Donnerstag, 4. Februar 2016

ICARUS | DEON MEYER

Wer hoch fliegt ...

Bennie Griessel war ein trockener Alkoholiker - bis zu dem Tag vor Weihnachten, als ein Freund seine Familie und sich selbst erschießt. Er beginnt wieder zu trinken, und als seine Kollegen ihn suchen, sitzt er im Gefängnis. Dabei hat Bennie einen neuen, spektakulären Fall. Ein Mann wird stranguliert an einem Strand aufgefunden. Ernst Richter hatte ein besonderes Geschäftsmodell. Allen, die fremdgehen wollten, versprach er, für ein todsicheres Alibi zu sorgen. [Klappentext + Cover: © Aufbau Verlag]

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[wb] Deon Meyer scheint sich das Ziel gesetzt zu haben, in allen Subgenres, die unter "Krimi/Triller" firmieren, zu reüssieren. Nach dem Roadmovie "Das Herz des Jägers" oder zuletzt der Agentenjagd "Cobra" ist er nun mit "Icarus" bei einem Whodunnit nach bester klassischer Vorlage angekommen. Anders als im Vorgänger, wo ein Blutbad mit Sturmgewehren angerichtet wird, bildet ein einzelner Mordfall den Impetus. Das Tempo ist deutlich reduziert, atemberaubende Verfolgungsjagden, in der wie in "Cobra" Sekunden entscheiden, fehlen gänzlich. Vielmehr wird ein Teil sogar in Form von weit ausholdenden Rückblenden erzählt. Bennie Griessel und seine Kollegen müssen keine weiteren Morde verhindern, sondern einen bereits begangenen aufklären. Durch die Wahl dieses Themas befreit sich Deon Meyer geschickt von jedem Zeitdruck und kann sich somit darauf konzentrieren, drei Sub-Themen sorgfältig auszuarbeiten:

Mittwoch, 3. Februar 2016

ALEXANDRA UNTERWEGS | LESUNG MIT MICAELA JARY


Lesung mit Grammophon – Micaela Jary liest in der Mosbacher Buchhandlung am Käfertörle aus ihrem neuen Roman „Wie ein fernes Lied


Lesung_Micaela_Jary © Bildmaterial: Alexandra Zylenas | buecherkaffee.de

Als ich diese Ankündigung im Veranstaltungskalender der Buchhandlung las, war mir sofort klar, dass ich mir diese Lesung nicht entgehen lassen durfte. Schon Mitte November des vergangenen Jahres stattete ich der Buchhandlung zusammen mit Marcus einen Besuch ab, denn das Team stellte in ihrem NachtCafe-Programm "Locker vom Hocker" ihre Buchlieblinge des Jahres vor. Schnell wurde mir klar, dass ich hier nun öfter vorbeischauen werde, denn die Atmosphäre hat mir wirklich sehr gut gefallen. Was ich ganz besonders an dieser Buchhandlung schätze, ist das integrierte Buch-Cafe - die KÄFERBAR. Für mich natürlich der Traum schlechthin, wie ihr sicher wisst. 

Durch den Buchladen schlendern, Bücher entdecken und dann gleich bei einer schönen Tasse Kaffee und einem Kuchen ausgiebig darin stöbern. Besser geht es kaum, oder? Doch geht es: In eben dieser schönen Atmosphäre einer Autorenlesung lauschen!


DIE MOSBACHER BUCHHANDLUNG AM KÄFERTÖRLE IM GESPRÄCH MIT MICAELA JARY

Eine Geschichte über den Swing, die Liebe und das Vertrauen

Lesung mit Grammophon – Micaela Jary las Ende Januar in der Mosbacher Buchhandlung am Käfertörle aus ihrem neuen Roman „Wie ein fernes Lied“ – Wie es zu dieser Geschichte kam, verrät sie vorab in einem Interview mit Herrn Harst.

Schaufenstergestaltung zur Lesung mit Micaela Jary / © Buchhandlung am Käfertörle


Wenn Micaela Jary im Januar zu einer Lesung ins Mosbacher KÄFERTÖRLE kommt, erfüllt sich damit Buchhändler Karl-Heinz Harst ein Stück weit auch einen ganz persönlichen Wunsch. Denn in Jarys neuem Roman WIE EIN FERNES LIED geht es um eine Swingband, die während der Nazizeit untertauchen musste. Und genau diese Musik hat es dem Buchhändler angetan. Mehr noch: er hört sie nicht etwa als CD oder MP3, sondern genau so wie damals üblich. Auf Schellack-Platten und einem Grammophon. Einige Titel, die in dem Buch eine Rolle spielen, werden auch während der Lesung auf dem Grammophon erklingen.

Dienstag, 2. Februar 2016

WINTERGÄSTE | SYBIL VOLKS

Eine Familiengeschichte, bei der die Autorin ganz neue Wege geht: Sie liefert einen Roman, bei dem die Protagonisten, ihre Gefühlswelt sowie ihre seelische Entwicklung und weniger die Handlung und die Spannung im Mittelpunkt stehen.

 Cover_Wintergaeste
Die Nachricht von Inge Boysens Tod war ein Fehlalarm. Doch da haben sich Kinder und Kindeskinder bereits in dem kleinen Haus hinter dem Deich versammelt. Kurz vor dem Jahreswechsel schneidet ein Schneesturm Haus Tide und seine Bewohner von der Außenwelt ab. Während draußen die Welt vereist, kochen im Innern alte Feindseligkeiten und neue Sehnsüchte hoch. Drei Generationen in einem eingeschneiten Inselhaus – in wenigen Tagen entfaltet sich zwischen ihnen das Leben in seiner ganzen Tragik, Komik und Magie. [Klappentext + Cover: dtv Verlag]

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[sk] Kennt ihr das auch, dass ihr ein Buch vor euch habt, den Klappentext lest und dann eine ganz bestimmte Art der Geschichte erwartet und letztlich schlagt ihr das Buch nach dem Lesen zu und die Geschichte war ganz anders als gedacht?