Das Manuskript | Chris Pavone

Dienstag, 30. Juni 2015 0 Kommentare

Kann man einen Menschen mit Worten töten?

[Klappentext] New York in den frühen Morgenstunden: Literaturagentin Isabel Reed beendet die Lektüre eines mysteriösen Manuskripts ohne Absender. Es enthält vernichtende Informationen über mächtige Leute, aber auch intime Details aus ihrer eigenen Vergangenheit. Unterdessen setzt in Kopenhagen Geheimagent Hayden Gray alles daran, die Veröffentlichung des Materials zu verhindern. Und in Zürich ist der Autor des Buchs auf der Flucht - denn wenn sein Bekenntnis ans Licht kommt, mit dem er sich von einer drückenden Schuld befreien will, schwebt nicht nur sein Leben in Gefahr ... [© Text und Bild: Piper Verlag]

Ziemlich unverbesserlich | Frauke Scheunemann

Montag, 29. Juni 2015 0 Kommentare

Turbulente Familienkomödie über das quirlige Leben einer alleinerziehenden Anwältin!

[Klappentext] Nikola Petersen steht mit beiden Beinen im Leben und ist genau das, was Großmütter so gern als "patent" bezeichnen. Die Anwältin und Mutter von zwei Kindern betreibt gemeinsam mit ihrem Kollegen Alexander Warnke eine kleine Kanzlei im quirligen Hamburger Karolinenviertel. Ihr Privatleben allerdings ist höchstens deshalb quirlig, weil sie versucht, ihren Alltag zwischen Büro und Elternabend irgendwie in den Griff zu bekommen. Schon früh verwitwet, kann sie dabei auf tatkräftige Unterstützung durch ihre Schwiegermutter Gisela zählen. Arbeit ist aber nicht alles! Und so würde Nikola zu gern mal wieder einen romantischen Abend verbringen wenn sie nur wüsste, wo sie a) die Zeit und b) den Mann dafür hernehmen soll. Dass Gisela dabei stets mit Argusaugen über das Familienwohl wacht, macht die Sache nicht einfacher. Doch als ihr neuer Nachbar Tiziano ein klitzekleines rechtliches Problem hat und Nikola die Verteidigung des smarten Italieners übernimmt, bekommt ihr beschauliches Leben eine rasante Wendung! [© Text- & Bildmaterial: Page & Turner Verlag]

Unsere Lesetipps zum Sonntag #4

Sonntag, 28. Juni 2015 12 Kommentare

Ihr seid auf der Suche nach neuem Lesestoff? Immer Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben. Kurz und knapp erfahrt ihr hier zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit. Das können Neuheiten auf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten.


Liebe und andere Fremdwörter | Erin McCahan

Freitag, 26. Juni 2015 1 Kommentar

So romantisch und prickelnd wie ein Brausepulverherz

[Klappentext] Josie spricht viele Sprachen. Sie spricht Highschool, College, Freundinnen, Boyfriend, Schlussmachen und sogar die Sprache der Hübschen Mädchen. Aber keine davon ist ihre Muttersprache. Und Liebe? Die fremdeste Sprache von allen.
Als aber der Zeitpunkt gekommen ist, an dem fließende Kenntnisse in Wahrer Liebe nötig sind, um eine bevorstehende Katastrophe abzuwenden, ist Josie gezwungen, ihre Gefühle für den Jungen zu erforschen, der behauptet, sie zu lieben; für die Schwester, die Josie liebt, aber nicht immer mag; und für den besten Freund, der bisher nicht ein Wort gesagt hat – zumindest nicht in einer Sprache, die Josie spricht. [© Bild und Text:  Fischer FJB Verlag]

Emma Roth und die fremde Hand | Erika Urban

Donnerstag, 25. Juni 2015 0 Kommentare

[Klappentext] Die Lokalpolitikerin Carla Wolf ist mit ihrer kleinen Tochter am Wiener Brunnenmarkt unterwegs – und plötzlich hat sie im Gedränge ein fremdes Kind an der Hand. Die kleine Marie aber ist spurlos verschwunden.Erschütternd beginnt der erste Fall für Emma Roth und es folgen fieberhafte Ermittlungen zwischen Hoffen und Bangen. Der Krimi von Erika Urban führt auf sehr spezielle Weise durch die Stadt des Eurovision Song Contests 2015. Er erscheint neu bei Styria-Krimi.
Die Wiener Kommissarin Emma Roth und ihr Team fahnden unter Hochdruck nach dem Mädchen. In der sommerlichen Hitze der Stadt beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und Querverbindungen zu früheren Kindesentführungen in Südfrankreich lassen Schlimmes befürchten. Emma Roth ist von dem Fall nicht nur beruflich betroffen – die Grenzen zwischen der Arbeit und ihrer persönlichen Vergangenheit verschwimmen. Zudem hält ein sadistischer Mörder Wien in Atem und die Polizei auf Trab. Als dieser im Narrenturm eine abgetrennte Hand hinterlässt, scheint es plötzlich eine Verbindung zwischen den beiden Fällen zu geben ... [© Cover und Klappentext: Styria Verlag]

Ein Herz für Nerds. Wer sie sind und wie sie lieben | Eric Smith

Mittwoch, 24. Juni 2015 0 Kommentare


Eric Smith ist Mitbegründer des beliebten Blogs Geekadelphia und Co-Initiator der Philadelphia Geek Awards, die einmal jährlich an der Academy of Natural Sciences verliehen werden.

[Klappentext] Du kennst die Sozialversicherungsnummer von Superman auswendig, hast sie dir aber zur Sicherheit tätowieren lassen. Du hast keine deiner 460 Actionfiguren je aus der Verpackung genommen. Du zahlst deine Miete seit Jahren direkt an World of Warcraft. Doch insgeheim würdest du gern auch mal die andere Art von »Rollenspielen« ausprobieren. Da zieht in das Haus, in dem sich deine sterbliche Hülle und dein offizielles Star-Wars-Merchandising befinden, ein echtes Mädchen ein – und plötzlich merkst du, dass Prinzessin Peach nicht die einzige Frau auf Erden ist. Was tun?
›Ein Herz für Nerds‹ ist die ultimative Komplettlösung für das extrem schwere und oft verwirrend unlogische Spiel der Liebe. Hier findest du Tipps und Cheats für alle Levels von »Kennenlernen« bis »Hochzeit«, sodass du am Ende selbst zum Superhelden wirst und mit der Traumfrau unter dem Arm nach Hause fliegst. (© Text und Bild: DuMont Verlag

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[mk] Als einer, der in der 8-Bit-Ära mit dem Commodore 64 groß geworden ist, hat mich die Aufmachung des Buches sofort angesprochen. Die Grafiken sind zwar nicht aus Spielen dieser Zeit, das Buch ist aber sehr ansprechend und bunt damit durchgestylt. Für ein Taschenbuch ist es hochwertig.,

Rezension: Das Trauma | Camilla Grebe, Åsa Träff

Dienstag, 23. Juni 2015 0 Kommentare

Von unten sieht alles ganz anders aus.

[Klappentext] An einem verregnetem Nachmittag in einem Vorort von Stockholm: Unter dem Küchentisch versteckt, muss die fünfjährige Tilde mit ansehen, wie ihre Mutter bestialisch zu Tode getreten wird. Sie ist die einzige Zeugin dieses schrecklichen Verbrechens, kann sich nur vage an das Aussehen des Täters erinnern. Zur gleichen Zeit trifft die Psychotherapeutin Siri Bergman fünf neue Patientinnen, die sich zu einer Selbsthilfegruppe zusammengefunden haben. Alle waren sie männlicher Gewalt ausgesetzt, alle haben sie schreckliche Geschichten zu erzählen über verratene Liebe, Schläge, Erniedrigungen. Doch schon bald schlägt die Suche nach Versöhnung um – in die Jagd nach einem besessenen Mörder, der seine erste Tat an einem verregneten Nachmittag in einem Vorort von Stockholm beging …[© Text und Cover: btb Verlag]

"Von unten sieht alles ganz anders aus." Wie bereits in "Die Therapeutin" gibt ein starker Einstiegssatz die Richtung des Romans vor. Aus der Froschperspektive eines unter dem Tisch kauernden Kindes wird der brutale Mord an dessen Mutter geschildert. Zurück bleibt eine fünfjährige Zeugin mit schwer gezeichneter Seele. Eine aufwühlende Ausgangssituation ist es, mit der die schwedischen Autorinnen Camilla Grebe und Asa Träff ihre Leser konfrontieren. Nachdem in ihrem Debutroman die Psychotherapeutin Siri Bergmann als sympathische Protagonistin, gewieft in ihrem Beruf, eingeführt wurde, erwartet man eigentlich, daß sie sich des traumatisierten Mädchens annimmt, um ihm Trost zu spenden, Geborgenheit zu bieten und nicht zuletzt, um mit seiner Hilfe den Mörder zu finden. Stattdessen kühlt die Erzählsprache nach dem sengenden Prolog ab, wird ruhiger, alltäglicher. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Aina überimmt Siri unter der Leitung des befreundeten Professors Vijay die Leitung einer Selbsthilfegruppe von fünf Frauen, die Opfer von Gewalt wurden. Das Schicksal der jungen Zeugin bleibt bis auf weiteres unbekannt, die Prioritäten scheinen anderswo zu liegen.

In der Tat stellt der Themenkomplex um häusliche Gewalt, insbesondere gegen Frauen gerichtet, einen Schwerpunkt des Romans dar. Die Mitglieder der Therapiegruppe scheint einen repräsentativen Querschnitt weiblicher Persönlichkeiten darzustellen: Von der gefühlsbetonten Jugendbetreuerin über die fürsorgliche Mutter bis hin zum karriereorientierten Energiebündel reicht das Spektrum. Ihnen gemeinsam ist, daß sie zu Opfern wurden, unterschiedlich ist ihr Umgant mit der Situation . Die eine zieht sich in ein emotionales Schneckenhaus zurück, die andere kasteit sich im Sport, um sich gegebenenfalls verteidigen zu können. Anhand ihrer Geschichten werden die Ursachen für sich entladende Aggressionen im familiären Umfeld ergründet, werden Strategien der Rechtfertigung der Opfer vor sich selbst und zur Verschleierung nach außen analysiert, wird der Umgang von stillschweigendem Dulden und verzweifeltem Hoffen gezeigt. Wie aber sollen Betroffene tatsächlich reagieren? "Müssen wir Männer aus uns machen, um ihrer Gewalt zu entgehen?" fragt ein Mitglied der Gruppe provokant. Vor Patentrezepten scheuen auch die Autorinnen, zu komplex ist die Thematik. Sie beschränken sich auf das Erzählen, das Zeigen, die Beispiele.

Die Fortsetzung eines erfolgreichen Romans, die womöglich den zweiten Teil einer Serie darstellt, muß sich in erster Linie an ihrem Vorgänger messen und im weiteren einige Fragen beantworten. Wie werden die bekannten Charaktere weiterentwickelt? Wie handeln sie in der Umgebung einer neuen Geschichte? Wie interagieren sie mit neu eingeführten Figuren? Und bleibt der Autor mit der neuen Handlung vorsichtig nahe an jener des ersten Teils oder wagt er sich, seine Leser zu überraschen?
Camilla Grebe und Asa Träff scheinen ihre Protagonistin Siri Bergmann ins Herz geschlossen zu haben. Der Roman ist so sehr auf sie zugeschnitten, daß lange unklar ist, ob sich das titelgebende Trauma auf die fünfjährige Mordzeugin oder Siri selbst bezieht, die mit der Verarbeitung der Ereignisse aus "Die Therapeutin" beschäftigt ist. Neben der Gewalt gegen Frauen in ihren vielen Facetten bildet die Betrachtung Siris einen zweiten roten Faden des Romans. Immer noch hadert sie nach dem Unfalltod ihres Mannes Stefan mit ihrer neuen Beziehung zum Polizisten Markus, dazu kommt eine Schwangerschaft, die alte Befürchtungen neu aufwirft und sie zwingt, ihr Leben neu zu entwerfen. In den Unterhaltungen mit ihren Kollegen Aina und Vijay vermeint man das alte Persönlichkeitsmodell zu finden, in dem sich das Ich im Spannungsfeld zwischen Emotion und Ratio entwirft, in den Therapiesitzungen mit einem zerstrittenen Paar wird Siris eigene Beziehung projiziert. Trotz dieser Fokussierung auf die Figur verbleibt das Bild jedoch statisch. Siri wird zwar noch detaillierter gezeichnet, eine tatsächliche Entwicklung bleibt jedoch aus.

Zudem fehlt eine Bindung der Figur zum eigentlichen Gegenstand des Romans, dem traumatisierten Mädchen und dem Mord an dessen Mutter. Befremdlich wirkt, daß Siri den Fall nur aus der Distanz verfolgt, nicht unmittelbar in dessen Aufklärung involviert ist. Von Zeit zu Zeit, wenn zwischen den Sitzungen der Therapiegruppe und Episoden aus ihrem Privatleben eine Lücke gefüllt werden muß, stellt sie dazu Überlegungen an, womit diese weitere Ausprägung von Gewalt seltsam unverbindlich wird. Für Siri besteht somit keine Verpflichung, kein Zeitdruck, was dem Roman wesentlich an Spannung kostet.

Neben Zeitsprüngen und Perspektivenwechseln sind in regelmäßigen Abständen immer wieder Protokolle von Sozialarbeitern und Jugendpsychologen eingeflochten, in denen die Kinder- und Adoleszenzjahre des bis zum Schluß unbekannten Täters skizziert werden. Im psychotherapeutischen Fachjargon stilsicher, holen die Autorinnen das Schicksal eines nach Anerkennung schreienden jungen Menschen aus der statistischen Anonymität. Durch diese Einschübe wird jedoch auf formeller Ebene eine Komplexität erzeugt, die sich inhaltlich nicht wiederfindet - ein seltsames Ungleichgewicht.

Unterdessen beweisen die Autorinnen mit bildhaften Metaphern abermals ihre sprachliche Reife: "Graues, graues Licht, das durch meine Fenstertüren sickert"  verbreitet trübe Stimmung auch im Lesezimmer. Als Siri und Kattis, ein Mitglied aus ihrer Therapiegruppe sich schließlich auf die Suche nach dem Täter begeben und Siri ihre Partnerschaft als "Einsame Seelen in der kompakten skandinavischen Winterdunkelheit" beschreibt, wird die Reise auch zu einer allegorischen Selbstfindung.

Dazu gesellt sich das kokette Spiel mit schwedischen Stereotypen: Ein verbitterter Polizist, der an Mankells Wallander erinnert verhört einen Verdächtigen, die landestypische Einrichtung stammt von Ikea, und während die einen dem winterlichen Novemberwetter mit Kautabak trotzen, genießen andere Zimtschnecken und Knäckebrot.

Persönliches Fazit: 

Vor lauter Freude über das Wiedersehen mit ihrer Figur Siri Bergmann vernachlässigen die Autorinnen ein zentrales Element des Romans: die Handlung. Somit stellt der Roman bemerkenswert vielschichtige Betrachtung von Liebe und Gewalt dar, leidet jedoch inhaltlich über weite Strecken an Orientierungslosigkeit.

© Rezension, 2015 Wolfgang Bandner



Rezension zum 1. Band der schwedischen Krimireihe: Die Therapeutin


Aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs
Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten
ISBN: 978-3-442-74489-3

[wolfgang]

Felix oder zehn Dinge die ich an dir liebe | Hannah Simon

Donnerstag, 18. Juni 2015 0 Kommentare

Eine Glücksallergie und seine folgenschweren Auswirkungen 

[Klappentext] Felix Parland ist erfolgreicher Architekt, der seinem Chef auch manchmal den Hintern rettet und lügen kann wie gedruckt, wenn es der Karriere nützt. Ihm fehlt nur noch die Beförderung. Doch als die entscheidend näher rückt und Felix seiner Traumfrau begegnet, geschieht das Unwahrscheinliche: Mitten in seiner Glückssträhne bricht er zusammen. In der Notaufnahme versteht Felix nicht viel von all dem medizinischen Fachchinesisch. Sicher ist nur: Er reagiert allergisch auf hochemotionale Situationen. Übersetzt für den Laien: Er hat eine überaus seltene Glücksallergie.
Felix' perfektes Leben ist nun bedroht: Wie soll er erfolgreich im Job sein und mit seiner Hollywood-Schönheit anbandeln, ohne sich übermäßig zu freuen? Da ihn die Anti-Allergika viel zu müde machen, um seine täglichen Überstunden zu bewältigen, beschließt er kurzerhand, sich selbst unglücklich zu machen, um seine Glücksanfälle in Schach zu halten. Und da kommt es gerade recht, dass ihm bei einem wichtigen Bauprojekt die ebenso kratzbürstige wie unverschämte Ruby als Bauherrin vor die Nase gesetzt wird, mit überraschenden Folgen … [Text & Coverbild: © Frankfurter Verlagsanstalt

Rezension: Die Therapeutin | Camilla Grebe & Asa Träff

Dienstag, 16. Juni 2015 2 Kommentare

Es hätte ein Idyll sein können... 

[Klappentext] Alles nur Einbildung oder echte Bedrohung? Siri Bergmann arbeitet als Psychotherapeutin in einer kleinen Gemeinschaftspraxis mitten in Stockholm. Sie ist den Umgang mit seelischen Abgründen und schmerzhaften Geheimnissen gewohnt. Es ist ihr täglich Brot. Doch im Moment hat sie vor allem mit sich selbst zu kämpfen. Seit ihr Mann bei einem Tauchgang vor einem Jahr tödlich verunglückt ist, lebt sie vollkommen abgeschieden in einem kleinen Haus am Meer. Trotz ihrer panischen Angst vor der Dunkelheit will sie sich beweisen, dass sie mit dem Alleinsein zurechtkommt. Dass sie sich beobachtet fühlt, bildet sie sich vielleicht nur ein. Dass ihre Katze nicht mehr auftaucht, hat wahrscheinlich nichts zu bedeuten. Aber als sie eines Morgens beim Schwimmen im Meer auf die Leiche einer Patientin stößt, nimmt der Alptraum Gestalt an: Hat Siri als Therapeutin versagt - oder will jemand ihr Leben zerstören? [© Text und Cover: btb Verlag]


Bereits der erste Satz des Romans empfängt den Leser mit der Wehmut des Konjunktivs, gibt ihn eine Vorahnung des Grauens mit auf den Weg. In einem statischen Bild zeichnen die Autorinnen mit extrem scharfen Blick für Details einen schwedischen Sommertag mit Wald, einem See, Kinderlachen und gegrilltem Fleisch. Bis die Leiche gefunden wird.
Ein pervertiertes Idyll.

Die beiden Autorinnen, eine Betriebswirtin und eine Psychologin verarbeiten in ihrem Erstlingswerk geschickt das Thema Stalking zu einer beinahe klassisch anmutenden Whodunnit-Geschichte, wo aus einer Gruppe Verdächtiger der Übeltäter gefunden werden muß. Assoziationen bieten sich dabei im Tempo der Erzählung etwa zu Charlotte Links "Der Beobachter", ganz besonders jedoch zu John Katzenbachs "Der Patient" an. Gerade in letzterem wird ein Psychiater von einem mysteriösen ehemaligen Patienten bedroht, die Parallele ist unübersehbar. Wo der Amerikaner jedoch gleich von Beginn an ein höheres Tempo vorgibt, verbreiten die beiden Schwestern schwedische Schwere, was in den ersten Kapiteln auch als Schwerfälligkeit ausgelegt werden kann.

"Die Therapeutin" ist kein Roman, der mit brutalen Morden oder schnellen Schnitten dehn Leser durch die Seiten hetzen will. Die Autorinnen agieren wesentlich subtiler. Aus dem Blickwinkel der titelgebenden Siri Bergmann wird in erster Person der Zeitraum von August bis Dezember geschildert, zuweilen unterbrochen von kurzen, typographisch abgehobenen Einschüben aus der Sicht ihres Verfolgers. Die Spannung entsteht einerseits inhaltlich aus der Ungewißheit, der Angst der Protagonistin und formal durch offene Kapitelenden. Dabei wird anders als erwartet, die Erzählung zwar wieder aus der Sicht Siris fortgesetzt, jedoch an der Kapitelgrenze das Thema oder der Zeitpunkt gewechselt. Das behutsam Ungesagte dringt langsam ins Bewußtsein des Lesers, läßt ihn eigene Schlüsse ziehen, die bestätigt werden wollen.

Resultierend aus dem Thema - eine Expertin für menschliches Verhalten, die sich mit ihren Ängsten konfrontiert sieht - wird das Werk zu einer Fundgrube an Symbolik. Zunächst manifestieren sich diese nur in den Krankheitsbild ihrer Patienten. In dem Ausmaß, in dem diese sukzessive die Kontrolle über ihr Leben zurückgewinnen, verliert Siri eben diese Sicherheit, eine Verschiebung findet statt. Sie wohnt allein in einem verlassenen Haus - ein Sinnbild für die eigene Persönlichkeit. Indem sich ein unbekannter Verfolger Zutritt verschafft, dringt er nicht nur in ihre Intimsphäre ein, sondern verletzt zugleich fundamental die Grenzen dieser Persönlichkeit. Beim Tauchen - symbolisch für das Ergründen der Untiefen des eigenen Unbewußten - kam Siris Ehemann Stefan ums Leben. ließ sie schutzlos zurück. Vieldeutig kombiniert werden diese Bilder in einem kurzen Traum, in dem der Ertrunkene mit Seetang im Haar nach etwas, das er nicht benennen kann, im Haus sucht aber nicht fündig wird.

Außerdem weist der Roman hohe Authentizität in der Beschreibung der psychotherapeutischen Praxis auf, die gewiß der beruflichen Erfahrung einer der Autorinnen als Verhaltenstherapeutin mit Spezialisierung auf Angststörungen zu verdanken ist. So sind etwa Patientenakten geprägt von einer hohen dichte medizinischer Fachtermini und hoch pragmatischer sprachlicher Knappheit. In den Sitzungen in der Praxis offenbaren die Patienten genau jene Verhaltensmuster, die ihrer Erkrankung entsprechen. Sie tapsen unsicher auf dem Pfad der Selbsterkenntnis, wollen die Gesprächsführung an sich reißen, überanalysieren Rückmeldungen auf die Goldwaage und ziehen sich zurück, wenn Siri einen wunden Punkt anspricht.

Persönliches Fazit: 

"Die Therapeutin" ist ein leiser, intelligenter Whodunnit-Thriller, in dem psychologisches Verständnis anstelle von Lupe und Logik oder forensischen Hightech-Gadgets zum Einsatz kommt.

(c) Rezension 2015, Wolfgang Brandner



Aus dem Schwedischen von Christel Hildebrandt
Taschenbuch, 432 Seiten, ISBN: 978-3-442-74183-0

Es ist bald wieder soweit - Wohnzimmerlesung mit Autor Lars Simon!

Montag, 15. Juni 2015 0 Kommentare

Große Freude, denn wir dürfen wieder eine neues "Lesungsgeblubber im BücherKaffee" verkünden! 


Wir freuen uns auf Autor LARS SIMON und wir sind uns sicher: Diesmal wird es bestimmt SEHR lustig zugehen! 

Unsere Lesetipps zum Sonntag #3

Sonntag, 14. Juni 2015 4 Kommentare

Ihr seid auf der Suche nach neuem Lesestoff? Immer Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben. Kurz und knackig erfahrt ihr hier zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit. Das können Neuheiten auf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten.
Vielleicht ist ja etwas Passendes für euch dabei?!


Ein Rückblick auf die Wohnzimmerlesung mit Thomas Thiemeyer - mit vielen Bildern!

Freitag, 12. Juni 2015 0 Kommentare

Nachdem das Lesungsjahr bei uns schon sehr spannungsgeladen mit Arno Strobel startete, ging es bei der letzten Lesung direkt spannend-abenteuerlich weiter!
Wir freuten uns sehr, dass der Stuttgarter Autor Thomas Thiemeyer unserer Einladung für ein Lesungsgeblubber im BücherKaffee folgte.
Gute fünf Wochen ist es jetzt schon her, aber der berufliche Alltag hatte uns fest im Griff und wir sind euch lange einen Bericht dazu schuldig geblieben. Das möchten wir nun natürlich gerne nachholen!
Diese Lesung ist uns selbst so positiv in Erinnerung, als ob sie erst letztes Wochenende statt gefunden hätte.

Interview - heute einmal umgekehrt!

1 Kommentar

(az) Ich habe dem lieben Team von eBook.de in einem Interview Rede und Antwort gestanden. Dieses Interview könnt ihr jetzt auf blog.ebook.de nachlesen.
Dort erfahrt ihr, was ich z.B. gerade aktuell lese, welches Buch seit 20 Jahren mein Lieblingsbuch ist und was es bedeutet "Voll-FREIZEIT-Bloggerin zu sein. :-D
Viel Spaß beim lesen!

http://blog.ebook.de/allgemein/bloggerinterview-alexandra-buecherkaffee/#more-18034

Rezension: Altes Land | Dörte Hansen

Donnerstag, 11. Juni 2015 0 Kommentare

Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie.

[Klappentext] Das „Polackenkind" ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen. [Text & Bild: © Knaus Verlag]



"Die Inschrift am Giebel war verwittert, aber Vera wusste, was da stand: "Dit Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt, nennt't ook noch sien."
Es war der erste plattdeutsche Satz, den sie gelernt hatte, als sie an der Hand ihrer Mutter auf diesen Altländer Hof gekommen war. Der zweite Satz kam von Ida Eckhoff persönlich und war eine gute Einstimmung gewesen auf die gemeinsamen Jahre, die noch kommen sollten. "Wovieel koomt denn noch von jau Polacken?" ~ Seite 7

Altes Land ist das Debüt der aus Nordfriesland stammenden Autorin Dörte Hansen. Frei von jeglicher Romantik oder Klischees widmet sie sich dem Ernst des Lebens und dem Drama der einzelnen Personen. Ihre unglaublich starke Sprache, vollkommen schnörkellos, teilweise nüchtern und doch voller tiefgründiger Verzweigungen, lassen tief in die Seele der Protagonisten blicken.

In zwei unterschiedlichen Erzählsträngen widmet sie sich zum einen dem Leben von Vera im Alten Land, die auf dem alten Hof von Ida Eckhoff lebt, ihrer Insel, ihrer Zuflucht, ihrem Fluch, der ihr keine Ruhe gönnt...  Zum anderen beschäftigt sie sich mit der jungen Anna, deren Leben in Hamburg-Ottersen gerade vollkommen aus den Fugen gerät.

Mit friesisch-trockenem Humor und auch immer wieder scharfen Tönen erzählt Dörte Hansen von den zwei Einzelgängerinnen, deren Wege sich plötzlich dauerhaft kreuzen. Zwei Seelen, die zueinander finden und dabei zu sich selbst finden.  Probleme und Konflikte werden aufgedeckt und Vera als auch Anna müssen sich damit auseinandersetzen. Aber auch Nebencharaktere werden gekonnt mit eingeflochten und ein jeder hat sein Päckchen zu tragen.

Dabei lässt sie nicht außer Acht, was es bedeutet, im Alten Land zu leben. Über das Miteinander von Stadt- und Landmenschen. Was sie voneinander halten, wie sie voneinander denken. Man lernt auf diese Weise das in modisch-idyllischen Hochglanzmagazinen touristengerecht dargestellte Alte Land auch einmal von einer ganz anderen Seite kennen.
So kann man aufgrund der wunderbaren Erzählweise der Autorin fast das Knarren des Gebälks und das Ächzen des alten Hauses hören, in dem Vera lebt und das ihr nachts den Schlaf raubt. Ein Ächzen, dass die Geschichten seiner Bewohner und Geschichten der Flüchtlinge aufgenommen hat, die direkt nach dem Krieg aus Ostpreußen zuwanderten.
Dörte Hansen legt so viel Kraft, so viel Emotionen in ihre Worte und dass man glaubt, den inneren Kampf zu spüren, mitzuerleben.

„Sie war auf Ida Eckhoffs Hof gespült worden wie ein Ertrinkender auf eine Insel. Um sie herum war immer noch das Meer, und Vera hatte Angst vor diesem Wasser. Sie musste bleiben auf ihrer Insel, auf diesem Hof, wo sie zwar keine Wurzeln schlagen konnte, aber doch festwachsen an den Steinen, wie eine Flechte oder ein Moos. Nicht gedeihen, nicht blühen, nur bleiben." ~ Seite 42

Persönliches Fazit: 

Ein ernster, aber sehr warmherziger Familienroman, der frei von jeglichem Kitsch ist und dessen Ernsthaftigkeit durch gekonnt eingesetzten trockenen Humor aufgelockert wird. Eine unglaubliche Sprachgewalt der Autorin bringt einem die Protagonisten näher und man wird regelrecht gefangen genommen von den Emotionen und von dem Suchen und Finden der beiden Frauen. Unglaublich ergreifend, eine wahre Buchperle.

© Rezension: 2015, Alexandra Zylenas




Februar 2015, Hardcover Seiten, ISBN: 978-3-8135-0647-1

[alexandra]

Hörbuch-Rezension: Engelskalt | Samuel Bjørk

Mittwoch, 10. Juni 2015 0 Kommentare

Ein Spaziergänger findet im norwegischen Wald ein totes Mädchen, das mit einem Springseil an einem Baum aufgehängt wurde und ein Schild um den Hals trägt: "Ich reise allein." Kommissar Holger Munch wendet sich an seine Kollegin Mia Krüger, deren Spürsinn unschlagbar ist. Er reist auf die Insel Hitra, um sie abzuholen. Was Munch nicht weiß: Mia hat sich dorthin zurückgezogen, um sich umzubringen. Doch als sie die Bilder des toten Mädchens sieht, entdeckt sie ein Detail, das bisher übersehen wurde - und das darauf schließen lässt, dass es nicht bei dem einen Kind bleiben wird ... [© Text und Bild: Der Hörverlag]

[wb] Skandinavische Krimis sind inzwischen zur Massenware geworden wie schwedische Möbel und norwegische Pullover. Dementsprechend eng ist der Spielraum für Variationen bemessen, dementsprechend häufig sind daher Déjà Vu-Erlebnisse beim Leser. Kann das unter dem Pseudonym Samuel Bjork schreibende norwegische Kreativ-Multitalent Frode Sander Oien diese Erlebnisse vermeiden? Oder setzt er bewußt auf die fröstelnde Grundstimmung als bewährte Kulisse? Was er gewiß nicht beabsichtigt, ist, aktuelle sozialpolitische Mißstände anhand eines Kriminalfalls aufzuzeigen, wie es seine schreibenden Landsleute gerne praktizieren. Zwar wirft er zuweilen die Frage auf, wie weit polizeiinterne Überwachung reichen darf, um jedoch substantielle Kritik zu üben, sind diese Andeutungen zu vage.

Auch für die bewußt zelebrierte Melancholie des Nordens nicht alltäglich ist zunächst eine jugendliche Polizistin, die sich für den Freitod in ein Inselexil zurückzieht. Äußerlich der für Skandinavien exotischen Bilderbuchindianerin gleichend, dringt sogleich auch der vielzitierte "gute Tag zum Sterben" ins Bewußtsein. Ausgelöst durch den Tod ihrer Schwester, ist der Entschluß von Mia Krüger lange geplant, alles andere als eine Affekthandlung und somit wohl nur durch längefristige Psychotherapie relativierbar. Kaum überraschend, daß der Autor den kurzen Weg über die persönliche Involvierung in den aktuellen Fall wählt, an dem sie ohne viel Widerstand zur Mitarbeit überredet werden kann. Abgesehen von einer durchzechten Nacht wirkt auch im späteren Verlauf die Depression erstaunlich schnell geheilt, sodaß Mias Gemützustand lediglich als origineller Einstieg dient.

Ihr Partner und väterlicher Freund Holger Munch, der die seelenwunde Kriegerin aus ihrer selbstgewählten Einsamkeit holt, ist ein brummeliger, ganz und gar der Logik verschriebener Kopfmensch, der äußerlich einem Teddybären gleicht und in keinem Verhältnis zum Maler gleichen Namens steht. Seine inkonsequente Haltung zu Genußmitteln verleiht ihm den sympathiebringenden menschlichen Makel. Ergänzt wird das Gespann um eine kleine Gruppe farblos verbleibender Beamter, die jedoch als Schmiermittel das Erzählgetriebe intakt halten. Außerdem mit von der Partie ist der frisch rekrutierte Gabriel Mork, der als obligater Computerexperte zuverlässig alle digitalen Hürden überwindet, sich jedoch auch eifrig das Image eines Besserwissers erarbeitet.

Ausgehend von den mit rätselhaften Botschaften versehenen Leichen, verästelt sich zunächst die Handlung in mehrere Stränge, von denen nur schwer abschätzbar ist, welchem man erhöhte Aufmerksamkeit widmen sollte. Ungewöhnlich lange fällt es schwer, jene Figuren, denen die undankbare Rolle des Leichenauffinders zukommt, von jenen zu unterscheiden, die den Roman letztendlich tragen werden. Dazu berührt der Fall viele verschiedene Schauplätze und Themenbereiche wie ein Altersheim, eine dubiose religiöse Gruppierung oder Schauspiel und Bühne, zwischen denen die Verbindungen erst hergestellt werden müssen. Das Material für diese Brücken stellt notwendigerweise das Motiv für die Morde dar, das jedoch ebenfalls lange unklar bleibt. Letztendlich wirken diese mit zu großem Bemühen konstruiert, nicht hundertprozentig stimmig. Der Irreführung des Lesers scheint hier eine höhere Priorität eingeräumt zu werden als der Konsistenz der einzelnen Erzählelemente. Der resignierende Seufzer eines der Ermittler charakterisiert hier die Geschichte treffend: "Wenn ich wirklich mit einem Arzt gesprochen habe, dann ist dieser Fall so bizarr, daß ich nicht mehr weiß, was ich glauben soll."

Für das Hörbuch konnte der in erster Linie als Synchronstimme von Daniel Craig bekannte Dietmar Wunder gewonnen werden, dem es gelingt, die Stärken des Romans aufzuspüren: Diese liegen nämlich nicht im Gesamtkontext, sondern in einzelnen, emotional intensiven Momenten. Wenn etwa Mia Krüger vom Alkohol noch halb benebelt, einen Assoziationsfaden spinnt, der sie auf die Spur des Täters bringt, intoniert Wunder das in einem entrückten Singsang. Wenn der Täter sich telefonisch meldet und ein knappes Ultimatum stellt, wird die zum Zerreißen gespannte Stimmung durch den Sprecher beinahe körperlich fühlbar. Holger Munch läßt er mit brummiger Stimme sprechen, die kindlichen Gedanken seiner Nichte hoffnungsvoll aus den Lautsprechern tropfen. Und als der Sprecher zum Finale, wo sich das Tempo erhöht, zur Höchstform aufläuft, werden kleinere Ungereimtheiten nebensächlich.

Persönliches Fazit

Einzelne hervorragend erzählte Szenen können nicht über einen insgesamt etwas sperrigen Plot hinwegtäuschen, heben das Gesamtwerk jedoch aus der Beliebigkeit. Insbesondere durch den Sprecher werden Nuancen hörbar, die beim Lesen möglicherweise entgangen wären.

© Rezension: 2015, Wolfgang Brandner



Ungekürzte Lesung, gelesen von Dietmar Wunder, übersetzt von Gabriele Haefs
2 MP3-CDs, Laufzeit: 778 Minuten, ISBN: 978-3-8445-1772-9

[wolfgang]

Rezension: Die Stadt der besonderen Kinder | Ransom Riggs

Dienstag, 9. Juni 2015 0 Kommentare

[Klappentext] Mit Müh und Not konnten Jakob und die besonderen Kinder aus der Zeitschleife, der Insel Cairnholm, vor ihren Feinden fliehen. Nun sind sie im England der 1940er Jahre gestrandet, immer noch verfolgt und ohne Beistand von Miss Peregrine, die sich nicht mehr in ihre Menschengestalt verwandeln kann. Um Miss Peregrine zu retten, brauchen die Kinder eine andere Magierin. Gerüchteweise lebt eine in London, und so machen sie sich auf den gefährlichen Weg in die zerbombte Stadt. Dort angekommen, finden sie schließlich Miss Wren und glauben schon, gerettet zu sein. Doch ausgerechnet hier, in ihrer vermeintlichen Zuflucht, erwartet sie der größte Verrat. [© Text und Bild: Knaur Verlag]

Unsere Lesetipps zum Sonntag #2

Sonntag, 7. Juni 2015 1 Kommentar

Ihr seid auf der Suche nach neuem Lesestoff? Immer Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben. Kurz und knackig erfahrt ihr hier zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit. Das können Neuheiten auf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten.
Vielleicht ist ja etwas Passendes für euch dabei?!

Von Zeit und Fluss | Thomas Wolfe

Samstag, 6. Juni 2015 0 Kommentare

Erste Neuübersetzung seit 75 Jahren

Eugene, lebenshungrig und unerfahren, ist auf der Suche nach sich selbst, nach seinem Bestimmungsort in der Welt. In Harvard und im New York der Zwanzigerjahre sammelt er erste Erfahrungen, lernt zu lieben, zu erkennen, zu denken, sich von falschen Vorbildern loszusagen und sich dabei selbst treu zu bleiben. Bloß keine Erstarrung in Routinen – alles in seiner reifenden Seele ist noch im Werden, in permanenter Umgestaltung. Der Held macht sich auf nach Paris, doch auch an diesem Sehnsuchtsort lässt ihn sein abenteuerliches Herz keine Ruhe finden. Was Eugene antreibt und was er sich über alle Wechselfälle des Lebens hinweg erhält, ist der Hunger nach Erkenntnis und sinnlichem Genuss. So folgen aus seiner Selbstsuche philosophisch und spirituell höchst anregende Reflexionen über das menschliche Dasein – über Sein und
Werden, Zeit und Fluss. (© Bild und Text: Manesse Verlag

Zum wilden Eck | Fritzi Sommer

Donnerstag, 4. Juni 2015 0 Kommentare

Drei Möpse auf Ermittlungstour – Ein sehr witziger Unterhaltungsroman, der jeden Hundeliebhaber begeistern wird!

[Klappentext] Die Möpse Henri, Viktor und Wilma haben es ziemlich gut bei ihrem Frauchen Josi. Wäre sie doch nur nicht so geknickt, seit ihr Mann sie betrogen hat. Als ihr Onkel Fritz plötzlich stirbt und ihr den Campingplatz »Zum wilden Eck« hinterlässt, schauen sie sich das Ganze mal an. Leider liegt der Campingplatz weit weg vom schicken Hamburg und hat nicht viel Komfort zu bieten. Dafür aber einige Abenteuer. Dann liegt eines Tages Conny, der gute Geist vom wilden Eck, tot in ihrer Hollywoodschaukel. Definitiv eine Tote zu viel, finden Henri und Co., und sie beginnen zu ermitteln. [© Text- & Bildmaterial: Heyne Verlag]