Rezension: Black Memory | Janet Clark

Montag, 27. Februar 2017 5 Kommentare

Amnesie & Action


Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.
Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.
Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.
Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt. [Text & Cover: © Heyne Verlag]

[trennlinie]

"Plätschern. Es ist das Erste, was ich wahrnehme."
Bereits der Auftakt des Romans läßt den Leser in die Rolle der Hauptfigur schlüpfen, die ohne Erinnerung an einem ihr unbekannten Ort das Bewußtsein erlangt. Vorerst dienen detailliert geschilderte Sinneswahrnehmungen als einziges Mittel zur Orientierung. Die Erzählzeit übersteigt dabei sogleich die erzählte Zeit, die Eindrücke wirken verzerrt und verlängert. Die Autorin verweigert dem Leser konsequent eine objektivierte Sicht von außen, er ist darauf angewiesen, der Protagonistin zu vertrauen, die im Präsens der ersten Person erzählt. Somit gilt es, die offensichtlichen Fragen aufzuklären: Jene nach  der Beschaffenheit der Situation, deren Zustandekommen und vor allem der eigenen Identität. Der Gedächtnisverlust wird hier als geschicktes Stilmittel genutzt, indem Handlung und Figur erst vor den Augen des Lesers entworfen und spielerisch ausprobiert werden. Der Schritt aus dem läuternden Dunkel eines Gefängnisses in eine relative Freiheit repräsentiert eine Wiedergeburt:

"Sogleich wird es heller. Anstatt der nackten Glühbirnen, (...), ist nun warmes, freundliches Tageslicht die vorherrschende Lichtquelle." (S. 28)

Mit den für den Heimflug nach London erforderlichen Reisepaßdaten (Clare Brent, 37) sind aber noch längst nicht alle Zusammenhänge erfaßt. Einmal die Neugier des Lesers geweckt, versteht es die Autorin, den Hunger nach Informationen in kleinen Portionen zu stillen, ohne ihn zu überfüttern. Jede vorerst befriedigend beantwortete Frage trägt bereits den Keim einer neuen in sich. Wie ist es um die angebliche übersinnliche Gabe von Clares Tochter Bonnie bestellt? Warum haben sich die beiden nach Indonesien abgesetzt? Welche Kette von Ereignissen hat gerade zu der Ausgangssituation geführt? Insbesonder jedoch: Wem kann Clare glauben?

Clares Ehemann Paul, der Portier Raphael - der ganz offensichtlich mehr ist als ein hilfreicher Geist -, die angebliche Freundin Angela, sie alle ringen um Clares Vertrauen. Sie alle versuchen, Clare mit rationalen und emotionalen Argumenten auf ihre Seite zu ziehen und das in einer Situation, in der das Fundament des Selbstbildes der Hauptfigur noch nicht wieder ausreichend gefestigt, sie noch leicht manipulierbar ist. Sowohl Paul, als auch Raphael sind gleichermaßen vertrauenerweckend und dubios, die differenzierte Figurenzeichnung beläßt auch den Leser in einem anhaltenden Zustand der Ungewißheit. Das wechselnde Erzähltempo, das den Roman fragmentiert, taucht ihn zuweilen in ein surreales Licht. Immer wieder eingestreute Andeutungen bestätigen den Eindruck, daß die Suche nach dem Gesamtbild noch nicht abgeschlossen ist:

"Bonnie hat auf die letzte verbliebene Ebene der Privatsphäre der Menschen Zugriff. Der letzte Bereich, der nicht erfasst und überwacht werden kann, weder legal noch illegal." (S. 261)

Auf formaler Ebene wird dieser Eindruck zudem durch eine Gratwanderung zwischen den Genres unterstützt. Die Anreicherung eines Psychothrillers mit mystischen Elementen, wirkt vorerst wie unentschlossen, erweist sich jedoch spätestens im actiongeladenen Finale als schlüssig und wohl durchdacht. Der Titel des Romans wird schließlich in einem charakteristischen Symbol wieder aufgegriffen: Das Memoryspiel, das erst vorüber ist, wenn alle Karten aufgedeckt, alle Bildpaare gefunden sind, symbolisiert den Zustand der Hauptfigur. Ergänzend werden geheime Botschaften als Rätsel getarnt, die natürlich nur von Clare entschlüsselt werden können. Ein bewährtes dramaturgisches Stilmittel, das hier jedoch - wie auch das hollywoodtaugliche Timing im Finale - sehr konstruiert wirkt.

Persönliches Fazit

Eine unter Amnesie leidende Ärztin muß ihr verschwundenes, mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattetes Kind finden, während sie von allen Seiten manipuliert wird. Durch die überlegte Dosierung von Informationen und geschickt eingesetzte Variationen im Erzähltempo fesselnd bis zur Auflösung.

© Rezension: 2016, Wolfgang Brandner


Black Memory | Janet Clark | Heyne Verlag
2016, Paperback, Klappbroschur, 384 Seiten, ISBN: 978-3-453-41833-2
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[wolfgang]

Rezension | Ein Fabian-Risk-Krimi: Minus 18 Grad | Stefan Ahnhem

Sonntag, 26. Februar 2017 4 Kommentare

Clockwork Yellow

In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot war, als das Auto ins Wasser stürzte. Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst nicht glauben will. Die Indizien lassen nur einen Schluss zu - es handelt sich um einen Mörder, der das Leben seiner Opfer komplett übernimmt. Er tötet sie, kleidet sich wie sie, spricht wie sie. Nur durch Zufall ist die Polizei jetzt auf seine Spur gekommen. Der Tote im Hafenbecken war nicht sein erstes Opfer, und noch lange nicht sein letztes ... [Text & Cover: © Ullstein Buchverlage]

[trennlinie]
Das Thema Identitätsdiebstahl ist in der Literatur gewiß kein Neues. Die Übernahme einer fremden Persönlichkeit, sei es, sich selbst zu bereichern oder sein Opfer zu quälen, dient der Kreativität als Abenteuerspielplatz, auf dem sich große Geister wie Patricia Highsmith ("Der talentierte Mr. Ripley"), T. C. Boyle ("Talk Talk") oder jüngst Tana French ("Totengleich") bereits ausgetobt haben. In Stefan Ahnhems aktuellem Roman begnügt sich der Täter jedoch nicht damit, sich für eine andere Person auszugeben oder dessen digitale Konten zu übernehmen. Wie ein menschliches Chamäleon adaptiert er bis ins kleinste Detail Aussehen, Sprachführung, Gewohnheiten, Musikgeschmack seiner Opfer, die er - und so kommt der Titel des Romans zustande - in einer Gefriertruhe einsperrt. Wo Highsmith und Boyle mit der Angst spielen, für die Taten eines Fremden zur Verantwortung gezogen zu werden, erweitert Ahnhem dieses Spektrum: Die geschilderte Adaption eines fremden Lebens ist unumkehrbar und bietet durch die akribische Vorbereitung kaum Ansatzpunkte zur Verfolgung, kaum Möglichkeiten, die ursprüngliche Idenität des Täters zu finden.

In einem zweiten Erzählstrang übt der Autor anhand einer Erscheinung unter Jugendlichen die für das (skandinavische) Krimi-Genre obligate Gesellschaftskritik. Beim sogenannten "Happy Slapping", das seinen Ursprung in Großbritannien findet, werden zumeist unbekannte Personen spontan körperlich angegriffen, die Inszenierungen werden mitgefilmt und über Videoplattformen verbreitet. In "Minus 18 Grad" sind die Taten einer Gruppe Jugendlicher, die ihre Gesichter hinter knallgelben Smiley-Masken verbergen, grausame Morde an Obdachlosen. Die resultierenden Fragen müssen nicht explizit gestellt werden, sie ergeben sich aus dem Drang des Rezipienten, sich angeekelt von der Lektüre abzuwenden. Was motiviert junge Menschen zu solchen Taten, wie gewissenlos, frustriert müssen sie sein? Wie abgestumpft muß eine Gesellschaft sein, die solche Phänomene hervorbringt, die euphemisierend mit "happy" attribuiert werden?

Die Parallelen der beiden Handlungsebenen sind unübersehbar. Beide Male wird der Exzess einer kriminellen Handlung betrieben, beide Male wird die eigene Identität als hinderlich empfunden und somit verschleiert, sogar ausradiert. Beide Verbrechensserien sind von einem Gefühl der Kälte durchsetzt, im ersten Fall von jener in den Gefriertruhen, im zweiten von der emotionalen der Jugendlichen. Um situationsbedingt die Atmosphäre zusätzlich zu verdichten, läßt Stefan Ahnhem wie bereits in den Vorgängerromanen seine Erfahrung als Drehbuchautor einfließen und liefert die passende musikalische Untermalung. Aus den Lautsprechern von Fabians Sohn Theodor ist etwa jugendlich-rebellisch Kurt Cobain zu vernehmen, und in die sprichwörtliche skandinawische Melancholie wird der Roman von der schwedischen Sängerin Lykke Li getaucht.

Die beiden parallel zueinander verlaufenden Handlungsstränge werden nun aus drei Haupt- und mehreren Subperspektiven erzählt. Neben Fabian Risk, der dänischen Polizistin Dunja Hougaard und Fabians Sohn Theodor blicken Autor und Leser immer wieder den zahlreichen Mitgliedern des Ermittlerteams und Nebenfiguren über die Schulter. Die Erzählführung wechselt dabei ganz nach Bedarf, um die resultierenden kapitelweisen Cliffhanger wie natürlich gewachsen erscheinen zu lassen. Zum anderen dienen die Perspektivenwechsel auch als Taktgeber, um einzelne Elemente miteinander zu synchronisieren und Sprünge in der erzählten Zeit zu ermöglichen. Zuweilen kann man sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, daß der Autor seinen Figuren zu viel zumutet. Der Selbstmord eines Kollegen stellt die Ermittler vor eine beträchtliche emotionale Herausforderung und bietet ein weiteres Rätsel, dessen Auflösung noch einen starken Handlungsstrang ergeben hätte. In der vorliegenden Form wirkt er jedoch halbseiden und bindet unnötigerweise Aufmerksamkeit.

Der Eindruck der exakten Konstruktion des Romans verfestigt sich zunehmend. Die Unterbrechungen sind punktuell an jenen Stellen gesetzt, an denen die Spannung am höchsten ist. Dazu trägt auch bei, daß die Kapitelenden wie verschlossene Türen sind, an denen jemand Einlaß begehrt. Manchmal ist es nur der freundliche Nachbar, manchmal aber auch jemand, der eiskalt lächelnd sein Anliegen mit einer Pistole unterstreicht. Nicht jeder Cliffhanger bringt also die Eskalation, jeder aber trägt das Potential dazu in sich. Der Weg einer jeden Figur scheint vorgezeichnet, sowohl Anfangs- und Enpunkt, als auch alle Umwege dorthin sind zeitlich exakt aufeinander abgestimmt. Im Enstehungsprozeß des Romans dürften sich die einzelnen durchaus starken Charaktere äußerst diszipliniert verhalten und die Geschichte nicht an sich gerissen oder in eine andere Richtung als die intendierte gelenkt haben. Stefan Ahnhem ist somit ein Uhrmacher, der die Räder seines Getriebes zu schmieren und in Millimeterarbeit einzufügen versteht.

Als wäre die analoge Zeitanzeige des wohl prominentesten Uhrwerks der Literaturgeschichte durch eine digitale ersetzt worden, mutet der Handlungsteil um jene Gruppe halbstarker Jugendlicher an, die mit knallgelben Masken zum Zeitvertreib Obdachlose massakrieren. Wie auch in "Clockwork Orange" dominiert exzessive Gewalt, die keinem erkennbaren Zweck dient. Wo bei Anthony Burgess das musikalische Leitmotiv von Ludwig van Beethoven stammt, setzt Ahnhem auf einen anderen Vertreter der Klassik, nämlich Mozart. Die im Internet veröffentlichten Videos werden vom drittern Satz der 39. Sinfonie untermalt. Hier nimmt Ahnhem sogar Bezug auf das bekannte Vorbild, als die Ermittler über die Musik rätseln:

'Was ist das für eine Musik?', fragte Jensen.
'Wahrscheinlich Beethoven, wie in Clockwork Orange', sagte Ussing.

(S. 207)

Die genannte Mozart-Sinfonie gilt als "eins seiner fröhlichsten und optimistischsten Werke" und wird wie die Ode an die Freude in ihr Gegenteil verkehrt. Die Smileys, Symbole für Lächeln, Vertrauen, Freude aus der digitalen Welt, bringen ebenso Schmerz und Leid. So ist wohl auch der Name Alexandra - ein Mitglied der Jugendbande - als eine Anspielung auf Alex de Large, die Hauptfigur aus "Clockwork Orange" zu verstehen.

Persönliches Fazit

Ein hochspannender, zuweilen etwas überladener Thriller, betrieben von einem präzise getakteten narrativen Uhrwerk.

© Rezension: 2016, Wolfgang Brandner


Minus 18 Grad | Stefan Ahnhem | Ullstein Buchverlage
Aus dem Schwedischen übersetzt von Katrin Frey.
2017, Klappbroschur, 560 Seiten, ISBN: 13 9783471351246
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[wolfgang]

Rezension: Betrunkene Bäume | Ada Dorian

Samstag, 25. Februar 2017 2 Kommentare

Der erste Titel des neuen Programms von Ullstein fünf





Erich ist über achtzig und verliert Stück für Stück seine Unabhängigkeit. Außerdem trauert er um die Liebe seines Lebens. Als junger Forscher hatte Erich eine Expedition in die Taiga unternommen. In jener Zeit hat er Schuld auf sich geladen, die bis heute nachwirkt und Erich vereinsamen lässt. Dann jedoch tritt Katharina in sein Leben. Sie ist von zu Hause ausgerissen, als ihr Vater die Familie verlassen hat. [© Text und Cover: Ullstein Verlag]

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Zwei einsame Seelen sind es, die sich in dem heruntergekommenen Mehrfamilienhaus treffen. Je mehr Schwierigkeiten Erich bekommt, den Alltag zu bewältigen, desto mehr vermisst er seine Frau, von der er sich im Stich gelassen fühlt. Zwar sieht seine Tochter immer wieder nach ihm, sie gibt ihm aber das Gefühl, nicht mehr ganz zurechnungsfähig zu sein und würde ihn am liebsten im Altersheim unterbringen. Um seine Freiheit zu erhalten engagiert er Katharina, die für ihn Einkaufen gehen und die Wohnung in Schuss halten soll.

Katharina ist verzweifelt, dass ihr Vater sie im Stich gelassen hat und ins ferne Russland zum Arbeiten gezogen ist. Sie haut von zu Hause ab und geht auch nicht mehr zur Schule. Der Drogendealer Hugo liest sie auf der Straße auf und quartiert sie in die leere Wohnung gegenüber von Erich ein. Bald schon soll sie für die Miete Tabletten verticken. Kann die Bekanntschaft zu Erich sie vor diesem ganz schlechten Weg bewahren?

„Er konnte sich nicht erinnern. Bewegungslos stand er vor der leeren Kaffeedose. Sah noch einmal hinein, als könnte er sich getäuscht haben. Dann musste er sich setzen, weil das Bein seine Überlegungen nicht länger stützen wollte. Erich ließ sich auf die Küchenbank fallen. Gestern erst, er war sich ganz sicher, hatte er ein Pfund Kaffee im Supermarkt gekauft." (S. 67)

Ada Dorian fängt die Sehnsüchte und Verlustgefühle ihrer Protagonisten mit einer wunderbaren Sprache ein. Kein Satz erscheint unnötig, womit sie eine hohe Präzision erreicht und das Handeln und Denken der Charaktere sehr nachvollziehbar macht. Der melancholische Grundton lässt immer noch Raum für etwas Hoffnung. Nie ist die Verzweiflung endgültig, es scheint immer noch einen Ausweg zu geben.



Zu dieser Stimmung passt Erichs Faszination für Bäume. Er hat sein Leben deren Erforschung gewidmet und beschäftigt sich auch jetzt im Alter noch mit ihnen. In Rückblenden begleiten wir ihn auf seine Expedition nach Sibirien. Die endlosen Wälder und die unwirtlichen Lebensbedingungen sind eine andere Welt. Diese Reise und die Menschen, denen er begegnet, haben für ihn erhebliche Auswirkungen. Am Ende fügt sich dann das alles wie bei einem Puzzle zu einem stimmigen Bild zusammen. 

Persönliches Fazit

„Betrunkene Bäume" habe ich sehr gern gelesen. Das Buch bietet eine sehr gekonnt komponierte Geschichte, ist sprachlich überzeugend und nahe an den Charakteren. Ein würdiger Auftakt des neuen Programms von Ullstein fünf.


© Rezension: 2017, Marcus Kufner


Betrunkene Bäume | Ada Dorian | Ullstein Verlag
2017, gebunden, 272 Seiten, ISBN: 9783961010011
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[marcus]

Rezension: ICONS (1): Dein Herz schlägt nur mit ihrer Erlaubnis | Margaret Stohl

Donnerstag, 23. Februar 2017 0 Kommentare

Jugendbuch-Zweiteiler in spannendem Science-Fiction-Szenario.



Alles änderte sich an jenem Tag. Am Tag, als das ICON über Los Angeles erschien. Am Tag, als der Strom ausfiel. Am Tag, als Dols Familie starb. Am Tag, an dem die Welt einen Kampf verlor, von dem sie zuvor nichts geahnt hatte. Seitdem hat Dol ein einfaches Leben auf dem Land geführt, zusammen mit Ro, der auch überlebte – geschützt vor dem Schatten des ICONS und seiner furchterregenden Macht. Versteckt vor der Wahrheit, der sie nicht ausweichen kann. 

Sie sind anders. Sie haben überlebt. Warum?

Als die Regierung ihr Geheimnis entdeckt, werden sie gefangen genommen und mit der ängstlichen Tima und dem charismatischen Lucas zusammen eingesperrt. Man nennt sie ICON-Kinder. Die vier sind die einzigen Menschen auf der Welt, die gegen die Macht der ICONS immun sind. Hin und her gerissen zwischen dem grüblerischen Ro und ihren Gefühlen für Lucas, zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, hat Dol sich nie unsicherer gefühlt. Und während die Spannungen zunehmen, entdecken die ICON-Kinder, dass ihre explosiven Emotionen, die sie immer für ihre größte Schwäche gehalten hatten – in Wahrheit ihre größte Stärke sein könnten. [© Text und Cover: S. Fischer Verlag]

[trennlinie]

Personen mit besonderen Fähigkeiten waren schon oft Grundlage für Bücher oder Filme. Ist die auf zwei Bände angelegte Geschichte der ICONS nur ein Aufguss davon, oder wird hier mehr geboten als das Altbekannte? Nachdem ich mit dem ersten Teil durch bin kann ich Entwarnung geben – mich hat die Story überzeugt.

Ein Fakt, der mir angenehm realistisch vorkam, war, dass die außerirdischen Wesen den Menschen überlegen sind. Da gibt es keinen Krieg, keine Armee zur Rettung der Erde. Sie übernehmen sang- und klanglos die Kontrolle über den ganzen Planeten, töten mit einem Handstreich und benutzen die Menschen als Arbeiter. Obwohl einige bereit sind, für die Freiheit zu kämpfen, stehen die Chancen gegen so eine Übermacht ziemlich schlecht.



Erst im Laufe des Buchs wird den vier ICON-Kindern, und damit auch mir Leser, langsam klar, welche Bedeutung sie in diesem Szenario haben. Damit hatte ich so meine Probleme, denn anfangs fand ich die Situation ziemlich verwirrend. Auch sprachlich fehlt hier etwas die Klarheit, deshalb dauerte es, bis ich verstanden hatte, wie die Lage genau ist. Dann entwickelt sich die Story aber und hat mich mit ihrer Cleverness überzeugen können. Lobenswert fand ich auch, dass das erste Buch nicht mit einem bösen Cliffhanger, der zum zweiten Teil hinführen soll, endet. Ich bin mit dem Schluss zufrieden, mehr verrate ich natürlich nicht.

Vor jedem Kapitel finden sich Auszüge aus Forschungsberichten oder geheime Mitteilungen, die bei Bedarf sogar geschwärzt wurden. Eine schöne gestalterische Idee.




Gelungen finde ich auch die Charakterisierung der vier ICON-Kids. Zwei Jungs und zwei Mädels, fünfzehn Jahre alt, das hat von sich aus schon viel emotionales Potenzial. Aber es spielen nicht nur Zu- und Abneigung eine Rolle, auch ihre Ziele sind sehr unterschiedlich. Da lassen sich Konflikte nicht vermeiden. 


Persönliches Fazit

Mit „ICONS" erleben wir eine flott erzählte Science-Fiction-Geschichte für Leser ab 14 Jahren. Am Anfang war der Plot zwar etwas verwirrend, hat mich dann aber durch seinen Einfallsreichtum überzeugt. Gut, dass der nächste Teil bereits in rund zwei Monaten erscheint, da habe ich die Geschehnisse des ersten Buchs noch im Gedächtnis.


© Rezension: 2017, Marcus Kufner


ICONS (1): Dein Herz schläg nur mit ihrer Erlaubnis | Margaret Stohl | S. Fischer Verlag
2017, broschiert, 416 Seiten, ISBN: 9783841421623
Aus dem Amerikanischen von Mo Zuber
Ab 14 Jahren
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[marcus]

BücherKaffee unterwegs | Lesung mit Nele Pollatschek

Mittwoch, 22. Februar 2017 0 Kommentare

Nele Pollatschek liest aus ihrem Debütroman „Das Unglück anderer Leute"
in der Buchhandlung am Käfertörle in Mosbach.


In der Veranstaltungsreihe „Das NachtCafé" hatte die Mosbacher Buchhandlung am Käfertörle im Februar die Autorin Nele Pollatschek zu Gast, die ihren Debütroman "Das Unglück anderer Leute" vorstellte.  Alexandra und ich haben die Gelegenheit genutzt und sind nach Mosbach gefahren, um uns einen Eindruck von ihr und ihrem Buch zu machen. 

Zum Inhalt des Buchs der Klappentext: 

Rabenmütter, Vaterwunden, Geschwisterliebe. In ihrem verblüffenden Debüt spielt Nele Pollatschek mit Statistik und Magie – und erzählt dabei eine turbulente, hochkomische und tieftraurige Geschichte vom Schicksalsschlag, eine Familie zu haben. 

Thene, 25, Oxford-Studentin mit Zweitwohnsitz in Heidelberg, lebt eigentlich ihren Traum: mit ihrem Freund im alten BMW zur Lieblingslichtung im Odenwald fahren, Klapptisch aufstellen, lesen, schreiben und ab und an ein Stück Kirschjockel essen. 
Leider aber fällt in Thenes Odenwald-Idyll immer wieder ein, was sie nur in kleinen Dosen verträgt: ihre Patchwork-Familie, eine in alle Himmelsrichtungen verstreute ostwestdeutsche Mischpoke. Allen voran: Ihre Mutter Astrid – Weltretterin, Punk, hochmanipulativ und mehr an ihren guten Taten als an ihren Kindern interessiert. Dann Georg, ihr Vater, der eigentlich die bessere Mutter gewesen wäre, wäre er nur nicht ganze fünf Jahre verschwunden, als Thene zehn war. Des Weiteren: Eine Schar von abgelegten Stiefvätern, unter ihnen der jüdisch-orthodoxe Menachem. Und – einziger Lichtblick – Menachems Sohn: Thenes fünfzehnjähriger Halbbruder Eli, Zauberlehrling und begnadeter Kenner von Statistik, Wahrscheinlichkeit und Magie. 
Als die Masterverleihung in Oxford ansteht, reist die Familie wie selbstverständlich an. Wer hätte schon ahnen können, dass der Zufall – das Schicksal? Gott? – ausgerechnet hier den Hebel ansetzt, um Thenes Welt aus den Angeln zu heben. [© Verlag Kiepenheuer & Witsch]




Ich habe das Buch bisher noch nicht gelesen, mit den vorgetragenen Passagen hat Nele Pollatschek aber meine Neugier geweckt. Ihre Heldin Thene ist eine junge Frau, die mitten im Leben steht und sich auf erfrischende und oft amüsante Art Gedanken über Gott und die Welt und ihre Familie macht. Damit hat sie einige Lacher beim Publikum verursacht. Auch wenn die Ausgangssituation bzw. die Grundstimmung eine recht Tragische ist, weiss die Autorin das Ganze mit einer gewissen Leichtigkeit und der nötigen Portion Humor zu verpacken. 

Nele Pollatschek verstand es hervorragend, ihre Zuhörer zu begeistern. 

Es war sehr angenehm, ihr beim Vorlesen zuzuhören, konnte sie doch sehr gut Stimmungen aufgreifen und wiedergeben, mal mit lauter, mal mit leiser Stimme, mal energiegeladen, mal nachdenklich. Die Zeit raste geradezu durch und man konnte merken, dass sie ihr Publikum überzeugen konnte. Jeder lauschte gespannt und immer wieder konnte man herzliche Lacher vernehmen. Zwischendrin gab es eine kleine Pause, in der man sich an der hauseigenen KäferBar mit weiteren Getränken eindecken und der Livemusik lauschen konnte.

Nach der Lesung stellte sich die Autorin natürlich noch der obligatorischen Fragerunde. Ihre ausführlichen Antworten und ihre Offenheit fand ich sehr sympathisch.
Die häufigste Frage, die ihr auf Lesungen immer wieder gestellt wird, ist die, ob "Das Unglück anderer Leute" ein autobiografisches Buch sei, wie viel Nele denn in der Protagonistin Thene stecken würde. Dieser Frage griff sie an diesem Abend vor und erzählte ausgiebig über die Entstehung des Buches und über die Schwierigkeit, über Realismus zu schreiben.  Nein, der Roman ist nicht wirklich biografisch im herkömmlichen Sinne. Es steckt viel Lebenserfahrung drin in diesem Buch, aber es ist nicht unbedingt ihre eigene. Aber der Roman ist ihr von der Seele geschrieben, weil die Thematik ist genau das, was sie in den letzten Jahren beschäftige und interessierte. Sie findet das Thema Familie spannend, vor allem dysfunktionale Familien. "Man hat ja keine Wahl mit seiner Familie, es sind einem die allernächsten Menschen, die einem wichtig sind - und die einen aber auch immer wieder zur Weißglut treiben können. Die ganz großen Gefühle hat man nicht zu seinem Bankberaten", sagt sie. "Die hat man zu seinem Vater, seiner Mutter oder Bruder etc. - und diese Gefühle können tragisch verletzt werden."

Es wurden natürlich auch einige Fragen zu ihrer Zeit in Oxford gestellt und wie es denn für sie in der Zukunft weiter geht. Schön war da natürlich zu erfahren, dass es nicht bei diesem Debüt bleiben wird. Wir sind jetzt schon sehr gespannt und werden das natürlich verfolgen.

Ungewöhnlich war ihr lustiger, aber auch sympathischer Abgang: damit sie ihre letzte Bahn nicht verpasste, hat sie den Wecker ihres Smartphones gestellt, der sich dann lautstark bemerkbar machen. Da war dann gerade noch Zeit zum Signieren, dann war sie auch schon weg.










Ein großer Dank an Nele Pollatschek und das ganze Team der Buchhandlung am Käfertörle für einen sehr unterhaltsamen Abend. Bei der guten Organisation und ausgezeichneten Versorgung mit Fingerfood und Getränken fühlt man sich einfach sehr wohl. Wie immer konnte man auch diesmal nach der Lesung wieder durch den Laden bummeln und sich inspirieren lassen und sich bis zuletzt mit neuem Lesefutter eindecken.
Sollte Nele Pollatschek auch in eurer Nähe lesen: wir empfehlen dringend einen Besuch, es lohnt sich wirklich sehr!

Wer sich gerne selbst einen kleinen Eindruck vorab über die Autorin und das Buch verschaffen mag, dem empfehlen wir einen Blick in folgendes Video:


© Text: Marcus Kufner
© Bildmaterial: Alexandra Zylenas und Marcus Kufner

[marcus]

Aufgelesen #30 | Never judge a playlist by its first title

Dienstag, 21. Februar 2017 0 Kommentare


Vor kurzem ist der neue Roman von Claudia Rossbacher, "Steirerpakt", erschienen, und pünktlich am Erscheinungstag führte mein Weg von der Arbeit direkt in die Buchhandlung. Es war ein Mittwoch, und die erste Gelegenheit, das Buch aufzuschlagen, ergab sich dann am Freitag. Der Anlaß sollte standesgemäß begangen werden, als musikalische Untermalung erschien mir daher die jüngst erschienene MTV-Unplugged-Session von Andreas Gabalier adäquat. Ein steirischer Künstler, von einem Label geadelt, unter dem nur wenige publizieren ... warum nicht.

Folgendes Bild dazu, vorsichtig mit "Experiment Steirerabend" betitelt, publizierte ich bei dieser Gelegenheit auf Twitter. 
Die Reaktionen darauf waren skeptisch, gilt der selbsternannte "Volksrock'n'Roller" doch als ideologisch am Nationalismus orientiert und einem nicht mehr ganz zeitgemäßen Wertesystem anhängend. Ein dankbarer Reibebaum also für jene, die als Gallionsfigur regierungsskeptischer, rechter Bewegungen erachten. (Zur Ergänzung nur dazu: Der Genannte bezieht in Interviews bewußt keine politische Position, das könnte man Gleichgültigkeit oder - eleganter ausgedrückt - Äquidistanz nennen)

Gehöre ich also zu jenen, die auf die Entwicklungen der Zeit mit Trotz reagieren, weil sich diese CD in meinem Player befindet? Welchen Schluß würde man ziehen, wenn ich meine Lektüre mit alpinen Ziehharmonikaklängen unterlegt hätte? Oder mit den Toten Hosen? Oder Pink Floyd? Und wäre mir der geistige Weg zum Tatort des Romans, einem historischen Sessellift in der Obersteiermark schwerer gefallen, hätte ich mich für Didgeridoo-Klänge aus der Abteilung Weltmusik entschieden?

In der Tat kann der richtige Soundtrack den Zugang zu einem Buch erleichtern, den emotionalen Boden des Rezipienten bereiten, auf daß die Blüten der Geschichte umso farbenprächtiger gedeihen. Naheliegend ist diese Assotiation naturgemäß bei bereits verfilmten Büchern, wo zu den Bildern im Kopf auch schon die Tonspur bespielt ist. Michael Endes Phantásien begleitet von den Klängen von Klaus Doldiger ist definitiv eine erneute Reise (auf dem Rücken eins Glücksdrachen) wert. Beim Neu- und Wiederentdecken von Mario Puzo läuft das berühmte Thema von "Der Pate" von Ennio Morricone und Nino Rota ohnehin in einer Endlosschleife. In manchen Regalen findet sich ja noch Margret Mitchell - das dauergänsehautverursachende Thema von Max Steiner (bekannt aus dem Film zu "Vom Winde verweht") verleiht nicht nur Südstaatendramen die letzte dramatische Nuance. Darf es ein Auffrischungskurs in "Verteidigung gegen die dunklen Künste" sein? John Williams Glockenklänge wehen durch die Luft, wenn sich die Tore von Hogwarts öffnen. Das ganze funktioniert natürlich auch in die andere Richtung: Rachel Portmans Melodie zu "Gottes Werk und Teufels Beitrag" wirft mich gedanklich unmittelbar wieder in die letzten Kapitel von John Irvings gleichnamigem Roman.

Um auf John Williams zurückzukommen, der Autor gleichen Namens wurde kürzlich wiederentdeckt. Sein 1965 erstmals erschienener Roman "Stoner" portraitiert die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts anhand der Biographie eines Literaturwissenschafters. Ein Stück amerikanischer Zeitgeschichte, dem  ein Poet wie Neil Young die richtige Stimmung verleihen könnte. Oder gar der kürzlich gekürte Literaturnobelpreisträger? Wer gerne mit Donna Leon durch die Kanäle gondelt, wird vermutlich Antonio Vivaldi zu schätzen wissen, und Romane von Nick Hornby sollten eigentlich grundsätzlich mit einem aktuellen Querschnitt durch den Britpop auf CD ausgeliefert werden. Vorgetragen am besten in einem Akzent, den man erst ansatzweise zu verstehen beginnt, wenn man mindestens drei Jahre in London gelebt hat. Manche Autoren setzen die Musik in ihren Büchern aber auch ganz bewußt ein, um eine zusätzliche Möglichkeit zum Stimmungsaufbau zu gewinnen und vertrauen darauf, daß ihre Leser den Empfehlungen folgen. Durch Stefan Ahnhem bin ich etwa kürzlich auf die schwedische Sängerin Lykke Li gestoßen, und Tess Gerritsen komponierte das zentrale Musikstück ihres letzten Romans "Totenlied" gleich selbst.

Aber nochmals zu eingangs erwähntem Experiment: Obwohl die Herzen der Autorin und des Mannes mit den karierten Hemden deutlich hörbar für die Steiermark schlagen, ist der Takt doch ein unterschiedlicher. Vielleicht versuche ich es beim nächsten Mal mit einer klassischen Hommage an das ländliche Leben, der sechsten Symphonie von Beethoven. Oder noch passender: Einer Band namens "Reichenstein 2165", die aus dem Ort der Handlung stammt und träumerische Instrumentalmusik produziert.

Liebe Leserinnen und Leser, wie haltet ihr es mit der Musik zum Lesen? Hilft euch die richtige Melodie, noch tiefer in das jeweilige Buch einzutauchen, oder ist eurer Lieblingsleseplatz ein Ort der Stille? (Es muß ja nicht gleich Richard Wagner zur mittelhochdeutschen Ausgabe der Nibelungensage sein...)


Freudiges Weiterlesen, -hören und -träumen!

Wolfgang Brandner
[wolfgang]

Rezension: Die große Heimkehr | Anna Kim

Montag, 20. Februar 2017 2 Kommentare

Die dramatische Geschichte eines geteilten Landes



Seoul, im April 1960. Johnny Kim, seine Geliebte Eve Moon und sein bester Freund aus Kindertagen Yunho Kang sind auf der Flucht vor der berüchtigten Nordwest-Jugend, einer antikommunistischen, paramilitärischen Schlägertruppe im Dienst der Regierung Südkoreas. Diese steht kurz vor dem Zusammenbruch, seit Wochen geht die Bevölkerung gegen den autokratischen Präsidenten Rhee auf die Straße. Gemeinsam wagen Johnny, Eve und Yunho die illegale Überfahrt nach Japan und finden Unterschlupf und Arbeit im koreanischen Viertel Osakas. Doch schon bald werden sie von ihrer Vergangenheit eingeholt: Ein Mädchen ist verschwunden, und der Verdacht fällt auf Johnny … [© Text und Cover: Suhrkamp Verlag]

[trennlinie]

Als Angehöriger eines ehemals in Ost und West getrennten Staates fühle ich mich in gewisser Weise verbunden mit Korea, dem immer noch in zwei Systeme geteilte Land. Und doch ist es ein exotisches. So weit wie es von uns weg liegt, sind mir die Kultur und Geschichte der Halbinsel ziemlich fremd. „Die große Heimkehr" bringt mir genau das näher.

Immer wieder gibt es Abschnitte, die sich mit der politischen Situation beschäftigen. Das beginnt nach Ende des zweiten Weltkriegs und mit dem damit einhergehenden Abzug der japanischen Besatzungstruppen, streift den Koreakrieg und beschreibt, wie sich die beiden Staaten Nord- und Südkorea gebildet und in den 50er und 60er Jahren entwickelt haben. Diese Texte sind etwas sachbuchlastig, aber äußerst interessant. Im Süden ging das Schreckgespenst des Kommunismus um, im Norden wollte man diesen Idealismus um jeden Preis durchsetzen. Was zählt da schon der Einzelne? Wer nicht auf Linie ist, wird verhaftet, umerzogen oder gar ermordet.

„in den fünfziger Jahren lag der Wert eines Menschenlebens unter dem Wert einer Schüssel Reis." (S. 196)

Es wäre beruhigend zu wissen, wenn so ein rücksichtsloses Verhalten der Mächtigen der Vergangenheit angehören würde. Leider gibt es auch heute noch zu viele Länder, in denen es noch so zugeht. Nichts ist so brutal wie die Realität.



Wie einfach ist es doch, in Schubladen zu denken. Der „Schurkenstaat" Nordkorea ist böse und die Südkoreaner sind die Guten? Anna Kim lässt sich nicht von diesem Schwarz-Weiß-Denken verleiten. Sehr differenziert stellt sie dar, dass auch im Namen der Freiheit, gegen den Kommunismus und unter der Protektion der USA Verbrechen begangen wurden. Das gibt zu Denken und wirkt nach.

In diese sehr unruhige Zeit zwischen Krieg und politischer Unruhen setzt die Autorin ihre drei Protagonisten. Sie bekommen die Armut und die Verfolgung zu spüren. Ständig leben sie in Angst vor Bespitzelung, kaum einem Freund oder Nachbarn scheint man trauen zu können. Als sie sich schließlich nach Japan absetzen, sind sie dort auch nicht willkommen. Die Koreaner werden dort wie Menschen zweiter Klasse behandelt.

„Wie lange muss man Ausländer sein, bis man sich Inländer nennen darf? Wie inländisch geboren muss der Geborene sein, bis er dem Ausländischen entwachsen ist?" (S. 329)

Wie so oft wird das Fremde erst mal abgelehnt und schlechtgeredet, anstatt die Geflüchteten mit ihren Fähigkeiten als Bereicherung anzunehmen. 

Persönliches Fazit

Anna Kim führt in „Die große Heimkehr" die Absurdität und Unmenschlichkeit politischer Systeme in einer klaren und eindringlichen Sprache vor Augen. Durch die sachlichen politischen Ausführungen hat es zwar etwas gedauert, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe, sie verschafft mir damit jedoch ein großes Verständnis für die Situation in Korea. Hochinteressant und packend! 

© Rezension: 2017, Marcus Kufner


Die große Heimkehr | Anna Kim | Suhrkamp Verlag
2017, gebunden, 558 Seiten, ISBN: 9783518425459
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[marcus]

10x3 Dinge über ... Sarah vom Blog Pinkfisch

Sonntag, 19. Februar 2017 6 Kommentare

Wir möchten euch gerne tolle Blogs aus den verschiedensten Bereichen vorstellen und haben dabei unser Augenmerk besonders auf die Personen hinter diesen schönen Blogseiten gelegt. WER schreibt denn da eigentlich, wessen Beiträge begeistern uns da immer wieder? Wir blicken hinter die Kulissen - kurz und prägnant. Wir freuen uns sehr, dass sich Sarah vom Blog Pinkfisch der Herausforderung gestellt und unsere > 10x3 Dinge über... < beantwortet hat.



Sarahs Blog Pinkfisch ist ein Literaturblog. Neben Buchvorstellungen und -empfehlungen finden sich seit 2015 auch Texte und Berichte über ihr Engagement im Literaturbetrieb und über Veranstaltungen unter "Pinkfisch und wie sie die Welt sieht". Sarah ist mit Herz und Seele Buchhändlerin (Buchladen am Freiheitsplatz) und möchte für das Lesen begeistern - ob für Romane, Jugendbücher, Klassiker, Kurzgeschichten etc. - sie  ist nicht festgelegt auf eine bestimmte Art von Literatur. Pinkfisch ist authentisch und steht für Begeisterung und positive Vernetzung. Gerade das Hervorheben von besonderen Büchern, Autoren und kleineren Verlagen ist über die Jahre zu einem Schwerpunkt geworden, der ihr sehr am Herzen liegt. Ich liebe ihren Blog und ich schätze ihren Buchgeschmack sehr und freue mich immer wieder über die Bücher, die ich blind nach ihren Empfehlungen bestelle. Das passt einfach immer! 

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3 Eigenschaften, die dich besonders gut beschreiben


➝  Begeisterungsfähig
➝  Emotional
➝  Quirlig

3 Romane, die dir in letzter Zeit gut gefallen haben.


➝  Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara
➝  Der Club von Takis Würger (erscheint am 3. März bei Kein&Aber)
➝  Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster von Susann Pásztor

3 Sach-/Fach-/Hobbybücher, die dich überzeugten und großen Mehrwert für dich hatten.


➝  Formbewusstsein von Frank Berzbach
➝  Steal like an Artist von Austin Kleon
➝  Schreiben in Cafés von Natalie Goldberg

3 Filme/Serien, die du gerne geschaut hast/gerne schaust.


➝  Friends. 
Ich glaube mittlerweile habe ich die Serie sieben oder achtmal komplett gesehen, am liebsten im Original. Never gets old.

➝  Der Club der toten Dichter. 
Muss in regelmäßigen Abständen sein. John Keating und seine Jungs. Die altehrwürdige Schule. Die Trauer. Das Leben. Die Schönheit der Gedichte. Poetik. Der ganze Film ist für mich Gänsehaut pur.

➝  Buffy. 
Die Special Effects der ersten Staffeln sind Jahre später natürlich lachhaft, aber die Storyline, die Entwicklung, der Humor...Buffy als dunkle, nicht unbedingt immer sympathische Heldin, als unangepasste Frauenfigur – es ist stets wieder großartig. 

3 Songs von deiner Lieblings-Playlist.


➝  Queen – Under Pressure
➝  The Ten Tenors – Hallelujah
➝  Meat Loaf – I would do anything for love (but I won't do that)

3 Blogs, deren Posts dich besonders inspirieren.


➝  MeineSvenja (http://www.meinesvenja.de/)
Svenja ist mir über die Jahre immer wieder Vorbild und Inspiration gewesen, weil sie wirklich ihr Ding durchzieht. Bei ihr finde ich Motivation, oft genug treffen ihre Artikel mich direkt ins Herz.

➝  Wibke Ladwig oder besser gesagt, eigentlich ALLES was Wibke im Netz so tut. So eine umtriebige, kreative und liebenswürdige Person. Besonders gerne mag ich ihre morgendlichen Tumblr-Einträge (http://sinnundverstand.tumblr.com/) diese kleinen Denkgebäude vom morgendlichen Spaziergang ins Heimbüro. Wibke ist für mich der Inbegriff von „einfach machen“ - sollte ich mich viel mehr trauen...

➝  Maximilian Buddenbohm und seine http://www.herzdamengeschichten.de/ . So herrlich unaufgeregte Geschichten aus dem Alltag, interessante Link-Zusammenstellungen, zwischendurch bloggt auch mal der Rest der Familie. Er hat so einen tollen Stil und ich bin ganz glücklich, dass ich ihn über Twitter entdeckt habe.

3 Instagram-Accounts, denen du mit Begeisterung folgst.


➝  Flo, aka Literarischer Nerd
Florian erzählt ganz und gar bezaubernd aus seinem Buchhändlerleben. Bei ihm entdecke ich so oft gemeinsame Lieblingsbücher, stöbere Neues auf und bewundere seine Storytelling-Fähigkeiten. 

➝  Everygoodthinginmylife
Ich liebe ihre Bildsprache. Sie arrangiert Bücher so wunderbar, sehr klar und fast schon poetisch. Und dazwischen Natur und Landschaft – ein angenehmer Ruhepol bei Instagram.

➝  Buchhandlung Lüders in Hamburg
Nachdem ich den Laden letztes Jahr selbst besuchen dürfte und begeistert war, habe ich mich extrem gefreut, ihn dann einige Monate später neu bei Instagram zu entdecken. Kreative Buchfotos, Yoga-Posen zwischen den Regalen und sympathische Texte – Best-Practice-Beispiel für eine Buchhandlung bei Insta.

3 Länder, die du gerne bereisen möchtest.


➝  NYC! Aktuell kommt es für mich aufgrund der politischen Lage nicht in Frage, aber irgendwann möchte ich mir diesen Wunsch noch erfüllen. NYC, die Stadt, in der so viele meiner geliebten Bücher und Filme spielen. In den USA. war ich bereits, aber noch nie in New York City...

➝  Schweden, insbesondere Stockholm – diesen Wunsch erfülle ich mir mit meiner Familie zusammen schon diesen Sommer! Die Schären, die Museen, die Cafés, das Leben...ich freue mich wie verrückt darauf!

 Japan. Auch, wenn diese Destination am unwahrscheinlichsten ist, reizen würde es mich doch. Die Kultur, das Essen, die Schauplätze, Haruki Murakamis Bücher in jeglichen Buchhandlungen anschmachten – es gäbe eine Menge zu tun!

3 Dinge, die du unbedingt einmal ausprobieren/tun möchtest.


➝  Momentan bin ich mal wieder ganz angefixt, was Drucke angeht. Selbst Stempel und Vorlagen herstellen, mit Farben experimentieren...da möchte ich bald mal etwas länger Zeit mit verbringen.

➝  Radio machen. Habe ich schon gemacht, würde ich sehr gerne wieder machen, genauso wie ein Stimmtraining oder einen Kurs in der Richtung. Freies Sprechen liegt mir und ich habe viel Spaß daran.

➝  Mir endlich, endlich mal die Haare komplett pink färben. Irgendwas ist immer, was mich davon abhält und auch nicht alle Frisör*innen, die ich mit meinem Wunsch aufsuchte, hatten den entsprechenden Abenteuermut...

3 Fotos aus deinem (Blogger)Leben.






© Alle Bilder dieses Beitrags unterliegen dem Copyright von Sarah R. / Pinkfisch

[alexandra]

Rezension: Tierchen unlimited | Tijan Sila

Donnerstag, 16. Februar 2017 0 Kommentare


Die Geschichte eines Jungen im bosnischen Bürgerkrieg, seiner Flucht nach Deutschland und des Lebens unter deutschen Neonazis. Wild, bedrückend genau und dabei hoffnungsvoll komisch erzählt Tijan Sila von einem jungen Mann, für den Grenzen nur existieren, um sie zu übertreten. [© Text und Cover: Verlag Kiepenheuer & Witsch]

[trennlinie]

Was ist das für ein Leben für ein Kind in einer eingekesselten Stadt? Sarajevo in den 1990ern, ein Wechsel zwischen Granateinschlägen und Waffenstillstand. Kalt ist es im Winter in den Wohnungen, denn die Fenster sind zerstört und Brennholz ist kaum zu bekommen. Die Nahrungsmittellieferungen der Hilfsorganisationen reichen kaum aus, viele verkaufen alles, was sie haben, um nicht zu hungern. Das ist kein geordnetes Umfeld, das man sich für Kinder vorstellt. Sicherlich würden diese sich den Alltag auch anders wünschen, aber sie kennen die Nachbarn und Mitschüler, sie scheinen zurecht zu kommen.

„Der Krieg änderte alles, auch unser Vorgehen beim Obstklau, denn der erste Winter war unerbittlich gewesen. Die Temperaturen sanken auf minus zwanzig Grad, die Heizungen funktionierten nicht, und jede einzelne Fensterscheibe der Stadt war entweder durch direkten Beschuss oder den Luftdruck naher Detonationen geborsten und notdürftig mit durchsichtiger Folie aus UN-Hilfspaketen ersetzt worden" (S. 29)

Anders ist es für den Ich-Erzähler in Deutschland, nachdem seine Eltern mit ihm geflohen sind. Eine andere Kultur, eine fremde Sprache und dann auch noch die beginnende Pubertät. Das ist für ihn keine einfache Aufgabe, sich da reinzufinden. Und wieweit beeinflusst ihn das Kriegstrauma? Auch wenn es ihm nicht so bewusst ist, scheint es ihn latent zu belasten und er hat Schwierigkeiten, sich in die neue Gesellschaft einzugliedern.












Eigentlich ist das mehr als genug Dramaturgie, um mich emotional mitzunehmen. Der Beginn des Buchs hat mich auch sehr angesprochen, hat dann aber leider nachgelassen. Das liegt zum einen an der Sprache, die auf mich etwas kühl und emotionsarm wirkt. Ich bin wahrlich kein Anhänger von Schnulzen, der Schreibstil hier ist mir aber oft zu sachlich und scheint, vielleicht ja absichtlich, immer wieder an den entscheidenden Punkten vorbeizugehen. Zum anderen springt der Erzähler des öfteren zwischen der Kindheit in Bosnien und seinem späteren Leben in Deutschland hin und her, was zwar durchaus ein legitimes Stilmittel ist, mich aber immer wieder aus der Geschichte herausnimmt.

Persönliches Fazit

„Tierchen unlimited" bringt mir das Leben im belagerten Sarajevo mitten im Balkankrieg und die Auswirkungen für den Erzähler als Geflohener und Fremder in Deutschland näher. Das ist zwar interessant, der Roman konnte mich aber sprachlich und dramaturgisch leider nicht in seinen Bann ziehen.

© Rezension: 2017, Marcus Kufner


Tierchen unlimited | Tijan Sila | Verlag Kiepenheuer & Witsch
2017, gebunden, 224 Seiten, ISBN: 9783462050264
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[marcus]

Kochbuch-Rezension: 100 Foodblogger haben wir gefragt - #Vierjahreszeiten - 100 Lieblingsrezepte

Sonntag, 12. Februar 2017 4 Kommentare

4 Jahreszeiten - 100 Foodblogger - 100 Rezepte. 


Blogger sind aus der Foodszene nicht mehr wegzudenken. Ja, sie gelten sogar als die neuen Trendsetter. Aus ihren genialen Rezeptkreationen sowie den liebevollen Fotografien spricht ihre Leidenschaft für gutes Essen und Ästhetik. Die ersten Kochbücher einzelner Blogger ließen daher nicht lange auf sich warten. Doch wozu sich auf eine/n fixieren, wenn man auch 100 von ihnen zwischen zwei Buchdeckel bekommen kann? Ob Kürbislasagne im Herbst, Salat to go im Frühling, Smoothie im Sommer oder Gewürzkuchen im Winter: 100 ausgewählte Blogger stellen in diesem inspirierenden Buch ihre liebsten Rezepte quer durch alle Jahreszeiten vor.
[Text & Cover: © Verlag ars vivendi]

[trennlinie]

Liebt ihr es auch zu kochen und zu backen? Besucht ihr auch so gerne wie ich interessante Foodblogs, um neue Genusskreationen zu entdecken? Dann kann und muss ich euch unbedingt dieses Buch ans Herz legen.
100 deutschsprachige Foodblogger haben hier ein großes Sammelsurium an tollen Rezepten aus dem Bereich Backen und Kochen zusammengetragen. Jeder Foodblogger entwickelt Rezepte, denen er seine ganz persönliche Note verleiht. Die Blogs sind daher Inspirationsquelle pur für die Küche - und so ist auch dieses Buch. Hier findet wirklich jeder etwas für seine persönlichen Vorlieben, da die Rezepte kunterbunt gemischt und vielfältig sind. 



Unterteilt ist das Buch in die vier Jahreszeiten, sodass man immer schnell Zugriff auf die Rezepte hat, die gerade saisonal gut umsetzbar sind. Natürlich findet man zum Ende des Buches aber auch ein ausführliches Rezeptregister, wenn man gerade auf der Suche nach etwas Speziellem ist. 

Jede Jahreszeit ist in einer anderen Farbe gehalten und so behält man ich beim Blättern gut den Überblick. Jedes Rezept nimmt immer eine Doppelseite ein, wobei auf der linken Seite das Rezept und die Zutaten auf hellem Hintergrund zu finden ist und auf der rechten Seite das Ergebnis mit immer sehr ansprechenden Fotografien zu sehen ist. Diese lassen einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen! Die Darstellung der Rezepte gefällt mir persönlich sehr gut, da es clean und aufgeräumt wirkt und ich nicht unnötig vom Wesentlichen abgelenkt werde. 

Unter jedem Rezept wird der oder die Bloggerin kurz mit Name, Blog, Thema und Logo vorgestellt. Ab Seite 216 sind alle Foodblogger auch noch einmal in einer Tabelle samt der dazugehörigen URL aufgelistet. Das finde ich sehr übersichtlich und hilfreich, kann ich doch so schnell und unkompliziert die Websites heraussuchen, die ich gerne einmal besuchen möchte, um in weiteren Rezepten stöbern zu können. 

Die Rezepte selbst sind sehr vielfältig und reichen von Suppen, Salaten, Vorspeisen über Hauptgerichte mit und ohne Fleisch bis hin zu leckeren Brot- und Kuchenrezepten, Desserts und auch kühlen Sommerdrinks wie zum Beispiel der Wassermelonen-Minz-Cocktail. Diesen kann man auch ohne Alkohol zubereiten und ich sehne mir jetzt schon den Sommer herbei, da ich diesen Cocktail unbedingt ausprobieren möchte. Ich habe jetzt schon im Gefühl, dass dies mein Sommergetränk 2017 wird! 

Da ich mich persönlich aber gerne an die saisonale Küche halte, habe ich mein Hauptaugenmerk erst einmal auf den Herbst und den Winter geworfen. So habe ich etwas wirklich Tolles für mich entdeckt: einen warmen Quinoasalat mit Rote Bete und Orangen! (Blog: www.vegan-jungle.de) Da nur ich Rote Bete esse - und das liebend gerne - ist dieses Rezept perfekt, da es auch wunderbar für nur eine Person vorbereitet werden kann. Diesen Salat wird es nun definitiv öfter geben. 

Rotkohl darf in meiner Winterküche nicht fehlen und ich freue mich immer sehr über leichte Rezepte. Daher habe ich sofort den Rotkohlsalat getestet (Blog: www.einfachmaleinfach.de). Was für ein herrlich frisches Essen! Einfach Brot dazu und das Abendessen ist perfekt. Ich habe die Rosinen durch Cranberries ersetzt, weil ich diese gerade zur Hand hatte. Diese Kombination frischer Rotkohl-Cranberries-Walnüsse ist wirklich sehr köstlich. 




Auch habe ich meine Liebe für das Waffelbacken wieder entdeckt und ich freute mich besonders über das Rezept für die veganen belgischen Dinkelwaffeln (Blog: www.vegankombuese.com) Die Waffeln sind köstlich, kommen mit ganz wenig Zucker aus (den ich auch durch Kokosblütenzucker ersetzte) und liegen nicht schwer im Magen. Dazu gab es selbstgemachtem Kirschkompott. Ein Traum! 




Ich werde mich weiter durch die Jahreszeiten kochen und backen und freue mich schon auf so einige Rezepte, die da noch auf mich warten. 

Persönliches Fazit

Wer gerne abwechslungsreich kocht und backt und auf der Suche nach Inspiration ist, der sollte unbedingt einen Blick in dieses Buch werfen. Ich bin von der Aufmachung und von den Rezepten sehr angetan und weiss jetzt schon, dass da noch so einiges getestet wird - ich habe schon lauter Postit´s im Buch hinterlassen. 
Zudem habe ich durch dieses Buch ganz wunderbare Foodblogs für mich entdecken können, auf die ich vielleicht sonst nicht aufmerksam geworden wäre. So hatte das Buch gleich doppelten Mehrwert für mich. Übrigens finde ich, dass dieses Buch eine hervorragende Geschenkidee ist, wenn man nicht den genauen Koch- bzw. Backgeschmack des zu Beschenkten kennt, denn hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Eine klare Empfehlung meinerseits! 

© Rezension: 2016, Alexandra Zylenas



#Vierjahreszeiten - 100 Lieblingsrezepte | Verlag ars vivendi
Herausgegeben von Goller, Simone
2016, HC, Seiten, ISBN ISBN 978-3-86913-716-2
Buch bestellen bei Amazon.de*

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[alexandra]

Rezension: Das Geheimnis der Großen Schwerter 3: Die Nornenkönigin und 4: Der Engelsturm | Tad Williams

Samstag, 11. Februar 2017 2 Kommentare

Die letzten beiden Teile der Fantasy-Saga.






Simon, der inzwischen den Namen Schneelocke trägt, ist immer noch auf der Suche nach dem dritten der Schwerter. Wie die alte Weissagung verrät, wird erst Friede in Osten Ard einkehren wenn »Leid«, »Minneyard« und »Dorn« wieder vereinigt sind.

Simon Schneelocke ist entschlossen, für Prinz Josua das letzte der Großen Schwerter zu gewinnen. Doch gelingt es ihm zusammen mit Prinzessin Miriam Hellnagel zu finden? Und welchen Part spielt Simon in den geheimnisvollen Plänen von Utuk'ku, der Nornenkönigin? Während Binabik entdeckt, dass das Grab König Johanns leer ist, irrt Simon immer noch durch das Labyrinth unter dem Engelsturm. Als dann die Großen Schwerter endlich zusammenkommen, wie der wahnsinnige Priester Nisses es vor 500 Jahre vorausgesagt hat, stellt sich heraus, dass ihre Rolle eine ganz andere ist als ursprünglich gedacht.

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Nach „Der Drachenbeinthron" und „Der Abschiedsstein" habe ich die letzten beiden Bände der Fantasy-Saga von Tad Williams gleich am Stück gelesen. Ich lasse mich gerne in so monumentale Geschichten fallen, wie sie „Das Geheimnis der Großen Schwerter" bietet. Da schreckt mich auch die Seitenzahl nicht ab! 

Nachdem Simon seine Karriere vom Küchenjungen zum Helden, wenn auch unfreiwillig, gestartet hat, und ich ihn und seine Freunde schon eine Weile in der Welt von Osten Ard begleitet habe, werden die bösen Mächte aus dem Norden immer präsenter. Kann die Schar derer, die für die Freiheit kämpfen, wirklich dagegenhalten? Die Zeichen stehen schlecht, aber trotz aller Entbehrungen geben sie nicht auf und halten an der kleinen Flamme der Hoffnung fest. Es entwickelt sich der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, dunkle Mächte gegen Wahrhaftigkeit und Ehre, das Licht gegen Finsternis und Kälte. Das führt auch zu Schlachten zwischen sehr verschiedenen Gegnern, die Tad Williams so packend und sprachgewaltig beschreibt, dass ich mir mehr davon gewünscht hätte. 

„Die Rosse der Unsterblichen schienen schneller zu galoppieren als andere Pferde, aber sie bewegten sich so, wie es nur im Traum möglich ist, mit einem Gang, so glatt wie schmelzender Honig, und Hufen, die die Dunkelheit in fahle Feuerstreifen schnitten." (Band 3, St. 589)

Ich finde es bewundernswert, wie Tad Williams die Fäden der Geschichte zusammenhält. Zum einen finden die Handlungsstränge an verschiedensten Orten statt, zum anderen sind es viele Figuren, die doch alle irgendeine Rolle dabei spielen. Wer die Übersicht darüber verliert, kann im ausführlichen Personenverzeichnis im Anhang nachschlagen. Ich habe das aber nur ganz selten gebraucht, bei aller Komplexität konnte ich der Dramaturgie immer gut folgen. 



Die Charakterisierung ist eine der Stärken der Bücher. Nicht nur Simon, der weit über sich hinauswächst, auch andere tapfere Recken, Feiglinge, Übermütige oder Wahnsinnige wecken bei mir Sympathie oder Antipathie und bereiten Gänsehautmomente. Sehr amüsant finde ich die Ausdrucksweise des Trolls Binabik, der mich grammatikalisch an Meister Yoda von Star Wars erinnert:

„Betreffend die Frage, wie es weitergeht … lautet mein Vorschlag: Essen. Ich beschloss, dass es größere Güte wäre, euch schlafen zu lassen, als euch zu wecken. Nun aber müsst ihr voller Hungrigkeit sein." (Band 4, S. 256)

Wohl dem, der die Angst vor Fremden überwindet! Ohne die Trolle oder dem alten Volk der Sithi hätten Simon und seine Mitkämpfer von vorn herein keine Chance gegen die Übermacht des Bösen. Und treue Freunde gewinnt er damit obendrein. 

Persönliches Fazit

Weit über 3.000 Seiten lang war ich mit den vier Büchern in Osten Ard unterwegs, habe fremde Welten erkundet und spannende Abenteuer erlebt bis zum dramatischen Finale, das sich dem Epos durchaus würdig zeigt. Nur ungern verabschiede ich mich von den Großen Schwertern. Gut dass es mit „Das Herz der verlorenen Dinge" schon bald wieder zurückgeht in Tad Williams' Fantasywelt und dann im August mit „Der letzte König von Osten Ard" eine neue Trilogie startet! 

© Rezension: 2017, Marcus Kufner 


Das Geheimnis der Großen Schwerter 3: Die Nornenkönigin | Tad Williams | Klett-Cotta Verlag
2014, gebunden, 863 Seiten, ISBN: 9783608938685
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Das Geheimnis der Großen Schwerter 4: Der Engelsturm | Tad Williams | Klett-Cotta Verlag
2014, gebunden, 889 Seiten, ISBN: 9783608938692
Buch bestellen bei Amazon.de*

Aus dem Amerikanischen von Verena C. Harksen


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[marcus]

Aufgelesen #29 I Zurückgehört Teil2 inkl. grossem Gewinnspiel

Dienstag, 7. Februar 2017 15 Kommentare



Vor drei Wochen habe ich meine Kolumne an dieser Stelle kurzerhand umbenannt, nämlich von "Aufgelesen" auf "Zurückgehört". Dabei habe ich die Ohren auf das Jahr 2016 zurückgerichtet und meine erlauschten Lieblingsgeschichten aus diesem Zeitraum vorgestellt. Für den Moment allerdings, habe ich mich spontant dazu entschlossen, den aktuellen Temperaturen Rechnung zu tragen und das Hörbuch zu "Winter People" von Jennifer McMahon zu beginnen, das die längste Zeit schon in meinem Regal lauerte. Aber genug geplaudert, um euch nicht weiter auf die Folter zu spannen, hier sind jene fünf Titel, die mich am wirkungsvollsten die Zeit um mich herum vergessen ließen und das Spektrum meiner Gefühle ausgelotet haben:

Meine Top 5 des Jahres 2016


5. Paul Cleave: Zerschnitten


Der neuseeländische Autor ist für sarkastisch servierte Grausamkeiten in seinen Romanen bekannt. Hier lernen wir ihn von einer anderen Seite kennen, ein Verdienst, das womöglich seiner Freundschaft mit Wulf Dorn zuzuschreiben ist. Natürlich mordet sich wieder ein Serienkiller durch die Stadt, die Tathergänge sind den Geschichten des Krimiautors Henry Cutter nachempfunden. Dieser gesteht in regelmäßigen Abständen freimütig die Taten, doch seit Ausbruch seiner Alzheimererkrankung ist seinen Worten nicht mehr zu trauen. Anhand eines Tagebuchs ringt er um seine geistige Gesundheit, versucht, die Wirklichkeit von der Fiktion seiner Romane zu unterscheiden. Dabei fördert er in seiner eigenen Biographie Ereignisse zutage, die sein mühsam erarbeitetes Selbstbild wieder erschüttern. Von Paul Cleaves Stammsprecher Martin Keßler vorgetragen, wird die Geschichte zu einem Erlebnis, das für mich alle bisherigen des Autors überbietet.


4. Michael Robotham: Der Schlafmacher


Meine Eröffnung des vergangenen Hörbuchjahres wurde von einem Titel eines meiner Lieblingsautoren begangen. Von allen Argumenten, die uns die immer nächste Ausgabe einer Serie genießen lassen, ist die Vertrautheit mit den Figuren die charmanteste. Irgendwann verhält sich die eigentliche Geschichte wie ein Christbaum, der dem bunten Schmuck einen würdigen Platz bietet. Der Schmuck, das sind in dem Fall die Reaktionen der einzelnen Figuren auf neue Situationen, der rauhbeinige Vincent Ruiz, den man zum besten Freund haben möchte, der raffinierte Joe O'Loughlin, der seinem Gegenüber, zunächst von diesem unterschätzt, einen entlarvenden Spiegel vorhält. Michael Robotham achtet sorgfältig darauf, neben den Figuren auch seine Geschichte brillieren zu lassen und schließt diese mit einem emotionalen Höhepunkt ab, der mich auch jetzt aus der Distanz noch zum Kopfschütteln bringt. (>>Rezension)


3. Andreas Gruber: Todesmärchen


Der Erfolg von (Roman-)Serien ist offensichtlich zu einem großen Teil auf das Gefühl, einer vertrauten Figur wiederzubegegnen, zurückzuführen. In jedem Teil mißt man ihre Entwicklung an der Vergangenheit, erlebt die bekannte Persönlichkeit sich an neuen Herausforderungen offenbaren. Genauso verhält es sich auch mit dem gutherzigen Misanthropen Maarten S. Sneijder, der in der Heimat seines Autors wohl am ehesten als "Grantscheam" bezeichnet würde. Das Konzept ist bewährt, einzelne über den Kontinent verstreute Mordfälle ergänzen sich zu einem grausamen Masterplan, und das Gespür des Autors für die Entwicklung seines Plots führt beim Leser / Hörer zu bekannten Symptomen von Suchtverhalten. Ja, das Etikett "persönlichster Fall" ist überstrapaziert, doch diesmal ist der niederländische Profiler in einer Weise befangen, die Schaudern verursacht und in eine Auflösung mündet, die zum Kontrollverlust der Physiognomie führt. (>> Rezension)


2. Andreas Pflüger: Endgültig


Der Autor konfrontiert uns mit einer blinden Profilerin, die den Ausfall eines Sinnes auf beinahe übermenschliche Weise kompensiert. In meiner Rezension  habe ich sie daher mit einer Comicfigur verglichen. Das Hörbuch hat sich tiefer in mein Gedächtnis gegraben als manch andere Titel. Vielleicht ist es die ungewöhnliche, knallharte Hauptfigur, vielleicht das umfangreiche Wissen des Autors über polizeiliche Vorgänge, vielleicht sein Stil, nüchterne Informationen mit Gedankensplittern und Aufzählungen aufzulockern. Ganz bestimmt ist es jedoch ein Vergnügen, der Sprecherin zu lauschen. Ihre leicht dialektal gefärbte Sprache, die Wörter ineinander fließen läßt, mag zu Beginn irritieren, erweist sich jedoch als Markenzeichen, das den Charakter der Hauptfigur prägt. 


1. Clare North: Touch. Dein Leben gehört mir.


Im Jahr hat mich das unbekannte "Extinction" zuerst überrascht und dann tief bewegt. 2016 übernahm nun "Touch" diese Aufgabe. Er hat mein Jahr abgerundet, bereichert, ein bis dahin nur diffuses Bedürfnis gestillt. Durch Hautkontakt können sogenannte Geister von einem Körper in den nächsten wechseln und das Leben der betreffenden Person übernehmen. Deren Bewußtsein ist ruhend gestellt, sodaß danach eine Erinnerungslücke für die betreffende Zeit verbleibt. Eine geheime Organisation hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Geister zur Strecke zu bringen. Das mag nach mystisch angehauchtem Verschwörungsreißer klingen, erweist sich aber als einfühlsam komponierter Roman, der wie eine Pflanze nach und nach seine sprachlichen Blüten entfaltet. Die Autorin (der ich seither verfallen bin) stellt selbstverständliche Begriffe wie Identität und Geschlecht infrage und postuliert die Liebe als eine zeitenüberdauernde Kraft, die zwischen Menschen wirkt. Wer sind wir, was sind wir, wenn wir nicht an einen bestimmten Körper gebunden sind? Wie würden wir unser(e) Leben verbringen, wenn uns die Ewigkeit offenstünde? Und für ein solches Buch kann es wohl keinen geeigneteren Sprecher als Stefan Kaminski geben, der so mühelos in die Rollen seiner Figuren schlüpft wie der Protagonist / die Protagonistin des Romans.







So, liebe Leserinnen, liebe Leser, nun seid ihr an der Reihe:

Welches Hörbuch / Buch hat euch im letzten Jahr besonders gefallen, was könnt ihr mir empfehlen? 

Eure Ideen sollen natürlich belohnt werden. Jeder Kommentar mit einem Hörbuchtipp nimmt an der Verlosung folgender Hörbücher teil. Bitte teilt uns unbedingt in euren Kommentaren mit, welches dieser 5 folgenden Hörbücher ihr gewinnen möchtet
Mitmachen könnt ihr bis einschließlich Dienstag, den 14.02.2017 um 23.59 Uhr. Die GewinnerInnen werden dann im Laufe der Woche hier in diesem Beitrag bekannt gegeben.

*** GEWINNSPIEL IST BEENDET ***

Wir danken euch für eure Teilnahme und wir haben nun auch ausgelost. Die glücklichen Gewinner wurden jeweils bei dem Hörbuch genannt zusammen mit einem Screenshot des jeweiligen Kommentars. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Bitte sendet uns eine Email mit eurer Adresse an buecherkaffee@yahoo.de, damit die Gewinne schnell auf die Reise zu euch gehen können. 




Arno Strobel: Tiefe Narbe

Gewonnen hat: 




BeschreibungMax Bischoff ist der Neue bei der Mordkommission in Düsseldorf. Er ist jung und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei den Kollegen stößt. Sein erster Fall hat es in sich: Auf der Wache taucht ein stark verwirrter Mann auf, von oben bis unten in Blut getränkt. Die letzten 48 Stunden sind aus seinem Gedächtnis gelöscht. Das Blut auf seiner Kleidung stammt von einer Frau, die vor Jahren spurlos verschwand. Was weiß er über ihr Verschwinden? Ist er Täter oder Opfer? Max hat einen Verdacht, aber keine Beweise - bis ein Mord geschieht und er einen entscheidenden Fehler macht …

Noah Hawley: Vor dem Fall

Gewonnen hat: 



Beschreibung: An einem nebligen Abend startet ein Privatjet zu einem Flug nach New York. Wenige Minuten später stürzt er in den Atlantik. Alle Passagiere sterben – nur der Maler Scott Burroughs und der vierjährige JJ überleben inmitten der brennenden Trümmer. Und Scott gelingt das Unmögliche: Er schafft es, den Jungen an das weit entfernte Ufer zu retten. Doch keiner von beiden kann sich an die Geschehnisse vor dem Absturz erinnern. Während die Suchtrupps fieberhaft nach den Leichen und der Blackbox fahnden, drängen sich neue Ereignisse in den Vordergrund. Scott gerät dabei in eine Welt der Intrigen und Manipulationen, in der niemand vor dem brutalen Fall ins Nichts geschützt ist. 

Andreas Gruber: Todesfrist

Gewonnen hat: 




Beschreibung: Kurz vor Beginn ihres Nachtdienstes nimmt der Abend für die Münchner Kriminalkommissarin Sabine Nemez eine schreckliche Wendung: Ihr Vater paßt sie ab und berichtet unter Tränen, daß ihre Mutter seit zwei Tagen verschwunden ist. Entführt! Für Sabine werden die nächsten Stunden zum Albtraum – doch sie gibt nicht auf und beginnt zu ermitteln. Zusammen mit dem Wiesbadener BKA-Beamten Maarten S. Sneijder heftet sie sich an die Fersen des Entführers.

Fiona Barton: Die Witwe

Gewonnen hat: 




Beschreibung: Als Bella Elliot 2006 aus dem Vorgarten ihrer Mutter verschwindet, ist ganz England in Aufruhr. Wie kann ein zwei Jahre altes Mädchen in einer beschaulichen Kleinstadt einfach verloren gehen?  Detective Bob Sparkes ist ratlos. Aber dann kommt er dem Lieferkurier Glen Taylor auf die Spur. Dessen Frau Jean fällt aus allen Wolken – Glen war doch ihr Held! Auch wenn er in seinem Zimmerchen nächtelang vor dem Computer saß, um zu chatten. Seinen »kleinen Unsinn« zu machen.
Vier Jahre nach Bellas Verschwinden wird Glen von einem Bus erfasst und stirbt. Detective Bob Sparkes lässt der Fall nicht los. Er will endlich herausfinden, wo Bellas Leiche liegt. Aber Jean schweigt. Ist sie wirklich die untröstliche Witwe, für die sie alle halten?

Jules Verne: In 80 Tagen um die Welt

Gewonnen hat: 



Beschreibung:  In vier Stunden um die ganze Welt! Das Hörbuch von Jules Vernes Meisterwerk „In 80 Tagen um die Welt“ als stimmungsvolle Lesung mit eigens komponierter Musik. So können junge und alte Abenteurer bequem auf eine der aufregendsten Reisen aller Zeiten gehen und beim Wettlauf um die Welt ganz nah dabei sein.


Dankeschön gilt den genannten Verlagen, die diese  Aktion großzügigerweise unterstützen.

Freudiges Weiterlesen ... und -hören!

© Wolfgang Brandner


Das Kleingedruckte zum Gewinnspiel: 

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie die innerhalb des Gewinnspiels genannten Bedingungen erfüllt. Der Teilnehmer ist für die Richtigkeit seiner Daten selbst verantwortlich. 
  • Jeder Kommentar nimmt automatisch an der Auslosung teil. Mehrfache Kommentare derselben Person werden als nur eine Teilnahme gezählt und erhöhen nicht die Gewinnchance. Teilnahmeberechtigt ist jede natürliche Person mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die das 14. Lebensjahr vollendet hat. Minderjährige Teilnehmer benötigen für die Teilnahme die ausdrückliche Einwilligung der Erziehungsberechtigten. 
  • Ausgelost wird via Random.org bzw. dem klassischen Losverfahren. 
  • Gewinnen kann nur, wen wir nach der Aktion auch erreichen können. Die Gewinnerin / der Gewinner wird unter dem jeweiligen Gewinnspiel-Post bekannt gegeben. 
  • Sendet uns im Falle des Gewinns eure Adresse via eMail innerhalb von 7 Tagen an buecherkaffee@yahoo.de Sofern der Gewinner nicht erreichbar ist und er sich nicht innerhalb von 7 Tagen nach der Kontaktaufnahme zurückmeldet, behalten wir uns vor, den Gewinnanspruch verfallen zu lassen und gegebenenfalls einen neuen Gewinner zu ermitteln. Wir sind ist nicht verpflichtet, bei einem erfolglosen Kontaktaufnahme- oder Sendungszustellversuch Nachforschungen anzustellen. 
  • Der Gewinn wird direkt von dem jeweiligen Verlag versendet. 
  • Keine Barauszahlung oder Kompensation möglich. 
  • Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden 
  • Der Gewinn wird nur innerhalb der EU versendet. 
  • Wir behalten uns das Recht vor, das Gewinnspiel ganz oder zeitweise auszusetzen, wenn Schwierigkeiten auftreten, die die Integrität des Gewinnspiels gefährden. 
  • Das BücherKaffee haftet nicht für technische oder sonstige Probleme, die außerhalb des Einflussbereichs stehen. Verlorene Post wird nicht ersetzt. 
  • Durch die Teilnahme an der Aktion akzeptiert der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen. 
  • Viel Spaß! 

[wolfgang]