REZENSION: TENEBRIS. DIE ALLIANZ DER SCHATTENJÄGER | DAVE RUDDEN

Mittwoch, 25. Mai 2016 0 Kommentare


Flucht ist zwecklos. Den Schattendämonen entrinnt keiner. Sie kommen aus dem Reich Tenebris, einem düsteren Paralleluniversum, und bringen Chaos und Zerstörung. Seit Jahrhunderten steht nur eins zwischen diesen finsteren Mächten und der Menschheit: die Allianz der Schattenjäger!
Von alldem wusste der 13-jährige Denizen bisher nichts. Sein Leben in einem Waisenhaus in Irland war alles andere als ein großes Abenteuer. Doch plötzlich steckt er mittendrin im Kampf der Schattenjäger. Er soll sich ihrem Geheimbund in Dublin anschließen und ihre geheime Magie erlernen. Denn eine neue Bedrohung ist aus Tenebris gekommen – und bringt die ganze Welt in Gefahr! [© Text und Cover: Fischer Sauerländer]

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[mk] Es wäre sicher übertrieben zu behaupten, dass Denizen glücklich und zufrieden im Waisenhaus an Irlands Küste leben würde, aber er kommt zurecht in seiner Welt und weiß, wie sie funktioniert. Als er eines Tages die Nachricht erhält, dass ihn eine unbekannte Tante abholen wird, ändert sich das.
Schon bald macht er Bekanntschaft mit den Mächten des Schattenreichs und erkennt die Gefahr, in der die Erde schwebt. Er lernt die Schattenjäger kennen, die seit Jahrhunderten dafür sorgen, dass die Schattenwesen unsere Welt nicht übernehmen.

Welche Rolle spielt Denizen dabei? Es ist sicher kein Zufall, dass er gerade jetzt die im Geheimen agierende Allianz kennen lernt. Haben seine Eltern etwas damit zu tun? Er weiß fast nichts von ihnen, nicht einmal wie sie gestorben sind, als er zwei Jahre alt war.

Der Plot ist klassisch aufgebaut, wobei die richtigen Fragen aufgeworfen werden, um Spannung zu erzeugen. Der unschuldige Junge Denizen wird mit einer geheimnisvollen und gefährlichen Parallelwelt konfrontiert, muss sich mit Tod und Gewalt auseinandersetzen und damit schneller erwachsen werden, als vorgesehen. Er lernt das Team der Schattenjäger kennen, von denen jeder über besondere Fähigkeiten verfügt. Sie sind gut charakterisiert, und wecken Sympathie. Sie werden mir als Leser wie auch Denizen sehr bald wichtig. Eine Allianz zur Erhaltung der Welt, es gibt geringere Ziele.

Die Kapitel sind kurz gehalten, was den Lesefluss fördert. Die Sprache trägt ebenfalls dazu bei. Dave Rudden verfügt über einen guten Schreibstil, immer wieder überraschen mich seine Formulierungen.

„Die Bücherei war der größte Raum im Haus, und jede vorhanden Fläche wurde von Büchern vereinnahmt. Irgendwann waren die raumhohen Holzregale an den Wänden voll gewesen, und die Bücher hatten sich losgerissen und waren in hohen Stapeln über den Boden marschiert." 

(S. 219)

TENEBRIS – DIE ALLIANZ DER SCHATTENJÄGER ist der erste Teil einer Trilogie. Das birgt die Möglichkeit, dass die Geschichte des ersten Buchs offen und unbefriedigend endet. Das ist hier nicht so, es bleibt keine Frage unbeantwortet. Manche Erklärungen über das Schattenreich sind zwar etwas diffus, trotzdem lässt mich der Roman nach einem starken Finale sehr zufrieden den Buchdeckel schließen.

PERSÖNLICHES FAZIT


Der Eröffnungsband der TENEBRIS-Trilogie ist spannend, hat sympathische Charaktere und ordentlich Action. Der Schreibstil ist sehr angenehm und erzeugt einen guten Lesefluss. Auch wenn Dave Rudden das Genre nicht neu erfindet, kann ich seinen Debütroman Lesern ab 12 Jahren empfehlen, die Spaß an mystischen Geschichten haben.

© Rezension: 2016, Marcus Kufner


Aus dem Englischen von Claudia Max
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
27.04.2016, gebunden, 352 Seiten, ISBN: 9783737352178

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