Rezension: Der gefährlichste Ort der Welt | Lindsey Lee Johnson

Montag, 16. Oktober 2017 2 Kommentare

Auf der Suche nach Glück


Mill Valley, das paradiesische Städtchen in der Bucht von San Francisco, Inbegriff von Wohlstand und Sorglosigkeit, wird bei Lindsey Lee Johnson zur Falle. Feinfühlig und dabei scharf beobachtend gibt Johnson dem verzweifelten Tristan, der kalten Calista, dem sanften Dave und all den anderen der Clique eine Stimme. Sie leuchtet „den gefährlichsten Ort der Welt" aus und entlarvt den amerikanischen Traum als die Illusion einer Gesellschaft, die ihrer inneren Leere zu entkommen sucht. [© Text und Cover: dtv Verlag]

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Sieben Jungs und Mädels beobachtet Lindsey Lee Johnson in ihrem Roman. Sie besuchen alle die Schule in Mill Valley, einer Kleinstadt vor den Toren von San Francisco. Oft wird in Büchern eine fiktive Stadt als Schauplatz kreiert, Mill Valley gibt es aber wirklich und hat hauptsächlich Einwohner, deren Einkommen weit über dem Durchschnitt der USA liegen. Es sind viele Manager, Anwälte oder Ärzte, die in diesem kleinen Paradies ihren Wohnsitz haben. Ein Umfeld, das für die Kinder eigentlich ideal ist: behütet, sicher, mit besten Bildungsmöglichkeiten. Genau da setzt Johnsons Roman an: die Jugendlichen funktionieren nicht so, wie es ihre Eltern sich vorstellen. Sie sind keine Roboter, sie sind Menschen, die auf der Suche sind nach ihrer Identität, ihrer Persönlichkeit. So wie es bei Teenagern nun mal ist.

Von außen kann man leicht sagen, dass die Kids doch von allem, was man zum Leben braucht, reichlich haben – auf dem berühmten Silbertablett serviert. Genauer betrachtet macht ihnen das aber Probleme, es fehlt an der Herausforderung, für den Wohlstand zu kämpfen. Früher oder später erben sie doch eh den Luxus, den sie gewohnt sind. Wenn es der einzige Sinn ist, sich in der Schule anzustrengen, um es den Lehrern und Eltern recht zu machen, motiviert das nicht wirklich. Sie suchen sich andere Reibungspunkte, um den Druck von zu Hause abzubauen. Manche von ihnen flüchten sich in Alkohol oder Drogen, und sie machen Fehler. Dass man als Jugendlicher mal Mist baut, ist normal. Viele kommen trotzdem recht schadlos durch die Schulzeit, doch manche schaffen das nicht. Das steht hier in besonderem Kontrast zu diesem Heile-Welt-Umfeld von Mill Valley.




Als Schüler sollte man möglichst eine dicke Haut haben. Wer Schwäche zeigt, hat schon verloren. Das ist hier auch nicht anders wie in anderen Schulen. Aber welcher Teenager ist nicht unsicher? Am besten kaschiert man das, in dem man auf andere einprügelt. Das geht in unserer Zeit am einfachsten digital in den sozialen Medien. Was die Kids hier rauslassen, ist sehr hart. Und jeder kann mitmachen, nur das Opfer kann sich nicht wehren. Ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, dass Eltern den Kindern den Umgang damit beibringen. Aber dafür haben die Schwerverdiener keine Zeit.

„Lehrerinnen wie sie ermunterten hoffnungslose Fälle wie Tristan ständig, sich mit absurden Anstrengungen in die Gemeinschaft einzubringen – mit Liebeserklärungen oder wahllosen Versuchen, Freundschaften zu schließen -, als wäre die Mittelschule ein sicherer Hafen, in dem man solche Experimente durchführen konnte, und nicht der gefährlichste Ort der Welt." (S. 40)

„Der gefährlichste Ort der Welt" ist nicht als Jugendbuch konzipiert, auch wenn es um Jugendliche geht. Die Geschichte wird von einem dramatischen, beinahe fatalistischen Unterton getragen, der mir sehr gut gefallen hat. Die Autorin verwendet dabei eine unkomplizierte Sprache, die aber trotzdem mit ihrer Präzision beeindrucken kann. Die größte Stärke ihres Buchs ist aber die Charakterisierung ihrer Protagonisten. Damit bin ich ganz nah dran an an den Schülern, kann in ihre Seelen blicken und ihr Verhalten und ihre Entscheidungen nachvollziehen. 

Persönliches Fazit

Lindsey Lee Johnson entlarvt die Welt der Reichen als eine, die nicht annähernd so perfekt ist, wie es nach außen scheint. Sie findet den richtigen Ton, um die Verletzlichkeit ihrer Protagonisten zu treffen und die Ratlosigkeit der Eltern und der Gesellschaft aufzuzeigen. Mich konnte „Der gefährlichste Ort der Welt" damit sehr fesseln.

© Rezension: 2017, Marcus Kufner


Der gefährlichste Ort der Welt | Lindsey Lee Johnson | dtv Verlag
2017, gebunden, 304 Seiten, ISBN: 9783423281331
Aus dem amerikanischen Englisch von Kathrin Razum


[marcus]

10x3 Dinge … über Florian aka LiterarischerNerd - Bücher mit Herz & Hirn.

Sonntag, 8. Oktober 2017 2 Kommentare

Wir möchten euch gerne tolle Blogs/Vlogs/Bookstagrammer aus den verschiedensten Bereichen vorstellen und haben dabei unser Augenmerk besonders auf die Personen hinter diesen schönen Blogseiten/Accounts gelegt. WER schreibt denn da eigentlich, wessen Beiträge und Bilder begeistern uns da immer wieder? Wir blicken hinter die Kulissen - kurz und prägnant. Wir freuen uns sehr, dass sich Bookstagrammer Florian aka "LiterarischerNerd - Bücher mit Herz & Hirn" der Herausforderung gestellt und unsere "10x3 Dinge über..." beantwortet hat.



Rezensiert werden Novitäten, Raritäten sowie Bücher, die mir am Herzen liegen – das Ganze immer mal wieder gepaart mit Geschichten aus dem Alltag eines Buchhändlers.
Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und vor gut einem Jahr Bookstagram für mich entdeckt – ein neuer, ganz anderer Weg für mich, Menschen und Literatur zusammenzubringen und die Liebe zum geschriebenen Wort zu entfachen und weiterzugeben. Ob Kinderbuch, Klassiker, Bildband, Spiegelbestseller oder zeitgenössische Literatur - ich setze mich kritisch damit auseinander und zeige Euch, was mich bewegt. #makereadingsexyagain!

Social MediaInstagram



3 Eigenschaften, die dich besonders gut beschreiben

→ begeisterungsfähig
→ kommunikativ
→ neurotisch (um den großartigen Woody Allen zu zitieren: „Für mich ist das Glas weder halbleer noch halbvoll – ich habe Angst, dass es gleich vom Tisch fällt.“)

Romane, die dir in diesem Jahr gut gefallen haben.

→ Hanya Yanagihara - Ein wenig Leben
→ Nell Leyshon – Die Farbe von Milch
→ Mariana Leky – Was man von hier aus sehen kann


3  Sach-/Fach-/Hobbybücher, die dich überzeugten und großen Mehrwert für dich hatten.

→ Hellmuth Karasek – Mein Kino – selten habe ich jemanden empathischer über seine Lieblingsfilme erzählend erlebt, als hier – ein Vorbild
→ Das Harenberg Buch der tausend Bücher – ein unverzichtbares Nachschlagewerk
→ Die „Booklet“-Reihe aus dem Diaphanes Verlag – philosophische/soziologische/popkulturelle Lektüren zu Meisterwerken des seriellen Erzählens/Fernsehserien

3 Filme/Serien, die du gerne geschaut hast/gerne schaust.

Westworld  – keine Serie hat mich 2017 mehr begeistert – sowohl was das Storytelling, als auch die visuelle Umsetzung angeht: einfach nur grandios!
Nip/Tuck – ich liebe alles von Ryan Murphy ...aber müsste ich eine seiner Serie benennen, ich würde mich immer, noch vor AHS, für Christian Troy und Sean McNamara entscheiden
→ Seinfeld – es gibt keine Serie, die mehr „sponge-worthy“ ist – „Serenity now“!

3 Songs von deiner Lieblings-Playlist.

→ The Amazing – Circles (höre ich momentan gerne, wenn ich Insta-Captions verfasse)
→ Taylor Swift – ...Ready for it? (Movitation-Monday-Morning-Song oder Partyvorbereitung ;-) )
→ Cigarettes after Sex – Apocalypse (perfekte „Feierabend-Runterkomm-Musik“)

3 Blogs, deren Posts dich besonders inspirieren.

→ Mara Giese: Vorbild! → buzzaldrins.de
→ Sarah Reul: Vorbild!  → pinkfisch.net
→ und (leider) erst vor kurzem entdeckt: die Crew vom Bücherkaffee → buecherkaffee.de

3 Insta-/Pinterest-Accounts, denen du mit Begeisterung folgst.

@gute_seiten_schlechte_seiten – die Coolsten!
→ @atlanta_loves_books – die Coolste
→ und da schon nahezu eine literarische Einheit, die beiden Librorums: @Vermis_librorum (Helena) und @Armarium_librorum (Anna):

3 Länder, die du gerne bereisen möchtest.

→ Japan (und immer wieder Japan)
→ USA (reizt mich eigentlich gar nicht, einmal jedoch möchte ich New York und San Francisco sehen)
→ Norwegen (weil ich gerne mal das Polarlicht an Bord der Hurtigruten erleben möchte)

3 Dinge, die du unbedingt einmal ausprobieren/tun möchtest.

→ mit Sibylle Berg griesgrämig einen Tag verbringen (und ihr beim Schreiben über die Schulter schauen)
→ mit Thomas Glavinic eine Sauftour durchs nächtliche Wien machen (und ihm beim Schreiben über die Schulter schauen)
→ mit Haruki Murakami einen Marathon laufen (und ihm bei Schreiben über die Schulter schauen)

3 Fotos aus deinem (Blogger)Leben.




 © Alle Bilder dieses Beitrags unterliegen dem Copyright von Florian / LiterarischerNerd
  [alexandra]

Rezension: Draconis Memoria 1 - Das Erwachen des Feuers | Anthony Ryan

Samstag, 7. Oktober 2017 1 Kommentar

Urkraft in Ketten



Im riesigen Gebiet von Mandinorien gilt Drachenblut als das wertvollste Gut. Rote, grüne, blaue und schwarze Drachen werden gejagt, um an ihr Blut zu kommen. Das daraus gewonnene Elixier verleiht den wenigen Gesegneten übernatürliche Kräfte. Doch das letzte Zeitalter der Drachen neigt sich seinem Ende zu.
Kaum jemand kennt die Wahrheit: Die Drachen werden immer weniger und schwächer. Sollten sie aussterben, wäre ein Krieg Mandinoriens mit dem benachbarten Corvantinischen Kaiserreich unausweichlich. Alle Hoffnung des Drachenblut-Syndikats beruht auf einem Gerücht, nach dem es eine weitere Drachenart gibt, die weitaus mächtiger ist als alle anderen. Claydon Torcreek, ein Dieb und unregistrierter Blutgesegneter, wird von der obersten Herrschergilde in das wilde, unerforschte Inland geschickt, um einem Geschöpf nachzuspüren, das er selbst für reine Legende hält: dem weißen Drachen. [Text & Cover: Klett Cotta Verlag / Hobbit Presse]

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Dampfschiffe auf Entdeckerreise, Handelskartelle, Intrigen in höfischen Behörden ... die Welt, die Anthony Ryan in seinem neuen Roman entwirft, ist seltsam vertraut - und gleichzeitig irgendwie doch nicht. Was auf den ersten Blick wie ein Ausflug in das verklärte viktorianische Zeitalter anmutet, wirkt auf den zweiten leicht verschoben. Diese Welt wird nämlich nicht nur von Menschen, sondern auch von den faszinierendsten, furchteinflößendsten Kreaturen der Phantastik bevölkert: Drachen. Sie leben in der Wildnis, werden aber eingefangen und in Gefangenschaft gehalten. Von sogenannten Erntemeistern wird ihnen Blut abgezapft, das als das begehrteste Handelsgut gilt. Dieses wiederum kann von Blutgesegneten - durchschnittlich einem von tausend Menschen - genutzt werden, um Körperkraft und Konstitution zu steigern, Schiffsantriebe zu befeuern oder telepathisch über weite Strecken zu kommunizieren.


Zunächst wird dem Leser wohl das Fehlen einer Einleitung, einer behutsamen Annäherung an die zentrale Thematik, auffallen. Der Autor scheint sein Publikum geradezu in die Geschichte treiben zu wollen, verweigert ihm neugierige Blicke nach rechts und links. Vermutlich ein mutiger Sprung ins kalte Wasser, aber wohl bewußt gewählt, um nicht den Eindruck eines Reiseführers zu wecken, so ist dieser Ansatz wohl zu deuten. Nach und nach erweist sich jedoch die Liebe zum Detail als auffallendstes Merkmal des Romans:

"Der Dschungel stank. Es war nicht nur ein markanter Geruch, sondern ein schwerer, unentrinnbarer Gestank. Mit jedem Atemzug überfiel er Clays Nase, der süßliche Duft nach Verfall und überreifem Obst." (S. 155)

Jede Situation, jeder Platz wird für alle Sinne wahrnehmbar beschrieben, als wäre der Autor selbst vor Ort gewesen. Er zitiert die Anleitung eines Brettspiels, verweist nebenbei auf eine in einer kurzen Anekdote bereits umfangreich skizzierte Schriftstellerin aus dieser Welt und gibt Einblicke in die Anatomie seiner Drachen:

"... sein Schwanz, (...), hatte die irrtierende Eigenschaft zu zucken, obwohl seit dem Ableben der Bestie bereits mehrere Stunden vergangen waren. Außerdem funktionierte der Beißreflex eines Drachen noch geraume Zeit nach seinem Tod (...)" (S. 184)

Durch den sparsamen Umgang mit Metaphern und sprachlichen Stilmitteln gewinnt der Text außerdem dokumentarischen Charakter, sodaß streckenweise den Eindruck eines historischen Romans entsteht. Der Text ist dicht gepackt mit Eindrücken, die lebendige, authentische Bilder evozieren. Dazu paßt auch ein ausgeprägtes Gespür des Autors für Szenenwechsel. Er berichtet von einer Expedition in die Wildnis anhand markanter Stationen, springt von einem Handlungsort zum nächsten, ohne die langen Wege dazwischen abzumarschieren. Die Erzählung wird stark verdichtet, für Füllmaterial bleibt wenig Platz. Wie intensiv sich der Autor mit der von ihm gestalteten Welt auseinandergesetzt hat, beweisen auch zwei Landkarten, anhand derer sich die Wege der Protagonisten nachvollziehen lassen.

Drachen wecken seit jeher die Faszination der Liebhaber phantastischer Literatur. Wenn auf dem Cover eines Romans ein dunkelhäutiges Exemplar mit feurigem Atem prangt, das seine Ketten sprengt und sich über einen winzigen Menschen erhebt, werden damit Erwartungshaltungen geweckt, die der Roman nur bedingt erfüllen kann: Er nimmt seinen Ausgang in einer Zeit, in der Drachen von Menschen unterworfen sind und wie bessere Milchkühe ausgeblutet werden. Ihre Zahl in feier Wildbahn nimmt immer weiter ab, das Blut verliert immer mehr an Gehalt. Dieser gewonnene Lebenssaft wird von den Menschen jedoch nicht als Urkraft in verflüssigter Form umschrieben, sondern lediglich mit dem Begriff "Produkt" zu einer austauschbaren Handelsware sprachlich abstrahiert.

Unter dem Gesichtspunkt der Ökologie läßt sich der Geschichte auch noch eine kritische Lesart entlocken. Die Nutzung der Drachen erinnert an Massentierhaltung, ihr zunehmendes Aussterben an die Überfischung unserer Meere. Ein weiterer Aspekt, auf den der Autor implizit hinweist, ist der oft zu leichtfertige Umgang mit dem Blut der Kreaturen. Menschen, die etwa mit grünem Drachenblut zu oft die eigene Regeneration beschleunigen oder mit Schwarz ihre Gegner bezwingen, begeben sich in Gefahr, das Verhältnis zu den eigenen, nicht künstlich verbesserten Fähigkeiten aus den Augen zu verlieren und einer Sucht zu verfallen, deren Entzugserscheinungen beim Abklingen der Wirkung mit jenen harter Drogen vergleichbar sind. Der Roman ist aber auch als eine Parabel über Umbruch und Veränderung zu verstehen: Längst erhalten Drachen und die Wirkung ihres Blutes die Wirtschaft nicht mehr alleine am Leben, längst schon beansprucht der Fortschritt in Gestalt von Schiffsmaschinen, Dampflokomotiven und automatischen Waffen seinen Platz. Der Autor flicht somit geschickt den populären Konflikt zwischen Wissenschaft und Magie ein ... und dessen Ausgang ist längst nicht entschieden.

Wo Drachen das Geschehen bestimmen, darf es natürlich auch an Magie nicht fehlen. Mächtige Zauberer, die mit Bannflüchen die monströsen Kreaturen im Zaum halten oder die Elemente kontrollieren, sollte man jedoch nicht erwarten. Stattdessen wecken die vier Varianten des Drachenbluts (blau, rot, schwarz und grün) in einzelnen Personen übermenschliche Kräfte. Indem sich diese Blutgesegneten das Produkt in der jeweils benötigten Farbe einverleiben, erinnert diese Form der Magie eher an medikamentöse Leistungssteigerung als an spektakuläres übernatürliches Wirken. Für einen Fantasy-Roman sind die phantastischen Elemente also äußerst sparsam dosiert. Dieser Eindruck, der zuweilen Zweifel am gewählten Genre weckt, verflüchtigt sich erst im actiongeladenen Finale des Romans, in dem wilde Drachen aller Farben koordiniert eine Stadt belagern und sich gegen alles Menschliche wenden. Bis dahin jedoch verfolgt der Leser drei Hauptfiguren parallel in ihren jeweiligen Erzählsträngen bei einer Expedition in das wilde Hinterland des Kontinents, auf einer Spionagemission und bei verwegenen Kämpfen gegen Piraten auf hoher See. Für einen einzelnen Band wäre dieses Verhältnis aus einleitender und zentraler Handlung, zwischen Spannungsaufbau und spektakulärer Action, zwischen weltlichen Geschäften und magischen Duellen unausgewogen. Da "Das Erwachen des Feuers" jedoch den Auftakt einer Trilogie bildet, liegt hier nur ein Teil der gesamten Geschichte vor und wird dieses Verhältnis nach deren Abschluß neu zu bewerten sein.

Persönliches Fazit

Ein dichtgepackter Roman über kanonenbewehrte Kriegsschiffe, königliche Spione und waghalsige Forschungen, der seinen zentralen Kreaturen, den feuerspeienden Schuppentieren, (noch) zu wenig Platz einräumt. Dem Titel zufolge beenden diese jedoch erst ihren Schlaf, die Erwartung auf den Ritt auf dem Rücken des Drachen ist geweckt.

© Rezension: 2017, Wolfgang Brandner


Das Erwachen des Feuers | Anthony Rayn | Hobbit Presse Klett Cotta
Aus dem Englischen übersetzt von Birgit Maria Pfaffinger und Sara Riffel
2017, 1. Auflage gebunden, 832 Seiten, ISBN: 978-3-608-94974-2

[wolfgang]