AUFGELESEN #20 | HALLO, WAS LESEN SIE GERADE?

Dienstag, 31. Mai 2016 0 Kommentare

So lautet nicht nur der Titel dieser Ausgabe von AUFGELESEN, sondern auch jener einer festen Rubrik im BÜCHERMAGAZIN. Dabei werden Zeitgenossen, die gerade in der Eisenbahn mit einem Buch erspäht werden, dazu eingeladen, über ihre Lektüre zu plaudern.


Einer im März dieses Jahres durchgeführten Studie des Linzer Meinungsforschungsinstitus IMAS zufolge, könnten zumindest in Österreich sehr viele Menschen derart angesprochen, keinen Titel nennen. Auf die Frage "Wie häufig lesen Sie in Ihrer Freizeit ein Buch?" wählten 48 % der Befragten die Antwort "Seltener bzw. nie". In der zeitlichen Entwicklung lässt sich in ähnlicher Weise ein wenig erfreuliches Bild erkennen. 

Gaben im Jahr 1973 noch knapp zwei Drittel an, sich beliebiger Lektüre "Sehr gern" bzw. "Ziemlich gern" zu widmen, so sind es aktuell nur mehr 46 Prozent, die Freude im Lesen finden. 


Am anderen Ende des Spektrums, also dort, wo die Beschäftigung mit Büchern, Zeitschriften und Zeitungen als nicht erbaulich empfunden wird, hingegen verdreifachte sich der Wert.
Aber genug der Zahlen, wer sich genauer für Erhebung und Methodik interessiert, findet am Ende dieses Artikels den Link dazu. Auf einem Blog für Bücherfreunde die sinkende Lesemoral zu beklagen, ist ohnehin müßig. Vielmehr ist es doch interessant, was dies nun für uns bedeutet.

BUCHVORSTELLUNG | I LOVE CHEESECAKE

Freitag, 27. Mai 2016 3 Kommentare


Mit einem Stück Käsekuchen ist die Welt in Ordnung! Ob klassisch amerikanisch mit einer guten Portion Frischkäse und knusprigem Keksboden oder als leichte Variante mit Quark und Himbeerspiegel. Wie auf Omas Kaffeetafel oder erfrischend spielerisch als Eis am Stiel oder, oder, oder … Das zart-cremige Vergnügen ist grenzenlos variabel, mit dem gewissen Know-How einfach zu backen und passend für jede Gelegenheit. Sagen Sie Ja zum süßen Stück vom Glück. [Klappentext & Cover: © Hölker Verlag]

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[az] Käsekuchen gehört mit zu meinen liebsten Kuchen und ich liebe die Vielfalt, wie dieser Kuchen zubereitet werden kann. Als ich auf dieses Themen-Backbuch aufmerksam wurde, war mir klar, dass ich es unbedingt testen muss, weil: "I LOVE CHEESECAKE!"

REZENSION: TENEBRIS. DIE ALLIANZ DER SCHATTENJÄGER | DAVE RUDDEN

Mittwoch, 25. Mai 2016 0 Kommentare


Flucht ist zwecklos. Den Schattendämonen entrinnt keiner. Sie kommen aus dem Reich Tenebris, einem düsteren Paralleluniversum, und bringen Chaos und Zerstörung. Seit Jahrhunderten steht nur eins zwischen diesen finsteren Mächten und der Menschheit: die Allianz der Schattenjäger!
Von alldem wusste der 13-jährige Denizen bisher nichts. Sein Leben in einem Waisenhaus in Irland war alles andere als ein großes Abenteuer. Doch plötzlich steckt er mittendrin im Kampf der Schattenjäger. Er soll sich ihrem Geheimbund in Dublin anschließen und ihre geheime Magie erlernen. Denn eine neue Bedrohung ist aus Tenebris gekommen – und bringt die ganze Welt in Gefahr! [© Text und Cover: Fischer Sauerländer]

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[mk] Es wäre sicher übertrieben zu behaupten, dass Denizen glücklich und zufrieden im Waisenhaus an Irlands Küste leben würde, aber er kommt zurecht in seiner Welt und weiß, wie sie funktioniert. Als er eines Tages die Nachricht erhält, dass ihn eine unbekannte Tante abholen wird, ändert sich das.

REZENSION: VIELE FRÖSCHE MUSST DU KÜSSEN, TINDERELLA! | NINA PONATH

Dienstag, 24. Mai 2016 1 Kommentar

Tinder hat sich seit geraumer Zeit zu DEM Dating-Portal schlechthin gemausert. Man meldet sich an, bekommt Bilder von Singles vorgeschlagen und mit einem Wisch kann sich entscheiden, ob man heute noch ein Date hat oder nicht. Diese Einfachheit und Zwanglosigkeit hat in der Netzgemeinde jedoch schnell dazu geführt, dass man hier auch eher lockere Bekanntschaften macht, die in der Regel so gar nicht den eigenen Erwartungen entsprechen. Erst nach einer wahren Odyssee durch die Welt der verrückten Tinder-Treffen kommt das Beste dann doch noch zum Schluss: Ninas Happy End mit Traummann Jannick. In diesem Buch schreibt Nina von ihren und von Jannicks skurrilen und witzigen Erfahrungen und Katastrophendates, bis sie sich endlich gefunden haben. Eine märchenhafte aber wahre Liebesgeschichte, die allen Singles und Mingles in Deutschland Mut macht. [Text & Cover: © Eden Books Verlag]

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[sk] Die große Liebe in einer Bar, Disco oder einfach auf der Straße kennenlernen? Das war gestern. So könnte man zumindest den Eindruck bekommen, denn scheint der Trend immer mehr dahin zu gehen, sich bei der Partnersuche einem Online-Datingportal wie Parship, Friendscout24 oder auch einer Dating-App wie Tinder zu bedienen. Ich selbst nehme mich da nicht unbedingt aus. So habe auch ich meinen langjährigen Lebenspartner über das World-Wide-Web kennengelernt. Geplant hatte ich das nie, aber mir ging es damals ähnlich wie der Autorin des Buches – Probieren kann man es ja mal...

REZENSION: MÖGEN DEINE AUGEN LEUCHTEN | BITA SCHAFI-NEYA

Montag, 23. Mai 2016 0 Kommentare

Meine Reise durch den Iran. Ein Land mit Repressionen, hoher Arbeitslosigkeit und Kontrollen durch Sittenwächter einerseits, erwachender Lebenslust und einem relativ gut funktionierenden Alltag andererseits.




Mindestens einmal im Jahr fährt Bita Schafi-Neya in ihre „zweite Heimat". Sie besitzt sowohl die deutsche als auch die iranische Staatsbürgerschaft und hat im vergangenen Jahr vier Monate im Iran verbracht. Während ihrer Aufenthalte hat sie sich ein Bild vom heutigen Iran gemacht. Selten wird in den Medien positiv über den Iran berichtet: Es geht um Begriffe wie Atomkonflikt, totalitäres Regime, fundamentalistischer Mullahstaat, Israelkonflikt. In ihrem Buch macht die Autorin deutlich, dass Iran anders ist: Sie ist zwischen beiden Kulturen aufgewachsen und erzählt von der Gastfreundschaft der Iraner, von Persisch Neujahr und Haft-Sin, von Tarouf – iranischen Höflichkeitsfloskeln – und von ihren Touren durch glitzernde Salzwüsten und blühende Gärten. Und sie gewährt uns Einblicke in das Privatleben junger Iraner. Sie war zu Gast auf einer illegalen Geburtstagsparty und hat einen der größten Schönheitssalons von Teheran besucht. Während die Mullahs versuchen, das Land zu regieren, nehmen die Jugendlichen sich ihre Freiheit. Sie surfen im Internet, verliebte Pärchen schlendern Hand in Hand durch die Parks und die Frauen sind – trotz Kopftuchzwang – selbstbewusster denn je. Auch auf die jüngere Geschichte des Irans, den Kurs des neuen Präsidenten Rohani, die Einigung in der Atompolitik und die aktuellen Terroranschläge wirft diese Reportage ein neues Licht. [© Text und Cover: Braumüller Verlag]

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[mk] Bita Schafi-Neya ist in Deutschland aufgewachsen, hat aber immer schon eine enge Verbindung zum Iran, der Heimat ihres Vaters. Mit ihrem Buch will sie dem Leser das Land auf ihre Weise näher bringen.

REZENSION: LAUFEN. ESSEN. SCHLAFEN | CHRISTINE THÜRMER

Freitag, 20. Mai 2016 0 Kommentare

Eine Frau, drei Trails und 12700 Kilometer Wildnis


Als Christine Thürmer gekündigt wird, beschließt sie, sich eine Auszeit zu nehmen und auf dem Pacific Crest Trail von Mexiko nach Kanada zu wandern – 4277 Kilometer. Eigentlich unsportlich und ohne Erfahrung bricht sie zu ihrem Abenteuer auf und schafft es tatsächlich bis ans Ziel. Und sie wandert weiter, läuft 2007 den Continental Divide Trail und 2008 den Appalachian Trail. Aus der gewissenhaften Geschäftsfrau wird eine Langstreckenwanderin, die fast ununterbrochen draußen unterwegs ist – zu Fuß, per Fahrrad oder Boot. Anschaulich und humorvoll beschreibt Christine Thürmer die Geschichte ihrer inneren Suche, ihre Erlebnisse und landschaftlichen Eindrücke auf den drei großen Trails und wie es ist, als Frau allein unterwegs zu sein. [Klappentext & Cover: © Malik, Piper Verlag]

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21. April 2004
Mexikanische Grenze, CA
Trailkilometer 0

"Es ist stockdunkel draußen, ich bin nervös, und mir ist schlecht. Ich sitze in einem Pick-up und bin auf dem Weg von San Diego zur mexikanischen Grenze..." [1. Satz]

REZENSION: REMEMBER MIA | ALEXANDRA BURT

Donnerstag, 19. Mai 2016 2 Kommentare

»Ich muss mich erinnern, um sie zu finden.«



Eine junge Mutter kämpft darum, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen - während die Welt sie für die Mörderin ihres Kindes hält.
Nach einem Autounfall erwacht Estelle Paradise im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Man hat sie in einer tiefen Schlucht aus dem Wrack ihres Wagens geborgen - schwer verletzt. Doch nicht alle Verletzungen stammen von dem Unfall: Es hat auch jemand auf Estelle geschossen. Wer? Nur sehr langsam dringt die wichtigste Frage in ihr Bewusstsein: Wo ist Mia, ihre sieben Monate alte Tochter? Sie war nicht mit im Unfallwagen. In einem schmerzlichen Prozess kehrt Estelles Erinnerungsvermögen zurück: Mia war schon drei Tage vor dem Unfall aus ihrem Apartment in New York verschwunden. Und Estelle wird auf einmal vom Opfer zur Hauptverdächtigen. [© Text und Cover: dtv Verlag]

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[mk] Es gibt Frauen, die scheinen dafür gemacht zu sein, Mutter zu sein. Sie scheinen schon beim ersten Kind alles im Griff zu haben und jedes Problem im Handumdrehen lösen zu können. Das ist natürlich ein Eindruck, der täuschen kann.

STUMMER ABSCHIED | STEFAN KRAUTH

Mittwoch, 18. Mai 2016 2 Kommentare

Stefan Krauths Buch erzählt vom Verlust zweier geliebter Menschen, von stiller Trauer und der Unmöglichkeit des Abschieds. Eindringlich und mit nüchterner Poesie schreibt er gegen den Schmerz und die Sprachlosigkeit an.



Emil ist ein gutes Jahr alt, als Stefan Krauth mit ihm Berlin verlässt, um den «stummen, das Fragen nur mühsam zurückhaltenden Blicken zu entkommen». Blicke, die nach dem plötzlichen Tod Cecilias der Leerstelle in der kleinen Familie, dem Kind ohne Mutter, dem Mann ohne Frau gelten. Vater und Sohn verbringen den Herbst in New York, bis es sie weiterzieht. Mit Wintereinbruch fahren sie die Ostküste herunter Richtung Südstaaten – gefolgt von einem Eissturm, der ihnen nachzueilen scheint. Schließlich fliegen sie nach Kolumbien. Gemeinsam mit Lélia, einer Freundin, verbringen sie einige Zeit in einem abgelegenen Dorf in den Anden und finden erstmals so etwas wie Ruhe. Doch dann, genau ein Jahr nach Cecilias Tod, wird Emil krank, und einige Wochen später, zurück in Berlin, folgt die erschütternde Diagnose. [© Text und Bild: Rowohlt Verlag]

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[mk] Das Schicksal trifft Stefan Krauth hart: erst stirbt seine Frau Cecilia viel zu früh und völlig überraschend, und gut ein Jahr später sein gerade mal 18 Monate alter Sohn Emil.

AUFGELESEN #19 | 42 ... UND NOCH VIEL MEHR [KOLUMNE]

Dienstag, 17. Mai 2016 0 Kommentare


"Daß ich erkenne, was die Welt
Im Innersten zusammenhält"


Mit diesem berühmtes Zitat bringt Goethes FAUST verzweifelt seufzend sein tiefes Bedürfnis nach Erkenntnis zum Ausdruck. Nicht allein drängt es dem Gelehrten nach bloßem lexikalischen Wissen, das nachgeschlagen und abgerufen werden kann. Darunter fällt etwa die Frage, wie hoch der höchste Gipfel in den Alpen liegt oder in welchem Jahr Vincent van Gogh geboren wurde. Faust will mehr, er will ein tiefes Verständnis nach den Vorgängen im Universum erlangen, nach den Grundprinzipien der Natur, des menschlichen Zusammenlebens. Er fragt nicht nur nach dem Was und dem Wie, sondern in erste Linie nach dem Warum.
Tatsächlich spiegelt sich in dieser Frage ein tiefes menschliches Grundbedürfnis. Jeder von uns sucht von Zeit zu Zeit nach seinem Platz in der Welt ... oder hinterfragt den aktuell bezogenen.

Warum bin ich am Leben? Was ist der Zweck meines Daseins? Habe ich auf der Welt eine Aufgabe zu erfüllen, ist mir eine Rolle in einem übergeordneten Plan zugedacht? Wenn dem so ist, wie sieht diese Rolle aus? Was geschieht, wenn meine Aufgabe abgeschlossen ist? Gibt es überhaupt ein Danach? Schließlich, von wem wurde mir diese Rolle zugedacht, wer hat die Welt erschaffen, wenn es denn einen solchen Schöpfer gibt?

REZENSION: OLD SCHOOL | JOHN NIVEN

Montag, 16. Mai 2016 2 Kommentare

Eine wilde Satire über Freundschaft, das Altern, die englische Mittelschicht und Gruppensex.


Susan und Julie sind gerade 60 Jahre alt geworden. Sie leben in einem kleinen Dorf in Südengland und sind seit der Schulzeit miteinander befreundet. Susan führt ein bürgerliches Hausfrauendasein, Julie lebt in einer Sozialwohnung und arbeitet als Aushilfe in einem Pflegeheim. Als Susans Ehemann Barry tot aufgefunden wird, offenbart sich, dass er ein surreales Doppelleben als Swinger führte und Susan einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Um nicht in Altersarmut abzurutschen, greifen sie zu einer radikalen Lösung: einem Banküberfall [Klappentext & Cover: © Heyne Hardcore]

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[az] Als das wohlbehütete Leben der sechzigjährigen Susan Frobisher plötzlich völlig aus den Fugen gerät und sie erfährt, dass sie nun dank den Machenschaften ihres plötzlich verstorbenen Ehemannes schlichtweg pleite ist, macht sie sich Gedanken und beschließt, sich das nicht vom Leben bieten zu lassen.

LESETIPPS ZUM SONNTAG #29 | NEUE UND ALTE BUCHPERLEN FÜR EUCH ENTDECKT!

Sonntag, 15. Mai 2016 6 Kommentare


Alle zwei Wochen Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben und die für uns zu kleinen (oder auch großen!) Buchperlen wurden. Kurz und knapp erfahrt ihr hier jede Woche zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit. Das können Neuheiten auf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten. Wir möchten dies nutzen um auch Büchern abseits der Bestsellerlisten wieder ins Gespräch zu bringen, denn wir haben festgestellt, dass man immer sehr auf das konzentriert, was gerade "in aller Munde" ist oder was demnächst erscheinen wird. Aber es gibt auch so viel Tolles in den Backlists zu entdecken. Vielleicht werdet auch ihr fündig?!


Einen Lesetipp verpasst? Kein Problem!

>> HIER könnt ihr alle LESETIPPS der vergangenen Wochen nachlesen. Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken.

REZENSION: MÖRDER ANDERS UND SEINE FREUNDE NEBST DEM EINEN ODER ANDEREN FEIND | JONAS JONASSON

Samstag, 14. Mai 2016 4 Kommentare


Johan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch »Mörder-Anders« genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine »Körperverletzungsagentur« mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange … [© Text und Bild: carl's books]

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[mk] Nach Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand* hat mir auch Jonas Jonassons zweites Buch, Die Analphabetin, die Rechnen konnte*, sehr gut gefallen. Mit „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind" liegt jetzt sein dritter Roman vor, der die beiden Vorgänger jedenfalls schon mal bei der Titellänge schlägt.

KINGS & FOOLS [BAND 3-5] | NATALIE MATT & SILAS MATTHES

Freitag, 13. Mai 2016 0 Kommentare


[sh] Vor einiger Zeit habe ich die ersten beiden Bände der KINGS & FOOLS REIHE gelesen und war sehr angetan davon. Nun habe ich schon bis zum einschließlich fünften Band weiter gelesen und möchte euch natürlich auch zu diesen weiteren drei Bänden ein kurzes Fazit geben. Band 1-2 habe ich schon vor einer Weile vorgestellt, HIER könnt ihr gerne noch einmal nachlesen, um was es in diesen beiden ersten Bänden ging.


Band 3 – Verfluchte Gräber

Nächte des Schreckens.
Tödliche Gefahr.
Gestohlene Küsse, erwachendes Vertrauen.

Im dritten Teil der Reihe wird die Geschichte aus Noels Sicht weitererzählt.
Mittlerweile in den Zirkel aufgenommen, werden er und Sam, die sich mit Estelle zerstritten hat (Was hat Estelle nur herausgefunden?

REZENSION: EIN SOMMER IN IRLAND | RICARDA MARTIN

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Caroline wird von ihrem Chef nach Irland geschickt, um dort auf einem idyllischen Cottage nach einem wertvollen alten Buch zu forschen und es bei einer Auktion zu ersteigern. Da sie die Sommerferien mit ihrer jugendlichen Tochter Kim verbringen will, muss diese gegen ihren Willen mit nach Irland reisen. Die Suche nach dem alten Buch wird für Caroline und Kim zu einer Suche nach einem Familiengeheimnis und ihren eigenen Wurzeln. Die Reise und die traumhafte Umgebung Irlands helfen den beiden, wieder näher als Familie zusammenzufinden. Auch die Liebe findet Einzug in die kleine Familie, wird an Ende Irland für die beiden das große Glück bedeuten? [Text & Cover: © Droemer Knaur Verlag]

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[sk] Als ich dieses Cover sah, war es um mich geschehen – die Landschaft ist so herrlich romantisch und gleichzeitig auch geheimnisvoll. Das verspricht eine unterhaltsame Geschichte voll Spannung und Geheimnissen, die genau nach meinem Geschmack hin. Als ich dann noch den Klappentext las, war ich erst recht neugierig. Die Autorin hatte mich durch ihren angenehm frischen und locker-leichten Schreibstil sofort in den Bann der Geschichte gezogen. Es liest sich einfach fantastisch und die beiden Charaktere Caroline und Kim waren mir gleich sympathisch. Doch wer hier eine seichte Liebesgeschichte erwartet liegt falsch.

REZENSION: DER ALTE PATAGONIEN-EXPRESS | PAUL THEROUX

Donnerstag, 12. Mai 2016 1 Kommentar


Von Boston bis nach Esquel im mythenumwobenen Patagonien - an einem eiskalten Wintermorgen begibt sich Paul Theroux auf eine ganz besondere Zugreise: Mit Bummelbahnen und Luxuszügen fährt er monatelang quer durch die USA und Mexiko gen Süden. Unterwegs besucht er pittoreske mittelamerikanische Orte, trifft auf Fußballrowdys in El Salvador und Aussteiger in Costa Rica. Er setzt über den Panamakanal, begegnet Straßenkindern in Kolumbien, teilt sich ein Hotelzimmer mit Ratten in Ecuador und wird höhenkrank auf dem Weg zur Inka-Stadt Machu Picchu. Schließlich erreicht er die Endstation Esquel im Hochland Argentiniens - wo die Welt zu Ende ist, wie ihm scheint.
Treffsicher beschreibt Theroux seine Erlebnisse und Begegnungen von unterwegs - humorvoll, scharfzüngig und stilistisch brillant. [© Text und Cover: Hoffmann und Campe Verlag]

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[mk] Im Jahr 1978 machte sich der Schriftsteller Paul Theroux, nach Fertigstellung eines Buchs, auf die Reise. Die Idee war, von Boston aus mit Zügen soweit nach Süden zu fahren, bis die Bahnstrecke endet. Das ist im Süden Argentiniens - was für eine Strecke! Über zwei Monate wird er unterwegs sein, und dementsprechend ist auch sein Buch darüber ausgefallen: ein dicker Schmöker im besten Sinne, eine Reise, in die ich als Leser richtig eintauchen kann.

REZENSION: WALKING HOME | ERIC WALTERS

Mittwoch, 11. Mai 2016 0 Kommentare


Der 13-jährige Muchoki und seine jüngere Schwester Jata leben in einem kleinen kenianischen Dorf, gehen zur Schule und spielen mit Freunden Fußball. Doch dann wird bei einem plötzlichen Bürgerkriegsausbruch ihr Vater getötet und ihr Zuhause zerstört. Aufnahme finden die Geschwister und ihre todkranke Mutter in einem überfüllten Flüchtlingslager. Und so wagen die beiden Kinder den langen Weg zu ihren einzigen lebenden Verwandten, 200 km zu Fuß durch die Wildnis. Ein Marsch voller Hoffnung und Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten. © Text und Cover: Knesebeck Verlag

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[mk] Was macht einen Helden aus? Wie auch immer man das definiert, Muchoki ist für mich einer. Mit viel Glück ist er mit seiner Schwester und seiner Mutter dem gewalttätigen Mob in seiner Heimatstadt entkommen und konnte in einem großen Lager in einem Zelt unterkommen. Seine Mutter ist an Malaria erkrankt und Muchoki muss sich zu dieser Zeit bereits um die Versorgung der Familie kümmern. Statt zu spielen und eine sorglose Kindheit zu verbringen, sieht er sich in der Verantwortung vor allem seiner kleinen Schwester gegenüber und besorgt Feuerholz, Wasser und Nahrung. Kein Wort davon, dass ihm das zu viel wäre oder er dazu keine Lust hätte.

REZENSION: FRÜHSTÜCK MIT SOPHIE | JENNIFER BENTZ

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Louisa ist 28 und ihr Leben gleicht einem Bausparvertrag: geplant und geregelt, auf Jahrzehnte hinaus. Herrlich! Doch plötzlich setzt ihr Freund sie vor die Tür. Zum Glück haben Sophie und Paul ein Zimmer frei. Aber in der WG der beiden Rentner geht es alles andere als ruhig zu. Cannabispflanzen auf dem Balkon, wilde Parties - Louisa versucht verzweifelt, ihren penibel strukturierten Alltag aufrechtzuerhalten. Am meisten nervt sie Ben von gegenüber, der sie nur noch „Stuffy Lou" nennt und dummerweise verdammt sexy ist ... [Text & Cover: © Ullstein Verlag]

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[sk] Da mich bereits der Debütroman „Wenn alle Stricke reißen" von Jennifer Bentz so wunderbar unterhalten hat und ich des Öfteren herzhaft lachen musste, war für mich klar, dass ich auch den nachfolgenden Roman einfach lesen muss...

REZENSION: DER ZIRKUS DER STILLE | PETER GOLDAMMER

Sonntag, 8. Mai 2016 0 Kommentare


Thaïs Leblanc wächst nach dem Tod der Mutter bei ihrer Großmutter auf, der unvergleichlichen Victoria, wie sie auf Zirkusplakaten tituliert wird. Thaïs verabscheut das Zirkusleben und zieht, kaum volljährig, nach Paris; sie will nur eins: Normalität. Doch als die Großmutter stirbt, konfrontiert deren seltsames Testament sie mit ihrer Familiengeschichte, die sie zum wundersamen Cirque perdu und seinem Direktor Papó bringt. Dort lernt Thaïs, dass man sich seinen Ängsten stellen muss und für die wichtigsten Dinge im Leben keinen Applaus von anderen braucht. [© Text und Cover: Atlantik Verlag]

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[mk] Bei „Der Zirkus der Stille" fällt mir sofort der schöne Umschlag ins Auge. Da verspricht die Aufmachung doch gleich die Magie, die von einem Zirkus ausgeht. Und magisch wird es durchaus im Buch. Doch der Reihe nach.

REZENSION: IMMERSTILL | ROMAN KLEMENTOVIC

Freitag, 6. Mai 2016 0 Kommentare

Kein Entrinnen.
In einer eisigen Winternacht verschwinden zwei Jugendliche spurlos. Die örtliche Polizei tappt im Dunkeln, findet keinerlei Anhaltspunkte und mit der Zeit gerät der Fall in Vergessenheit. Doch dann, auf den Tag genau drei Jahre später, werden wieder zwei junge Menschen vermisst. Die Medien wittern eine Tragödie und in dem kleinen Dorf wächst die Nervosität. Als eine misshandelte Leiche gefunden wird, bricht Panik aus. [Text + Cover: Gmeiner Verlag]

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"Ich kann Wolfsegg nicht mehr sehen, [...] die Mauern vertrage ich nicht mehr, die Menschen ebensowenig wie die Mauern, und das Klima ist mir endgültig unmöglich geworden."


[wb] Dieses Zitat aus Thomas Bernhards "Auslöschung" könnte man ebenso gut der Ich-Erzählerin in Roman Klementovics neuem Roman "Immerstill" in den Mund legen und auf ihren fiktiven Geburtsort anwenden.
Der Roman beginnt mit einer Autofahrt durch symbolträchtig dichten Nebel aus der Bundeshauptstadt Wien in das im niederösterreichischen Marchfeld gelegene fiktive Grundendorf, aus dem Radio dringt Roxettes "It Must Have Been Love". Die Schwester der Erzählerin Lisa ist entführt worden, die Sorge zwingt sie zur Auseinandersetzung mit der längst bewältigt geglaubten Vergangenheit.

REZENSION: FRÄULEIN KUBITSCHEK PFEIFT AUF DIE LIEBE | ANNA STEIN

1 Kommentar

Charlotte Kubitschek ist 34 und glaubt nicht an die Liebe. Sie braucht keinen Mann für alle Lebenslagen, sondern nur für die eine, die man im Bett einnimmt. Wenn sie die Männer morgens in Boxershorts aus ihrer Berliner Wohnung schiebt, fühlt sich ihre 94-jährige Nachbarin Elise bestätigt: »Dat Frollein Kubitschek hat keen Charakter.« Charlotte hingegen nennt die meckernde Alte nur „die fiese Elise". Als das Haus luxussaniert werden soll, müssen sich die beiden Streithähne zusammenraufen, um sich gegen ihren Vermieter zu verbünden. Schon bald bemerken sie, dass sie nicht nur die Liebe zum Swing teilen, sondern Elise verrät Charlotte auch ein Geheimnis, das ihr Leben für immer verändert. [Text & Cover: © Droemer Knaur Verlag

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[sk] Das Cover dieses Buches hat mich am Anfang so gar nicht angesprochen – es wirkte auf mich eher trist und unscheinbar, also nichts, was ich sofort in die Hand nehmen würde, wenn es mir im Buchladen begegnet. Doch als ich dann den Titel und den Klappentext war es um mich geschehen. Was mich aufwühlte war, die Tatsache, dass eine junge Frau von gerade einmal 34 Jahren nicht an die Liebe glaubt. Warum hat sie so eine negative Einstellung zu der wohl schönsten und wunderbarsten Sache der Welt? Das musste ich einfach herausfinden...

REZENSION: ROMAN OHNE U | JUDITH W. TASCHLER

Donnerstag, 5. Mai 2016 0 Kommentare

 „Die Schreibmaschine funktioniert noch einwandfrei. Nur das U macht Faxen."



So beginnt ein gebrochener Mann Mitte der Sechziger Jahre, nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft, seine Aufzeichnungen, den Roman ohne U. 1945 wurde er nach einem Dummejungenstreich in ein sibirisches Arbeitslager verschleppt. Mit der Pianistin Ludovica wagt er schließlich eine abenteuerliche Flucht.
Jahrzehnte später erhält die Biografin Katharina Bergmüller, Mutter von vier Kindern, den Auftrag, aus diesen Erinnerungen ein Buch zu verfassen. Lange Zeit kann sie die Zusammenhänge zwischen dem Roman ohne U und der Geschichte ihrer Familie nicht erkennen. Dann stellt der Unfalltod ihres Mannes ihr Leben völlig auf den Kopf … [© Text und Bild: Droemer Verlag]

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[mk] Nachdem mir die wunderbare Kurzgeschichtensammlung APANIES PERLEN sehr gefallen hat, konnte ich mir Judith W. Taschlers neues Buch natürlich nicht entgehen lassen. Der „Roman ohne U" ist eine Familiengeschichte, besser gesagt zwei, denn es geht nicht nur um die Bergmüllers, sondern auch um die Steiners. Auch wenn sie es nicht wissen, sind die beiden Familien irgendwie miteinander verbunden. Natürlich erfahren wir erst am Schluss, wie.

[Kolumne] WER WAR WILLIAM SHAKESPEARE? [Teil2]

Dienstag, 3. Mai 2016 2 Kommentare

Aufgelesen #18 

[Fortsetzung >> Teil 1]

Liebe Leserin, lieber Leser, 
von einem Vogelbeobachter aus vergangenen Tagen ("Es war die Nachtigall und nicht die Lerche") handelte die letzte Ausgabe dieser Kolumne und endete mit Zweifeln an dessen Schaffenskraft. Wer hat "Romeo und Julia" tatsächlich sich ineinander verlieben und miteinander sterben lassen? Müssen wir also gar konstatieren, es war der Adelige und nicht der Getreidehändler?

Biographen und Historiker hegen nämlich den Verdacht, der Name William Shakespeare sei lediglich ein Pseudonym für einen anderen zeitgenössischen Poeten gewesen. Als mögliche Kandidaten gelten Sir Francis Bacon, Sir Walter Raleigh, Christopher Marlowe oder der 2. Earl of Essex. Insgesamt werden über 60 Namen als mögliche Verfasser der Shakespeare-Dramen gehandelt. Über einen Wissensstand wie den erwähnten konnte nur ein Mitglied des Adels verfügen, für den schriftstellerische Tätigkeiten jedoch als verpönt galten.

Zahlreiche Indizien deuten auch auf Edward de Vere, den 17. Earl of Oxford, in dessen Biographie zahlreiche Überschneidungen mit jener Shakespeares nachweisbar sind. Es wird also vermutet, daß der Getreidehändler aus Stratford für ihn lediglich einen willigen Strohmann darstellte. Als wichtigstes Beweisstück gilt eine Bibel aus dem Eigentum de Veres, die zahlreiche Markierungen von Textstellen enthält, die in den Dramen eine wesentliche Rolle spielen.

RÜCKBLICK || DIE WOHNZIMMERLESUNG MIT URSULA POZNANSKI UND ARNO STROBEL

Sonntag, 1. Mai 2016 2 Kommentare

Wir waren mit unserem Lesungsgeblubber im BücherKaffee in einer etwas längeren Winterpause, aber am 17. April war es dann endlich wieder soweit!



Endlich durften wir wieder einen Lesungsgast begrüßen. Einen??? Nein! Diesmal sogar gleich zwei! Die ersten Gäste in diesem Jahr waren gleich ein Autoren-Duo, das derzeit ganz große Erfolge feiert. Allein haben sie die Bestsellerlisten bereits mehrfach erobert, nun lehren sie ihren Lesern GEMEINSAM das Fürchten: Ursula Poznanski und Arno Strobel!

LESETIPPS ZUM SONNTAG #28 | NEUE UND ALTE BUCHPERLEN FÜR EUCH ENTDECKT!

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Immer Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben und die für uns zu kleinen (oder auch großen!) Buchperlen wurden. Kurz und knapp erfahrt ihr hier jede Woche zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit. Das können Neuheiten auf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten. Wir möchten dies nutzen um auch Büchern abseits der Bestsellerlisten wieder ins Gespräch zu bringen, denn wir haben festgestellt, dass man immer sehr auf das konzentriert, was gerade "in aller Munde" ist oder was demnächst erscheinen wird. Aber es gibt auch so viel Tolles in den Backlists zu entdecken. Vielleicht werdet auch ihr fündig?! 
 
 

Einen Lesetipp verpasst? Kein Problem!

>> HIER könnt ihr alle LESETIPPS der vergangenen Wochen nachlesen. Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken.