Unsere Lesetipps zum Sonntag #11

Sonntag, 16. August 2015 0 Kommentare

Ihr seid auf der Suche nach neuem Lesestoff? Immer Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben. Kurz und knapp erfahrt ihr hier zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit. Das können Neuheitenauf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten.

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Macht mit und verratet uns auch EURE ultimativen Lesetipps!


Immer sonntags verraten wir euch unsere schönsten Lesetipps. Wir würden uns riesig darüber freuen, wenn IHR uns auch erzählt, welche Bücher EUCH so begeisterten (das dürfen auch sehr gerne ältere Werke sein). 
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Klappentext: Lange Zeit gehörte das Trinken so selbstverständlich zu Daniel Schreibers Leben wie die Arbeit. Manchmal fragte er sich, ob er nicht dabei war, eine Schwelle zu übertreten, doch meistens war die Rechtfertigung so griffbereit wie das nächste Glas Wein. Bis ihm irgendwann klar wurde, dass er längst dabei war, sein Leben zu zerstören – und sich Hilfe suchte. Mit großer Aufrichtigkeit und literarischer Kraft erzählt Schreiber von den Mechanismen der Selbsttäuschung, die es so vielen Menschen erlauben, ihr Alkoholproblem zu ignorieren. Und er fragt, warum sich eine Gesellschaft eine Droge gestattet und dann diejenigen stigmatisiert, die damit nicht umgehen können.
© Hanser Verlag | 2014 | ISBN 978-3-446-24650-8

Mein Fazit: Ein sehr interessantes Buch, das einen zum Nachdenken und Hinterfragen anregt, nicht nur über den eigenen Umgang mit Alkohol , sondern auch dem einer ganzen Gesellschaft, in der diese legale Droge so selbstverständlich dazugehört und akzeptiert wird.



Klappentext: Ist es Zufall oder eine Entscheidung? Auf einer Parkbank begegnen sich zwei Menschen. Der eine alt, der andere jung, zwei aus dem Rahmen Gefallene. Nach und nach erzählen sie einander ihr Leben und setzen behutsam wieder einen Fuß auf die Erde.
Nur wenige sorgfältig gewählte Worte benötigt Milena Michiko Flašar, um ihre Figuren zum Leben zu erwecken, nur wenige Szenen, um ganze Schicksale zu erzählen. Ein junger Mann verlässt sein Zimmer, in dem er offenbar lange Zeit eingeschlossen war, tastet sich durch eine fremde Welt. Eine Bank im Park wird ihm Zuflucht und Behausung, dort öffnet er die Augen, beginnt zu sprechen und teilt mit einem wildfremden Menschen seine Erinnerungen. Der andere ist viele Jahre älter, ein im Büro angestellter Salaryman wie Tausende. Er erzählt seinerseits, über Tage und Wochen hinweg, Szenen eines Lebens voller Furcht und Ohnmacht, Hoffnung und Glück. Beide sind Außenseiter, die dem Leistungsdruck nicht standhalten, die allein in der Verweigerung aktiv werden.
Aus der Erfahrung, dass Zuneigung in Nahrung verpackt, Trauer im Lachen verborgen werden kann und Freundschaften möglich sind, stärken sie sich für einen endgültigen Abschied und einen Anfang. Milena Michiko Flašar macht eine Parkbank zur Bühne, zu einem huis clos unter freiem Himmel. Die Bank befindet sich in Japan und könnte doch ebenso gut anderswo in der westlichen Welt stehen. Dieser Roman stellt der Angst vor allem, was aus der Norm fällt, die Möglichkeit von Nähe entgegen – sowie die anarchische Kraft der Verweigerung.
© Verlag Klaus Wagenbach I 2012 I ISBN 978-3-8031-3241-3

Mein Fazit: Als wenn ich bei den beiden mit auf der Bank sitze kann ich als Leser die Gespräche der beiden belauschen, ihre Erfahrungen und ihre philosophischen Betrachtungen mitverfolgen. Immer wieder kann ich das Gesagte reflektieren, geht es doch zumeist um menschliche Schwächen und auch Stärken. Dieses Buch ist ein wahres Kleinod.



Wir haben Raketen geangelt | Karen Köhler

Klappentext: Es gibt diesen Moment, in dem das eigene Universum zerbricht und weit und breit kein neues in Sicht ist: Eine junge Frau sitzt mittellos und nahezu dehydriert vor einer Tankstelle im Death Valley. Als plötzlich ein Indianer vor ihr steht und ihr das Leben retten will, glaubt sie zu phantasieren. Doch das Universum setzt sich nach seinen eigenen Regeln wieder zusammen. Schon bald teilen sich die beiden einen Doppelwhopper, gehen gemeinsam ins Casino und stranden schließlich in einem dieser schäbigen Motels, die es eigentlich nur im Film gibt. Karen Köhlers Erzählungen sind getragen von einer fröhlichen Melancholie und einer dramatischen Leichtigkeit. Ihre Figuren sind wahre Meisterinnen im Überleben.


Mein Fazit: Karen Köhler ist mit diesem Erzählband ein wahrlich sehr begeisterndes Debüt gelungen, dass zu Recht zu den ganz großen Büchern 2014 zählt. Melancholisch, hoffnungsvoll, sehr ernst und doch mit dem nötigen Witz versehen blickt die Autorin tief in die Seelen Ihrer Protagonistinnen, beschönigt nichts und nimmt uns mit auf den Weg des Lebens, der manchmal grausam hart gepflastert sein kann...

Einprägende Kurzgeschichten über Frauen - aber wahrlich nicht nur für Frauen.




Klappentext: Salzburg im Sommer, belagert von Touristenscharen und Festspielgästen. Auf der „Jedermann"-Bühne vor dem Dom liegt ein Toter. Ein prominenter Toter. Der Tod höchstpersönlich. Hans Dieter Hackner, der gefeierte Darsteller des Todes in Hofmannsthals „Jedermann". In seiner Brust steckt die Kopie eines Renaissance-Dolches, an seinen Füßen fehlen die Schuhe. Alles viel zu theatralisch, denkt Kommissar Martin Merana, und beginnt seine Ermittlungen in einer Welt, die ihm fremd ist: die Welt der Salzburger Festspiele mit ihren extrovertierten Künstlern und fädenziehenden Managern …


Mein Fazit: Hugo von Hofmannsthals bekannes Stück "Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes" ist der Fixpunkt bei den Salzburger Festspielen, das Jahr für Jahr am mit wechselnder prominenter Besetzung aufgeführt wird. Auch diesmal sei mir das Festival Anlaß für meine Empfehlung: In "Jedermanntod" beginnt der Salzburger Journalist Manfred Baumann seine Serie um Komissar Martin Merana, der - passend zum Titel - den Tod des Todes aufzuklären hat.

Wie bitte?
Der Darsteller der betreffenden Figur wird ermordet aufgefunden, und auf der Suche nach den Mördern muß sich Merana durch die Verstrickungen von Kunst und Politik arbeiten.
Mein Tipp: Salzburg aus der Sicht eines Insiders. 



Klappentext: Annajane ist davon überzeugt, endlich über die Trennung von ihrem Ex-Mann Mason hinweg zu sein. Alles ruft nach Neuanfang und Annajane will endlich die Kleinstadt verlassen, in der sie so viel an Mason erinnert. Im Glauben, keine Gefühle mehr für ihren Ex zu haben, nimmt sie sogar seine Einladung zur Hochzeit mit der hinreißenden Celia an. Als diese buchstäblich vor dem Altar abgesagt wird, erkennt Annajane, dass sie Mason doch nicht verlieren will.


Mein Fazit: Das Hörbuch ist ein wunderbarer Genuss für die Ohren. Der Sprecherin Rike Schmid gelingt es mit ihrer wandelbaren Stimme, die Personen sehr authentisch rüber zu bringen und den Hörer in die jeweilige Stimmung zu versetzen. Man genießt es förmlich in die Welt der Figuren einzutauchen und leidet mit Annajane mit. Die Charaktere wirken insgesamt sehr authentisch und die Handlung selbst baut langsam Spannung auf. Dies ist wirklich gelungen, zumal man irgendwann nicht mehr aufhören kann, weil man derart ergriffen von der Geschichte ist, dass man einfach weiterhören muss.

Eine klare Hörempfehlung - ich habe es wirklich genossen und konnte wunderbar in die Welt rund um Annajane eintauchen. Ein toller Hörbuchgenuss für zwischendurch!! 






[ Kommentarfragen ]
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Konnten wir euch für eines der Bücher begeistern?  Lasst es uns in den Kommentaren wissen, wir sind wie immer sehr gespannt!





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