[Macht mit] Lesetipps zum Sonntag #19

Sonntag, 11. Oktober 2015 0 Kommentare



Immer Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben. Kurz und knapp erfahrt ihr hier zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit. Das können Neuheiten auf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten.




[Klappentext] Ella Beene kann sich glücklich schätzen mit ihrem wunderbaren Ehemann, zwei lebhaften Kindern und Schwiegereltern, die sie wie eine eigene Tochter betrachten. Aber als ihr Mann Joe bei einem Unfall ertrinkt, ist ihr Leben mit einem Schlag auf den Kopf gestellt, und das Glück, das ewig dauern sollte, scheint vorbei zu sein. Als Joes schöne Exfrau, die ihn und die gemeinsamen Kinder drei Jahre zuvor verlassen hatte, plötzlich auf der Beerdigung auftaucht, fürchtet Ella das Schlimmste – zu Recht. Sie muss ihre eigene Trauer bewältigen, darum kämpfen, die Kinder zu behalten und sich um das wirtschaftliche Überleben der Familie kümmern. Aber während sie alles daran setzt, alles richtig zu machen und den Prozess um das Sorgerecht zu gewinnen, muss sie auch die Frage beantworten, ob sie die beste Mutter für die Kinder ist.
© S. Fischer Verlag | ISBN: 978-3-596-19378-3

[Mein Fazit] "Die andere Seite des Glücks" ist ein sehr gelungener Debütroman. Nicht flach, nicht zu anspruchsvoll, sondern einfach ein gut zu lesendes Buch. Ein Schmöker, wie man wohl so sagt – aber ein sehr schöner.




[Klappentext] »Können Sie beweisen, dass Sie tot sind?«
Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand
.
»Mein Name ist Peter Grant. Ich bin seit Neuestem Police Constable und Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Mein Leben ist dadurch um einiges komplizierter geworden. Jetzt muss ich mich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin herbeiführen, Leichen in Covent Garden ausgraben. Ziemlich anstrengend, kann ich Ihnen sagen - und der Papierkram!«
© dtv Verlag | 2012 | ISBN 978-3-423-21341-7

[Mein Fazit] Der Roman "Die Flüsse von London" ist ein gelungener Auftakt zu einer Urban-Fantasy-Reihe mit viel britischem Flair. Skurril und unterhaltsam, bissig und ironisch, aber auch sehr interessant in der Thematik. Die Charaktere sind sehr facettenreich beschrieben, angefangen von der ruhigen, arbeitsbegeisterten Lesley, über Nightingale - ganz britischer Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle - bis hin zu Peter selbst, der ironische, leicht flapsige und teils recht abgebrühte Zauberlehrling. Ein echter Lesespass.




[Klappentext] Ein Mörder, der den Anblick junger, glücklicher Menschen nicht erträgt. Ein ermordeter Kollege Wallanders. Ein Kommissar, der noch nie so einsam, so verzweifelt, so sympathisch war.Drei Jugendliche werden ermordet; auch ein Polizist muss sterben ... Wallanders achter Fall
Es sollte ein harmloses Rollenspiel werden, am 21. Juni 1996, ein kleines Verkleidungsritual in der mythenumrankten Mittsommernacht. Doch Wanderer schaudern, als sie Wochen später in einem Naturschutzgebiet auf die drei Jugendlichen stoßen, deren leblose Körper noch mit Miedern, Hemdkrausen und Perücken herausgeputzt sind. Bald ist es grausige Gewißheit: Sie wurden Opfer eines Verbrechens.
Fast zur gleichen Zeit wird Kommissar Wallanders geschätzter Kollege Svedberg mit zerschossenem Gesicht in seiner Wohnung aufgefunden. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Fällen? Kurt Wallander stürzt sich verzweifelt in die Ermittlungen. Dabei stellt er zu seinem Entsetzen fest, wie wenig er über seinen Kollegen weiß, mit dem er jahrelang zusammengearbeitet hat ...
© dtv Verlag | 2010 | ISBN 978-3-423-21218-2

[Mein Fazit] Drei Gemeinsamkeiten teile er mit Kurt Wallander, nämlich das Alter, die Vorliebe für italienische Opern und den Arbeitseifer. So wird Henning Mankell, angesprochen auf seine bekannte Romanfigur, zitiert. Im Gedenken an einen der Wegbereiter des Schwedenkrimis und großen Philanthropen gilt meine Empfehlung diesmal seinem "Mittsommermord": Die Leichen dreier Jugendlicher, die seit dem titelgebenden Fest als vermißt gelten, werden aufgefunden. Der sorgenbeladene Wallander ermittelt, und Mankell demonstriert seine Fähigkeit zur nuancierten Charakterzeichnung und der kunstvollen Täuschung des Lesers. Vielen Dank für das großartige Lebenswerk.




[Klappentext] Als Michael Röhrdanz Angela kennenlernt, weiß er, dass sie die Liebe seines Lebens ist. Acht Jahre nach der Traumhochzeit ist sie zum dritten Mal schwanger, und beide sind immer noch so glücklich wie am ersten Tag. Bis das Unfassbare passiert. Angela erleidet einen schweren Gehirnschlag. Fortan ist sie wie eingeschlossen in ihrem eigenen Körper. Doch Michael Röhrdanz will nicht wahrhaben, wovon die Ärzte überzeugt sind: Angela leidet an dem „Locked-in-Syndrom" und wird sterben. Was nun folgt, ist die Geschichte eines Mannes, dessen aufrichtige Liebe Berge versetzt. Dank seines Einsatzes bringt Angela einen gesunden Sohn zur Welt. Und sie überlebt …
In ihrem neuen Roman erzählt Bestsellerautorin Hera Lind eine wahre Geschichte, die ans Herz und nie wieder aus dem Kopf geht.
© Diana Verlag | 2010 | ISBN: 978345335456

[Mein Fazit] Ein sehr ergreifender und bewegender Roman, bei dem es sehr schwer fällt sich in die Gefühlslagen der Personen hineinzuversetzen. Doch man kann nur erahnen, wie Michael und seine Familie sich wohl fühlen. Man zittert und leidet regelrecht mit - von Anfang bis zum Schluss. Hera Lind schafft es diese traurige Geschichte bewegend und gefühlvoll darzustellen ohne dabei zu dick aufzutragen. Ein gelungener sehr emotionaler Roman.





[Klappentext] Über die Eisflächen des erstarrten afrikanischen Kontinents reisen ein alter Mann und ein junger in einem Fahrzeug nach Norden, auf eine blaue Wand zu. Diese Fahrt ist eine Prüfung. Wer sie besteht, darf nach Tripolis und sein Leben fristen inmitten der Annehmlichkeiten der Hauptstadt einer erstarrten Welt. Wer hingegen nach der versunkenen Vergangenheit unter dem Eis fragt, wer Afrika verbessern will, kann die Prüfung nicht überleben. 
Falt und sein PrüferTed kämpfen auf ihrer Reise über das Eis für die Zerstörung oder Bewahrung der Gesetzestafeln einer Welt, die ihrem Schrecken zu verlieren beginnt. Am Ende geht die Fahrt geradewegs in eine üppig verwucherte Hölle , über ein Wasserhinweg an ein unbekanntes Ufer.
© Verlag Klaus Wagenbach | 1994 | ISBN-13: 978-3803101891

[Mein Fazit] Es ist gut nicht nur in der gegenwärtigen Literatur zu schauen. Volker Kaminskis Roman "Die letzte Prüfung" war sein erstes Werk. Nun schon einige Jahre her, ist es nicht weniger beeindruckend. Die Leser werden in eine eisige, nahezu brutale Welt hineingezogen. Aber damit nicht genug. Der afrikanische Kontinent ist von Eis überzogen, aber auch der Rest scheint sich auch gewandelt zu haben. Namen verschwinden oder sind nicht das, was sie zu sein scheinen.

"Wir werden mit den Namen einig werden. Die Schwierigkeiten, die sie uns bereiten, bedeuten unser Glück. Nehmen wir die Namen und beginnen wir mit ihnen die Geschichte. Geben wir ihnen das, was sie sagen, und sie werden uns reich machen. Denn was sie bedeuten, liegt allein in unser Kraft…" S.20

Dieser Roman führt in eine ganz andere Welt, die zwar bitter, aber dennoch so beschrieben wird, dass wir als Leser gern mit Falt und Ted dem Prüfer mitfahren. Ein außergewöhnlicher Schreibstil, der oft an Haruki Murakami erinnert. Die Realität verschwimmt.
Das Buch "Die letzte Prüfung" muss wieder entdeckt, nein am Besten wieder neu gedruckt werden. Absolut eine seltene Entdeckung. Leider hat es nur 76 Seiten. Aber die wahren Meisterwerke brauchen nicht endlos viele Seiten, wenn alles genau auf den Punkt und mit einer außergewöhnlichen Sprache verfasst wird. Dies ist Volker Kaminski gelungen. "Die letzte Prüfung" ist ein besonderes Werk, das faszinierend und unvergesslich zugleich ist.




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