Rezension: Evolution. Die Stadt der Überlebenden | Thomas Thiemeyer

Donnerstag, 15. September 2016 1 Kommentar

Spannende Abenteuer in einer fremden Welt



Ahnungslos reisen Lucie und Jem mit einer Austauschgruppe in die USA. Doch als ihr Flugzeug am Denver Airport notlandet, wird ihnen schnell klar: Die Welt, wie sie sie kennen, gibt es nicht mehr. Die Flugbahn überwuchert, das Terminal menschenverlassen, lauern überall Gefahren. Sogar die Tiere scheinen sich gegen sie verschworen zu haben: Wölfe, Bären, Vögel greifen die Jugendlichen immer wieder in großen Schwärmen an. Was ist bloß geschehen? Während ihrer gefahrvollen Reise durch die neue Welt erfahren sie von einem Kometeneinschlag. Und von ein paar letzten Überlebenden in einer verschollenen Stadt. Aber wie sollen sie die erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat? [© Text und Cover: rubikon audioverlag]

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Ist das nicht eine unangenehme Vorstellung? Man landet auf dem Flughafen einer Millionenmetropole, und kein Mensch ist da. Statt dem üblichen geschäftigen Gewusel finden die Reisenden einen heruntergekommenen und verlassenen Flugplatz vor. Das ist die Ausgangssituation für unsere Helden, die sich natürlich fragen, was hier passiert ist und wo denn nur die Bewohner stecken.

Eine Gruppe macht sich auf, um die so befremdliche Welt zu erforschen und um nach Antworten zu suchen. Ich finde das sehr spannend, was es hier zu entdecken gibt. In jedem Gebäude, nach jeder Biegung gibt es Neues, Faszinierendes aber auch Bedrohliches. Diese Atmosphäre ist für mich die größte Stärke des Buchs, da kann ich mit der Truppe wunderbar mitfiebern. Allerdings hätte ich mir ein höheres Erzähltempo gewünscht. Es gibt ein paar Längen und Wiederholungen, die die Geschichte etwas ausbremsen. Trotzdem hoffe ich bald auf die Fortsetzung, denn dass es eine geben muss ist am Ende des Buchs klar.

Gelungen ist auch die Zusammensetzung der Austauschgruppe, die sich aus sehr unterschiedlichen Charakteren zusammensetzt. Das hat Konfliktpotenzial. Andererseits sind sie gezwungen, zusammen zu arbeiten, denn nur mit der Konzentration ihrer jeweiligen Stärken können sie in dieser feindlichen Welt bestehen. Im Fokus stehen Lucie und Jem, die sich auf dieser Reise erst kennengelernt haben. Sie verstehen sich aber hervorragend und bald schon knistert es zwischen den beiden.

Die Vertonung von Mark Bremer ist sehr gut gelungen. Er spricht auch die weiblichen Rollen, allerdings so, dass man sie erkennt, ohne dass es albern klingt. Besonders gut zur Atmosphäre tragen Lautsprecherdurchsagen beispielsweise im Flugzeug bei. 

Persönliches Fazit

„Evolution" bietet ein faszinierendes Setting, in dem die Natur die Welt regiert. Dazu die Gruppe der jungen Austauschschüler, mit denen ich sehr gut mitfiebern kann. Trotz ein paar Längen ergibt das einen spannenden Abenteuerroman für alle ab zwölf Jahren. Ich hoffe, dass die Fortsetzung nicht lange auf sich warten lässt!

© Rezension: 2016, Marcus Kufner


Evolution. Die Stadt der Überlebenden | Thomas Thiemeyer | rubikon audioverlag
Gelesen von Mark Bremer
Ab 12 Jahren
2016, Hörbuch, ca. 400 Minuten, ISBN: 9783945986370
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[marcus]

1 Kommentar:

  1. Das klingt nach einem wirklich spannenden Buch und nach etwas, das ich auch gerne lesen/ hören würde. Vielen Dank für die gelungene Vorstellung!

    Liebe Grüße
    Jacy

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