Rezension || Jump. Das Spiel | Eve Silver

Dienstag, 16. September 2014 0 Kommentare

Ich schlage die Augen auf und sehe verschwommen Blätter und Äste und einen Himmel, der so blau ist, dass es wehtut. Dann kippt die Welt zur Seite und sackt ab, und ich kralle die Finger ins lange Gras und halte mich daran fest. ~ Zitat Seite 21


Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Miki Jones kommt bei einem Unfall ums Leben. Doch sie kommt wieder zu sich, an einem Ort, der Lobby genannt wird. Aus ihrem Alltag wurde sie durch Raum und Zeit in eine Art Spiel gezogen, in dem sie gemeinsam mit anderen Jugendlichen furchteinflößende Wesen bekämpfen muss. Teammitglied Luka, ein Schulfreund, erklärt ihr, dass sie weiter ihr gewohntes Leben führen kann, außer wenn sie auf Mission im Spiel ist. Und sie muss jeden Einsatz in dieser anderen Welt überleben. Es gibt keine Vorbereitung, kein Training und keinen Ausweg. Miki muss sich auf die fragwürdige Führung Jackson Tates verlassen, des attraktiven und geheimnisvollen Leiters ihres Team. Er weicht ihren Fragen aus und hält alle auf Abstand. Jeder spiele für sich, lautet sein Motto. Doch dann nimmt das Spiel eine tödliche Wende, und Jackson bringt sich selbst in extreme Gefahr, um Miki zu schützen. (© Text- und Bildmaterial: Fischer Verlag)


Meine Gedanken zu dem Buch:

Ich möchte mit den Charakteren anfangen. Sie sind zwar sehr gut beschrieben, sammeln aber dennoch keine Pluspunkte. Die Hauptprotagonistin Miki ist anfänglich sehr sympathisch, aber im Lauf der Geschichte verändert sie sich stark, für meine Verhältnisse für Teil 1 einfach zu stark. Ihre beste Freundin Carly ist mir für die Story einfach zu sehr auf Jungs fixiert und ihr Umgang mit Miki ist alles andere als tatsächlich freundschaftlich. Sie ist zu aufbrausend und zickig. Neben dem bereits erwarteten, geheimnisvollen und gutaussehenden Jackson Tate, finde ich Luka sehr gelungen. Er wirkt doch sehr bodenständig und vernünftig.



Der Einstieg in die Geschichte und der Unfall sind sehr gut beschrieben und fesseln den Leser. Jedoch der tatsächliche Einstieg in "das Spiel" selber ist mir zu abgerissen, wirr und nicht wirklich zu durchschauen. Die ganzen offenen Fragen beschäftigen nicht nur die Hauptprotagonistin sondern auch den Leser, um sich tatsächlich auf die Geschichte konzentrieren zu können, fehlen mir zu viele Informationen, um überhaupt einen Bezug zu dieser fremden Welt zu bekommen. Die Missionen werden immer sehr ausführlich beschrieben, dennoch finde ich für meine Verhältnisse nicht wirklich einen Zugang zur Story. Die Aliens mit den Quecksilberaugen sind mir zu undurchsichtig und dürftig beschrieben. Sicher ist dies auch die Absicht der Autorin gewesen, um den richtigen Spannungsbogen für Teil 1 aufzubauen, dennoch finde ich zum Ende hin, die Entwicklung der Geschichte viel zu rasant, anhand der wenigen Informationen.



Die Hauptprotagonistin entwickelt sich ohne Training und Vorbereitung bereits im Auftakt der Trilogie zur perfekten Kämpferin. Ich hätte mir hier lieber etwas mehr Zeit gewünscht, um mich an die Charaktere zu gewöhnen, um evtl. auch d besser  in die Geschichte einsteigen zu können. Dennoch finde ich, dass der stetige Wechsel von der realen Welt in die jeweilige Mission sehr gut gelungen ist.



Die kleine Liebesgeschichte die sich, wie erwartet zwischen der perfekten Kämpferin und dem gutaussehenden, geheimnisvollen Typen entwickelt ist eine gute Ablenkung und teilweise gar interessanter als die Szenen in der jeweiligen Mission selber. Dennoch ein unterhaltsames und auch stellenweise sehr spannendes Buch, das trotz der Kritikpunkte dank dem offenen Ende auf eine bessere Fortsetzung hoffen lässt.


Gib ihnen die Gelegenheit, und sie werden dich töten. Wenn sie gerade Hunger haben, essen sie dich bei lebendigem Leibe. ~ Zitat Seite 215

Kurz & Gut – mein persönliches Fazit:

Eine neue Science Fiction Trilogie für Jugendliche, in aufgefrischter Variante. Die Story ist nicht ganz fremd und auch die beliebte Teenie Lovestory Szenen sind gut umgesetzt. Mir persönlich hat die, für meine Verhältnisse zu schnelle Entwicklung der Hauptprotagonistin Miki etwas die Spannung für die folgenden Bände genommen. Der Verlauf der Geschichte ist an den gewünschten Stellen eher zu wenig erklärend und zum Ende hin verstrickt sich die Autorin zu sehr in Erklärungen und lässt den Leser mit einem bitteren Ende zurück. Eine Rezension zu diesem Buch möchte ich eher kurz halten, da ich finde, dass der Klappentext schon sehr viel verrät. Dennoch denke ich, dass dieses Buch für Sci-Fi Liebhaber sicherlich der Beginn einer neuen aufregenden Reise ist. Lassen wir uns von Teil 2 überraschen.


© Rezension: 2014, Aygen Ekici 



Jump – Das Spiel von Eve Silver, erschienen im Fischer Verlag

Originaltitel: Rush – The Game Book One 
August  2014 / Klappenbroschur / 416 Seiten ISBN 13: 978-3-8414-2158-6

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns, wenn ihr unsere Beiträge kommentiert, denn dadurch wird dieser Blog lebendig! Bitte habt Verständnis, dass Beiträge vorab geprüft werden, um Spam zu verhindern. Daher kann es einen Moment dauern, bis Kommentare sichtbar werden. Lieben Dank.