbringen fortan jeden Tag miteinander und werden beste Freunde, verbindet sie doch das Gefühl in ihren Familien zweitrangig zu sein – John, weil er adoptiert ist und nun doch ein biologisches Kind kommt, Jewel im Schatten ihres toten Bruders. Doch als John ihr Vertrauen missbraucht, bricht Jewel nicht nur ihr eigenes Schweigen über ihre all die Jahre hin unterdrückten Gefühle, sondern zwingt auch ihre Eltern endlich deren Schweigen zu brechen und zu erzählen, was damals an dem verhängnisvollen Schicksalstag tatsächlich passiert ist.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Ein wunderschöner Jugendroman. Manchmal nachdenklich, manchmal philosophisch, manchmal verträumt, manchmal lustig, manchmal traurig – so ziemlich jede Emotion wird abgedeckt. Sehr zart und gleichzeitig mit einer enormen Wucht geschrieben. Und dabei erinnert er den Leser daran, dass es oftmals die kleinen, meist nicht wahrgenommenen Dinge sind, die uns miteinander verbinden und zu unserem Glück beitragen.

© Rezension: 2014, Sebastian Herz (sh)



»Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte« - Crystal Chan - Magellan Verlag
Genre: Kinderbuch ab 11 Jahren
Juli 2014 / Hardcover, 308 Seiten
ISBN13: 978-3-7348-4703-5

[sebastian]

Rezension || Die Akademiemorde | Martin Olczak

Samstag, 16. August 2014 0 Kommentare

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


http://www.randomhouse.de/Paperback/Die-Akademiemorde-Roman/Martin-Olczak/e449618.rhd
Stockholm, im Mai: Im weltberühmten Hotel Berns Salonger hat man gerade Strindbergs 100. Todestag begangen. Die Festrede hielt der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, ein würdiger Mann und ebenfalls angesehener Schriftsteller. Jetzt kurz vor Mitternacht ist er auf dem Weg nach Hause, durch einen abgeschiedenen Park. Hier trifft es ihn unvermittelt, das Schicksal. Hier wird er ermordet. Tatwaffe ist ein altertümlicher Schwarzpulverrevolver, der die Polizei vor Rätsel stellt. Noch bevor sie sich für eine Ermittlungsrichtung entscheiden kann, geschehen am nächsten Tag vier weitere, ebenso schonungslose Morde. Die Opfer: ebenfalls Mitglieder der Akademie, die für die Auslobung des jährlichen Literaturnobelpreisträgers verantwortlich ist. Was treibt den Mörder um? Klar ist, dass die anderen Akademiemitglieder geschützt werden müssen. Klar ist auch, dass hier konventionelle Methoden nicht weiterhelfen. Claudia Rodriguez von der Zentralen Mordkomission ermittelt auf eigene Faust – und gegen den Willen ihrer Vorgesetzten. Statt dessen bittet sie ihren alten Freund Leo Dorfman um Hilfe, einen Buchantiquar …(© Text- & Bildmaterial: btb Verlag)

Rezension || Das Miezhaus | Ulrike Renk

Freitag, 15. August 2014 0 Kommentare

"Ein wahres Wohlfühlbuch für alles Tierliebhaber - zurücklehnen, entspannen und einfach die Geschichte genießen!"

Ein kleiner Einblick in den Klappentext: 

http://www.droemer-knaur.de/ebooks/7978414/das-miezhaus

Vom Mann verlassen, im Job gekündigt, gesegnet mit einer Tochter mitten in der Pubertät, fühlt sich Judith Sommer am Tiefpunkt angekommen. Durch gutes Zureden ihrer Verwandtschaft entschließt sie sich, einen lang gehegten Wunsch wahr werden zu lassen: Sie eröffnet eine Tierpension. Nun könnte das Leben wirklich schön sein, wäre da nicht der neue Mieter im Haus…
(© Text- und Coverrechte: Droemer Knaur Verlag)

Rezension || Das wirst du bereuen | Amanda Maciel

Mittwoch, 13. August 2014 1 Kommentar

"Nichts von dem, was mit Emma passiert ist, geschah wegen mir. Ich meine, niemand von uns hatte was damit zu tun. Das war Emma selbst. Niemand hat das Seil für sie aufgehängt. Und es ist ja nicht so, dass Emma ein Unschuldslämmchen gewesen wäre. Ganz und gar nicht. ~ Zitat Sarah, Seite 10

http://www.luebbe.de/Buecher/Kinder/Details/Id/978-3-414-82406-6 Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

"Alle Welt denkt, dass Emma Putnam sich umgebracht hat, weil wir sie Schlampe genannt haben – und nicht weil sie eine Schlampe war. Echt klasse."

Sara und ihre beste Freundin Brielle müssen sich vor Gericht verantworten – angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben. Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat. Ein kleiner Denkzettel über Facebook muss da schon drin sein, finden die Freundinnen. Doch dann verselbstständigen sich die Dinge und plötzlich ist Emma tot … (© Text- & Bildmaterial: Bastei Lübbe | Boje)


Meine Gedanken zu dem Buch:

Mit "das wirst du bereuen" setzt sich die Autorin gekonnt offen und realistisch mit dem heiklen Thema Mobbing an Schulen und in den Social Networks auseinander. Ein leider sehr brandaktuelles Thema, welchem meiner Meinung nach unbedingt noch mehr Beachtung geschenkt werden sollte.

Emma Putnam, die "neue" an der Highschool, ist ihren Mitschülerinnen ein Dorn im Auge, denn sie sehen, dass sie sehr beliebt ist bei den Jungs und Aussehen tut sie auch noch gut. Brielle und Sarah fühlen sich degradiert und fürchten um ihren eigenen "Rang" an der Highschool. Als Sarah ihren eigenen Freund an Emma verloren glaubt, handelt sie, und Brielle steht ihr dabei tatkräftig zur Seite. Sie schikanieren Emma, stellen sie blos, erstellen gefakte Facebook- und Twitteraccounts und fühlen sich gut dabei. Immerhin wollen sie ihr ja "nur" einen Denkzettel verpassen. Bis sich Emma Putnam das Leben nimmt...

Ich erlebte die Geschehnisse aus dem Blickwinkel von Sarah, einer der beiden Mobberinnen. Oft werden Geschichten bzw Erlebnisse dieser Art in Romanen aus Sicht der Opfer erzählt und man erhält selten Einblick in die Gedankenwelt der Täter. In diesem Roman sind die Rollen nun vertauscht. Dies empfinde ich als sehr positiv, denn es eröffnet dem Leser so ein wenig die Möglichkeit, zu verstehen, warum die Dinge passierten, was die Mobberinnen Sarah und Brielle dazu trieb, was in ihren Köpfen vorging. Hier wird man sehr schnell feststellen, dass es an der Schule als auch im Freundeskreis gewisse Hierachien gibt und auch Sarah in gewisser Weise ein Opfer ist - nämlich von ihrer vermeintlich besten Freundin Brielle, die Gefallen daran hat, ihr immer wieder von Neuem einen Floh ins Ohr zu setzen, sie anzustacheln, aufzubringen...

Und wo trifft man Teenager am besten? Wo ist ihr wunder Punkt? Genau, mit ihrer ersten Liebe!

Die Konkurrenz unter den Mädchen der Highschool ist enorm und ein jeder muss sich behaupten. Brielle bootet ihre "Konkurrentinnen" einfach aus und benutzt dafür geschickt Sarahs Gefühle und ihre Freundschaft. Subtile Manipulation, wie sie leider so oft an den Schulen vorkommt. Ganz nach dem Motto: "ziehst du nicht mit, kündige ich dir die Freundschaft, und das willst du doch nicht, oder??? ..."

Das Ganze befreit Sarah natürlich nicht von ihrer Mitschuld an den Geschehnissen, aber man kann ein wenig verstehen, was sie bewegt, welcher Druck sie antreibt. Zu Beginn noch ignorant, auf ihr Recht pochend, ihre Unschuld bezeugend, merkt man doch, dass nicht alles verloren ist, dass da tief in ihr etwas nagt und an die Oberfläche möchte. Ein quälender, langwieriger Prozess, doch der eigene Verdrängungsmechanismus erlahmt und sie erlaubt sich selbst einen Blick über ihren persönlichen Tellerrand hinaus, welcher ihr nach und nach die Augen öffnet.

Amanda Maciel ist es ist es gelungen, ihre Charaktere facettenreich darzustellen, das innere Gefühlschaos von der Hauptprotagonistin Sarah nach außen und somit zu uns Lesern zu tragen. Die Geschehnisse schockieren, erscheinen aber ausnahmslos authentisch und (leider) gut vorstellbar. Die Autorin rollt quasi das Feld von hinten auf. Die Geschehnisse haben sich schon zugetragen und Sarah erzählt nun abwechselnd aus der Gegenwart, in der sie sich auf die anstehende Gerichtsverhandlung vorbereitet und aus der Vergangenheit, der Zeit an der Highschool mit Emma Putnam. Ein Stil, der mit sehr zusagt, denn auf diese Art und Weise erlebt man den Denkprozess von Sarah sehr bewusst mit.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Mobbing ist leider heute Alltag mehr denn je und findet in den Schulen als auch in den Social Networks statt wodurch er noch viel größere Kreise zieht. Der Drang, besser/schöner/reicher/hipper/cooler zu sein, nimmt zu und die Aggressivität steigt. Amanda Maciel nimmt sich Zeit für dieses Thema und erschafft mit "Das wirst du bereuen" einen sehr ruhigen, aber äußerst realistischen und erschütternden Jugendroman, der einen zutiefst erschrockenen und nachdenklichen Leser zurück lässt. Ein Roman, der viel Diskussionsstoff bietet und sich daher sehr gut als Schullektüre eignet.
Wer ist Opfer? Wer ist Täter? Ist das Opfer vielleicht mitschuldig an den Geschehnissen? Wer hätte eingreifen können? Fragen über Fragen, die sich am besten in der Gruppe / in einer Leserunde / im Schulunterricht beantworten lassen. Gemeinsam und mit Toleranz. 

© Rezension: 2014, Alexandra Zylenas


Das wirst du bereuen / Amanda Maciel /  Bastei Lübbe Verlag, Boje

 Genre: Jugendroman- ab 14 Jahren
Juli 2014 / Hardcover / 300 Seiten / ISBN: 978-3-414-82406-6

[alexandra]

Ein Rückblick || "LesungsGeblubber im Bücherkaffee" mit Gabriella Engelmann

Dienstag, 12. August 2014 0 Kommentare

Am 18. Juli war es wieder soweit - es gab wieder eine Lesung im Wohnzimmer des Bücherkaffee's.
Diesmal sogar in toller Gemeinschaftsaktion mit der lieben Anka vom Blog »Ankas Geblubber« - ganz nach dem Motto: »Lesungs-Geblubber im Bücherkaffee«. Der Auftakt für eine schöne und dauerhaft blogübergreifende Zusammenarbeit, denn die nächsten gemeinsamen Aktionen sind auch schon geplant. Ihr dürft gespannt sein. 
Und so begrüßten wir nun an diesem heißen Sommertag die bezaubernde Hamburger Autorin Gabriella Engelmann. Nachdem es sie aufgrund einer Verlagsreise samt Meet & Greet in den Süden Deutschlands verschlagen hatte, bot sich diese tolle Gelegenheit geradezu an. Eine große Ehre für uns, über die wir uns natürlich sehr freuten!

Gabriella hatte ihren aktuellen Roman »Sommerwind« für uns im Gepäck und das Wetter konnte besser nicht sein. Sommer, Sonne und 35 Grad Außentemperatur heizten uns mächtig ein und sorgte für die optimale Insel-Urlaubs-Stimmung.

Rezension || Wintermärchen | Mark Helprin

Montag, 11. August 2014 2 Kommentare

"Beverly! Dieses eine junge Mädchen überflutete seine Seele und sein Hirn mit Farbe, als hätte er aus dem Bottich eines Färbers getrunken." ~ Seite 167

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wintermaerchen-Roman/Mark-Helprin/e451990.rhd

New York, ausgehendes 19. Jahrhundert: Der Waisenjunge Peter Lake schlägt sich mit Diebstählen durch. Auf seinen Streifzügen durch die von Verfall und Verbrechen gezeichnete Stadt wird er von einem geheimnisvollen weißen Hengst begleitet, der ihm auf der Flucht vor einer Gangstermeute das Leben rettet. Als Peter in eine festungsgleiche Villa an der Upper West Side einbricht, begegnet er Beverly. Zwischen den beiden jungen Menschen entspinnt sich eine magische Liebesgeschichte...
(© Text- & Coverrechte: Goldmann Verlag)



Rezension || Das Geheimnis meiner Mutter | J.L. Witterick

Samstag, 9. August 2014 0 Kommentare

Nach einer wahren Begebenheit aus der Zeit des Dritten Reichs.


http://www.randomhouse.de/Presse/Taschenbuch/Das-Geheimnis-meiner-Mutter/J-L-Witterick/pr455768.rhd?pub=13000&men=758&mid=5Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Polen 1939: Die Nationalsozialisten marschieren in das kleine Dorf ein, in dem Helena mit ihrer Mutter lebt. Nicht lange, und die Besatzer beginnen, die jüdische Bevölkerung zu exekutieren und zu deportieren. Das Klima der Angst ist mit den Händen greifbar – doch Helenas Mutter kann nicht mitansehen, was da vor ihren Augen geschieht. Sie versteckt eine jüdische Familie im Schweinestall und eine weitere im Keller. Beide wissen nichts voneinander und auch nicht der deutsche Deserteur, den die Frauen auf dem Dachboden unterbringen... 

Meine Gedanken zu dem Buch:

L.J. Witterick beschäftigt sich in diesem Jugendroman mit der wahrlich immer erschütternden Thematik des Holocausts. Aber so viel unaussprechliches Leid und Elend zu dieser Zeit statt gefunden hat - es gab auch immer wieder Engel unter den Menschen. Engel wie Franciszka Halamajowa und ihre Kinder Helena und Damian, die wahrlich Großes vollbracht haben, die Nächstenliebe über alles gestellt und den Gefahren der Zeit getrotzt haben.

Der Roman orientiert sich an einer wahren Begebenheit, die unter die Haut geht und emotional mitreißt. Franciszka Halamajowa kam in der polnischen Stadt Gazilien zur Welt, wanderte aber später nach Deutschland aus, wo sie viele Jahre mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebte und arbeitete. Als der Nationalsozialismus immer größere Wellen schlägt und sie feststellen musste, dass selbst ihr einer Ehemann davon "infiziert" wurde, beschließt sie, mit den Kindern in ihre Heimat zurück zu kehren. Entschlossenheit und Mut gehörte zu ihren Stärken und so baute sie dort eine neue Existenz auf, konnte ein kleines Häuschen ihr Eigen nennen, lebte bescheiden, baute selbst alles Notwendige an und auch ihre Kinder fanden später beide einen guten Beruf.

Doch als der Weltkrieg ausbricht, macht er auch vor Franciszkas Heimatstadt keinen Halt. Leid und Elend macht sich breit und sie kann und will die Augen nicht davor verschließen. Sie öffnet die Tür ihres kleinen Häuschens für Mitmenschen in großer Not. Sie sucht Verstecke, ist dabei äußerst kreativ und beherbergt zuletzt sechzehn Menschen auf ihrem Grund und Boden. Darunter auch einen deutschen desertierten Wehrmachtssoldaten, der aus lauter Verzweiflung an ihre Türe pocht. Unter Franciszkas Dach sind alle Menschen gleich, haben alle das gleiche Recht auf Menschlichkeit und Achtung.

Sie begibt sich und ihre Kinder in sehr große Gefahr, denn es ist natürlich äußerst schwierig, dies geheim zu halten, Lebensmittel zusammen zu tragen und dabei nicht aufzufallen. Aber sie zögert dennoch keine Sekunde. Ihr Mut, ihre Selbstlosigkeit und ihre Tapferkeit ist grenzenlos und ihre beinahe unerschöpfliche Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe trägt zu einem Stück Weltgeschichte bei.

Wie man im Nachwort lesen kann, überlebten im zweiten Weltkrieg von den rund sechstausend Juden, die damals im polnischen Sokal gelebt haben, nur dreißig - fünfzehn dieser dreißig Menschen fanden ihre Rettung bei Franciszka Halamajowa. Unfassbar...

Erzählt wird diese Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln und ermöglicht uns so einen umfassenderen Einblick in die Gefühle und Gedanken der Beteiligten. So erfahren wir unter anderem von den Ängsten und Wünschen der Tochter Helena, aber wir lernen auch die Menschen besser kennen, die einen Unterschlupf in Franciszkas kleinem Häuschen fanden. J.L. Witterick beschönigt nichts, dennoch geht sie es behutsam an, wenn man es so nennen kann. Sie beschäftigt sich und somit den Leser intensiv mit der Thematik, verliert dabei aber nie die Alterszielgruppe dieses Buches aus den Augen. Dieses Werk ist für junge Leser ab zwölf Jahren bestimmt und ich finde, es ist ihr sehr gut gelungen, den Tatsachen ins Auge zu blicken.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Ein ergreifender und sehr berührender Roman, der unter die Haut geht und noch lange nachhallt. Gedanken überschlagen sich und man erlebt ein Wechselbad der Gefühle und Emotionen. Wut und Verzweiflung über die Taten dieser Zeit werden abgelöst von großer Begeisterung und Wertschätzung gegenüber Franciszka Halamajowa und ihren Kindern, die uns Menschlichkeit und Nächstenliebe vorleben. Meinen allergrößten Respekt vor dieser Stärke, diesem Mut und dieser Selbstlosigkeit...
"Die Geschichte meiner Mutter" eignet sich in meinen Augen hervorragend als Unterrichtslektüre und für Leserunden, da dieser Roman sehr viel Grundlage für gemeinsame Gespräche bietet.

© Rezension: 2014, Alexandra Zylenas



Das Geheimnis meiner Mutter / J.L. Witterick / cbt Verlag  
Geschichtliches Jugendbuch ab 12 Jahren
Juni 2014 / Taschenbuch, Broschur / Kart 256 Seiten
ISBN13: 978-3-570-40258-0

[alexandra]

Alexandra unterwegs || Lesung mit Autorin Henrike Spohr

Freitag, 8. August 2014 0 Kommentare

Leider finden in meinem Umfeld nicht sehr viele Lesungen statt und um so begeisterter bin ich dann, wenn ich plötzlich etwas für meinen Lesegeschmack entdecke. So habe ich vor ein paar Tagen von der Premierenlesung der Debütautorin Henrike Spohr im Osiander Heilbronn erfahren. Henrike Spohr veröffentlichte kürzlich den Krimi "Heilbronn 37°" im Emons-Verlag. Ich machte mich schlau über Autorin und Buch und bin dabei auf die sehr ansprechende Rezension von Philly / Wortgestalt aufmerksam geworden.
Kurzherhand habe ich der Veranstaltung zugesagt, die dann gestern Abend passenderweise in Heilbronn statt fand:

Ein Rückblick || Juli 2014

Donnerstag, 7. August 2014 1 Kommentar

Wow, schon wieder ist ein Monat vorüber und wir haben nun sogar schon das erste Halbjahr des Jahres hinter uns gelassen. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht, oder?  Wir wollten so etwas eigentlich nie sagen, aber uns kommt es wirklich von Jahr zu Jahr schneller vor. Geht es euch da gleich? Bilden wir uns das womöglich ein? Nun ja, ändern können wir es sowiso nicht, also blicken wir nun einfach mal kurz zurück in den Juli, was da so im Bücherkaffee geschah:

Rezension || Mein zauberhaftes Café | Jana Seidel

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„Manchmal muss im Leben der tapferen Heldin alles den Bach runtergehen, bis sie in eine Zukunft geht, die so viel strahlender ist als alles, was sie jemals erlebt hat." ~ Seite 61

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

http://www.randomhouse.de/Presse/Taschenbuch/Mein-zauberhaftes-Cafe-Roman/Jana-Seidel/pr396334.rhd?pub=4000&men=783&mid=5
Alexandra ist Steuerberaterin, Kontrollfreak und mit ihrem geregelten Leben in Hamburg zufrieden. Doch dann verliert sie ihren Job und erfährt, dass ihr Freund fremdgeht. Als sie kurz vor ihrem 30. Geburtstag völlig überraschend das alte Café ihrer Tante Effie im Harz erbt, trifft sie eine verzweifelte Entscheidung: Sie nimmt das Erbe an. Es gibt nur einen klitzekleinen Haken – Alexandra hat keine Ahnung vom Backen. Zum Glück gibt es Effie, die sich noch längst nicht bereit fürs Jenseits fühlt. Als Geist zeigt sie Alexandra nicht nur, wie man süße Versuchungen zubereitet, sondern auch, wie man das Leben und die Liebe genießt...
Von einer, die in den Harz zieht, um Kuchen zu backen – und ihr Herz verliert.


Rezension || Eisblaue See, endloser Himmel | Morgan Callan Rogers

Mittwoch, 6. August 2014 0 Kommentare

Manchmal denken die Leute, sie wären gut, und dann tun sie Dinge die sie nicht tun würden, wenn sie wüssten, wie sich das für die anderen anfühlt. ~ Zitat Seite 150 

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

An der Küste von Maine wird Hochzeit gefeiert: Florine heiratet ihre große Liebe Bud, der aus nächster Nähe erlebt hat, wie sie jahrelang vergeblich auf die Rückkehr ihrer verschwundenen Mutter Carlie wartete. Doch als sich die Liebe im Alltag bewähren muss und mysteriöse Briefe Carlies Verschwinden in neuem Licht erscheinen lassen, weiß Florine bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht.

Meine Gedanken zu dem Buch

Zurück in The Point. Endlich Zuhause. Genau das empfindet man ab der ersten Zeile dieses Romans. Florine, Bud, Dottie und Co. alle sind sie wieder da. Florine und Bud haben sich endlich getraut und geheiratet. Sie lieben sich innig und sind glücklich. Obwohl Florine noch immer an dem Gedanken festhält, ihre Mutter doch irgendwann zu finden, hat sich so etwas wie ein geregelter Alltag in beiden Leben entwickelt. Florine kümmert sich um die Kinder und Bud arbeitet in einer Werkstatt. Als jedoch Bud arbeitsbedingt aus The Point weg muss und Florine somit auch ihr Zuhause Grands Haus verlassen muss, beginnen schon die ersten Probleme. Florine vermisst ihr Zuhause, sie vermisst die See, die sie gegen einen Trailer an der Schnellstraße, weit weg von The Point eintauschen musste und Bud driftet immer mehr ab, wird schweigsamer und aggressiver. Immer mehr erinnert er an seinen alkoholkranken Vater Sam. Florine hält diese Enge und Einsamkeit nicht aus und immer wenn sie ein paar Tage wieder in The Point verbracht haben, fühlt sie sich noch einsamer denn je. Als dann bei jedem ihrer Besuche, kleine Umschläge im Postfach in The Point eintrudeln, die offensichtlich an Carlie geschrieben wurden, beginnt ihre endlose Suche nach ihrer Mutter wieder von vorne. Die nie enden wollende Unruhe, der fehlende Abschied, vergangene Tage und bleibende Erinnerungen rauben nicht nur Florine den letzten Nerv, nein, auch Bud beginnt über sein Leben mit Florine, den Kindern und seiner Erwartung an das Leben zu zweifeln.

Wie bereits im ersten Roman „Rubinrotes Herz, eisblaue See" bleibt auch diesmal Gänsehaut, Trauer und gleichzeitig Geborgenheit und ein „Heimatsgefühl" nicht aus. Morgan Callan Rogers katapultiert den Leser gleich zu Beginn direkt zurück an das Ende der Geschichte zu „Rubinrotes Herz, eisblaue See". Es ist alles noch so vertraut für den Leser und die Charaktere wecken Erinnerungen und Sehnsüchte nach Erlebtem. Der Leser möchte Geschehenes nachholen.

Das Cover ist auch diesmal zauberhaft gestaltet und erinnert den Leser gleich an den Vorgänger. Definitiv ein Cover das auch in Erinnerung bleibt. Die Charaktere sind reifer geworden, haben sich entwickelt und vermitteln ein vertrautes Gefühl. Selbst die unliebsamen Personen der Geschichte wurden nie vergessen und wecken den ein oder anderen bösen Vorfall in einem.

Die Autorin versteht es dem Leser etwas Besonderes zu bieten. Nicht nur, dass der Leser endlich zum letzten Happy End eine Auflösung sucht, sondern auch Abschied nehmen möchte, vom kleinen Fischerdorf The Point bis zu den Freunden und der Familie. Man entwickelt förmlich als Leser eine Art Zugehörigkeit. Nichts scheint fremd.

Jedoch möchte ich auch anmerken, dass es empfehlenswert wäre, den ersten Roman „Rubinrotes Herz, eisblaue See" auch wirklich zuerst zu lesen. Es wird zwar auch hier immer wieder ein Teil der Vorgeschichte erwähnt, aber ich denke, diese Geschichte würde ihren Zauber verlieren, wenn man die bereits erlebten Geschehnisse nicht kennen würde

Kurz & Gut – mein persönliches Fazit:

Endlich konnte ich mit und von Florine und The Point Abschied nehmen. Dieser Roman bildet den perfekten Abschluss zu „Rubinrotes Herz, eisblaue See". Zurück in The Point erleben wir noch einige Windwechsel. Ebbe und Flut begleiten uns. Wiedersehensfreude, Trauer, Verlust, aber auch Gänsehaut, Geborgenheit und viel Liebe bietet dieser Roman. Morgan Callan Rogers hat wieder eine wunderbare Geschichte geschaffen. Der perfekte Einstieg in vergangene Tage und eine Auflösung, die jetzt lange auf sich warten ließ. Ich bin glücklich und empfehle es jedem, der bereits „Rubinrotes Herz, eisblaue See" gelesen und geliebt hat. Und den anderen, die noch keinen der beiden Romane gelesen haben, empfehle ich das schleunigst nachzuholen - ihr verpasst eindeutig etwas. Ich hatte das erste Buch fast ein Jahr im Regal stehen und habe es dann, wie dieses übrigens auch, an einem Tag gelesen.

© Rezension: 2014, Aygen Ekici


Eisblaue See, endloser Himmel - Morgan Callan Rogers - erschienen im mare Verlag
Originaltitel: Like a Wave oft he Sea
05.08.2014 / Hardcover mit Schutzumschlag / 480 Seiten
ISBN 13: 978-3-86648-228-9

Wohnzimmerlesung || Autorin Ivonne Keller liest im BücherKaffee

Dienstag, 5. August 2014 0 Kommentare


PREMIERENLESUNG

Ivonne Keller liest aus ihrem im September erscheinenden Roman "Hirngespenster"


Rezension || Der Duft der Wildrose | Constanze Wilken

3 Kommentare

Eine wunderbare Liebesgeschichte mit einem dunklen Familiengeheimnis, einer kleinen Verbrecherjagd hinter der traumhaften Kulisse von Wales

Ein kleiner Einblick in den Klappentext: 


http://www.randomhouse.de/Presse/Taschenbuch/Der-Duft-der-Wildrose-Roman/Constanze-Wilken/pr430445.rhd?pub=4000&men=783&mid=5
Als ihre Tante Birdie sie um sofortiges Kommen bittet, macht sich die junge Caitlin Turner auf den Weg in das hübsche walisische Küstenstädtchen Portmeirion. Dort führt Birdie einen kleinen Porzellanladen, den Cait hüten soll, während sich ihre Tante einer Operation unterzieht. Kurz bevor Birdie ins Krankenhaus geht, deutet sie Cait an, in ihrer Familie gebe es ein dunkles Geheimnis – mehr verrät sie nicht. Dann lernt Cait den wortkargen Ranger Jake kennen – und schon bald kommen sich beide einander näher. Doch Jake ist einem Verbrechen im Snowdonia Nationalpark auf der Spur, und die Ereignisse drohen sich zu überstürzen ...

Rezension || Liebe Lucy | Julie Sarkissian

Montag, 4. August 2014 0 Kommentare

"Die beste Person, der du ein Geheimnis erzählen kannst, bist du selbst"

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


http://www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/liebe-lucy-buch-7112/
Lucy ist ein ungewöhnliches Mädchen mit einem ungewöhnlichen Blick auf die Welt. Die Leute schütteln den Kopf über sie, sie ist viel zu langsam und immer fehlen ihr die Wörter. Aber dafür hat sie ja Jennifer, das sprechende Küken in ihrer Schürzentasche. Leider verhält sich Lucy nicht immer so, wie es ihrer Mutter gefallen würde, sie hat einfach kein gutes Benehmen. Deshalb lebt sie auf die Farm von Mister und Missus, einem älteren Ehepaar. Hier trifft sie Samantha, ein schwangeres Mädchen. Die beiden freunden sich an - auch wenn Samantha nicht immer die Wahrheit über ihre Vergangenheit erzählt. Dafür sagt sie die Dinge so, dass Lucy sie versteht. Nach und nach finden die beiden heraus, dass Mister und Missus ein finsteres Geheimnis haben. Als Samanthas Baby kurz nach der Geburt verschwindet, verspricht Lucy, es wiederzufinden, und "ein Versprechen ist etwas, das du niemals vergessen darfst, nicht einmal, wenn du so tust, als hättest du es vergessen." Also macht sie sich auf die abenteuerliche Suche nach Samanthas Baby.

Skoobe-News | KW 31 - 2014

Sonntag, 3. August 2014 0 Kommentare


In den letzten zwei Wochen gab es keinen Einblick in die Skoobe-News, da ich mir etwas Urlaub und Auszeit gönnte und ein wenig die Sonne im heißen Spanien genossen habe. Aber es hat sich einiges getan in der Skoobe-Welt:
Die Website wurde neu gestaltet und erscheint nun noch
persönlicher, freundlicher und lädt erstmals zum Stöbern im Buchkatalog ein - auch ohne vorherige Anmeldung. Zudem gibt es nun ein neu gestaltetes Logo, welches das neue Gesamtbild von Skoobe abrundet. Die Skoobe Bücherblume steht für die gewachsene literarische Vielfalt und Lesefreude. Das neue Logo erscheint als neues App-Icon auf dem Handy oder Tablet sowie im iTunes-, Google Play- oder Amazon App Shop. Ich persönlich finde das Logo sehr gelungen. Ihr auch? 
 Wollt ihr Skoobe auch gerne einmal testen? 

Rezension || Liebesinsel am Deich | Sigrid Hunold-Reime

Freitag, 1. August 2014 2 Kommentare

Wie aus einem Freundschaftsdienst eine verzwickte Geschichte rund um Liebe, Vertrauen und Zusammenhalt entsteht - ein Roman zum Wohlfühlen

Ein kleiner Einblick in den Klappentext: 

http://www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/968-liebesinsel-am-deich.html

September und Schietwetter an der Nordseeküste. Tomke Heinrich landet mit Karl, ihrer Sommerbekanntschaft, im Bett. Ein Fiasko. Tomke flüchtet in ihre Pension, doch der Tag hält eine weitere Überraschung für sie bereit: Tomkes Jugendfreundin Dörte steht vor der Tür und braucht Hilfe. Und da gibt es noch Dagmar, Dörtes jugendliche, lebenshungrige Mutter, die durch einen harmlosen Freundschaftsdienst ein Karussell aus Missverständnissen, Betrug, viel Geld und Liebe in Bewegung bringt …