Rezension || Das Labyrinth ist ohne Gnade | Rainer Wekwerth

Mittwoch, 3. September 2014 1 Kommentar

Das Plätschern der Wellen gegen den Bootsrumpf verstummte und sie hörte die Schritte. Seine Schritte. ~ Zitat Seite 19

http://www.arena-verlag.de/artikel/das-labyrinth-ist-ohne-gnade-978-3-401-06790-2Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Sie sind nur noch zu dritt und sie sind geschwächt. Aber sie wollen überleben – um jeden Preis. Zweifel überschatten den Kampf gegen das Labyrinth, das mit immer neuen Mysterien für die Jugendlichen aufwartet. Ihr mühsam erworbener Teamgeist scheint nicht zu brechen, doch lohnt sich für Jeb, Jenna und Mary der gemeinsame Kampf, wenn nur einer von ihnen überleben kann? Die entscheidende Frage aber wagt niemand zu stellen: Was erwartet den letzten Überlebenden hinter dem sechsten Tor? (© Text- & Bildmaterial: Arena Verlag)

Achtung Spoilergefahr

Meine Gedanken zu dem Buch:

Der Autor Rainer Wekwerth legte bereits mit den ersten beiden Bänden dieser Trilogie etwas Neues und Außergewöhnliches vor. Seit Beginn schafft er es, die Story am Laufen zu halten, ohne langatmige oder zähe Passagen. Die Charaktere wurden sehr gut zusammengestellt und haben sich mit der Zeit weiterentwickelt. Es war für jeden Leser eine bestimmter Typ Mensch dabei, da die Gruppe unterschiedlicher nicht hätte sein können.

Im Abschlussband sind nur noch drei Personen übrig und diesmal müssen sie sich der größten Aufgabe im Labyrinth stellen. Den Ängsten ihrer Vergangenheit. Obwohl die Gruppe immer kleiner geworden ist und man ja eigentlich nach zwei erfolgreichen Bänden mit keiner großen Veränderung bzw. Überraschung rechnet, sondern eigentlich mit einem ruhigen und sich erklärenden Abschluss, hat der Autor hier noch was draufgelegt. 

Die Geschichte ermöglicht ein rasanten Einstieg und man ist immer noch in der Trauer über die bereits verlorenen und liebgewonnen Charaktere aus Band I und Band II. Hier jedoch lässt der Autor kaum Zeit und erinnert den Leser ziemlich schnell an das Tempo der Story. Schnell, hitzig, spannend und der eigene Überlebenswille, der selbst auf den Leser überspringt.

Die Covergestaltung ist auch beim abschließenden Band der Trilogie an die Vorgänger angepasst und vervollständigt allein schon optisch die Reihe. Viele Leser werden sicher über den weiteren Verlauf überrascht sein, oder sich fragen, wie eine Geschichte so eine Wendung nehmen kann? Der Autor ändert im letzten Drittel komplett den Verlauf, den man bisher kannte und katapultiert den Leser nicht nur in eine andere Welt, sondern auch in eine andere Stimmung. Ein ungewohnter Abschluss, der definitiv noch genug Freiräume für das persönliche Kopfkino lässt.

Kurz & Gut – mein persönliches Fazit:

Wenn ein Autor es schafft, dich auch mit dem Abschluss einer Trilogie noch zu überraschen und zwar auf so unvorbereitete Weise, dann ist es eine gute Reihe. Ein Wahnsinnsabschluss. Wie gewohnt verfiel ich wieder dem Labyrinth, den ungeahnten Überraschungen und kaum zu schaffenden Aufgaben. Die Hetzjagd geht weiter und diesmal wird es noch härter als bereits in den Vorgängerbänden. Eine spannende Wendung, mit der ich persönlich überhaupt nicht gerechnet hatte. Spannend, gut durchdacht bis zum Schluss. Ein wahrer Pageturner. Ich muss allerdings sagen, dass ich mir ein etwas anderes Ende gewünscht hätte, dennoch kann ich nur jedem Jugendbuch Thriller Fan raten, sich dieser Trilogie anzunehmen und sie zu verschlingen. Grandiose Leistung und Chapeau für so viel Einfallsreichtum, dem Leser zum Schluss dieser Trilogie noch einen Hammer zu präsentieren

© Rezension: 2014, Aygen Ekici 



Das Labyrinth ist ohne Gnade von Rainer Wekwerth, erschienen im Arena Verlag
August 2014 / Gebundene Ausgabe / 344 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahre
ISBN 13: 978-3-401-06790-2

1 Kommentar:

  1. Leider ist dies weniger eine Rezension als vielmehr eine Nacherzählung des Inhalts. Sehr komisch mutet zudem die Empfehlung an, dieses Buch sei für den Unterricht geeignet. Warum denn eigentlich? Es gibt wunderbare, spannende, ergreifende und vor allem wahre Geschichten über den Holocaust. Wieso sollte man dann das Buch einer nicht-jüdischen Kanadierin lesen, die wegen eben dieses Werkes auf Urheberrechts- und Persönlichkeitsrechtsverletzungen verklagt wird?

    Siehe hier: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19619

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