Liebe ist was für Idioten. Wie mich. | Sabine Schoder

Freitag, 28. August 2015 1 Kommentar

Ein facettenreiches Debüt voll von Witz, Gefühl, Geheimnissen und Schicksalsschlägen!

[Klappentext] Eine Liebesgeschichte, so echt, dass sie weh tut – und so berauschend, dass sie süchtig macht Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Ihre Mutter: tot. Ihr Vater: ständig besoffen. Ihr Herz: gebrochen. Da kann man schon mal aus Frust ein paar Tüten zu viel rauchen. Da kann es auch passieren, dass man mit einem Typen im Bett landet, den man eigentlich total bescheuert findet. Wirklich. Kein großes Ding. So was passiert. Aber ausgerechnet mit Jay? Nein! Ganz. Sicher. Nicht. Oder vielleicht doch? [© Text- & Bildmaterial: Fischer KJB Verlag]
[sk] Bei diesem Buch muss ich ehrlich gestehen, habe ich eine völlig andere Geschichte erwartet als diejenige, die ich dann zwischen den beiden Buchdeckeln vorgefunden habe. Das Cover war für mich von Anfang an recht unspektakulär und nichtssagend. Der Klappentext hingegen ließ eine leichte und unbeschwerte Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen erwarten. Doch was ich letztlich zu lesen bekam, war wesentlich tiefgründiger und facettenreicher…

Die Autorin hat einen wunderbar lockeren und zum Inhalt hervorragend passenden Schreibstil. So lässt sich die Geschichte sehr flüssig lesen. Ich war sofort in der Handlung drin und konnte mich nur schwer von dem Buch losreißen. Es war einfach wie ein Strudel – der Schlagabtausch zwischen den einzelnen Charakteren hat mir unheimlich gut gefallen und mich mitgerissen. Ein Stück weit hatte ich wohl auch das Gefühl, wieder 16 zu sein. ;-)

Die drei Hauptcharaktere Viki, Mel und Jay sind wunderbar herausgearbeitet, sodass ich sie mir mit ihren doch sehr unterschiedlichen Eigenschaften, ja und manchmal auch Eigenheiten sehr gut vorstellen konnte. Viki erschien mir zunächst etwas schwierig – mit ihren schwarzen Haaren und auch mancher ihrer Ansichten, doch musste ich feststellen, dass sie mir sehr schnell äußerst sympathisch wurde. Ich fand es sehr beachtlich, wie sie mit ihrer doch sehr schwierigen privaten Situation sowie ihren Schicksalsschlägen umgeht. Zwar hätte ich mir insbesondere in Bezug auf Vikis Beziehung zu ihrem Vater etwas mehr Tiefgang gewünscht, aber nichtsdestotrotz hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen der Geschichte. Die Dialoge enthielten so manchen Schlagabtausch, der mich auch des Öfteren zum Lachen brachte.

Zum Ende hin nahm die Geschichte dann eine für mich völlig unerwartete, schicksalhafte Wendung, die mir aber letztlich gut gefallen hatte. Die Spannung stieg immer mehr umso weiter die Geschichte voranschritt. Denn immer wieder fragte ich mich, was wohl mit Jay los war und welches Geheimnis er vor Viki wohl verbarg? Lange Zeit wurde ich mit der Auflösung hingehalten, doch als es dann raus war, kamen mir die Wendungen zum Ende des Buches dann doch etwas zu schnell und hopplahopp. Da hätte ich mir noch ein wenig mehr Länge und auch Tiefgang gewünscht.


Alles in Allem ist Sabine Schoder mit ihrem Jugendbuch ein fulminantes Debüt gelungen, das ich nur wärmstens empfehlen kann. So ist es doch weit weg von einer einfachen und seichten Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen, nein, es enthält so viel mehr vom wahren Leben und Schicksalsschlägen, die uns allen immer widerfahren können. Ein wunderbares Buch, das mich zum Lachen, aber auch ein Stück weit zum Nachdenken gebracht hat. Also: Unbedingt Lesen!

© Rezension: 2015, Sandra Krause





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1 Kommentar:

  1. Hallo! :)
    Ich habe das Buch auch vor einer Weile gelesen und ebenso wie du etwas völlig anderes erwartet. Im Nachhinein bin ich allerdings mehr als froh genau das hier bekommen zu haben, denn andernfalls wäre "Liebe ist was für Idioten. Wie mich" wohl niemals eins meiner Highlights geworden.

    Ich lasse euch ganz viele liebe Grüße da und wünsche euch eine besinnliche Weihnachtszeit.
    Liebe Grüße
    Maike

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