REZENSION: GONE CAT. DIE STUMME ZEUGIN | SAM GASSON

Samstag, 18. Juni 2016 0 Kommentare


Jim Glew ist Privatdetektiv, doch sein Herzleiden zwang ihn in den vorzeitigen Ruhestand. Sein elfjähriger Sohn Bruno ist begeisterter Fan von TV-Krimis – für ihn lauert das Verbrechen überall. Er liebt nur eins mehr als Detektiv zu spielen, und das ist seine Katze Mildred. Nur zu gern würde er die Welt einmal aus ihrer Perspektive sehen. Daher bindet er Mildred ein Kamera-Halsband um, ein Halsband, das plötzlich von größter Wichtigkeit ist. Denn als die Nachbarin Poppy Rutter brutal ermordet wird, findet die Polizei blutige Pfotenabdrücke am Tatort. Aber wo ist Mildred mit ihrer Kamera? [Text + Cover: © Egmont LYX]

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[sh] Bruno ist ein aufgeweckter, neugieriger Junge mit einer Vorliebe für alles, was mit einem Detektiv zu tun hat – eine Leidenschaft, die er von seinem Vater Jim, einem frisch pensionierten Privatdetektiv, geerbt hat. 
So vermutet Bruno überall um ihn herum Verbrechen, kleine wie auch große, die es aufzuklären gilt. Und tatsächlich geschieht in den Sommerferien ein grausames Verbrechen in der Nachbarschaft. Die Mutter seines besten Freundes wird auf brutale Weise ermordet, unter Tatverdacht gerät der gewalttätige Ehemann, und die womöglich einzige Zeugin – Brunos Katze Mildred – ist spurlos verschwunden.

Da sowohl Bruno als auch sein Vater nicht an die Schuld ihres Nachbars glauben, beginnen beide auf eigene Faust in dem Fall zu ermitteln, um den wahren Mörder zu stellen, und um natürlich Mildred wiederzufinden, die vermutlich die Tat mit ihrer Halsbandkamera aufgezeichnet hat.



Gasson ist ein leicht erzähltes, dennoch spannendes Jugendbuch gelungen. Zwar ist die Handlung nicht immer realistisch – insbesondere, wenn Bruno ganz einfach mal Beweismittel verheimlicht und dafür weder von den Eltern noch von der Polizei belangt wird oder Konsequenzen zu befürchten hat – doch sollte man sich als Leser schließlich vor Augen halten, dass es sich bei „Gone cat" um keinen Erwachsenenkrimi handelt, und dann kann man diese Diskrepanz auch schon mal ignorieren.

Spannend ist das Buch allemal, da zumindest ich bis zur Auflösung keine Ahnung hatte, welcher der seltsamen Nachbarn der Mörder ist.

PERSÖNLICHES FAZIT


Alles in allem ist „Gone cat" eine unterhaltsame Lektüre mit einem pfiffigen Jungdetektiv. Empfehlen würde ich das Buch ab 14 Jahre, da teilweise Gewalt geschildert wird, die für jüngere Leser noch nicht geeignet ist.

® Rezension, 2016 Sebastian Herz



2016, Klappenbroschur, ISBN: 978-3-7363-0157-3

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