Rezension || Mein zauberhaftes Café | Jana Seidel

Donnerstag, 7. August 2014 0 Kommentare

„Manchmal muss im Leben der tapferen Heldin alles den Bach runtergehen, bis sie in eine Zukunft geht, die so viel strahlender ist als alles, was sie jemals erlebt hat." ~ Seite 61

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

http://www.randomhouse.de/Presse/Taschenbuch/Mein-zauberhaftes-Cafe-Roman/Jana-Seidel/pr396334.rhd?pub=4000&men=783&mid=5
Alexandra ist Steuerberaterin, Kontrollfreak und mit ihrem geregelten Leben in Hamburg zufrieden. Doch dann verliert sie ihren Job und erfährt, dass ihr Freund fremdgeht. Als sie kurz vor ihrem 30. Geburtstag völlig überraschend das alte Café ihrer Tante Effie im Harz erbt, trifft sie eine verzweifelte Entscheidung: Sie nimmt das Erbe an. Es gibt nur einen klitzekleinen Haken – Alexandra hat keine Ahnung vom Backen. Zum Glück gibt es Effie, die sich noch längst nicht bereit fürs Jenseits fühlt. Als Geist zeigt sie Alexandra nicht nur, wie man süße Versuchungen zubereitet, sondern auch, wie man das Leben und die Liebe genießt...
Von einer, die in den Harz zieht, um Kuchen zu backen – und ihr Herz verliert.




Meine Gedanken zu diesem Buch


Ein Kontrollfreak wird zum zahmen, besser formuliert lieblichen Kätzchen. Eine zauberhafte Geschichte, wie der Titel schon verrät. Dieses Buch ist als Strand- oder Gartenliegenlektüre bestens geeignet. Mir hat es viel Freude bereitet Alexandra auf ihrem Weg zur Café-Besitzerin zu begleiten.
Geschrieben ist die Geschichte in der Ich-Form. Man selbst meint dieser quirlige Kontrollfreak zu sein und ich fieberte von Anfang an mit. Die Trennung vom Freund, der Verlust der Arbeitsstelle, die Erkenntnis nun auch keine Wohnung mehr zu haben und dann das Unerwartete. Ihre Tante verstirbt und hinterlässt ein Café. Da Alexandras Mam das Erbe ausschlägt und sie selbst keinen anderen Rat weiß, bricht Alexandra kurzentschlossen auf und fährt in den Harz um das Café zu übernehmen. Sie lernt interessante Menschen kennen, gewinnt Freunde und trifft so ganz nebenbei auch noch die Liebe.
Sehr schön finde ich, dass Tante Effie als Geist noch herumspukt und für Alexandra ein Lebenswegweiser ist. Es hat etwas märchenhaftes, so als wäre Tante Effie eine gute Fee.
Nur Alexandra kann Effie sehen und mit ihr sprechen. Dies ergibt natürlich auch witzige und schöne Momente.
"Nun, ich würde das anders sehen. Ich würde sagen, ich bin in mich gegangen, habe mir überlegt, was ich will, und habe mir dann ein Leben gebastelt, das in den Augen der anderen vielleicht nicht perfekt ist, mich aber glücklich macht." ~ Seite 155  
Die Figuren sind alle samt super beschrieben und mir war als lese ich nicht nur sondern sehe einen Film vor mir. Die Kulisse des Harzes, das zauberhafte Café, Alexandra, ihre beste Freundin Betty, der Schuft von nunmehr Exfreund und vieles mehr. Wunderbar.
Zurück zur Geschichte. Der Kulturschock lässt natürlich auch nicht auf sich warten. Von der lauten überfüllten Stadt in den beschaulichen nach Tier-Fäkalien riechenden Ort im Harz. Sie gewöhnt sich aber schnell und gerne an die Stille und genießt diese auch schon bald.
Für Alexandra ist Tante Effie ein guter und wichtiger Geist, dennoch bangt es ihr vor dem Tag an dem Effie ins Jenseits geht.
Alexandra lernt mit Hilfe ihrer Tante das backen und das Café läuft recht gut an. Sie freundet sich mit Carlie an die auch schon bei ihrer Tante ausgeholfen hat und dies nun auch gerne für Alexandra fortsetzt. Doch es gibt eine Widersacherin, die Hotelbesitzerin vom Nachbargrundstück scheint etwas im Schilde zu führen. Was?! Dies findet Ihr beim lesen dieser zauberhaften Geschichte selbst heraus. Und was es für Alexandra mit der Liebe auf sich hat wohl auch.
Noch einige Sätze zum Buch selbst. Das Cover ist einladend und passt sehr gut zum Inhalt. Es ist magisch und lädt ein hinter den Buchdeckel zu linsen. Eines hat mich erst verwundert, es gibt keine Kapitel, wirklich. Ab und an eine kleine Zeichnung in Form eines Muffins als Markierung wenn ein Tag in der Geschichte vorüber ist. So passierte es mir, dass ich das Buch kaum aus der Hand legte. Ich las und las und schwups war die Geschichte schon zu Ende. Also ein leichter Sommerroman der sich in einem Rutsch lesen lässt. 

Mein persönliches Fazit

Gerade das magische der Geschichte und das kriminalistische Gut der Hotelbesitzerin macht dieses Buch sehr spannend und es ist dadurch nicht nur eine Schmonzette. Eine zauberhafte Geschichte in der es um Veränderung, Liebe, Wagnis und Freundschaft geht.
Das Buch zeigt auf, dass man egal wie viele Steine man in seinen Weg gelegt bekommt, kämpfen muss, weitermachen und weitergehen muss. An der nächsten Ecke wartet vielleicht schon der berühmte Silberstreifen auf einen und das Leben wendet sich zum Guten. Veränderungen können Angst machen aber sie können auch wichtig und schön sein.
Glaubt an Euch und Eure Träume. Lebt Euer Leben, nicht das welches die anderen gerne bei Euch sehen würden.
© Rezension: 2014, Susa 



Mein zauberhaftes Café - Jana Seidel – Goldmann Verlag

19. Mai 2014 / Taschenbuch / 256 Seiten
ISBN 13: 978-3442478163
Print: € 8,99 [D]* / eBook: € 7,99 [D]* Preis zum Zeitpunkt der Rezension

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Quelle Coverbild: © http://www.randomhouse.de, mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Random House
Buch Zitate: © Jana Seidel



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