Rezension: Magnus Chase: Das Schwert des Sommers | Rick Riordan

Montag, 28. November 2016 4 Kommentare


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Magnus schlägt sich nach dem Tod seiner Mutter allein auf der Straße durch, denn seinen Vater hat er nie gekannt. Bis er eines Tages etwas Unglaubliches erfährt: Er stammt von einem der nordischen Götter Asgards ab! Leider rüsten diese Götter gerade zum Krieg; auch Trolle, Riesen und andere Monster machen sich bereit. Ausgerechnet Magnus soll den Weltuntergang Ragnarök verhindern. Dafür muss er ein magisches Schwert finden, das seit 1000 Jahren verschollen ist. Noch hat er keine Ahnung, was für Abenteuer auf ihn warten! [© Text und Cover: Carlsen Verlag]

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Rick Riordan, Autor unter anderem der Percy-Jackson-Bücher, startet mit Magnus Chase: Das Schwert des Sommers eine neue Fantasy-Reihe. Diesmal geht es um die Wikinger und ihre Götter. Wir reisen dabei keineswegs in der Zeit zurück. Die uns bekannte Welt ist nur eine von neun, und nur weil wir die anderen acht nicht kennen, heißt das nicht, dass sie nicht existieren. Das hat das Potenzial für viele Szenarien und noch mehr Geschichten.

Magnus Chase heißt der zum Helden berufene. Auch er hat keine Ahnung von den unbekannten Lebensformen in anderen Sphären oder was ihn damit verbindet. An seinem 16. Geburtstag ändert sich das schlagartig. Seine letzten lebenden Verwandten sind auf der Suche nach ihm, um ihn zu warnen, denn jemand trachtet ihm nach dem Leben. Mit furioser Action beginnt Magnus' großes Abenteuer. Welche Aufgaben erwarten ihm im Kampf Gut gegen Böse? Kann er dabei helfen, die Götterdämmerung zu verhindern?

Immer wieder lernen wir neue Teile der komplexen Welten der nordischen Mythologie kennen, wobei das Glossar am Ende des Buchs zum Nachschlagen eine gute Hilfe ist. Durch dieses dosierte Vorgehen komme ich gut rein in die Geschichte und entdecke wie Magnus verwundert zahlreiche fantastische Geschöpfe. Dabei sind erstaunlich viele unserem Helden und seinen Freunden feindlich gesinnt. Das bringt ordentlich Tempo ins Buch, denn zum Ausruhen gibt es dadurch nur selten Zeit. Das schweißt Magnus und seine Begleiter zusammen, denn nur gemeinsam haben sie eine Chance, im Kampf um Leben und Tod zu bestehen.

Da Magnus uns seine Geschichte erzählt, ist der Schreibstil des Buchs sehr jugendlich und kommt frisch und flott daher. Besonders amüsant fand ich seine sarkastischen Kommentare, das bringt einige Lacher mit sich.

„Alles, was der Donnergott unternahm, unternahm er mit Begeisterung. Er fand es wunderbar, seine Ziegen zu braten. Er fand es wunderbar, viel zu essen und Met zu trinken. Er fand es wunderbar, Geschichten zu erzählen. Und er fand es wunderbar zu furzen. Mann, fand er es wunderbar zu furzen!" (S. 406)

Hin und wieder werde ich als Leser auch direkt von ihm angesprochen. Das bringt mich noch mal näher an Magnus und seine Geschichte heran. 

Persönliches Fazit

Leser ab 12 Jahren, die auf fantasiereiche und spannende Geschichten stehen, sollten sich „Magnus Chase" nicht entgehen lassen. Die actionreiche Handlung im Reich der nordischen Götter mit seinen fantastischen Charakteren hat mir viel Spaß gemacht.

© Rezension: 2016, Marcus Kufner


Magnus Chase: Das Schwert des Sommers | Rick Riordan | Carlsen Verlag
Aus dem Englischen von Gabriele Haefs
2016, broschiert, 560 Seiten, ISBN: 9783551556684
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[marcus]

Kommentare:

  1. Hallo!

    Ich habe Magnus Chase im Sommer auch gelesen und auch für sehr gut befunden!
    Für Kinder ist es super und Riordans Humor ist einfach unschlagbar!

    Die nordische Götterwelt kannte ich bis dato noch nicht so gut, fand sie aber sehr faszinierend und bin sehr gespannt, wie es mit der Reihe weitergeht!

    Viele liebe Grüße vom #litnetzwerk,
    Anna

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    1. Hallo liebe Anna,

      Riordan hat das spannende Thema der nordischen Mythen sehr gut und humorvoll umgesetzt.
      Von mir aus kann der Mai kommen, dann geht es mit dem nächsten Band weiter (und es wird wärmer sein :-))

      Viele Grüße,
      Marcus

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  2. Nach den griechischen nun als die nordischen Götter! Das finde ich richtig gut, denn diese sind den Kindern und Jugendlichen meist noch weniger bekannt, da sie im Unterricht quasi nicht vorkommen. Bisher kenne ich eigentlich nur die "Mara"-Bücher von Tommy Krappweis und eins von Wolfgang Hohlbein zu dem Thema ("Midgard"). Zumindest fallen die mir spontan ein.

    Viele Grüße
    Mona

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    1. Liebe Mona,

      danke für die Lesetipps. Bücher mit solch sagenhaftem Hintergrund finde ich immer spannend. Vor allem wenn sie so unterhaltsam sind wie die von Riordan.

      Viele Grüße,
      Marcus

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