HAPPY NEW YEAR ~ Ein glückliches neues Jahr 2016

Donnerstag, 31. Dezember 2015 4 Kommentare


Liebe Leser, wieder geht ein turbulentes und aufregendes Jahr zu Ende.
Wir möchten uns bei euch allen ganz, ganz herzlich bedanken für eure Treue, eure lieben Kommentare und eure Begeisterung - und natürlich und für eure immer wiederkehrenden Besuche!

Wir wünschen Euch einen entspannten und vor allem gesunden Start ins neue Jahr! 
Mögen all eure Wünsche und Träume für 2016 in Erfüllung gehen!


Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns auch im kommenden Jahr wieder besucht, gemütlich eine heiße, dampfende Tasse Kaffee oder Tee in unserem BücherKaffee trinkt und ihr euch weiterhin von unserer Leselust begeistern lasst. 

Die Planungen für das Bloggerjahr 2016 laufen schon auf Hochtouren. Und natürlich begeben wir uns auch im kommenden Jahr wieder auf die fleißige Suche nach tollen Buchperlen. 

Auf diesem Wege möchten wir auch nochmals all unseren liebgewonnenen Blogger-Kolleginnen und -Kollegen, Autorinnen und Autoren und Verlagen von ganzem Herzen DANKE sagen für das schöne Miteinander. Es macht immer wieder große Freude! 

Lasst die Korken knallen, feiert schön und 
BIS ZUM NÄCHSTEN JAHR! 

Euer BücherKaffee-Team






Fotolia- Opened book with flying letters © ra2 studio

Fröhliche Weihnachten ~ Merry Christmas ... und die Sache mit der Weihnachtspost.

Donnerstag, 24. Dezember 2015 2 Kommentare



Liebe Leser, wir wünschen euch von ganzem Herzen ein wundervolles, entspanntes und ruhiges Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten.

Ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu und auch bei uns ging es im privaten Bereich oft hoch her, sodass wir nun auch froh sind, ein paar Tage lang einfach mal sie Seele baumeln lassen und mal wieder kräftig Luft holen zu können.

Weihnachten kommt ja immer so plötzlich, gell.

[az] Obwohl ich in diesem Jahr sogar sehr früh daran gedacht hatte, ließ es aber die Zeit aus beruflichen Gründen nicht zu, frühzeitig mit organisieren zu beginnen.
In jedem Jahr schreibe ich Weihnachtskarten und -Briefe und es macht mir immer große Freude. Mindestens genau so sehr, wie Karten von vielen Menschen aus dem eigenen Briefkasten zu ziehen.
Dieses Jahr sollte das aber leider so nicht sein.
Der Berufsstress hatte ich vollkommen im Griff und ehe ich mich versah, stand Weihnachten quasi schon vor der Türe. Ich hatte mittlerweile auch schon so liebe Post bekommen. 



Ich danke euch von ganzem Herzen dafür, jede Karte hat mir ein großes Lächeln aufs Gesicht gezaubert! Ich selbst hatte es jedoch erst mit eine Ladung Weihnachtspost zum Briefkasten geschafft. Das schlechte Gewissen machte sich breit. Weitere Karten hatte ich noch keine gekauft oder gar gebastelt und mir rann die Zeit nur so durch die Finger. Ich muss in die Stadt, schnell schnell.... !!!

Doch halt! Stopp! Was tue ich da eigentlich?

Die eigentlich besinnliche Jahreszeit war in diesem Jahr schon hektisch genug und der Terminkalender bis zum heiß ersehnten Urlaub ist noch voller Termine.
Nein, ich will das schöne Karten schreiben nicht einfach im Akkord dazwischen quetschen. Ich will nicht lieblos zack, zack, alle Karten beschriften und zur Post hechten. Das ist nicht der Sinn des Ganzen und das macht mir so auch keine Freude.
Ja, so habe ich darüber nachgedacht und beschlossen, dass es in diesem Jahr keine Weihnachtspost von mir geben wird. So schade es ist, aber es hat nicht sollen sein.

ABER da ich das Kartenschreiben sehr liebe (und das Karten kaufen normalerweise auch :-)) habe ich beschlossen, dass ich in jedem Monat des neues Jahres 2016 einige Leser und Freunde mit unerwarteter Kartenpost im Briefkasten überraschen werde.

Das macht mir Freude und ganz unerwartet unter dem Jahr macht es sicher auch den Empfängern der Post große Freude. Hoffe ich doch! :-)


In diesem Sinne: lasst euch nicht stressen und macht euch eine schöne Weihnachtszeit.
To-Do-Listen sind zwar recht und schön, aber ab und an muss man auch mal NEIN sagen können. Nutzt die Feiertage und macht, worauf Ihr Lust habt. Lasst euch nicht die schönste Zeit des Jahres mit zu viel Verpflichtungen zupacken. Einfach einmal innehalten und kräftig durchatmen....
Genau das tun wir nun auch und verabschieden uns in einen kleinen Blogurlaub.
Im neuen Jahr sind wir wieder da - voller neuer Energie und Tatendrang. Wir freuen uns auf euch!


Euer BücherKaffee-Team!

Das Mädchen, das eine Wolke so groß wie der Eiffelturm verschluckte | Romain Puértolas

Dienstag, 22. Dezember 2015 0 Kommentare

Eine sehr anrührende Geschichte über die Kraft der Liebe, einer Liebe die Berge versetzen und wahre Wunder bewirken kann. Emotional, humorvoll, ergreifend – ein Wechselbad der Gefühle!

[Klappentext] Providence ist eine Pariser Briefträgerin mit einem großen Herzen. Das hat sie an Zahera verloren, ein kleines marokkanisches Mädchen. Zahera hat »eine Wolke verschluckt«, die ihr die Luft zum Atmen nimmt. Im Krankenhaus in Marrakesch wartet sie darauf, dass ihre Adoptivmutter Providence vom Himmel fällt, um sie zu retten. Aber am Flughafen Orly erfährt Providence, dass alle Flüge gestrichen wurden, denn in Island ist ein Vulkan ausgebrochen. Providence ist verzweifelt: Die Zeit wird knapp, und Zahera wartet. Was bleibt Providence da anderes übrig, als selber fliegen zu lernen.
(© Text- & Cover: Atlantik Verlag

----------------

[sk] Dieses Hörbuch besticht durch einen, wie ich finde, unheimlich tollen Titel – er ist so wunderbar bildhaft und beschreibt die Krankheit von Zahera auf wunderbare Art und Weise. Auch das Cover finde ich sehr gelungen. Es ist schlicht gehalten und die Farben sind sehr harmonisch aufeinander abgestimmt. Das passt wunderbar zu Thema und zur Stimmung, die das Hörbuch vermittelt.

In den Straßen der Bronx | Edward Conlon

Montag, 21. Dezember 2015 1 Kommentar

Detective Ed Conlon über Leben und Sterben in New York

[Klappentext] New York City, in der Bronx: Das Revier von Detective Edward Conlon liegt auf der finsteren Seite der Stadt, in die sich kein Tourist verirrt. Eine Welt der Gangs, der Gewalt, der Drogen, der Verwahrlosung, in der es den Cops darum geht, jene Bürger zu schützen, die ein normales Leben führen wollen. Dabei werden auch die Polizisten zur Zielscheibe. Ein schwerer Stein, geworfen aus dem 20. Stockwerk, verfehlt Conlon nur um Zentimeter. Sechs Jahre lang ist Conlon, Absolvent der Harvard-Universität, auf Streife gegangen – und hat seine Erlebnisse zu einem intensiven, gefeierten New York Times-Bestseller verdichtet. "In den Straßen der Bronx" ist auch die Innenansicht einer Familie irischstämmiger Cops, geprägt von alten Werten und dem unerschütterlichen Glauben an eine gute Sache. Der Stein, der ihn beinahe tötete, ziert heute Conlons Schreibtisch.
[© Text und Bild: Ankerherz Verlag]

----------------

[mk] In einer Stadt wie New York und in einem Stadtteil wie die Bronx, in denen alle möglichen sozialen Schichten und ethnische Gruppen aufeinander treffen, kommen alle Arten von Verbrechen vor. Ob Raubüberfall, Körperverletzung, Vergewaltigung oder Mord, mit all dem muss sich Officer Conlon auseinandersetzen, als er 1995 frisch von der Polizeiakademie mit dem Streifendienst beginnt.

[Handarbeit] BABYBOOTIES stricken. Schuhe & Socken für kleine Füße

Sonntag, 20. Dezember 2015 0 Kommentare



[Klappentext] Trippel, trappel … wenn sich kleine Füße zu ihren ersten Krabbel- und Gehversuchen aufmachen, sollten sie warm verpackt sein. Ob mit Zopfmuster, Eulenmotiv, Pompons, süßen Kirschen oder bunt gestreift – mit selbstgestrickten Babyschühchen lässt sich die Welt am besten entdecken. Die niedlichen Booties, Mini-Ballerinas, Turn- und Hausschühchen sind auch perfekt als Geschenk zur Geburt, zur Taufe oder zum ersten Geburtstag geeignet [Text + Cover: CV Verlag]

----------------- 

[Über das Buch] Ich fertige sehr gerne Babyschüchchen an und komme selten an Handarbeitsbüchern dieser Art vorbei. So fiel mir auch dieses Buch mit den süßen Booties direkt auf. Das Softcoverbuch besteht aus 47 Seiten und ist gefüllt mit 19 Anleitungen für ganz niedliche Schühchen. Auf Seite 42 bis 45 gibt es zudem einen Grundkurs „Stricken“ und auf Seite 46 bis 47 einen Grundkurs für das „Häkeln“. Wer also noch etwas unerfahren ist und sich erst einmal einarbeiten möchte, kann hier ein wenig üben. 

Geschenketipp #5 | Mach was Buntes. Das ultimative Kreativbuch | TOPP Verlag

Samstag, 19. Dezember 2015 0 Kommentare

Jedes Jahr stellt man sich immer in der Vorweihnachtszeit die Frage: Was soll ich nur schenken, was könnte passen und Freude bereiten? Man soll ja immer das schenken, was einem selbst auch richtig gut gefällt und so habe ich beschlossen, euch in der kommenden Zeit ein paar Tipps aus der fabelhaften Welt der Bücher zu präsentieren, die mich absolut begeisterten. Mein fünfter Geschenketipp für euch ist das Buch MACH WAS BUNTES aus dem TOPP Verlag.

Für wen ist dieses Buch geeignet?
Für Kreative, für Bastelfreunde, für Handarbeitsfeen, für DiY-Freunde, für Deko-Liebhaber, für alle die sich die Welt gerne etwas bunter machen!



[Klappentext] Dieses Buch bietet Ihnen eine Vielzahl an Ideen zum Selbermachen für Anfänger und Fortgeschrittene, Kinder und Erwachsene. Sie finden hier Anleitungen zum Nacharbeiten in allen beliebten Kreativtechniken: Papierarbeiten, Werken mit Holz, Nass- und Nadelfilzen, Basteln mit Naturmaterial, Perlenfädeln, Nähen, Stricken, Häkeln, Malen und Zeichnen.
Vom Fensterbild über den Loopschal bis hin zum Kuscheltier - hier bleiben keine Wünsche offen. Mit ausführlichen Grundanleitungen zu allen Techniken, Vorlagen im Buch und kurz gehaltenen Anleitungen ist das Nacharbeiten ein Kinderspiel. Und mit zehn individuell formgestanzten Lesezeichen findet jeder sein Lieblingsmodell wieder. [Text + Cover: © TOPP Verlag / frechverlag]

Die letzten Entdecker | Naomi J. Williams

Freitag, 18. Dezember 2015 0 Kommentare

Auf der Suche nach den letzten weißen Flecken der Welt

[Klappentext] Was gibt es mit zwei großen Segelschiffen zu entdecken, wenn es eigentlich nichts mehr zu entdecken gibt? Wenn die Engländer die Welt längst vermessen haben? Die Männer, die 1785 im Auftrag des französischen Königs unter der Führung des besonnenen und aufgeklärten Kommandanten La Pérouse ins Ungewisse fahren, glauben dennoch fest an den Erfolg ihrer Expedition.
Angetrieben von Pflichtbewusstsein, Idealismus, Eitelkeit oder schlichter Not bergen die beiden Schiffe sehr unterschiedliche Abenteurer. Eines ist allen – vom einfachen Matrosen bis zum geltungsbewussten Naturwissenschaftler – gemeinsam: die Bereitschaft, das eigene Leben aufs Spiel zu setzen für eine Entdeckung, die ihnen den Eintrag in die Geschichtsbücher sichert. Als sie 1788 endlich auf die ersehnte ›terra incognita‹ stoßen, lediglich eine kleine Insel in der Südsee, ist ihre Begeisterung längst von den Schrecken der bisherigen Reise überschattet. [© Text und Bild: DuMont Verlag]

-----------------

[mk] Die Expedition der beiden Schiffe Boussole und Astrolabe, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts tatsächlich stattgefunden hat, ist die Grundlage dieses Romans. Nachdem der Engländer James Cook sehr erfolgreich von seiner Weltreise zurückkam, wollte auch der französische König eine so prestigeträchtige Entdeckungsfahrt auf den Weg bringen. Gleich hinter dem Buchdeckel ist eine Weltkarte gedruckt, auf der die Route der Forschungsreise eingezeichnet ist. Damit kann ich die Etappen gut nachvollziehen, denn die Struktur des Buches ist recht sprunghaft.

Der Radieschen-Mörder | Bernd Flessner

0 Kommentare

Ein unterhaltsamer, spannender Garten-Krimi mit äußerst sympathischen Ermittler, der den Leser mit seinen teilweise doch eher unkonventionellen Methoden mitreißt, aber zeitweise auch sehr in die Irre führt!

[Klappentext] Ein perfider Garten-Krimi: Wer war Johann Kunrath? Ein unauffälliger, wortkarger Mann, den keiner wirklich kannte. Er lebte für seinen Garten. Und jetzt ist er tot, ertränkt in einer Maischetonne und geknebelt mit einem Radieschen. Nicht der einzige mysteriöse Mordfall, dem Frühpensionär Walter Dollinger auf die Spur kommt! Im Laufe seiner Nachforschungen wird es auch für den Hobbydetektiv gefährlich. Wer will ihn ausschalten?
[© Text- & Bildmaterial: blv Buchverlag]

----------------

[sk] Ich muss gestehen, dass ich zunächst ein wenig skeptisch war, bei deinem Verlag, der primär Sach- und Ratgeberbücher in seinem Programm hat, einen Krimi vorzufinden. Doch gleichzeitig war ich auch total neugierig auf das Buch.

Hinter den zwei Buchdeckeln steckte dann eine sehr unterhaltsame und erfrischende Geschichte rundum einen sympathischen Ermittler. Besonders seine natürliche Art und seine teilweise doch unkonventionellen Methoden haben mich an der gesamten Geschichte immer wieder aufs neue fasziniert. Es war so herrlich erfrischend den Ermittlungen und Mutmaßungen zu folgen und so Schritt für Schritt dem Täter auf die Schliche zu kommen.

Im Gespräch mit Autor Benjamin Monferat

Donnerstag, 17. Dezember 2015 0 Kommentare

Benjamin Monferats Roman «Welt in Flammen» erzählt die Geschichte einer dramatischen Flucht quer über den Balkan – im Mai des Jahres 1940

Marcus hat das Buch mit Begeisterung gelesen und auch HIER vorgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Rowohlt Verlag hat der Schriftsteller und Historiker Stephan M. Rother aka Benjamin Monferat zu einigen Fragen rund um das Buch Rede und Antwort gestanden:

© Katja Rother



Herr Monferat, Sie sind von Haus aus Historiker, legen mit dem Titel «Welt in Flammen» aber einen zeithistorischen Roman vor. Unterscheidet sich die Vorgehensweise? Es existieren unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die historische Wissenschaft ist ein solcher Weg. Ein sorgfältig recherchierter Roman ist ein anderer. Für die Erzählung über die letzte Fahrt des Simplon-Orient-Express im Mai 1940, die Flucht von Menschen angesichts der deutschen Besetzung, habe ich in einem Umfang Recherchen betrieben, wie er auch bei einer wissenschaftlichen Arbeit angefallen wäre.

Wer sich die Fahrtroute des Simplon-Orient anschaut, quer über den Balkan in die Türkei, wird sofort an die Route denken, auf der sich heute Hunderttausende von Menschen als Flüchtlinge in der Gegenrichtung bewegen. Ist das beabsichtigt?
Der Roman wurde im Jahre 2013 verfasst, lange bevor diese Wanderungsbewegungen – viel zu spät – zum großen Thema wurden. Von den Entwicklungen des Jahres 2015 konnte ich damals nichts wissen. Was ich aber wissen konnte und was uns allen bewusst sein sollte, ist die Tatsache, dass viele Gegner des Naziregimes diese dunkle Zeit nur deswegen überlebt haben, weil man ihnen im Ausland Zuflucht gewährt hat. Von ihnen handelt die Geschichte. Die Flüchtlinge, das sind wir.

Dennoch fällt auf, wie aktuell Ihre Geschichte in so vieler Hinsicht anmutet: «Jeder Grenzübertritt kann das Ende bedeuten.» Drängen sich da nicht Vergleiche auf in einer Zeit, in der in Europa wieder Zäune gebaut werden?
Diese Vergleiche drängen sich deshalb auf, weil die Situation auf einer bestimmten Ebene vergleichbar ist. Die Jahre 1938 bis 1940 erleben einen Zusammenbruch der Ordnungsprinzipien, die auf dem europäischen Kontinent jahrzehntelang Bestand hatten. Im Augenblick der Krise zerfällt Europa in eine Vielzahl von Staaten mit ihren jeweils eigenen egoistischen Interessen. Staaten, die unfähig sind, der Herausforderung zu begegnen, weil sie nicht weiter als bis zu ihrer Nasenspitze blicken können.

Und das ist eine Entwicklung, die sich heute wiederholt?
Geschichte wiederholt sich nicht. Wohl aber wiederholen sich historische Motive, und derjenige, der in der Lage ist, diese Motive zu erkennen, erhält die Möglichkeit, aus der Geschichte zu lernen. Wenn wir aus der Beschäftigung mit der Vergangenheit lernen, dass nur ein gemeinsames Europa eine Chance hat, eine solche Herausforderung zu bestehen, dann ist eine Menge gewonnen.

In diesem Bewusstsein sollte man Ihr Buch lesen?
Man sollte es als einen – hoffentlich – richtig guten Schmöker lesen, mit Liebe, Action und Dramatik, und mit Figuren, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind. Das Nachdenken werde ich niemandem verbieten. Dass ich ein Buch für denkende Menschen geschrieben habe, kann ich mir nicht vorwerfen.

Fiel es Ihnen als Historiker schwer, erfundene Elemente wie das Königreich Carpathien in ihr Buch zu implementieren?
Die Technik, nach der ich das Buch gestaltet habe, funktioniert ähnlich einem Prisma oder einem Brennglas, das atmosphärisches Licht an einem bestimmten Punkt konzentriert. Diese Konzentration ist eine doppelte: auf den beengten Raum eines Luxuszuges, der durch das zerbrechende Europa rast und auf die kurze Zeitspanne von zwei Tagen und drei Nächten. Die Carpathien-Handlung fängt dabei Licht aus der Geschichte Carols II. von Rumänien und seiner jüdischen Geliebten Magda Lupescu ein, sammelt aber auch Helligkeit aus ganz anderen Quellen, aus den unterschiedlichen Monarchien auf dem Balkan und darüber hinaus im Verlauf des Krieges. Insofern ist Carpathien nicht fiktiv; es ist ein Chiffre für unterschiedliche komplexe historische Entwicklungen.

Haben Sie für die Recherche für den Roman den ein oder anderen Stopp auf der Route des Orient Express besucht?
Verschiedene Örtlichkeiten habe ich zu unterschiedlichen Zeiten aufgesucht, wobei sich gerade auf den Bahnhöfen die konkrete Situation zum Teil massiv verändert hat; Postumia/Postojna oder Niš wären heute nur schwer wiederzuerkennen. Vor allem aber habe ich mir diesen Zug sehr genau angesehen; die Finger über das Rauchglas gleiten zu lassen, die Struktur der Sitzpolster zu spüren, die Atmosphäre im wahrsten Sinne des Wortes zu erschnuppern: Das ist ungeheuer wichtig. Einige seiner wundervoll schillernden Wagen sind aufwendig konserviert und restauriert worden und in Einzelfällen heute auf "Nostalgiereisen" sogar wieder im Einsatz.

Ist für Sie eine Verfilmung des Buchs vorstellbar und wenn ja, welche Schauspieler würden Sie favorisieren?
In manchen Momenten hat sich die Arbeit angefühlt wie die Arbeit an einem Drehbuch. Wenn man einen so beengten Raum "bespielt", muss man genau wissen, wer nun an welcher Stelle steht; ob das schon rein physisch überhaupt funktionieren kann. Verschiedene Szenen der Handlung sind filmische Zitate. Der Rückblick auf die erste Begegnung der beiden Richards` etwa, die Rodeo-Szene, hat eine Menge von "Misfits" ("Nicht gesellschaftsfähig"). Einen Riesenspaß hat es gemacht, immer wieder über die Handlung der unterschiedlichen Filme nachzugrübeln, in denen Betty Marshall mitgewirkt hat: Diese Szene, in der sie Conrad Veidt eigentlich nur die Zigarette aus dem Mund treten sollte, dann aber sein Kinn erwischt hat, und Cukor habe die Szene dann im fertigen Film belassen, weil sie einfach so eindrucksvoll war ... Ist das nicht ein Jammer, dass Hollywood das niemals gedreht hat? - Und die wichtigsten Figuren haben wir auf www.welt-in-flammen.de tatsächlich im Bilde gecastet.

© Interview: Rowohlt Verlag / Marcus Kufner


Trailer zu "Welt in Flammen" © Rowohlt Verlag

[marcus]

Welt in Flammen | Benjamin Monferat

0 Kommentare

Der Himmel im Osten war flüssiges Feuer.

[Klappentext] Mai 1940: Während die Deutschen Frankreich besetzen, bricht der Simplon Orient Express zu seiner letzten Reise auf. Eine schicksalhafte Gesellschaft, jeder der Gäste mit einem anderen Grund, diese Fahrt unter allen Umständen anzutreten. Ebenfalls an Bord – Agenten aller kriegführenden Mächte. Was niemand von ihnen ahnt: Im Zug befindet sich etwas, nach dem Hitler in ganz Europa suchen lässt.
Die Fahrt steht von Anfang an unter einem schlechten Stern. Jeder Grenzübertritt kann das Ende bedeuten. Schließlich bricht Feuer aus. Und während Europa in Dunkelheit versinkt, rast der Express als lodernde Fackel durch die Nacht ... [© Text und Bild: Rowohlt Verlag]

------------------

[mk] Der Anfang von „Welt in Flammen" erinnert mich an eine Traumschiff-Episode: zuerst lernen wir die Passagiere kennen. Und das sind auf dieser Reise sehr verschiedene. Es gibt Reisende aus England, Amerika, Indien, Botschafter aus Deutschland und Frankreich, den Grafen Romanow mit seiner Familie, und sogar ein König im Exil ist dabei. Jede dieser Personen hat seine eigene Intention, mal mehr mal weniger geheim. Im Gegensatz zum Traumschifftrip ist bei dieser Fahrt jedoch von vorn herein klar, dass es keine Urlaubsreise wird.

Mondscheinjunge | Carla Buckley [Hörbuch]

Mittwoch, 16. Dezember 2015 0 Kommentare

Umgeben von Dunkelheit bringt er ein grausames Geheimnis ans Licht.

[Klappentext] Tylor Lattimore feiert seinen vierzehnten Geburtstag, aber noch immer weiß er nicht, wie sich die Strahlen der Sonne auf seiner Haut anfühlen - denn er kann nur leben, wenn es dunkel ist. Licht fügt ihm unerträgliche Schmerzen zu und kann sogar tödlich sein. Er verbringt seine Tage in einem verschlossenen Zimmer, nur nachts wagt er sich nach draußen. Seine größte Leidenschaft ist seine Kamera, mit der er durch die Dunkelheit streift. Als Amy, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, plötzlich spurlos verschwindet, gerät Tylors Leben in Aufruhr. Seiner Mutter, die sich unermüdlich um sein Wohlergehen kümmert, scheint der Vorfall sehr nahezugehen. Was war in dem sonst so ruhigen Wohnviertel passiert, dass Amy nicht mehr nach Hause zurückkehrte? Ausgerechnet Tylor sieht jetzt klarer als irgendjemand sonst und entdeckt eine Spur, die geradewegs ins Unheil führt ... [Text & Cover: Rubikon Audioverlag]

-------------------

[wb] Wie wäre es wohl, mit einer Allergie gegen UV-Licht leben zu müssen? Wie würde sich der Alltag gestalten, wenn jeder Sonnenstrahl auf der Haut schlimmste Verbrennungen verursachen und zu Hautkrebs führen würde? Das Gestirn im Zentrum unserer Galaxie ist der Ursprung des Lebens auf der Erde, es spendet Wärme und Geborgenheit, und bereits saisonal bedingte Reduktion ihrer Intensität kann zu depressiven Verstimmungen führen. Welche Auswirkungen es hat, gänzlich ohne die Sonne leben zu müssen, kann sich kaum jemand von uns vorstellen.

Geschenketipp #4 | Zauberhafte Blütenträume | Marielle Enders

0 Kommentare

Jedes Jahr stellt man sich immer in der Vorweihnachtszeit die Frage: Was soll ich nur schenken, was könnte passen und Freude bereiten? Man soll ja immer das schenken, was einem selbst auch richtig gut gefällt und so haben wir beschlossen, euch in der kommenden Zeit ein paar Tipps aus der fabelhaften Welt der Bücher zu präsentieren, die uns absolut begeisterten. Der vierte Geschenketipp für euch kommt von Sandra und sie empfiehlt das Ausmal-Buch "Zauberhafte Blütenträume" von Marielle Enders:

Für wen ist dieser Geschenketipp geeignet?
>> für Kreative, für Erwachsene und Kinder, für Gestresste, für Kopfmenschen, für alle die sich einfach mal richtig entspannen und dem Alltag entfliehen möchten.



[Klappentext] Strich für Strich zur Entspannung, denn der Facettenreichtum der Natur mit all ihren Formen, Farben und Mustern bedeutet Inspiration pur! Bei den zauberhaften Ausmalmotiven der Künstlerin Marielle Enders stand die Natur selbst Pate, jedes einzelne Motiv bietet eine Fülle an Möglichkeiten, um die fantasievollen und verspielten Vorlagen mit den eigenen Farben zu kolorieren und weiter auszuschmücken. Alle Ausmalvorlagen wurden auf hochwertigem Papier gedruckt und können so auch gleich aufgehängt oder verschenkt werden. Ausmalen, loslassen und sich dabei in den Farben und Formen verlieren, all dies wird durch die Motive, die Harmonie mit Fantasie verbinden, ganz schnell möglich. Der feingliedrige Zeichenstil der ausgebildeten Kunsttherapeutin inspiriert dazu, selbst ganz einfach kreativ zu werden und Werke voller positiver Energie zu schaffen. Ausmalmotive für ein gutes Lebensgefühl ! [© Text- & Bildmaterial: Christophorus Verlag

Geschenketipp #3 | Man könnte einfach mal {nichts} tun

Dienstag, 15. Dezember 2015 0 Kommentare

Jedes Jahr stellt man sich immer in der Vorweihnachtszeit die Frage: Was soll ich nur schenken, was könnte passen und Freude bereiten? Man soll ja immer das schenken, was einem selbst auch richtig gut gefällt und so habe ich beschlossen, euch in der kommenden Zeit ein paar Tipps aus der fabelhaften Welt der Bücher zu präsentieren, die mich absolut begeisterten. Mein dritter Geschenketipp für euch ist das Buch "Man könnte einfach mal {nichts} tun" von Wiebke Krabbe:

Für wen ist dieser Geschenketipp geeignet?
>> für Kreative, für Bastler, für DiY-Fans, für Genießer und Naschkatzen, für Wohlfühler, für Gestresste, für alle die sich einfach mal Zeit nehmen und {nichts} tun wollen!


[Klappentext] Wohlfühlen ist, was du selbst daraus machst! Wohlfühlen ist eine ganz individuelle Sache. Es beginnt damit, sich Zeit zu nehmen, um zunächst einmal herauszufinden 'Was tut mir gut?'. Dabei geht es gar nicht um lebensverändernde Großprojekte, sondern darum, die Achtsamkeit für die kleinen Dinge wiederzufinden, einmal nur an sich zu denken, innezuhalten, ohne Zwang und Leistungsdruck den Moment zu genießen. Und weil schon im Tun eine Menge Vorfreude steckt, kann es ungemein befriedigend sein, Kleinigkeiten, die Wohlbefinden schenken, zuzubereiten oder herzustellen. Dieses Buch begleitet Sie mit vielen Wohlfühl-Ideen und -Tipps zum Selbermachen durch die Jahreszeiten. Kleine Dekorationen, hübsche Helfer und nette Geschenke schaffen Wohlfühlatmosphäre. Und weil es sehr wohltuend ist, wenn man angelächelt wird, eignen sich viele der Ideen auch bestens zum Verschenken. Mit schönen Postkarten zum Heraustrennen.
[Text & Cover: © Christophorus Verlag]

Die Stunde des Kraken. Ein Fall für Lara Gropius | Peter Glowotz

Montag, 14. Dezember 2015 0 Kommentare

[Klappentext] Auferstehung  Eine kryptische Zeichnung, eine ermordete Prostituierte und ein verschwundener Greis, um den sich ein bizarres Geheimnis rankt: ein Fall für die Augsburger Privatdetektivin Dr. Lara Gropius. So rätselhaft wie das Verschwinden des alten Mannes ist auch das Verhalten seiner Schwiegertochter. Woher rührt ihre panische Angst? Wird die stürmische Nacht, in der Lara auf einem Leuchtturm an der Ostseeküste mit einer Begegnung auf Leben und Tod konfrontiert wird, die Antwort ans Licht bringen? Die "Stunde des Kraken" - wem wird sie schlagen? [© Text + Cover: Gmeiner Verlag]

-----------------

[wb] Man stelle sich einen alten Seebären vor, der mit Kautabak unter der Oberlippe auf sein Leben zurückblickt und einer interessierten Schar von Zuhörern davon berichtet. Es ist still im Raum, alles hängt gebannt an seinen Lippen, wenn er mit großväterlicher Erzählstimme sein Garn spinnt, wenn ihm zu jedem Stichwort eine weitere Anekdote einfällt und er trotz aller Umwege den Zielhafen nicht aus den Augen verliert.

Herr Parkinson | Richard Wagner

Freitag, 11. Dezember 2015 0 Kommentare

Ein berührender Blick auf eine Krankheit, die „den Körper verwirrt und den Kopf zuschauen lässt"!

[Klappentext] Im Grunde war es mein rechtes Bein, das mich ins Unglück gestürzt hat. Ohne dieses Bein wäre mein Leben anders verlaufen. Ich hätte einen Hut getragen, wenn mein rechtes Bein mir nicht ständig an die Krempe getippt hätte. Ich hätte den Frauen tief in die Augen sehen können, wenn das Bein sich nicht sofort auf ihre tausend Füße gestellt hätte." Richard Wagner erzählt souverän, ohne jede Bitterkeit, aber auch ohne Beschönigung und folgt dabei mit allen Hoffnungen und Rückschlägen dem Verlauf der eigenwilligen Erkrankung. Zu Beginn ist es nur ein leichter Taumel in einer Bar in der Grunewaldstraße, der noch alles mögliche hätte sein können. Dann, nach der Diagnose, geht bald nichts mehr ohne starke Medikamente, die wie in einem wunderbaren Honeymoon zunächst alles bewältigbar erscheinen lassen. Bis nach und nach Herr Parkinson übernimmt, und die Welt des Patienten zum „schwarzen Quadrat" wird. [© Text- & Bildmaterial: Knaus Verlag]

-------------------

[sk] Die Krankheit Parkinson war mir schon länger ein Begriff, doch genauer damit beschäftigt habe ich erst als die Krankheit in meinem unmittelbarem Umfeld auftrat. Hierdurch wurde es für mich auch immer wichtiger die einzelnen Facetten von Parkinson zu verstehen und besser mit ihnen umgehen zu können.

Buchvorstellung und GEWINNSPIEL || NEW YORK CHRISTMAS. Rezepte und Geschichten

Mittwoch, 9. Dezember 2015 77 Kommentare


[Klappentext] Ein Ausflug in das magische New York der Vorweihnachtszeit: Wenn bunte Lichter die Fassaden schmücken, allerorten Jingle Bells erklingt und kulinarische Hochgenüsse zum Schlemmen einladen. Wer träumt nicht davon, über die verschneite 5th Avenue zu bummeln, unter dem imposanten Tannenbaum am Rockefeller Center übers Eis zu laufen und zum krönenden Abschluss ein köstliches Stück Pumpkin Pie in einem der unzähligen Cafés zu genießen?

Mit 50 Rezepten für Pancakes, Maple Glazed Ham und einen unvergesslichen Cheesecake sowie den schönsten Weihnachtsgeschichten aus dem Big Apple lässt uns dieses Kochbuch in der eigenen Küche am Traum von weißer Weihnacht teilhaben. [Text & Coverabbildung: © Hölker Verlag]

--------------------

[az] für die diesjährige Vorweihnachtszeit hatte der Hölker Verlag ein ganz besonderes Schätzchen für uns bereit gehalten: 'New York Christmas. Rezepte & Geschichten' ist das neueste Buch der beidem bekannten Autoren Lisa Nieschlag und Lars Wentrup. Einige kennen vielleicht schon die Bücher 'Grüße aus meiner Küche' und 'Advent Advent'. Lisa Nieschlag führt zudem zusammen mit Julia Cawley den tollen Blog 'Liz & Jewels' - und das quasi kontinentübergreifend, denn Lisa lebt in Münster während Julia aus Brooklyn stammt. 

Schon nach dem ersten Durchblättern des Buches wusste ich sofort, dass ich hier eine echte Perle in den Händen halte. Und so erging es wohl den meisten, denn mittlerweile ist 'New York Christmas' tatsächlich schon in einigen Läden vollkommen ausverkauft. Zu Recht! Das Buch ist einfach grandios!

Aber nicht traurig sein, denn eines sei euch schon vorab verraten: wir verlosen hier in diesem Beitrag ganz exklusiv ein Exemplar unter unseren treuen Lesern!
Na, ist das was?!? 

Geschenketipp #2 - Der Ankerherz Jahresplaner

0 Kommentare

Jedes Jahr stellt man sich immer in der Vorweihnachtszeit die Frage: Was soll ich nur schenken, was könnte passen und Freude bereiten? Man soll ja immer das schenken, was einem selbst auch richtig gut gefällt und so habe ich beschlossen, euch in der kommenden Zeit ein paar Tipps aus der fabelhaften Welt der Bücher zu präsentieren, die mich absolut begeisterten. Mein zweiter Geschenketipp für euch ist der Leder-Jahresplaner aus dem Ankerherz Verlag.

Für wen ist dieser Geschenketipp geeignet?

>> für Ästheten, für Planer, für Kalenderliebhaber, für Ordnungsliebende, für für alle die sehr gerne organisiert sind und das Besondere suchen.


[az] Zum Ende des Jahres findet man sie wieder an allen Ecken und Enden - die Kalender und Jahresplaner für das kommende Jahr. Das reicht von den obligatorischen Fluten an Werbekalendern über Wandkalender aller Größen mit Fotografien einmal rund um den Planeten oder netten Sprüchen bis hin zu den handlich-praktischen Jahresplanern, die auch ganz wunderbar in der Handtasche Platz finden. Das Angebot ist unglaublich groß und ich finde es immer wieder spannend, DEN perfekten Kalender für mich für das kommende Jahr zu finden.

[Kolumne] Mord in der Mozart-Metropole

Dienstag, 8. Dezember 2015 0 Kommentare


AUFGELESEN #11

Liebe Leserin, lieber Leser,

die letzten beiden Ausgaben der Kolumne "Aufgelesen" waren dem alljährlichen Salzburger Krimifest "Peng" gewidmet, wo renommierte Autoren aus dem Spannungsbereich ihre aktuellen Werke präsentierten. 
Immer mehr von ihnen stellen dabei auch einen örtlichen Bezug her, ein Umstand, der Manfred Koch auch sarkastisch vor einer Dezimierung der ländlichen Bevölkerung durch literarische Serientäter warnen ließ. Hier anknüpfend, werfe ich in dieser Woche einen Blick auf zwei Krimis, die zwar beide in Salzburg angesiedelt sind, jedoch in Bezug auf die Mozartstadt recht unterschiedliche Ansätze wählen:

Ein brutaler Mord an einem Arzt in einem Salzburger Krankenhaus. Eine solche Gewalttat bildet die Ausgangssituation gleich zweier unabhängig voneinander verfasster Romane, die in letzter Zeit mein Leserherz erfreut und an meine Ortskenntnis appelliert haben. Im 2009 erschienen "Herzlos" von Franz Zeller wird im Landeskrankenhaus ein Herzchirurg ermordet, während in der brandaktuellen (2015) Veröffentlichung von Ursula Poznanski, "Stimmen" in der Psychiatrie des Klinikums Salzburg Nord die bizarr arrangierte Leiche eines Psychiaters aufgefunden wird. Die leitenden Ermittler Franco Moll einerseits und Beatrice Kaspary andererseits sind nicht nur mit der Aufklärung des Falles bestens ausgelastet, auch von ihren Kindern werden die beiden alleinerziehenden Elternteile auf Trab gehalten.

Eiskalte Verschwörung | Astrid Korten

Montag, 7. Dezember 2015 1 Kommentar

[Klappentext] Berlin ist in Aufruhr. Als das Herz von Bardo Erbach, renommierter Kriminologe und Berater des Innenministeriums, aufhört zu schlagen, erschüttert gleichzeitig ein bestialischer Mord die Bundeshauptstadt. Seine Tochter Alexa, Leiterin der Forensischen Strafanstalt, stimmt nach seiner Beisetzung einer Studie des Innenministeriums zu. Parallel geraten Alexa, ihr siebenjähriger Sohn Josh und Tom, ihr Ehemann und Ermittler beim BKA, ins Visier des Softwareentwicklers und Psychopathen Janus. Gewalt und Tod bestimmen auf einmal Alexas Leben ... Ein spannender, hochbrisanter Top-Thriller, der die Gefahren von Predictive Policing die vorhersehende Polizeiarbeit und der digitalen Überwachung skizziert. [Cover +Text: © CW Niemeyer Buchverlage]

-----------------

[wb] "Eiskalter Schlaf", "Eiskalte Umarmung", "Eiskalter Plan" ... Obwohl die Titel von Astrid Korten wenig distinktiv sind und an die Übertragungen der James Bond-Filme der Achtziger Jahre ins Deutsche erinnern, ist das Attribut "eiskalt" inzwischen zu ihrem Markenzeichen geworden. Der aktuelle Thriller "Eiskalte Verschwörung" fügt sich nahtlos in diese Reihe, was seinen Namen betrifft. Auch inhaltlich hat die Autorin inzwischen wiederkehrende Muster entwickelt, sodass treue Leser einen neuen Roman sofort ihr zuordnen können. Dazu gehört in erster Linie das gesellschaftliche Biotop des mondänen Geldadels.

Literarischer Jahresrückblick ** INKLUSIVE GEWINNCHANCE!

Samstag, 5. Dezember 2015 49 Kommentare


Hallo liebe Leser, 

da mein letztjähriger Rückblick auf viele positive Rückmeldungen traf, habe ich mich entschlossen, Euch auch dieses Jahr meine besonderen Höhepunkte wieder kurz und knackig vorzustellen. Die regelmäßigen Lesers des Blogs werden den ein oder anderen Titel bereits von den Sonntagtipps kennen, aber es sind auch ein paar neue dabei. Und wer weiß, vielleicht entdeckt der Ein oder Andere unter Euch ja noch einen interessanten Titel, sei es für Euch selber oder als Weihnachtsgeschenk für einen geliebten Menschen.
* Zudem habt ihr die Chance, eines dieser Bücher zu gewinnen! Mehr dazu am Ende dieses Beitrages.*

Erkenne die Welt. Geschichte der Philosophie 1 | Richard David Precht

Freitag, 4. Dezember 2015 0 Kommentare

Richard David Precht erklärt uns in drei Bänden die großen Fragen, die sich die Menschen durch die Jahrhunderte gestellt haben.

[Klappentext] Im ersten Teil seiner auf drei Bände angelegten Geschichte der Philosophie beschreibt Richard David Precht die Entwicklung des abendländischen Denkens von der Antike bis zum Mittelalter. Kenntnisreich und detailliert verknüpft er die Linien der großen Menschheitsfragen und verfolgt die Entfaltung der wichtigsten Ideen – von den Ursprungsgefilden der abendländischen Philosophie an der schönen Küste Kleinasiens bis in die Klöster und Studierstuben, die Kirchen und Machtzentren des Spätmittelalters. Dabei bettet er die Philosophie in die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen der jeweiligen Zeit ein und macht sie auf diese Weise auch für eine größere Leserschaft lebendig. Ein Buch, das dazu hilft, sich einen tiefen Einblick in die Geschichte der Philosophie zu verschaffen und die Dinge zu ordnen. Tauchen Sie ein in die schier unerschöpfliche Fülle des Denkens! [© Text und Bild: Goldmann Verlag]

-----------------

[mk] Ich habe nicht Philosophie studiert. Ich fand es aber schon immer faszinierend, die Welt mit Logik und Verstand zu erörtern und zu erklären. Für jemanden wie mich, der nicht vom Fach ist, sind die meisten Sachbücher darüber zu theoretisch und zu spezifisch, um daraus einen Nutzen zu gewinnen. Genau das macht Richard David Precht anders. Die Leser, die er mit seiner Buchreihe erreichen will, sind nicht unbedingt die Experten, sondern eben welche wie ich – interessierte Nichtfachleute.

Die letzte Spur | Charlotte Link [Hörbuch]

Mittwoch, 2. Dezember 2015 0 Kommentare

[Klappentext] Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Anstatt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten - und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen. Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf. Plötzlich gibt es Hinweise, dass Elaine noch lebt. Doch als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird ... [Text + Cover © Randomhouse Audio] 

-----------------

[wb] Gerüchten zufolge entstammt der Eifer der Briten beim Kolonisieren dem Bedürfnis, der regnerischen Tristesse ihrer Heimat zu entfliehen. Im Falle von Charlotte Link zieht diese Sehnsucht in die entgegengesetzte Richtung, sie fühlt sich von den britischen Inseln regelrecht angezogen. Gerade in Verbindung mit ihrem Namen, der genauso gut dem angelsächsischen Raum entstammen könnte, verleitet diese dieses Fernweh schlecht vorbereitete Journalisten immer wieder dazu, ein Interview auf Englisch zu führen.

Im Gespräch mit der Autorin Astrid Korten

Dienstag, 1. Dezember 2015 2 Kommentare


© Astrid Korten
Liebe Astrid, vielen Dank, dass Du Dich bereit erklärst, uns in entspannter Atmosphäre Rede und Antwort zu stehen. Weil es gemütliche Tradition ist, treffen wir einander auf einen virtuellen Kaffee und beginnen mit der entsprechenden Frage:

* Wo nehmen wir denn Platz, im Café, einem Berggasthaus, der guten Stube? Wie soll der Kaffee denn zubereitet sein, wenn wir Kaffee servieren dürfen? Und welches Gebäck begleitet das Getränk?
Wir frühstücken in einem Café mit Arte-Flair und trinken Café au lait, dazu gibt es Croissants. Im Hintergrund läuft "Der Kaffee ist fertig" von Konstantin Wecker. Am Nebentisch sitzen Gut und Böse: Audrey Tautou und Depardieu lauschen unserem Gespräch, aber wir lassen uns nicht ablenken.

* Bitte stelle Dich kurz Deinen (potentiellen) Lesern vor - wer ist Astrid Korten, was treibt sie an, warum schreibt sie und wie gestaltete sich ihr Weg dorthin?
Astrid Korten ist ein Mups! Ja, so würde ich mich beschreiben. Mups ist ein Begriff aus der Pharmazie und steht für Mikropellets, eine spezielle Form der Arzneimittelzubereitung. Dabei wird der Wirkstoff in winzige Kügelchen verarbeitet.
Schreiben bedeutet für mich: Spielen mit den Mikropellets der Fantasie, Schreiben ist ein Sternenfunkeln aus Wörtern, mitten ins Herz eines anderen Menschen.
"Hier ruht ein Mups" soll auch auf meinem Grabstein stehen. Und schon sind wir beim Thema "Tod".
Der Tod steht mir gut, er liebt mich, weil er in meinen Romanen seine narzisstischen Züge voll ausleben kann und absolut wandlungsfähig ist. Er nimmt in jedem Roman eine andere Gestalt an. In dem neuen Thriller "Eiskalte Verschwörung" lässt er einen Menschen ohne die Hilfe seiner Handlanger sterben. Der Mörder ist nicht einmal in der Nähe des Opfers. Eine bedrohliche und neue Dimension der Gewalt.