Rezension: Der rubinrote Mantel | Katarina Genar

Freitag, 31. Oktober 2014 0 Kommentare

http://www.geistesleben.de/buecher/9783825178765/der-rubinrote-mantel
Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Dieser Mantel ist das schönste Geburtstagsgeschenk, dass Livia je bekommen hat - obwohl er nicht neu ist. Er sitzt wie angegossen, ist weich, herrlich schwingend und wunderbar rot.
Warum findet ihre beste Freundin ihn bloß so unbequem und kratzig? 
Ist es so, wie die Dame in dem Antikladen sagte, dass Dinge eine Seele haben? Kann es sein, dass der Mantel etwas von Livia erwartet? Wem kann er früher gehört haben? Ist er es, der ihre Schritte langsam, aber sicher zum Tagebuch jener Elin führt, der er im Jahre 1932 gehörte? (Quelle Cover + Text: Urachhaus Verlag)

Meine Gedanken zu dem Buch:

 »Der rubinrote Mantel« von Katarina Genar ist ein Kinderbuch für kleine Leseratten ab etwa neun Jahren. Mit gerade mal 127 Seiten erscheint das Buch recht schmal, aber hier sollte man die Alterszielgruppe im Auge behalten. Eine groß gewählte Schrift, ein etwas größerer Zeilenabstand und locker gegliederte Seiten laden Kinder zum Weiterlesen ein. Die Sprache ist sehr einfach und leicht zu lesen, und doch wirkt sie weder plump oder gar zu kindlich. Ganz im Gegenteil! Gerade die Erzählkunst der Autorin macht das Buch zu etwas Besonderem.
Katarina Genar wartet mit einer wunderschönen, warmherzigen und etwas geheimnisumwobenen Geschichte auf, die schon fast einen kleinen Hauch Magie in sich trägt. Die junge Livia ist überglücklich, als sie ihr Geburtstagsgeschenk der Eltern erhält. Der rubinrote Mantel verzaubert sie und passt wie angegossen. Dieser Mantel ist etwas ganz Besonderes. Mit geheimnisvoller Kraft lässt dieser Livia immer wieder Zeit und Ort vergessen. So findet sie sich plötzlich auf einem Friedhof wieder. Dies passiert ihr immer öfter. Wessen Grab ist das, vor dem sie von unsichtbarer Hand hinzogen wird? Und wer ist der Mann, der immer vor dem Grab verweilt?

Das Buch ist unterteilt in zwei Handlungsstränge, die auf gelungene Weise miteinander verwoben sind. Zum einen ist da Livia im hier und jetzt, die sich von ihrem Mantel verzaubern lässt und sich ganz dessen besonderen Kraft hingibt. Sie möchte herausfinden, woher diese Kraft kommt, warum der Mantel gerade sie so beeinflusst. Denn ihre Freundin kann nicht spüren, was sie spürt. Im Gegenteil, sie kann den Mantel nicht tragen, fühlt sich sofort unwohl. Es scheint fast, als suche sich der Mantel seine Trägerin selbst aus.

Zum anderen befinden wir uns immer wieder im Jahre 1932 und begleiten die junge Evin auf ihrem schweren Lebenswege. Evin schreibt Tagebuch und dadurch erfahren auch wir als Leser mehr über sie und erkennen nach und nach die schon fast magisch anmutenden Verbindungen. Diese Tagebuchaufzeichnungen erscheinen trotz der Kürze voller Emotionen. Diese Einträge lehren uns, wie wichtig Freundschaft und Verständnis ist und dass Eine Freundschaft auch in den schwierigsten Situationen entstehen kann - und vor allem ein ganzes Leben lang währen kann!

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Der Autorin gelingt es hervorragend, ihre Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. Sie verwebt mit ihrer Erzählkunst die Schicksale der Mädchen auf geschickte und auch spannende Weise und überbrückt somit Raum und Zeit. Der rubinrote Mantel ist eine kleine, aber ganz feine Geschichte über die besondere Kraft der Freundschaft. Ein kurzweiliges, magisch angehauchtes Märchen, welches ungemein berührt.

© Rezension: 2014, Alexandra Zylenas


Der rubinrote Mantel / Katarina Genar / Verlag Krachhaus
Genre: Kinderbuch ab 9 Jahren
August 2014 / gebunden, 127 Seiten
ISBN13: 978-3-8251-7876-5

[alexandra]

Rezension || ... und ganz, ganz viele Doofe! | Ninia LaGrande

Donnerstag, 30. Oktober 2014 3 Kommentare

Meine allererste Frauenärztin sprach beim Abtasten: "Ach, huch, Ihre Gebärmutter ist ja ganz klein!!" Ach nee! Schau mich doch mal an! Ich bin insgesamt ganz klein!

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


http://www.blaulicht-verlag.de/online-shop/und-ganz-ganz-viele-doofe/#cc-m-product-9521030021

34 Geschichten und Geschichte über das Leben in Großstädten, Partys bei Landeiern, Besuchen bei der Frauenärztin und den Versuch, mit 140 Zentimetern geballter Lebensgröße einfach ganz „normal" zu sein (Spoiler: Klappt nicht!). Ninia LaGrande bespielt seit Jahren jede Bühne im Poetry Slam und im Netz, die sie finden kann. Und zwischendurch sitzt sie in der Straßenbahn, twittert und denkt sich Geschichten über all die Menschen aus, die neben, vor oder hinter ihr sitzen. Dieser Kurzgeschichtenband versammelt die besten ihrer Geschichten und Gedichte der letzten zehn Jahre – ein Rundumschlag aus einer anderen Perspektive. (Quelle Cover + Text: Blaulicht Verlag)

Rezension || Ein Buchladen zum Verlieben | Katarina Bivald

Mittwoch, 29. Oktober 2014 0 Kommentare

Wie eine Buchhandlung einen verschlafenen Ort wieder zum Leben erweckt.

http://www.randomhouse.de/Buch/Ein-Buchladen-zum-Verlieben-Roman/Katarina-Bivald/e460408.rhdEin Blick in den Klappentext:

Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy … (Quelle Cover + Text: btb Verlag)

Meine Gedanken zum Buch: 

In dem Roman geht es um die noch recht junge Sara, die eine tiefe Brieffreundschaft mit Amy hat. Eine Frau, die bereits 65 Jahre ist. Als Sara Amy in dem eher tristen Örtchen Broken Wheel besuchen möchte, ist diese leider schon verstorben. Doch Sara bleibt und wird von den Bewohnern recht liebevoll aufgenommen. Sie lebt von da an in Amys Haus voller Bücher.

Viel lesend, da Sara, sofern sie mal aus ihren Büchern hervorblickt, eher schüchtern und keine Menschenfreundin ist, wird der Einstieg in das Leben mit den Bewohnern von Broken Wheel nicht so leicht. Sie kennt einige schon aus den Briefen von Amy, aber dies lässt ihr dennoch eine kleine Unsicherheit, bis sie die Idee hat einen Bücherladen zu eröffnen. Jeder Bewohner soll ein für sich passendes Buch bekommen. Die Bewohner von Broken Wheel lesen nur nicht. Sie helfen ihr aber dennoch den Laden fertig zustellen.

An der Stelle muss ich sagen, dass die Liebe zu Büchern sehr gut beschrieben wird. Einiges erinnert sogar an das Lavendelzimmer von Nina George in dem mein absoluter Lieblingsromanheld Jean Perdu für jeden ein passendes Buch findet. Wie eine Medizin. Aber irgendwie wird dies, als ich es so las schon fast nebensächlich.

Die Bewohner sind sehr interessant. Sara, die dann wirklich auch einmal hervorblickt und auf der anderen Seite einen Blick in ihre Buchwelt lässt. Es geht nicht nur Bücher, sondern um Zusammenhalt. Bücher können viel bewirken und wie in Katarina Bivalds Buch “Ein Buchladen zum Verlieben” verändern sie manchmal langsam ein ganzes Dorf und bringen Menschen dazu für etwas und jemanden zu kämpfen. 

Mein persönliches Fazit: 

Ein schönes Buch und wie ich finde auch ein gutes Urlaubsbuch. Leicht und für Bücherverliebte ein absolutes Muss. Dies ist ein weiteres Buch über die Liebe zu Büchern, dass Bücherwürmer, wie mich zum Schwärmen bringt. Großartig.

© Rezension: 2014, Sanny 


Ein Buchladen zum Verlieben - Katarina Bivald - btw Verlag
August  2014, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten
ISBN: 978-3-442-75456-4

Handarbeits-Rezension || KROKODIL UND KAKADU. Originelle Häkeltiere zum Selbermachen

Montag, 27. Oktober 2014 2 Kommentare

Tierische Häkelfreunde für Klein und Groß!

Aus der Einleitung:


http://www.geistesleben.de/buecher/9783772526466/krokodil-und-kakadu
Jedes Kind wünscht sich einen tierischen Freund – ob zum Spielen oder Schmusen. Überall lassen sie sich kaufen – man kann sie aber auch selbst machen und ihnen so eine ganz individuelle Note geben! Im neuen Buch der Designerin Angelika Wolk-Gerche tummeln sich kleine und große Tiere, für deren Herstellung man nur etwas Wolle, eine Häkelnadel und kreative Zeit braucht.
Aus dem Einleitungstext: "Vor einiger Zeit traf ich zufällig eine Freundin in der Stadt. Kreuz und quer sei sie nun schon überall herumgelaufen, erklärte sie mir etwas resigniert, auf der Suche nach einem schönen Kuscheltier, einem großen zum Umarmen für den kleinen Neffen. Nichts gefunden! Zu kitschig, zu grellfarbig, zu unpersönlich, nicht gut verarbeitet, manche hätten sogar nach „Chemie“ gerochen und sich „gruselig“ angefühlt. Freilich gäbe es auch hochwertigere, aber die müsste man suchen und die würden, so meine Freundin, ihr Budget leider absolut übersteigen.
Bei einem Gedankenaustausch zu diesem Thema und einem Kaffee draussen in der Sonne entspannte sich meine Freundin recht schnell wieder und fasste einen Entschluss….
Inzwischen ist Ihr vierjähriger Neffe stolzer Besitzer eines blauen Häkelelefanten, mit leichtem „Silberblick“ zwar, aber mit Liebe gemacht – und wie es ihn so nur einmal gibt."

Gewinnspiel || Gewinnt ein signiertes Buchpaket von Nancy Salchow!

Sonntag, 26. Oktober 2014 84 Kommentare

Das Warten hat ein Ende: Am 3. November wird nun das langersehnte Taschenbuch "Kirschblütentage" von Autorin Nancy Salchow erscheinen!
Wir freuen uns sehr, dass wir euch diese restliche Wartezeit mit einem tollen Gewinnspiel versüßen dürfen:

Ihr habt die Chance, eines von zwei Buchpaketen zu gewinnen - gefüllt mit einer SIGNIERTEN Ausgabe von "Kirschblütentage" & einer SIGNIERTEN Ausgabe von "Nur eine Stimme entfernt"
Na, klingt das toll?!?? 

Kirschblütentage

20Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug?
(Quelle: http://www.droemer-knaur.de/buch/7914347/kirschbluetentage)

Nur eine Stimme entfernt

41361900zWas, wenn das andere Ende deines Telefons zum Dreh- und Angelpunkt deines Lebens wird – und niemand davon erfahren darf? Verheirateter Mann trifft verheiratete Frau. Sie sind fasziniert voneinander, können aber nicht zueinander. Trotz der ständigen Gefahr aufzufliegen und der Angst, Grenzen unwiderruflich zu überschreiten, entwickelt sich ein reger Telefonkontakt zwischen ihnen. Es entstehen faszinierende Dialoge, interessante Innensichten - so viel mehr, als man hinter den "harten Fakten" vermuten würde... Eine intensive Geschichte über Sehnsucht und die Liebe, die es nur am Telefon geben kann. (Quelle: http://www.droemer-knaur.de/buch/8135541/nur-eine-stimme-entfernt)
 

Ihr möchtet gerne eines dieser tollen Buch-Pakete gewinnen? Dann beantwortet doch einfach folgende Frage im Kommentarfeld. Jeder Kommentar landet im Lostopf!
Gibt es einen Gegenstand oder ein bestimmtes Erinnerungsstück, das euch noch heute an eure Kindheit / Vergangenheit erinnert?
Teilnehmen könnt ihr bis einschließlich Samstag, den 01.11.2014 | 23:59
Bekanntgabe der Gewinnerin / des Gewinners erfolgt dann am Sonntag, den 2. November im Laufe des Tages. Wir sind auf eure Antworten schon sehr gespannt und wünschen euch viel Glück! 



Kleingedrucktes: 
  1. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; wir machen das, weil wir Spaß daran haben, nicht um jemanden zu verärgern oder um uns mit ihm zu streiten. Vor allem nicht vor Gericht
  2. Ihr müsst über 18 Jahre alt sein, um teilzunehmen. Seid ihr jünger, benötigen wir die Einverständniserklärung eurer Eltern.
  3. ausgelost wird via Random.org.
  4. Gewinnen kann nur, wen wir nach der Aktion auch erreichen können. Die Gewinnerin / der Gewinner wird hier auf dem Blog und bei Facebook bekannt gegeben. Wir schreiben nicht extra an. Bitte prüft selbstständig, wenn ihr am Gewinnspiel teilgenommen habt, ob ihr auch gewonnen habt.
    Sendet uns im Falle des Gewinns eure Adresse vie PN oder eMail innerhalb von 7 Tagen zu. Sollte nach 7 Tagen keine Adresse eingegangen sein, behalten wir uns das Recht vor, erneut auszulosen.
  5. Keine Barauszahlung oder Kompensation möglich.
  6. Der Gewinn wird nur innerhalb Europa versendet.
  7. Durch die Teilnahme an der Aktion akzeptiert der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen.
  8. Viel Spaß!


Wolfgang unterwegs || Peng 2014: Salzburger Krimifest 16.10. - 17.10. 2014

Freitag, 24. Oktober 2014 0 Kommentare


Peng!
Ein Knall durchbricht die feuchte Stille im Salzburger Oktoberzwielicht.
Reglos sinkt das Opfer zu Boden.
Den zahlreich angereisten Ermittlern bietet sich ein Bild des Grauens. Nur wenig Zeit bleibt ihnen, den Mörder zu finden. Dabei sind lediglich folgende Fakten bekannt:

Mordopfer: der herbstlicher Trübsinn
Tatwaffe: geschliffene Worte, verpackt in einem Krimi, vermutlich auch Mozartkugeln

BücherKaffee unterwegs || Die Frankfurter Buchmesse 2014

Donnerstag, 23. Oktober 2014 4 Kommentare

Die Zeit zur FBM14 verging wieder wie im Fluge. Ehe wir uns versahen, war auch schon der Oktober da. Irgendwie ist das mit der Messe immer wie mit Weihnachten: man weiß das ganze Jahr, dass das Ereignis kommt und dann - huch!!! -  ist es doch so plötzlich da! :-)
Aber natürlich freuten wir uns riesig darauf !
Am Montag telefonierten wir noch einmal und sprachen unsere Termine grob ab und vereinbarten natürlich unseren Treffpunkt in Frankfurt. Auch sprachen wir über eventuelle Anfahrtsschwierigkeiten, da ja die Bahn bereits die ganze Zeit mit dem anstehenden Streik für Furore sorgte. Der Dienstag bescherte auch gleich die (erwartete)  Überraschung: Bahnstreik! Also informierte ich Alex und sogleich wurde umdisponiert. Mit Mühe und Not kamen wir dann am nächsten größeren Bahnhof an. (Allerdings nicht mit dem Zug....) Während Alexandra in Mannheim auch nochmal umbuchen musste, erfuhr ich in Stuttgart, dass ich ca 1h abwarten müsse, ob mein Zug überhaupt fahren würde. Na gut, dennoch ließen wir uns nicht die Laune verderben und informierten uns immer wieder gegenseitig über WhatsApp. Endlich im Zug, stand unserer Messewoche dann nichts mehr im Wege. In Frankfurt kamen wir trotz aller Widrigkeiten pünktlich an und die Woche im Zeichen des Buches konnte losgehen.

Rezension || Taipeh | Tao Lin

Dienstag, 21. Oktober 2014 0 Kommentare

Ein Blick in den Klappentext:


http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Tao_Lin_Taipeh/14492
Paul, 25, lebt als Schriftsteller im New Yorker Stadtteil Williamsburg, und sein Leben dreht sich im Kreis. Phasen, in denen er nichts anderes tut, als seine Internetpräsenz in Endlosschleife zu aktualisieren, wechseln sich mit exzessiven Liebesabenteuern und Drogenexperimenten ab. Im Dauerrausch der Existenz treibt er nach Taipeh, zu den Wurzeln seiner Familie, und in die Arme von Erin, mit der er die vielleicht ungewöhnlichste Liebesbeziehung der Literaturgeschichte eingeht.
Pauls Odyssee ist ein Irrweg zu sich selbst, die beispielhafte Suche eines hochmodernen Menschen nach Wahrheit und Aufrichtigkeit, von der Tao Lin mit buddhistischer Ruhe und Konzentration erzählt. In seinem faszinierenden autobiografischen Roman, mit dem er in den USA zum gefeierten Literaturstar wurde, fängt er die vage Angst, den Verdruss und die Liebesunfähigkeit einer Generation ein, die die Welt hauptsächlich gefiltert durch soziale Netzwerke und leistungssteigernde Medikamente wahrnimmt. Wie nebenbei entstehen so Einsichten von existenzieller Wucht und ergreifender Tiefe.
(Quelle: Dumont Verlag)

Rezension || Mona | Dan T. Sehlberg

Dienstag, 14. Oktober 2014 0 Kommentare

Ein Blick in den Klappentext:


http://www.kiwi-verlag.de/autor/dan-t-sehlberg/1620/
Eric Söderqvist, Informatikprofessor aus Stockholm, hat »Mind Surf« erfunden - ein gedankengesteuertes System, das die Bedienung von Computern von Grund auf verändern kann.
Der Libanese Samir Mustaf ist ein früherer MIT-Professor, dessen Tochter Mona von einer israelischen Splitterbombe getötet wurde. Er hat den komplexesten Computervirus - Mona genannt - entwickelt, den die Welt je gesehen hat. Mit ihm soll ein Cyberangriff auf Israels Finanzsystem unternommen und das Land destabilisiert werden.
Eric ist, auch wenn alle ihn für verrückt erklären, davon überzeugt, dass seine Frau, die für eine israelische Bank in Schweden arbeitet, von dem Computervirus infiziert wurde. Um sie zu retten, gibt es nur einen Weg: Er muss den Erfinder des Virus ausfindig machen.
Während Eric die Jagd auf seinen akademischen Gegenpart Samir aufnimmt, wobei ihm Mossad wie Hisbollah und zu allem Überfluss auch das FBI stets auf den Fersen sind, fordert in Stockholm der mysteriöse Virus sein erstes Opfer, und Hannas Zustand verschlechtert sich zusehends ... (Quelle: Verlag Kiepenheuer & Witsch)

Rezension || In deinem Licht und Schatten | Louisa Reid

Montag, 6. Oktober 2014 0 Kommentare

Ich zitterte in der stillen Januarluft. Es war der erste Tag des neuen Jahres. Meine Schwester war seit einer Woche tot.

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Rebecca und ihre Zwillingsschwester könnten unterschiedlicher nicht sein: Die eine schön wie im Märchen, die andere hässlich wie die Nacht. Nur eines haben sie gemeinsam: das Elternhaus, in dem Kälte und Gewalt regieren. Seit sie denken können, retten die Schwestern sich gegenseitig vor dem Zorn des Vaters. Bis eine den Ausbruch wagt und die andere zurücklässt. Denn wenn dein Leben die Hölle auf Erden ist, was hast du dann noch zu verlieren?

Meine Gedanken zu dem Buch:

Rebecca und Hephzibah sind Zwillingsschwestern und doch sehen sie sich überhaupt nicht ähnlich. Während Hephzi die Hübsche ist, leidet Rebecca seit der Geburt an dem Treacher-Collins-Syndrom. Einer körperlichen Missbildung. Ihre Knochen im Gesicht haben sich nicht gleichmäßig entwickelt, so dass sie entstellt ist. Selbst Hephzi schämt sich für sie. Sie liebt sie und dennoch traut sie sich nicht, zu ihr zu stehen, aus Angst dann alleine zu sein und auch von den Mitschülern verspottet zu werden, wie es Rebecca immer ertragen muss.

Beide Schwestern leben in eine Art Gefängnis. Der Vater ist ein jähzorniger, hasserfüllter und gewalttätiger Gottesmann. Er ist Pfarrer in der ortsansässigen Kirche und die Mutter verabscheut regelrecht Rebecca und auch die andere Schwester leidet häufig unter der Missgunst der Mutter. Die Schwestern dürfen dank der Großmutter, welche bereits durch schlimme Umstände sterben musste, endlich eine öffentliche Schule besuchen. Während Rebecca den Traum eines Schulabschlusses träumt, um sich endlich Arbeit und eine Wohnung suchen zu können, ist Hephzi eher noch sehr blauäugig und genießt die ersten Monate der kleinen Freiheit und eines Stückes Normalität, durch den Besuch der Schule.

Zum ersten Mal fühlt sich Hephzi etwas wie andere Teenager. Sie ist hübsch, beliebt und gern gesehen, während für Rebecca bis auf die wenigen Stunden ohne Schläge, alles beim Alten ist. In der Schule erleidet sie jetzt dafür zusätzlich den Spott und die Demütigung der Mitschüler. Hephzi erlebt für ein paar Momente Glück und findet in Craig ihren Retter, ihren Anker. Er ist die Ruhe und Liebe, die sie immer gesucht hat.

Ich glaube nicht an seinen Gott. Er ist noch nie gekommen, um mir oder meiner Schwester zu helfen, und mehr Beweise brauche ich nicht. Und was die Liebe betrifft: Wenn Gott Liebe war, so war er zusammen mit meiner Großmutter gestorben. ~ Zitat Seite 38

Der Einstieg und der Klappentext haben mich sofort gefesselt. Der Einstieg ist traurig, kalt und erschütternd. Der Verlauf der Geschichte wechselt zwischen den Gedanken der Schwestern, vor und nach dem Tod der von Hephzi. Nach dem Tod der Schwester findet Rebecca den Mut, aus dem gespielten Familienidyll auszubrechen und erleidet dadurch nur noch mehr Schmerz, findet aber dennoch die Kraft, sich endlich zu öffnen und ihre Angst zu überwinden. 

Ich lag da auf dem Haufen verdreckter Decken, zerschunden und vernarbt vom Hass meiner Eltern, ohne die kleinste Hoffnung auf Rettung. ~ Zitat Seite 199

Die Covergestaltung ist trotz der Farbgebung bedrückend und dennoch auf eine besondere Art sofort auffallend und ansprechend. Der Schreibstil und die Beschreibung der Charaktere treffend und auf den Punkt gebracht. Sie übermitteln die richtige Stimmung für diese Geschichte. Der Vater, nach außen hin der Vorzeigebürger, Gemeindeprediger und liebevoller Vater, doch wenn sich die Tür des Hauses schließt, verwandelt er sich in ein zu Mensch gewordenes Monster, das gewissenlos, seine Wut und seinen Frust an den eigenen Kindern auslässt.

Die Autorin lässt den Leser aufmerksam und intensiv teilhaben. Beschäftigt und bedrückt bleibt der Leser zurück und realisiert, dass selbst eine gutgeschriebene und erfundene Story nicht so weit der Realität fern liegt.

Kurz & Gut – mein persönliches Fazit:

Da mich dieses Buch sehr beschäftigt hat und ich immer noch darüber nachdenke, wie oft wir doch in den Medien von solchen Ereignissen hören und immer behauptet wird, dass es niemand mitbekommen hat. Die Autorin hat der einen Zwillingsschwester einen außergewöhnlichen Namen gegeben und wie vermutet handelt es sich bei dem Namen Hephzibah um einen biblischen Namen. Die Erklärung hierzu fand ich im Internet unter Babynamewizard.com: 

HEPHZIBAH IS A WONDERFUL NAME FOR A GIRL WHO IS EXPECTED TO BE GREAT BECAUSE THE LORD'S DELIGHT IS IN HER AND HE HAD FAVOURED HER WITH ABUNDANT WEALTH WHICH IS UNQUATIFIABLE. 

Ich finde die Bedeutung sehr treffend, wenn ich an den Charakter im Roman denke. Ich kann dieses Buch wirklich jedem wärmstens empfehlen. Dennoch trotz Spannung und Lesevergnügen ist die traurige Geschichte nicht Ohne und leider auch in unserer Realität nicht unbekannt. 

© Rezension: 2014, Aygen Ekici



Originaltitel: Black Heart Blue
September 2014 / Gebunden mit Schutzumschlag / 320 Seiten 
ISBN 13: 978-3-8414-2152-4 

Hörbuch-Rezension || Mein bist du | Luke Delaney

Sonntag, 5. Oktober 2014 0 Kommentare

Ein Blick in den Klappentext


http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/Spannung/Details/Id/978-3-7857-4962-3

DI Sean Corrigan ist nicht wie andere Cops. Die Schatten seiner eigenen Vergangenheit machen ihn empfänglich für die Dunkelheit anderer - für die Abgründe von verlorenen Seelen, von Vergewaltigern, von Mördern. Das macht ihn zu einem außergewöhnlichen Ermittler. Als ein junger Mann brutal ermordet aufgefunden wird, geht die Polizei zunächst von einer Beziehungstat aus. Corrigan vermutet jedoch schnell, dass viel mehr hinter der Sache steckt. Die Jagd nach einem überaus cleveren Killer beginnt. Einem Killer, der weder Gnade noch Reue kennt.
©2014 Bastei Lübbe AG (P)2014 Lübbe Audio

Rezension || Amandas Suche | Isabel Allende

Samstag, 4. Oktober 2014 1 Kommentar

Eine spannende Familien- und Liebesgeschichte mit einigen kriminalistischen Elementen!! Durchaus lesenswert, obwohl oder gerade weil es kein typischer Krimi ist!!

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


http://www.suhrkamp.de/isabel-allende/amandas-suche_1214.html
Amanda ist lebensklug und ausgesprochen eigensinnig. Sie wächst in San Francisco auf, der Stadt der Freigeister. Ihre Mutter Indiana führt eine Praxis für Reiki und Aromatherapie und steht im Mittelpunkt der örtlichen Esoterikszene. Der Vater ist Chef des Polizeidezernats und ermittelt in einer grausamen Mordserie. Auf eigene Faust beginnt Amanda Nachforschungen dazu anzustellen, unterstützt von ihrem geliebten Großvater und einigen Internetfreunden aus aller Welt. Doch als Indiana spurlos verschwindet, wird aus dem Zeitvertreib plötzlich bitterer Ernst. Und Amanda muss über sich hinauswachsen, um die eigene Mutter zu retten. "Amandas Suche" erzählt den Weg einer furchtlosen jungen Frau, die mit allen Mitteln verteidigt, was sie liebt ein fesselnder Roman über das kostbare Band zwischen Müttern und Töchtern und die lebensrettende Kraft der Familie.