Rezension || Das Glück der Worte | Sonia Laredo

Montag, 9. Februar 2015 0 Kommentare



Brianda lebt für die Bücher. Doch dem Verlag, für den sie arbeitet, geht es nicht gut, und eines Tages wird ihr überraschend die Kündigung ausgesprochen. Am Boden zerstört, beschließt sie zu verreisen. Irgendwo in den spanischen Bergen, auf dem Weg nach Santiago de Compostela, fällt ihr ein Schild ins Auge: »Nachfolger für Antiquariat gesucht«. Brianda glaubt an einen Wink des Schicksals, denn die Bücher haben sie noch nie enttäuscht! So landet sie mitten im verwunschenen Dörfchen Nuba ... und wird zur Heldin ihrer eigenen abenteuerlichen Geschichte, an deren Ende bisher ungekannte Erfüllung auf sie wartet.
Sonia Laredo arbeitet seit Jahren in der spanischen Buchwelt und liebt, ganz wie ihre Heldin Brianda, die Literatur über alles. Das Glück der Worte ist ihr erster Roman.  (© Text und Cover: DVA Verlag)

Es gibt Bücher, die versprechen viel. Nur: das Glück der Worte hält auch dieses Versprechen. Bücher über die Liebe zu Büchern sind gerade im letzten Jahr zum Buchtrend geworden. Also war ich gerade bei diesem sehr gespannt. Schon am Anfang schloss ich die Protagonistin namens Brianda ins Herz. Irgendwie fand ich mich an so vielen Punkten in ihr wieder.

Zu Beginn lebt Brianda in Madrid als Lektorin und ihrer unendlichen Liebe zu Büchern. Doch sie verliert ihre Arbeit. Plötzlich ist alles anders. Nichts, was richtig hält und so geht sie. Es verschlägt sie in ein kleines Dorf nahe des Jakobsweges. Dort steht ein Buchladen zum Verkauf und eine fast märchenhafte Geschichte nimmt ihren Lauf. Immer wieder untermalt mit Weisheiten und Zitaten vieler Autoren.

"Die beste Art einen Schatz zu verstecken, ist ihn für jeden sichtbar zu machen." ~ Zitat Seite 288

Menschen treten in Briandas Leben und jeder ist außergewöhnlich mit schon sehr liebenswerten Charakterzügen. Don, der Besitzer des Buchladens hat es tief in mein Herz geschafft. Auch die Geschichte des kleinen Dorfes und einem Haus packen mich. Manches sehen wir erst, wenn wir tiefer blicken. So ist es auch in diesem Roman. Er hat viele Teile. Die Suche nach dem Sinn des Lebens, wichtige Gedanken, die Wichtigkeit von Freundschaften, Verlust, Liebe, Glück und die Liebe zu Büchern.

Oft bin ich gerührt und die Buchseiten fliegen nur so auf die andere Seite. Wie gern ich das Buch lese, saust es oft durch meine Gedanken. Doch jedes noch so gute Buch hat ein Ende. Am Ende passt alles zusammen. Das perfekte zusammen gesetzte Puzzle, welche die Autorin Sonia Laredo geschaffen hat. Man muss nur lesen, um es zusammenzufügen. Es ist dann nur die Frage, was die vielen Teile hinterlassen haben
Definitiv sind es Teile mit Zeilen, die poetisch und literarisch so wundervoll wertvoll geschrieben wurden. Alles passt. Wieder ein Buch über Bücherliebe und doch ist etwas anders. Es sagt nicht nur das, sondern hinterlässt zahlreiche Spuren, wie ein schöner Sommertag am Strand bei dem wir aufatmen, uns erholen, umherfliegende Gedanken sortieren konnten.

Als ich das Buch noch einmal durchblättere, lächele ich. Etwas hat mir dieses Buch noch mitgegeben. Liebe ist das Wichtigste, dass wissen wir alle. Doch oft sind wir vorsichtig und lassen sie an uns vorüberziehen, halten sie nicht auf oder schweigen, wenn Worte nötig sind und doch das Glück bedeuten würden. Ein guter Moment dies zu ändern.

"Die Liebe ist nicht wie das Salz in der Küche, von ihr hat man lieber zu viel als zu wenig" ~ Zitat Seite 379
Das Buch heißt nicht nur das Glück der Worte, es ist auch das Glück der Worte. So ist Bücherliebe und genauso ist große Lesefreude. Eine klare Leseempfehlung.

© Rezension: 2015, Sanni
Gedankenlabyrintherin






Erscheinung: Oktober 2014
Paperback, Klappenbroschur, 384 Seiten
, ISBN: 978-3-421-04634-5
Kaufen: Print / eBook

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