Rezension || Sturmrose | Corina Bomann

Mittwoch, 1. April 2015 4 Kommentare

Ein spannender und geheimnisvoller Roman mit jeder Menge Gefühl und authentischen Charakteren, die den Leser auf eine faszinierende Lesereise entführt, die er so schnell nicht vergessen wird!

Nach einer gescheiterten Beziehung verliebt Annabel Hansen sich in einen alten Kutter mit dem Namen »Sturmrose«. Sie will das Schiff restaurieren und ein Café daraus machen. Bei den Renovierungsarbeiten findet sie einen Brief: Vor über dreißig Jahren hat das Boot einer jungen Frau zur Flucht aus der DDR verholfen. Vollkommen aus der Bahn geworfen, geht Annabel dem bewegenden Schicksal nach und begegnet dabei Christian, dessen Geschichte tragisch mit dem Kutter verbunden ist. Gemeinsam suchen sie nach der Frau von damals und finden Erschreckendes über Annabels eigene Kindheit heraus.
(© Text- & Bildmaterial: Ullstein Verlag

Das Cover ist hier mindestens so geheimnisvoll wie die Geschichte selbst. Die weite und auch ein wenig düstere sowie stürmische Kulisse des Covers harmoniert wundervoll mit dem Titel und auch der Handlung des Buches.

Die Autorin liefert hier eine spannende, geheimnisvolle aber auch romantische Familien- und Liebesgeschichte, die den Leser durch ihren flüssigen Erzählstil in seinen Bann zieht und nicht mehr los lässt. Die beiden Hauptcharaktere werden sehr authentisch dargestellt, sodass ich sehr häufig das Gefühl hatte ein Teil ihrer Geschichte zu sein. Dadurch fiel es mir auch besonders leicht, mich in die Protagonisten Annabel und Christian hinein zu versetzen, mit ihnen zu lachen und auch zu leiden. Dieses wundervolle Lesegefühl wurde noch durch die Ich-Perspektive von Annabel unterstrichen und verstärkt. Doch auch Christian und Silvia, zwei weitere für die Geschichte nicht unbedeutende Figuren, durften ihre Geschichte aus ihrer persönlichen Sicht erzählen. Ich besonders mag Bücher, die in der Ich-Form erzählt werden, besonders gern, da ich dabei stets das Gefühl habe den Figuren noch näher zu sein und die Geschichte hautnah mitzuerleben.

Corina Bomann trifft mit ihrer Geschichte rund um die Sturmrose genau meinen Geschmack, liefert sie doch alles, was ich an einer guten Geschichte schätze – Spannung, Geheimnisse und jede Menge Gefühl. Gelungen ist ihr dabei auch die Einbindung geschichtlicher Fakten und Hintergrundinformationen über die ehemalige DDR, Fluchthelfer sowie dem Heimalltag. Aber zudem lernt man als Leser noch einiges Wissenswertes über Schiffe im Allgemeinen. Die Autorin verwebt die Fakten, die zunächst für sich doch etwas trocken erscheinen, auf wundervolle Art und Weise mit der Handlung, sodass hieraus eine einzigartige Harmonie entsteht, die den Leser einfach begeistert und mitreißt. Ich habe jede einzelne Seite des Buches in vollen Zügen genossen, so sehr hat mich dieses Buch fasziniert.

Corina Bomann ist hier ein spannender, geheimnisvoller Roman mit viel Gefühl, aber auch einigen deutsch-deutschen geschichtlichen Hintergrundinformationen gelungen, der den Leser von der ersten Seite an begeistert und mitreißt. Er wird in seinen Bann gezogen von den sympathischen, authentischen Charakteren, die ihn auf eine fantastische Lesereise entführen, die er wohl so schnell nicht vergessen wird.

© Rezension: 2015, Sandra 


Sturmrose - Corina Bomann - Ullstein Verlag

06. März 2015/ Taschenbuch/ 560 Seiten
ISBN: 978-3548286686
Kaufen: Print / eBook

Kommentare:

  1. Silvia Borowski1. April 2015 um 17:36

    Vielen Dank, liebe Sandra. Deine Rezension hat mich darin bestätigt, dass ich dieses Buch auch wieder lesen werde. Ich mag Corina Bomann sehr, ähnlich auch L. Riley. Allerdings muss ich stets einige Thriller/Krimis gelesen haben, um auch was für die Seele zu benötigen. Danke dir für deine Meinung zum Buch. :-)



    Liebe Grüße
    Silvia B. aus B.

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  2. Hallo Silvia,

    in deinem Kommentar entdecke ich mich gerade selbst wieder. Ich selbst mag Lucinda Riley unheimlich gerne und so gefiel mir auch Corina Bomann auf Anhieb. Ja, dazwischen darf es bei mir auch mal ein guter Krimi oder Thriller sein. Ich liebe die Abwechslung beim Lesen. 😊

    Liebe Grüße
    Sandra

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  3. Hey,
    eine Freundin von mir hat mich auf Arno Strobel aufmerksam gemacht. Sie hat eine seiner Lesungen in Trier besucht und war von seinem Roman "Das Rachespiel" recht angetan. Ich hab das Buch dann gelesen, fand es zwar ganz unterhaltsam, musste aber zugeben, dass mich die Geschichte nicht wirklich vom Hocker gehauen hat.
    Dann wurde "Das Dorf" auf einigen Buchblogs erwähnt und ich spielte mit dem Gedanken in die Geschichte rein zu lesen. (Den Klappentext oben finde ich auch echt vielversprechend).
    An dieser Stelle möchte ich mich herzlich für deine Rezension bedanken, weil ich den Eindruck habe, dass hier wieder versucht wird, sich ein paar Klischees zu bedienen. Gerade die Beschreibung von dem Dorf erinnert auch etwas an den Film "Shutter Island", bei dem sich zum Schluss auch die Frage stellt, welche Realität nun die Richtige ist.
    viele Grüße
    Emma

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  4. Ich muss ja gestehen, dass ich noch nie ein Buch von Corina Bomann gelesen habe - das muss ich nun endlich mal nachholen, ich sehe es schon :-)

    ich wünsche euch beiden tolle Ostertage!

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