[MACHT MIT] Lesetipps zum Sonntag #17

Sonntag, 27. September 2015 3 Kommentare

Immer Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben. Kurz und knapp erfahrt ihr hier zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit. Das können Neuheiten auf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten.


[Klappentext] Norwegen, Anfang des 20. Jahrhunderts, auf einer kleinen Insel weit oben im Norden. Für Hans und Maria Barrøy ist das abgelegene Eiland der Mittelpunkt der Welt. Sie leben mit ihrer Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Sie träumen von einem leichteren Leben, doch fortgehen von der Insel, das kommt nicht in Frage. Auch nicht für Ingrid, die einzige Tochter. Dem wachen, wissbegierigen Mädchen ist das Leben mit den Gezeiten, den Fischen und Vögeln, dem Horizont und dem weiten Himmel in Fleisch und Blut übergegangen. Das Meer ist ihr Abenteuer, die Insel ihre Festung. Doch als auch dort in der Abgeschiedenheit neue Zeiten Einzug halten, sieht Ingrid sich vor ungeahnte Herausforderungen und eine ungewisse Zukunft gestellt … In jenen hellen Nächten ist eine berührende Familiengeschichte und ein wunderbarer Roman über einen fernen Ort, an dem das Leben eigenen Gesetzen gehorcht – an dem aber das Wunder der Natur wie nirgends sonst die Magie des Lebens heraufbeschwört.
© Suhrkamp Verlag | 2015 | ISBN: 978-3-458-36086-5

[Mein Fazit] "In jenen hellen Nächten" ist ein stiller Roman, in dem nicht viel Handlung stattfindet, aber dennoch viel passiert. Eine eindeutige Leseempfehlung, allein schon wegen der Sprache, von der dieses Buch lebt – wunderschön, poetisch und bezaubernd.




[Klappentext] Meine Seele stottert nicht.
Victor ist der beste Werfer von ganz Memphis. Nicht nur beim Baseball. Jede Zeitung, die er austrägt, landet perfekt auf der Veranda. Doch wenn Victor an Freitag denkt, wird ihm mulmig zu Mute. Dann muss er das Geld bei den Abonnenten einsammeln. Und das, wo er so sehr stottert, dass er kaum zwei Wörter hintereinander herausbringt.
Der heiße Sommer 1959 bringt die seltsamsten Begegnungen mit sich. Da ist Mrs Worthington, die Kummer hat; der Fernsehjunge, der nie rauszugehen scheint; und der weise Mr Spiro, der Victor einen stotternden Dichter nennt.
© Königskinder Verlag | 2014 | ab ca. 14 Jahren | ISBN 978-3-551-56001-8

[Mein Fazit] Autor Vince Vawter hat sich mit der Figur des stotternden Victor eine sehr gelungenes Alter Ego erschaffen. Die ganze Geschichte gewinnt dadurch an Authentizität und berührt ungemein. Vawter nimmt uns mit ins Memphis der 60er Jahre und zeigt uns, was es bedeutet, nicht richtig sprechen zu können. Welche Hürden es zu überwinden gilt. Aber es geht nicht ausschließlich um das "Anderssein", in dem Buch steckt noch viel mehr, Rassismus, Freundschaft, Mut, das Erwachsenwerden... Mit klarer, schlichter und schnörkelloser Sprache verbindet Vawter gleich mehrere große Themen gekonnt. Eine ganz klare Leseempfehlung für jung und alt.




[Klappentext] 2012 erfüllt sich die Prophezeiung …
Vier über die ganze Welt verteilte Artefakte sollen im Jahr 2012 den Untergang der Welt auslösen, wie es die Maya prophezeit haben. Doch Arnold Moore, der das erste der Relikte im brasilianischen Dschungel entdeckt hat, ist überzeugt, dass sie die Menschheit nicht vernichten werden. Vielmehr sollen sie unser aller Überleben ermöglichen! Gejagt von Söldnern und Geheimdiensten setzen Moore und sein Team alles daran, die Artefakte zu bergen, bevor seine Gegner sie zerstören können – und bevor die Zeit der Menschheit endgültig abläuft …
© Blanvalet Verlag | 2011 | ISBN 978-3-641-06892-9

[Mein Fazit] Es war 2012, als wir plötzlich mit dem drohenden Weltuntergang konfrontiert waren, der sich aus einer eigenwillig interpretierten Maya-Prophezeihung ableiten ließ. Rückblickend wirkt es beinahe unfreiwillig komisch, mit welcher Ernsthaftigkeit diese Schreckensvision zu fesselnden Romanen verarbeitet wurde. Das herausragendste Stück Popcorn-Kopfkino ist meiner Meinung nach "Black Sun" von Graham Brown.
Mein Tip: Lesen, den Nervenkitzel genießen, darüber schmunzeln und rasch wieder vergessen.
Mehr apokalyptische Szenarien erwarten uns in der nächsten Ausgabe der Kolumne "Aufgelesen" am 29.09.




[Klappentext] Frank Steiner hat große Pläne. Er träumt von einer Schauspielerkarriere und glaubt fest daran, dass ihm sein attraktives Äußeres dabei helfen wird. Doch eine unbedachte Tat zwingt ihn nach ersten bescheidenen Erfolgen, das Land zu verlassen und unterzutauchen. Nach einigen Monaten kehrt Steiner zurück um fortzusetzen, was so abrupt endete. Er gerät in die Fänge zweier junger Frauen, die seine dunkle Vergangenheit kennen und dieses Wissen für ihre Interessen nutzen wollen. Sie zwingen ihm eine Rolle auf, die ihm das Äußerste abverlangt: Er soll einen Freiburger Weinhändler töten, der den beiden Damen im Weg steht. Sie bieten ihm eine größere Geldsumme. Wenn Steiner den Auftrag nicht erfüllt, ist sein Absturz gewiss.
© Lindemanns Bibliothek/Info Verlag | 2014 | ISBN: 978-3881907682

[Mein Fazit] Ein Thriller, der so einen starken Sog hat, dass man sich gern an die Seiten mit seinen Augen nahezu festbindet. Kein normaler Krimi und kein normaler Thriller. Von jedem etwas und damit einzigartig. Einzigartig gut. Der Protagonist ist faszinierend. Er wird so detailliert beschrieben, dass man ihn vor sich sieht… schön, anziehend. Frauen und Männer würden ihm wohl hinterherschauen. Aber hinter so viel Schönheit verbirgt sich leider eine gewaltsame Maske, die aber nicht einfach zu durchschauen ist. Der Roman verliert an keiner Stelle die Spannung. Kaminski schreibt in diesem Roman aufwühlend, dann poetisch, aber auch wieder leicht, scharfsinnig, prickelnd, bildhaft und damit mit einer unglaublichen Kraft, der man sich kaum entziehen will. Perfekt. Für mich ein absoluter Bestseller, der in dem Genres, Krimi/Thriller absolut hervorsticht.




[Klappentext] Das Paradies ist machbar, glaubt der 9-jährige David. Man müsste nur das Geld ein wenig umverteilen. Oder die Kühe von nebenan freilassen, die noch nie auf der Weide waren. Dass David begonnen hat, seine oft wilden Pläne in die Tat umzusetzen, erfährt seine Mutter Lovis erst, als er nach einem Unfall im Koma liegt. Sie findet seine Aufzeichnungen und beginnt zu kämpfen: um ihren Sohn, um ihre zerrüttete Ehe und um das Paradies auf Erden, das zu scheitern droht.
© Knaur Verlag I 2013 I ISBN 978-3-426-41776-8

[Mein Fazit]
Das Buch packt mich gleich zu Beginn, als Davids Mutter Lovis die Nachricht über seinen Unfall und dass er im Koma liegt, erhält. Was der Neunjährige allein und zu Fuß auf der Autobahn zu suchen hatte ist eine Frage, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Als Lovis seine Aufzeichnungen findet, lernt sie ihren Sohn erst richtig kennen. Ein kleiner Robin Hood, der noch daran glaubt, dass man diese Welt besser machen kann. Ein einfallsreiches, starkes Buch mit Tiefgang.




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Kommentare:

  1. "Wörter auf Papier" und "Gesciht eines Mörders" wandern direkt mal auf meinen Wunschzettel. :-) Und der wird - auch Dank eurer Lesetipps - immer länger und länger.

    Ich habe heute ein Buch, in dem auch um Rassismus, Freundschaft und Liebe geht: Lesetipps zum Sonntag von Buchwelten



    Liebe Grüße
    Sabine

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  2. Ja, "Wörter auf Papier" werde ich nun auch lesen. "Gesicht eines Mörders" ist wirklich mal so ganz anders. Vielleicht gefällt dieses Buch ja auch dir. Viel Freude beim Lesen.

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  3. Für mich sind das diese Woche ganz besondere Tipps. Blackberry Sun klingt richtig spannend, das könnte was für mich sein. Paradies für alle hat mich schon beim Lesen des Klappentextes ergriffen. Die beiden merke ich mir auf jeden Fall auch mal vor.
    Viele Grüße Sandra

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