Rezension: Aqua - Der Fluch der schwarzen Gondel

Sonntag, 30. September 2012 0 Kommentare

Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel

Autoin: Nina Blazon
Verlag: cbj Verlag
Illustrationen: von Iacopo Bruno
Genre: Kinderbuch Fantasy
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahre
Erscheinungsdatum : 27. August 2012
Ausstattung: Gebunden mit Schutzumschlag, 384 Seiten
ISBN: 978-3-570-15475-5


Inhalt: 

Kristina und Jan können es nicht fassen! Da ihr Vater für einige beruflich nach Afrika musste, sollen sie nun in den Ferien über Weihnachten mit Ihrer Tante Sara nach Venedig reisen. Das alleine wäre noch nicht so schlimm, aber die immerzu grantige Urgroßmutter, der alte Palazzo und das ständig schlechte Wetter schlägt den Geschwistern mächtig auf die Stimmung. Ihre Einstellung ändert sich jedoch schlagartig, als Kristina am Weihnachtsabend einen Geist in Form eines kleinen Jungen am Fenster sieht. Danach überschlagen sich die Ereignisse. Dinge verschwinden, ständig fühlen sie sich verfolgt und Möwen attackieren das Haus. Die Kinder machen sich auf eigene Faust daran, herauszufinden, was hier ungewöhnliches passiert - und machen dabei beinahe unglaubliche Entdeckungen! Ein seltsamer Fluch scheint auf dem alten Palazzo zu lasten. Ein Fluch, der vor allem ihre Tante Sara zum Verhängnis wird.

Mit ihren neuen Freunden Luca und Pippa begeben sich Kristina und Jan in den alten Gassen Venedigs auf eine gefährliche Suche nach des Rätsels Lösung - und ziehen dabei ungewollt die Aufmerksamkeit des Dunklen Dogen in seiner schwarzen Gondel auf sich.   Sie tauchen ein in in das atemberaubende Reich der Geister und Spiegelwesen Venedigs. Ob sie es schaffen, den jahrhundertealten Fluch abzuwenden?

Handlung & Charaktere:
Nina Blazon, eigentlich bekannt als Autorin von fantastischen Jugendbüchern, hat mit „Laqua" ihr erstes großes Fantasy-Abenteuer für Kinder entworfen. Dieses Kinderbuch nimmt dem Leser mit auf eine abenteuerliche, mystische und absolut zauberhafte Reise in die alte Stadt Venedig. Ein leichter, flüssiger Schreibstil, der sehr passend kinderleicht gehalten ist, ermöglicht ein angenehmes Lesen und man taucht quasi sofort ins Geschehen ein. Nach kürzester Zeit fühlt man sich ins alte Venedig versetzt und ist in den Bann der Stadt gezogen. Wunderbare, bildreiche Umfeld-Beschreibungen tun ihr Übriges dazu. Zu jeder Zeit kommt es einem vor, neben den Kindern her durch die alten Gassen und über die verzierten Brücken Venedigs zu rennen und bei Nacht durch die geheimen Wege mitgerissen zu werden. Auch die mystisch-düstere Atmosphäre des alten Palazzos überträgt sich sofort und man kann sich bildlich die zügigen alten Räume mit den riesigen Gemälden an den Wänden und den Silberfäden an den Fenstern vorstellen. Über die Beschreibungen Venedigs und auch der Personen und Gebäude könnte ich ewig schwärmen, da diese ausgesprochen gut gelungen sind. Kinder, die ja bekanntlich über eine noch ausgeprägtere Fantasie verfügen, werden hierbei voll und ganz auf ihre Kosten kommen.

Auch die einzelnen Charakter sind sehr schön und abwechslungsreich dargestellt. Angefangen von den Geschwistern Kristina und Jan, die sich typisch geschwisterlich necken und hänseln, aber in den wichtigen Momenten eisern zusammenhalten und füreinander einstehen. Oder auch Tante Sara, die toughe, Junggebliebene Wasserrättin, voller Elan und doch so Geheimnisvoll. Urgroßmutter Nonna, die die Kinder mit ihrer spitzen Nase und ihrem dünnen Hals eher an einen Vogel erinnert, sammelt durch ihr harsches Benehmen auch nicht gerade Pluspunkte. Aber als vor allem Kristina später merkt, dass hinter dieser harten Schale auch ein weicher Kern steckt, betrachte sie Nonna auch aus einem anderen Winkel - und plötzlich erscheint sie auch dem Leser sympathischer.

Die Kinder vermitteln mit ihrem Verhalten dem Leser auch eine unterschwellige Botschaft. Die schon uralte Fehde zwischen den Familien Pezzi und Vianello halten die Kinder beider Familien nicht davon ab, eine innige Freundschaft zu schließen. Zuletzt sehen sie es als ihre besondere Aufgabe an, diese alte verankerte Feindschaft endlich zu begraben. Dies ist sehr vorbildlich und charakterstark. Hier werden die Werte einer Freundschaft besonders beachtet und hervorgehoben.

Wunderbar gelungen ist auch der Charakter des Gasthausbesitzers Cecare. Ein riesiger Mann mit einer unglaublichen Herzensgüte und einer fast immerwährenden guten Laune. Er erscheint wie der Ruhepol im Palazzo.
Der Dunkle Dogen in seiner schwarzen Gondel sorgt im Gegenzug für düstere Stimmung. Er wirkt bedrohlich und genau das ist er auch. Er ist eine große Bedrohung für die Familie und er setzt alles daran zu bekommen, was er möchte. Dafür macht er sich auch die Geister und Schatten Venedigs zu eigen, die ihm helfen sollen, seinen dunklen, bösen Plan auszuführen. 

Immer wieder tauchen im Buch Kapitel auf, die aus Sicht des Dogen in der dritten Person erzählen. Diese Kapitel werden besonders hervorgehoben, denn ein dunkler Nebel hüllt diese Seiten ein und die magische Schwarze Gondel ist auf allen diesen besonderen Seiten abgebildet. Eine tolle optische Darstellung, die dem Buch etwas Besonderes verleiht und das Mystische unterstützt.

Mein persönliches Fazit :

Nina Blazon ist mit "Laqua" ein wunderbares, faszinierendes und äußerst fantasiereiches Kinderbuch gelungen, das man selbst als Erwachsener kaum aus der Hand zu legen vermag. Ich habe mich vollkommen von der Geschichte eingenommen gefühlt und eine Fantasyreise der ganz besonderen Art in eine verzaubertes, magisches Venedig angetreten. Fast unverzüglich hat mich ganz große Reiselust gepackt und ich wäre am liebsten sofort nach Italien gereist. :) Eine Geschichte über den Zusammenhalt der Familie und vor allem über den Wert der Freundschaft. Eine Geschichte, die einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

(c) Rezension: Alexandra Zylenas

[alexandra]

Im Gespräch mit den Autorinnen Beate Teresa & Susanne Hanika

1 Kommentar

Ich freue mich immer sehr, wenn sich Autoren und Verlage die Zeit nehmen und auf einen gemütlichenKaffee oder Tee im virtuellen Bücherkaffee vorbeischauen.

Heute zu Gast im Bücherkaffee sind … Beate Teresa & Susanne Hanika alias Kristy Spencer and Tabita Lee Spencer

Zuerst natürlich einmal ein Herzliches Willkommen und vielen Dank für Euren Besuch im Bücherkaffee, über den ich mich als ganz großer „Dark Angels“ – Fan ganz besonders freue!

Auch für Euch gibt es gleich mal eine neugierige Frage vorab:
Mit welchem Getränk kann man Euch größere Freude bereiten? Kaffee oder Tee? Lieber gemütliches Straßencafe oder doch eher würzig-duftendes Teehaus?

Wir lieben beide Kaffee in allen Varianten, Milchkaffee, Cappuccino, Latte macchiato .. Espresso...
Stellt Euch doch bitte kurz den Lesern vor.

Wer ist Beate Teresa Hanika alias Kristy Spencer?

Fotografin, Ballettsüchtig, irgendwann habe ich zu viele Pferde, bald habe ich so viele Sommersprossen wie Susanne, Leibspeise: Schnitzel&Pasta, wenn ich nicht geschrieben habe, bin ich schlecht gelaunt

Wer ist Susanne Hanika alias Tabita Lee Spencer?

Verhaltensbiologin, sommersprossig, reisesüchtig, Kaffeeabhängig, ohne Schwimmen geht gar nix, Leibspeise: Sushi, Kaiserschmarrn, Wiener Schnitzel und Kartoffelsalat. Wenn ich nicht geschrieben habe, bin ich schlecht gelaunt

Wie seid ihr – jeder für sich selbst - zum Schreiben gekommen und seit wann schreibt ihr? Wer oder was beeinflusste Euch in der Wahl Eures Berufes als Autorin?

Wir schreiben, seit wir schreiben können. Das ist ein unerklärliches Phänomen, es steckt einfach in uns drin und macht uns ganz verrückt, wenn wirs nicht machen. Vermutlich hat uns Konfuzius bei unserer Berufswahl beeinflusst: Wähle einen Beruf, den du liebst,und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten. Leider stimmt das nicht ganz, weil es bei jeder Arbeit doch Aspekte gibt, die man als Arbeit empfindet ...

Der Weg von einer Idee zum fertigen Manuskript:
Wie sieht Euer (gemeinsamer) Schreib-Alltag aus bzw. wie gestaltet Ihr das Schreiben?
Skizzen und Notizen samt Post-it-Sammlung oder alles ordentlich mit System am PC? Habt Ihr eventuell auch schon Erfahrung mit Schreibblockaden machen müssen – oder könnt Ihr Euch da gegenseitig darüber hinweg helfen?

Am liebsten schreiben wir jeden Tag, dann sind wir ausgeglichen und nett. Bevor wir schreiben, treffen wir uns zum Plotten. Oft sitzen wir dabei in unserem Lieblingscafe oder beim Sushi-Essen, meist reiten wir zusammen aus und sprechen erst einmal über dies und das, bevor die Ideen anfangen zu sprudeln. Susanne schreibt gerne alles auf unordentliche Zettel, meist die Rückseite alter Druckfahnen, und Beate hat alles im Kopf. Oder auch nicht. Schreibblockaden gab es noch nicht, manchmal können wir eine Szene nicht schreiben, das liegt aber daran, dass das, was wir besprochen haben, so nicht passiert. Dann besprechen wir noch einmal, und finden den Haken.


Folgt Ihr bestimmten Ritualen im Schreib-Alltag? (z.B. eine Lieblingstasse, die IMMER neben dem PC stehen muss, etc.


Wir haben keine Rituale beim Schreiben. Wir sitzen beide gerne vor dem prasselnden Feuer, Susanne sitzt aber meist vor ihrem PC, der auf dem Schreibtisch steht. Vormittags mit einer Tasse Kaffee neben sich. Nachmittags wird nie geschrieben – da hat unser reales Leben Vorrang – aber oft geht es dann am Abend weiter.

Wie ergänzt Ihr euch denn gegenseitig beim Schreiben? Habt ihr feste zugeteilte Aufgaben?
Ich stelle es mir unglaublich schwierig vor, die Gedanken, die Ihr euch einzeln zur Geschichte macht, zu einem Gemeinsamen zusammenzufügen, auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Beate schreibt die atmosphärischen Szenen, die Susanne gerne ihr überlässt.
Und Susanne schreibt unglaublich gerne Action-Szenen. Jede tippt ihre eigenen Szenen, wir korrigieren beim anderen grundsätzlich nur Tipp- oder Kommafehler.
Und Gott sei Dank ist es für uns sehr einfach, daraus eine gemeinsame Geschichte zu machen – es ist manchmal richtig unheimlich, wie sich alles zusammenfügt!

Was bereitet Euch mehr Schwierigkeiten? Der Anfang oder das Ende Eurer Bücher?

Susanne schreibt ungern den Anfang, das übernimmt immer Beate, auch wenn Susanne dann noch ein Kapitel davorsetzt ;-). Richtige Schwierigkeiten hat uns eigentlich bis jetzt noch nichts gemacht „dreimalaufHolzgeklopft“.

Welchen Einfluss habt ihr als Autorinnen auf den Buchtitel und auf die Covergestaltung, gerade auch bei den „Dark Angel“ - Bänden?

Der Buchtitel war von uns – aber eigentlich hat da der Verlag das letzte Wort. Normalerweise hat man auf die Covergestaltung keinen großen Einfluss, aber wir wurden von unseren netten Arena-Leuten mit eingebunden.
Ich habe „Dark Angels Summer“, kurz DAS im Januar diesen Jahres gelesen und konnte es kaum erwarten, bis das düstere Abenteuer der Schwestern Indie und Dawna auf Whistling Wing weitergeht. Nun ist im August der zweite Band „Dark Angels Fall“ (DAF) erschienen und ich habe nach den ersten paar Seiten das Gefühl gehabt, es hätte nie eine Wartezeit gegeben – ich war sofort wieder im Geschehen.

Ihr schafft eine unglaubliche Atmosphäre in diesen Bänden, die den Leser quasi mitreißen.So wie ich bei DAS immer diese Hitze spüren konnte, ich Durst hatte beim Lesen hatte – so fröstelte ich nun bei DAF und war absolut in herbstlicher Stimmung. Dieses Phänomen habe ich selten bis gar nicht verspürt bei anderen Büchern
Was ist euer Geheimnis?
Wie wichtig ist euch dieses Empfinden?

Es ist sehr schön, wenn man hört, dass man das, was man sich vorgenommen hat, auch geschafft hat: Den Leser komplett mit in die Geschichte hineinzuziehen! Dieses Empfinden ist uns unglaublich wichtig, und unser Ziel! Was dabei das Geheimnis ist, wissen wir nicht genau. Aber wir schreiben unsere Szenen erst, wenn wir wirklich voll und ganz in die Atmosphäre eingetaucht sind – manchmal fehlt nur eine Kleinigkeit, und man kann es nicht schreiben. Bevor man nicht die Hitze visualisiert hat, den Geruch des trockenen Heus, und die flirrende Luft über dem staubtrockenen Boden, braucht man gar nicht zu schreiben anfangen!
Indie und Dawna sind wahrlich faszinierende Persönlichkeiten. Als Leser versucht man ständig, sich mit den Schwestern zu identifizieren. Versucht herauszufinden, welcher Charakter eher dem Eigenen entspricht.


Wie ist das bei Euch? Wer verkörpert wen? Wer von Euch hat Indie´s Dickköpfigkeit, Mut und Tapferkeit, Dawna´s Weitblick, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft. Inwieweit sind die Schwestern Dawna & Indie Euer Spiegelbild?


Vermutlich steckt in jedem von uns ein klein wenig von Dawna und auch von Indie. Sie sind nicht unser Spiegelbild, aber es sind Mädchen, die wir uns für uns, unsere Töchter und Enkelinnen ;-), als Identifikationsfiguren wünschen! Junge Frauen, die ihren Weg suchen und auch finden, die Mut und Stärke besitzen und sich nicht aufhalten

Ihr schreibt den weiblichen Protagonisten eine weibliche Stärke zu, die sehr imponiert. Eine typische Rollenverteilung sucht man in euren Bänden vergebens. Alleine schon die Tapferkeit der Schwestern, die immer wieder (vor allem in DAF) die männliche Hilfe abweisen oder auch die immer noch etwas undurchsichtige Comtesse, die immer mit Ihrer Winchester Whistling Wing bewacht.
Ist dies beabsichtigt? Möchtet ihr den Lesern – oder vielleicht auch speziell den Leserinnen – hier eine Botschaft mitgeben?

Ja, definitiv! Wir denken, dass Mädchen und Frauen auch heute noch starke Vorbilder brauchen! Frauen, die sich Ziele setzen und diese auch verfolgen. Die unbequem sein können, aber auch liebevoll, die aber nie darauf warten, dass jemand anderer ihnen die Ziele vorgibt, die sich immer bewusst sind, dass es kein „ich bin zu klein“, „Ich bin zu schwach“, „ich bin zu dumm“, gibt!
Mädels, ihr schafft das alles!
Ihr verbreitet eine unglaubliche düster-mystische Stimmung, ohne aber den Leser damit zu beschweren, belasten.

Wie schaut eure Recherche zu den Dark Angels – Bänden aus? Beschäftigt Ihr euch außerhalb des Schreibens mit der Engel-Thematik oder recherchiert ihr speziell dafür?
Woher bekommt Ihr Eure Informationen zum „channeln“ etc.

Susanne beschäftigt sich mit dem Thema nur wegen der Dark Angels Reihe und liest dazu Bücher. Aber da sie während des Schreibens ständig Eingebungen hat, ist sie vermutlich in ihrem früheren Leben ein Medium gewesen ;-). Beate interessiert sich in ihrem realen Leben sehr dafür und hat auch schon erfolgreich gechannelt, und zwar Tante Maggie. ;-)
„Dark Angels Winter“ ist natürlich DAS Buch, auf dass alle Fans – unter anderem ich - nun als nächstes ganz gespannt warten. Ich muss gestehen, ich würde ja gerne SOFORT wissen, wie es weitergeht auf Whistling Wing. Ich bin sehr neugierig und gespannt.

Wird dieser dritte Band wieder der Jahreszeit angepasst – so wie DAF - erscheinen?

Nein, der dritte Band erscheint vermutlich im Juni/Juli 2013, also absolut unpassend für den „Dark Angels Winter“ ;-), aber bestimmt sind alle Fans froh, dass der Verlag nicht auf die Jahreszeiten Rücksicht nimmt :-)

Gibt es noch ein weiteres Buchprojekt, an dem Ihr arbeitet, eventuell auch getrennt?
Oder möchtet ihr künftig immer gemeinsam schreiben?

Ja, wir schreiben noch getrennt. Beate schreibt an einem belletristischen Werk, Susanne schreibt ihren 4. Lisa-Wild Krimi.

Buchmessen und Lesungen, vor allem LiveStream-Lesungen werden immer beliebter. Auf welcher Buchmesse werden wir Euch als Nächstes treffen können?
Führt Ihr gerne Öffentlichkeitsarbeit / Lesungen oder ist das Lampenfieber eher groß?

Susanne: Ihr könnt uns in Frankfurt sowohl am Donnerstag als auch am Sonntag treffen. Unser Lampenfieber ist nicht groß, schließlich kennen wir euch ja alle schon ;-)

Beate: also ich habe schon Lampenfieber...ich kann mich nicht so recht an die Lesungssituation gewöhnen.

Da ich selbst blogge, interessiert mich dies besonders:
Dank der Social Networks ist der Kontakt zwischen Autoren und deren Fans viel intensiver geworden. Fluch oder Segen?
Wie steht Ihr persönlich dazu?

Es macht großen Spaß mit euch in Kontakt zu sein, in euren Rezensionen zu schmökern, eure Posts auf unserer FB Seite zu lesen und eure persönlichen Nachrichten zu beantworten … es gibt uns das Gefühl, dass wir mit unserem Buch alles richtig gemacht zu haben!

Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Euch hinterlassen und ist aus Euren Bücherregalen nicht mehr wegzudenken? Habt ihr eigentlich ein gemeinsames Bücherregal für Eure Buchschätze oder geht Euer eigener Lesegeschmack eher in getrennte Richtungen?

Susanne: „Gottes Werk und Teufels Beitrag“, „Wer die Nachtigall stört“ „Die rote Zora“, „Michel von Lönneberga“, „Pippi Langstrumpf“,
Susanne liest auch sehr gerne alle möglichen Krimis, wenn sie nicht zu blutig sind, lustige Krimis wie von Janet Evanovich.

Beate: Ich lese nicht mehr so viel wie früher, aber wenn wir in wenigen Tagen :-) DAW beendet haben, freue ich mich wirklich wieder aufs Lesen. Im Grunde lesen wir schon ähnliche Bücher, wobei ich zur Entspannung gerne Sachbücher lese. Eines der besten Bücher im letzten Jahr war „Portnoys Beschwerden“

Mit welcher literarischen Figur würdet Ihr gerne einmal einen Tag verbringen?

Susanne: Holly Golightly aus „Frühstück bei Tiffany“.

Beate: Alexander Portnoy oder Isadora Wing

Was macht Ihr, wenn Ihr gerade nicht hinter dem Schreibtisch sitzt?

Susanne: Schwimmen. Lesen. Latein-Vokabeln abfragen, Kochen, Wohnung aufräumen

Beate: Reiten, Ballett, in der Sonne liegen.

Was ist das Verrückteste oder Lustigste, was Ihr je erlebt habt?

Susanne: Ich habe einmal eine Lesung gehalten, da saß die Großmutter der Protagonistin meiner Bayernkrimis im Publikum.

Beate: Als ich mit dem toten Huhn(Hühner sterben ab und zu einfach so), das mein Mann auf unser Autodach gelegt und dort vergessen hatte, bis zum Kindergarten und wieder zurück gefahren bin und mich gewundert habe, warum die Leute alle so komisch gucken(...die abgedrehte Schriftstellerin halt wieder...)

Wer oder was macht Euch besonders glücklich?

Schreiben :-) Viel Schreiben :-), Noch mehr Schreiben ;-)

… und was stimmt Euch eher nachdenklich?

Gewalt, Krieg, Vergänglichkeit, Umweltverschmutzung, die Buchbranche...

Verratet Ihr uns Euer ganz persönliches Rezept für gute Laune?

Susanne: Nicht zu wenig essen ;-), sich bewegen, negative Gedanken nicht Überhand nehmen lassen, Freunde treffen, zu anderen nett sein,

Beate: Ballett


Wenn ihr mehr über die sympathischen Autorinnen erfahren möchtet, dann besucht doch einfach mal die folgenden Seiten!


© Interview, 2012 Alexandra Zylenas
[alexandra]

Rezension "Dark Angels Fall - Die Versuchung"

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Dark Angels Fall - Die Versuchung
Kristy Spencer & Tabita Lee Spencer

Verlag: Arena Verlag
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahre
Erscheinungsdatum : 16.08.2012
Ausstattung: Gebunden mit Schutzumschlag, 488 Seiten
ISBN 978-3-401-06785-8


Achtung: Dies ist der zweite Teil zur "Dark Angels" - Reihe. Ich setze den ersten Teil als Gelesen voraus. Solltest du den ersten Teil noch nicht gelesen haben, beachte bitte, dass Spoiler vorhanden sein können.

Inhalt:

Kann es tatsächlich erst einen Tag her sein? Indie und Dawna können es kaum glauben. So viel passierte in der vergangene Nacht - so viel Unglaubliches. Die Schwestern haben tatsächlich geschafft, wofür ihre Granny sie Jahre vorbereitet hat: Sie, die Hüterinnen, haben das Tor geschlossen. Doch der Schein trügt - zwar ist Sam gebannt, aber einige dunkle Engel haben überlebt...
Praktisch über Nacht hält der Herbst Einzug auf Whistling Wing und die Schwestern, die ihre Kräfte fast völlig verloren zu haben scheinen, sind von einer ständigen Unruhe geplagt.

"Diese verfluchten Tage, in den wir gleich alt sind und unsere Gedanken verschmelzen wie Butter und Honig in einer heißen Pfanne. Aber diese Zeit ist vorbei. Sie ist seit Mitternacht vorbei, [...]
Seite 8

Miley ist verschwunden und Dawna setzt alles daran, ihn zu finden. Sie spürt, dass er lebt. Aber die Suche gestaltet sich gefährlich und es ist ein verzweifelter Wettkampf gegen die Zeit. Denn auch Dusk taucht wieder auf und weicht kaum von Dawnas Seite. Was oder wer ist Dusk wirklich?
Aber auch Indie führt einen inneren Kampf, als sie plötzlich wieder Gabe gegenüber steht. Sie hat ihn nicht getötet. Aber auf welcher Seite steht dieser unnahbare, geheimnisvolle Engel?
Als auch noch zwei geheimnisvolle neue Teilnehmerinnen für das Engelsseminar auftauchen, ahnen die Schwestern nichts Gutes.
Das Böse sucht erneut seinen Weg nach Whistling Wing und Dawna und Indie werden vor schwierige Entscheidungen gestellt. Sie müssen sich erneut der Gefahr stellen...

"Sie sind hier irgendwo... flüstert es in mir... seid euch nicht zu sicher... Sie wissen, wo ihr seid, sie müssen euch nicht suchen... wenn die Zeit gekommen ist."
Seite 35 [Indie]

Handlung & Charaktere:

Nachdem ich zu Beginn des Jahres "Dark Angels Summer" geradezu verschlungen hatte, sehnte ich das Erscheinen dieses zweiten Bandes "Dark Angels Fall" regelrecht herbei. Ich wollte unbedingt herausfinden, wie es den Schwestern weiter auf Whistling Wing ergeht und vor allem, ob es die Autorinnen geschafft haben, diese unvergleichliche Atmosphäre des ersten Bandes wieder einzufangen. Und was soll ich sagen? Es ist ihnen auf nahezu grandiose Weise erneut gelungen! Während ich beim Lesen von "Dark Angels Summer" immer eine gewisse Hitze in mir spürte und fast ständig das Verlangen hatte, ein Wasserglas neben mir zu haben, verspürte ich bei diesem Herbst-Band ständig große Lust, mich unter eine dicke, gemütliche Decke zu kuscheln und ich konnte den Herbst selbst im Wohnzimmer riechen :) Ich kann nicht sagen, welch anderes Buch jemals solche Empfindungen bei mit ausgelöst hat. Daher finde ich auch den Erscheinungstermin dieses Buches mehr als gelungen und wünsche mir eigentlich sehr, dass dies auch bei den künftigen Bänden beibehalten würde.
Der Übergang von Band 1 zu 2 erfolgt quasi nahtlos und man ist sofort wieder im Geschehen versunken. Kleine, unauffällig verpackte Rückblicke fördern das Gedächtnis, ohne zu langweilen, und nach ein paar Momenten hat man schon das Gefühl, einfach direkt weitergelesen zu haben.
Die Stimmung ist düster-mystisch und es wird ein eindeutig rasanteres Tempo vorgelegt als im ersten Teil. Die Schwestern geraten praktisch Schlag auf Schlag von einer Gefahr in die Nächste und ich merkte immer wieder, dass ich gespannt den Atem anhielt. Dieses Tempo zieht sich durch das ganze Buch und die Spannung gerät in keinem Moment ins Stocken. Dies sorgt allerdings auch dafür, dass man sich kaum überwinden kann, das Buch beiseite zu legen. Am liebsten würde man es an einem Stück durchlesen.
Der Schreibstil ist wieder sehr jugendlich-locker und auch umgangssprachlich gehalten, was ich als äußerst positiv empfinde. Die Geschichte wird ja auch Sicht der Schwestern in der ich-Form erzählt und die Sprache ist daher wieder perfekt dem Alter der Mädchen angepasst.
Wieder erfolgt die Darstellung der Geschehnisse abwechselnd aus der Sicht von Dawna und Indie. Diese Kapitel werden, wie auch schon im ersten Band, optisch voneinander getrennt. So findet man bei Dawnas Kapitel immer eine Schwarze und bei Indies Kapitel immer eine rote Feder am  Buchrand.


Aber ich musste darauf schon gar nicht mehr schauen, denn alleine schon anhand der Sprache und Charakteristik der Mädchen konnte ich erkennen, wer gerade im jeweiligen Kapitel erzählt. Die Persönlichkeit der Mädchen ist einfach sehr gelungen dargestellt - ein ganz großes Lob dafür!
Die Mädchen spiegeln meistenteils immer noch die gleichen markanten Charaktereigenschaften wider. So ist Dawna die fürsorgliche, die ernste und ruhige, sehr gefühlsbetonte junge Frau, die abwägt und gründlich nachdenkt. Indie hingegen ist immer noch Wild, neugierig und mutig, mag keine Gefühle zeigen und Weinen würde für sie gar nicht in Frage kommen.
Doch mir kam es vor, dass diesmal etwas durcheinander geriet: quasi ein kurzer Rollentausch durchblicken wollte. Plötzlich erwachte in Dawna ein unbekannter Mut, während Indie eher ängstliche Momente zeigte. Oder Indie gab sich unerwarteterweise ihren Gefühlen hin, was sie selbst zu überraschen schien.
Das fehlen ihrer Kräfte, das fehlende Übertragen und Spüren der Gedanken scheint die Schwestern unbewusst aus der Bahn zu werfen.
Auch werden die Schwestern - jede für sich - von immensen Gefühlen geplagt. Dawna steht immer wieder Dusk gegenüber, der sich wie ein Schatten an ihre Füße zu Heften scheint. Welche Rolle spielt dieser Wolf, der kein Wolf zu sein scheint, in ihrem Leben?

"Wenn ich Dusk ansehe, sehe ich gleichzeitig den Wüstenhund, ich sehe Granny, die ihre faltige Hand auf seinen breiten Schädel legt. "Die Wölfe, sagt sie, sie gehören zu uns. Zu mir und dir, Dawna. Es liegt in unserem Blut."
Seite 356 [Dawna]

Und Indie durchlebt immer wieder ein Wechselbad der Gefühle, wenn wie aus dem Nichts plötzlich Gabe neben ihr steht. Kann sie diesem Engel vertrauen? Warum löst er solche Gefühle in ihr aus?
Beide kämpfen mit ihren Gefühlen, die sie nicht zulassen dürfen. Denn ganz tief in ihrem Inneren wissen die Schwestern, was ihre Bestimmung ist. Und sie wissen, was sie NICHT dürfen...

"Das Tor muss geschlossen sein, höre ich Grannys ruhige Stimme, sonst wird das Böse über die Welt kommen."
"Du darfst nicht lieben", flüstert Dawna. "Das ist die Regel"
Seite 256

Mein persönliches Fazit :

"WOW" - ja, das fällt mir als erstes ein, wenn ich über das Fazit nachdenke. "Dark Angels Fall" ist eine wahrlich grandiose Fortsetzung und überzeugte mich von der ersten Seite an. Ich freut mich sehr über das Tempo und die hohe Spannung und ich war vollkommen gefesselt vom Geschehen auf Whistling Wing. Ich habe mich auf eine düster-romantische Fantasy-Reise begeben und jede einzelne Leseminute in vollen Zügen genossen - und ich war traurig, als diese nach 488 gelesenen Seiten plötzlich enden sollte. Oh, wie ich mir nun den dritten Teil herbeisehne! Was wird der Winter den Schwestern und uns auf Whistling Wing bescheren? Ich will es wissen!!!
Eine absolut empfehlenswerte Jugendbuch-Reihe, die auch jeden junggebliebenen Erwachsenen begeistert und in seinen Bann zieht.

© Rezension, Alexandra



INTERVIEW

Ich als großer Dark-Angels-Fan freute mich natürlich ganz besonders darüber, dass die Hanika-Sisters für ein ausführliches Interview im Bücherkaffee Platz genommen und mir Rede und Antwort gestanden haben.
Gönnt euch eine große Tasse Kaffee oder Tee und genießt das Interview mit den äußerst sympathischen Schwestern! Zum Interview: KLICK 

Rezension: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Mittwoch, 26. September 2012 0 Kommentare

Das Schicksal ist ein mieser Verräter
von John Green

Verlag: Carl Hanser Verlag München
Übersetzung: aus dem Englischen von Sophie Zeitz
Originaltitel: The Fault in our Stars
Ausstattung: Gebunden, 288 Seiten
Grenre: Jugendroman
ISBN: 978-3-446-24009-4
Erscheinungsdatum: 1. Auflage 2012


Inhalt: 

Bei Hazel wird mit 13 Jahren bereits Krebs festgestellt. Als sie 16 ist schickt ihre Mutter sie in eine Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche, da sie denkt Hazel leide an starken Depressionen welche die Auswirkung bzw. die Nebenwirkung ihrer Krankheit ist. Jedoch ist Hazel da ganz anderer Meinung, sie ist einfach nur erschöpft. Erschöpft vom nicht selbständigen Atmen können ohne zusätzliche Sauerstoffzufuhr und die Anstrengung wenn sie sich zu viel und zu schnell bewegt. Sie möchte ab und an einfach ihre Ruhe genießen, dennoch widersetzt sie sich ihrer Mutter nicht und nimmt an den Sitzungen teil. Dort lernt sie Gus kennen. Augustus Waters der gutaussehende Junge der ebenfalls an Krebs leidet. Es passiert das unvermeidbare, während sich Jeder über sein Leid austauscht und sich mitteilt, wie der Alltag bei jedem aussieht, verlieben sich die Zwei ineinander. Sie verbringen fortan jeden Moment miteinander, teilen ihre Leidenschaft zu Büchern und Musik. Als Hazel Grace, wie Gus sie liebevoll nennt, Augustus von ihrem einzigen Wunsch erzählt, einmal den Autor ihres Lieblingsbuches zu treffen, setzt Gus alles in Bewegung um ihr diesen Wunsch zu erfüllen. 

Handlung/Charaktere: 

Der Autor John Green schafft es durch dieses Buch so viel auszudrücken und zu sagen obwohl es nicht viele Seiten hat. Bei einem Buch über Krebs ist meist von Anfang an klar, dass das Ende nicht wie gewünscht ausgehen wird, aber das Talent aus einem traurigen Ereignis voller Verzweiflung ein humorvolles, liebevolles Buch voller Ironie und Sarkasmus zu schreiben obliegt nicht jedem. Der Schreibstil ist Jugendgerecht und teilweise auch in gesprochener Sprache. Es wird aus der Ich-Perspektive der 16-jährigen Protagonistin geschrieben, die einem durch ihr mutiges Verhalten sofort ans Herz wächst. Ihre doch komische und lustige Art mit der Krankheit umzugehen, um sowohl sich selber und auch ihre Familie vor der Trauer zu bewahren und vor diesen schlechten Gedanken, sind bewundernswert und sehr gut umgesetzt. Man durchlebt jegliche Art von Gefühlen. Trauer, Freude, Glück und tatsächlich schafft der Autor in so vielen Passagen dem Leser die Befangenheit zu nehmen und zum Lachen zu bringen. Trotz bewussten Wissen über den unausweichlichen Ausgang dieser Geschichte, spürt man Hoffnung und Kraft. Er lässt den Leser nicht nur traurig und nachdenklich zurück, sondern mit einer neuen lebensbejahenden Einstellung. Wieder hat es John Green geschafft durch die präzise Auswahl seiner Handlung, den Charakteren und wechselnden Stimmungen ein unbeschreiblich gutes Werk zurückzulassen. 

Meine persönliche Meinung:

Nach "Eine wie Alaska" und " Die erste Liebe - nach 19 vergeblichen Versuchen" sowie der Kurzgeschichte "Ein Cheer unglaubliches Weihnachtswunder aus Tage wie diese" musste ich auch dieses Buch lesen und bereue keine Sekunde. John Green ist ein Meister, schwierige Lebenslagen oder Momente perfekt in Worte zu fassen und ihnen dadurch die Last zu nehmen aber dennoch die Ernsthaftigkeit zu lassen. Er versteht es, nicht nur einem jungen Menschen auf einfache und leichte Art zu vermitteln wie wertvoll manche Momente und Lebenssituation trotz ihrer Aussichtslosigkeit sind. Ich habe dieses Buch in einer meiner Krisen gelesen und rückblickend kann ich sagen, was bin ich froh, dass meine Probleme und Sehnsüchte so nichtig und klein neben manch anderen erscheinen. Wie egoistisch man zeitweise durchs Leben geht, merkt man wenn da jemand die richtigen Worte findet ohne Dich persönlich anzugreifen aber Dir die Augen wieder für die schönen Dinge zu öffnen und zu realisieren, dass man glücklicherweise jeden Tag eine neue Chance bekommt, nicht die Welt zu verändern oder alles besser zu machen oder perfekt sein zu wollen, sondern die gegebenen Momente zu genießen und aus den schlechten Dingen etwas positives zu reißen. Solange wir die Zeit dazu haben. Ein wundervolles Buch über das Leben, die Liebe und den Tod so intelligent, tiefsinnig geschrieben und dennoch voller Ironie.

Rezensiert von Aygen


Über den Autor:

John Green, 1979 geboren, erlangte bereits mit seinem Debüt "Eine wie Alaska (2007) Kultstatus unter jugendlichen Lesern. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. war es gleich zweifach für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Auch seine Jugendromane "Die erste Liebe - nach 19 vergeblichen Versuchen (2008)" und "Margos Spuren (2010), ebenfalls nominiert für den Deutschen Jugenliteraturpreis und ausgezeichnet mit der Coriine, fanden ein großes Echo beim Publikum und in der Presse. Der Autor wird inzwischen mit Philip Roth und John Updike verglichen. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" war in den USA schon vor dem Erscheinen ein Bestseller. Green signierte 150.000 vorbestellte Bücher. Seitdem steht der Titel auf der Bestsellerliste der New York Times. Über eine Million Fans folgen John Green regelmäßig über den Kurznachrichtendienst Twitter oder verfolgen seinen Videoblog. Der Autor lebt mit seiner Frau uns seinem kleinen Sohn in Indianapolis.

etwas persönliches ... tolle Post!

Sonntag, 23. September 2012 3 Kommentare


Wenn der Postmann 2 x klingelt ...

Am Samstag klingelte der Postbote und überreichte mir ein großes Paket.
Ein Paket von einem Verlag. Vom Limes-Verlag, um genau zu sein.
Ich wurde quasi sofort hibbelig, denn ich hatte ja bei Facebook auf der Fan-Seite des Verlages bei dem schönen Gewinnspiel zum euen Roman "An einem Tag in Paris" von Ellen Sussman teilgenommen.
Also nix wie rein und Karton auf - und die Freude war natürlich RIESIG!

Aber schaut selbst, was ich da im Karton erblickte!


Ein ganz herzliches Dankeschön auch an dieser Stelle nochmals an den Limes Verlag für die tolle Aktion und den absolut bezaubernden Gewinn! 


Um was es in diesem Roman geht?


Ellen Sussman
An einem Tag in Paris
Roman
 
Verlag: Limes Verlag
Originaltitel: French Lessons
Originalverlag: Ballantine, New York 2011
Aus dem Amerikanischen von Veronika Dünninger
Deutsche Erstausgabe
 
Geschichten, die die Liebe schreibt!
Ein Sonnenstrahl spiegelt sich im Fenster eines Straßencafés, der Duft frischer Croissants liegt in der Luft, an einer Straßenecke verabschiedet sich ein Paar mit einem leidenschaftlichen Kuss: Ein neuer Tag beginnt in der Stadt der Liebe. Drei junge Französischlehrer treffen gleich die Menschen, denen sie heute während eines Spaziergangs durch Paris Sprache und Kultur näherbringen wollen. Ein gebrochenes Herz, der Wunsch nach Glück und eine unbestimmte Sehnsucht begleiten sie dabei. Sie wissen nicht, was das Leben heute für sie bereithält, nur eines ist sicher: Am Ende dieses Tages könnte sich alles verändert haben ...

Quelle: Website Limes Verlag


etwas persönliches ... eMail für dich

Samstag, 22. September 2012 3 Kommentare


eMails, die einen völlig rühren und berühren ...

... ja, die gibt es!
Und genau eine solche Mail habe ich gestern erhalten.
Wie ihr vielleicht wisst, lese ich immer wieder mit grosser Begeisterung die wunderschönen eBooks der Autorin Nancy Salchow. 
Gestern erhielt ich von Nancy eine eMail mit einem lieben Text und einem ganz besonderen Anhang.
Das möchte ich euch heute gerne zeigen, denn ich bin immer noch völlig gerührt von solch einer herzlichen Geste!


"Liebe Alex,
anbei schicke ich dir eine kleine Aufmerksamkeit, die ich den Bloggerinnen zukommen lasse, die ich in der kurzen Zeit besonders zu schätzen gelernt habe - einfach, weil sie durchweg vor allem eines sind: MENSCHEN! Und zwar mit Herz.
Du kannst den kleinen Award auf deine Seite stellen oder auch einfach hier in der Mail anschauen. ;-) Hauptsache, du weißt, dass er von Herzen kommt.
Viele Grüße
Nancy"

 Danke dir dafür, liebe Nancy!
da fehlen mir schlichtweg die Worte ...


Schaut doch mal auf Nancy´s Website vorbei! KLICK
Ich kann ihre tollen Bücher einfach immer wieder wärmstens empfehlen - ich selbst bin schon treuer Fan geworden und freue mich immer schon auf jede Neuheit, die von ihr erscheint.





 

etwas persönliches ... Messevorbereitungen

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... und so könnt ihr uns erkennen :-)

Die Frankfurter Buchmesse naht mit grossen Schritten und auch das Bücherkaffee macht sich so langsam aber sicher startklar :)
Neue Visitenkarten sind gedruckt und nun sind auch die T-Shirts endlich fertig :-)

So habt ihr die Möglichkeit, uns sofort zu erkennen :-) 
Und damit es ein wenig Abwechslung gibt (... oder weil ich mich einfach mit dem Design nicht entscheiden konnte *griens) wird es zwei verschiedene Shirts geben.

T-Shirt
 "I love books"


Polo-Shirt
 "Happiness is a cup of coffee and a really good book"


 Wir freuen uns, auch euch zu treffen! :-)



Rezension {Alexandra} - Holunderküsschen

Mittwoch, 19. September 2012 0 Kommentare

Holunderküsschen
Von Martina Gercke

Verlag / Copyright: Martina Gercke
Genre: Roman, Belletristik, Chick-Lit
Erscheinungsdatum : 01.11.2011
Ausstattung: Kindle eBook
Dateigröße: 550 KB
ASIN: B0062JGNH2
Preis: € 2,99 [D]

In diesem Jahr ist Holunderküsschen ebenfalls als Printausgabe erschienen: KLICK 


Inhalt:
Frisch verlobt und mitten in den Hochzeitsvorbereitungen sollte Julia eigentlich der glücklichste Mensch sein. Statt dessen ist sie am Boden zerstört - denn sie erwischte gerade Johann, ihren Zukünftigen, mit einer anderen Frau inflagranti in ihrer gemeinsamen Wohnung. Und auch noch ausgerechnet mit "Titten-Anette", einer Arbeitskollegin und Angestellten von Johann. Da der Schürzenjäger zugleich auch ihr Chef ist, schmeißt sie kurzerhand ihren Job und steigt vor lauter Frust in den nächsten Zug nach Hamburg zu ihrer besten Freundin, um sich bei ihr kräftig auszuheulen.
Im Zug lernt sie den auf den ersten Blick sympathischen Benny kennen, mit dem sie ein Schlafabteil teilt. Vom vielen Frust-Alkohol redselig geworden, klagt sie dem Fremden ihr Schicksal in allen Einzelheiten. Völlig betrunken fällt sie irgendwann in einen komaähnlichen Zustand und ist sich beim Erwachen sicher, das da mehr passiert sein muss in dieser Nacht, in diesem Abteil.
Da sie sich nicht erinnern kann, versucht sie, womöglich Geschehenes zu vergessen und startet auf Drängen ihrer Freundin einen Neuanfang in Hamburg.
Neuer Job, neues Glück, denkt sie, aber plötzlich taucht eben jener Benny wieder in ihrem Leben auf und das Chaos Immer seinen Lauf.
Und dann steht unerwartet Johann vor ihr und Julia muss sich entscheiden...

Handlung & Charaktere:
Martina Gerke hat mit "Holunderküsschen" einen gelungenen Frauenroman erschaffen, der sehr humorvoll, aber auch voller Liebe ist. Der Schreibstil ist locker-leicht und einfach gehalten und das eBook lässt sich daher sehr flott lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Die Ausdrucksweise ist frech, frisch und auch immer wieder sehr amüsant, da die Autorin auch mit der nötigen Prise Sarkasmus nicht spart.
Die Geschichte wird aus Julias Sicht in der ich-Perspektive erzählt und der gerade genannte Sarkasmus spiegelt sich wunderbar in ihren Gedanken wider, was unwillkürlich immer wieder für herzliche Lacher sorgt.
Das Thema an sich ist sehr glaubhaft dargestellt und genau so könnte es gerade einer Freundin, einer Nachbarin oder einem selbst ergehen.
Die Hamburger Kulisse gibt der Geschichte einen ganz besonderen Charme, denn Martina Gerke hat es nicht versäumt, hin und wieder markante Hamburger Punkte und Orte wie zum Beispiel die Speicherstadt, das Schanzenviertel etc. mit einfließen zu lassen, oder auch ein leckerer Restaurantbesuch in Tim Mälzer's bekannter "Bullerei".
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, haben alle eine ganz persönliche Note bekommen. Jedoch muss ich anmerken, dann ich nicht ganz so warm mit der Charakteristik von Julia und ihrer Freundin wurde. Sie erschienen oft zu sehr mädchenhaft und vor allem zu leichtgläubig. Statt erst einmal über Geschehenes nachzudenken, werfen sie vermeintliche "Tatsachen" in den Raum, an die dann auch beide sofort glauben und festhalten. Da beschlich mich manchmal das Gefühl, über zwei 16-18jährige Mädels zu lesen.
Auch Johann und Julias Eltern erscheinen mir in ihrem Auftreten etwas Klischeehaft - Johann ganz der arrogante, selbstherrliche Boss, und Julians Eltern nur auf Prestige und finanzielle Absicherung aus - aber wie heißt es so schön? Jedes Klischee hat seinen Ursprung in der Wahrheit?

Mein persönliches Fazit:
"Holunderküsschen" ist ein sehr amüsanter, heiterer Frauenroman / Chick-Lit, der für ein paar angenehm- leichte Lesestunden sorgt. Ich habe immer wieder herzlich lachen müssen und kann dieses Buch daher gut empfehlen, wenn man einfach mal ein wenig abschalten und die Lese-Seele baumeln lassen möchte, ohne viel nachzudenken.


Rezensiert von Alexandra


Über die Autorin:
MARTINA GERCKE wurde 1963 in Gelsenkirchen geboren. Nach dem Abitur begann sie zunächst ein Studium an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe. Der Wunsch, die Welt zu bereisen, überwog jedoch und so fing sie 1985 als Flugbegleiterin bei einer großen deutschen Airline an. Auf einer ihrer Reisen lernte sie ihren jetzigen Mann kennen. Martina Gercke gab die Fliegerei zunächst auf und widmete sich den Kindern. In dieser Zeit entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Erzählen von Geschichten.

Autoren-Seite: www.martinagercke.wordpress.com
 

Kindle eBook           Taschenbuch

REZENSION: DANCING JAX

Dienstag, 18. September 2012 6 Kommentare

Dancing Jax - Auftakt
von Robin Jarvis


Verlag: Script 5 Verlag
Originaltitel: Dancing Jax
aus dem Englischen übersetzt von: Nadine Mannchen
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: September 2012
Ausstattung: Klappenbroschur, 544 Seiten
ISBN: 978-3-8390-0134-9 








Dieses Buch ist böse...
Du solltest dich ihm nicht nähern. 
Du solltest nicht darüber sprechen.
Was auch immer du tust, 
öffne es nicht !  [Klappentext]
Inhalt:
In einer kleinen englischen Stadt fahren die Jugendlichen Jezza, Shiela, Miller und Toomo trotz Warnungen raus in ein altes verlassenes Herrenhaus. Bereits angekommen, bemerken sie dass etwas nicht stimmt. Dieses Haus scheint zwar unbewohnt zu sein, aber nicht verlassen. Während Shiela und Miller eigentlich nur wieder weg wollen, ist Jezza der Überzeugung, dass sie etwas Wertvolles finden könnten. 
Als sie im Keller auf volle Kiste mit ein und demselben Buch stoßen, ahnen sie noch nicht, welche Macht sich hinter diesem Buch versteckt und das sich alles nach dem Öffnen verändern wird...

[...] Die ganze Welt wird sich verändern und dies ist die letzte Gelegenheit, sie noch einmal so zu sehen, wie sie war. [Seite 64]

Handlung/Charaktere:  
Robin Jarvis ist mit "Dancing Jax" ein wirklich guter, abwechslungsreicher und spannender Auftakt einer Trilogie gelungen. Der Aufbau der Handlung und Einstieg fesselt ab der ersten Seite. Besonders nennenswert ist nicht nur die Auswahl der Charaktere sondern auch die Handlungsorte, die durch die Beschreibungen einen nicht nur aus der Realität in eine fantastische und magische dunkle Welt entführt, sondern auch sein Einbau, der mit Erläuterungen und Erklärungen, ja sogar Warnungen an die Leser betreffend der heutigen Zeit vollgepackt ist. Er baut geschickt Informationen ein, um den Lesern aufzuzeigen, wie freiwillig und unbewusst wir persönliche Informationen über uns im tagtäglichen Umgang mit dem Internet oder sogar im Alltag von uns preisgeben. Wie soziale Netzwerke oder sogar unser Kaufverhalten und unser Lebenswandel analysiert wird, ohne dass uns das wirklich bewusst ist. Dennoch ist sein Schreibstil weder belehrend noch anmaßend, sondern locker und verständlich leicht und dennoch direkt und offen geschrieben. 

Es erzählt die Geschichte zweier Gruppen von Jugendlichen und Erwachsenen, die nach und nach verflochten werden. Während man einen Schulalltag an einer öffentlichen englischen Schule im sozialen Brennpunkt verfolgt, mit all seinen unterschiedlichen Charakteren und Ereignissen, erlebt man eine Gruppe von Erwachsenen, die sich so in den Bann einer Macht ziehen lassen und somit dunklen und bösen Machenschaften die Chance geben, in die Gesellschaft einzudringen. 
Ein anfänglich harmloser Jugendstreich, der mit einer Kiste Bücher beginnt und zum bösen zerstörrerischen Selbstläufer wird, ohne Rücksicht Verluste. 


Meine persönliche Meinung:

Das Buch hat mich sofort allein durch die Covergestaltung angesprochen. Schade ist jedoch, dass trotz aufwendiger Aufmachung und Verwendung von marmoriertem Elefantenhautpapier der Schutz fehlt und man wirklich aufpassen muss, dass sich die Symbole und Schriftzeichen nicht abschaben. Dennoch, dieser kleine Mangel hat überhaupt keinen Einfluss auf meine Meinung. 

Es ist ein wunderbares, spannendes, böses und packendes Buch. Ein gelunger Auftakt einer Trilogie. Ich hoffe und möchte durch meine Rezension nicht allzu viel zum Inhalt verraten. Es gab so viele Passagen, die ich mir notiert habe und auch gerne mit Euch geteilt hätte, aber das würde schon zuviel verraten. Der Aufbau der einzelnen Kapitel ist mit Bildern oder kleinen Textzeilen versehen, die bereits neugierig machen, und nach Abschluss des jeweiligen Kapitels auch wirklich einen Zusammenhang ergeben.
Ein Jugendbuch, das sich locker und leicht lesen lässt, spannende Lesestunden schafft und dass man kaum aus der Hand legen kann. Die wechselnde Schreibweise des Autors bestimmt den Rythmus und die Spannung. Je kürzer die Sätze, desto dunkler waren die Begegnungen. Für mich ein Lesehighlight und glücklicherweise erst der Auftakt einer Trilogie. 



© Rezension, Aygen


Über den Autor:
Robin Jarvis wurde in Liverpool geboren und hat Grafikdesign an der Northumbria University studiert. Nach dem Studium zog er nach London, wo er als Modellbauer für das Fernsehen und die Unterhaltungsindustrie arbeitete. Mit dem Schreiben und Illustrieren von Büchern begann er 1988. Robin Jarvis wurde in Großbritannien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und hat bereits mehr als eine Million Bücher verkauft. Was der Autor, der in Greenwich lebt, nach eigener Aussage überhaupt nicht mag, sind Geschichten, in denen er niemanden umbringen kann.

Bild und Text Quelle Website Script 5 Verlag

Im Gespräch mit Autorin Britta Sabbag!

Montag, 17. September 2012 0 Kommentare


Zuerst natürlich einmal ein "Herzliches Willkommen" und vielen Dank für Deinen Besuch im Bücherkaffee und dass Du Dir Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten. Gleich mal eine neugierige Frage vorab: Mit welchem Getränk kann man Dir größere Freude bereiten? Kaffee oder Tee? Lieber gemütliches Straßencafe oder doch eher würzig-duftendes Teehaus?
Im Sommer Straßencafé, im Winter gerne beides. Generell ist es stimmungsabhängig, aber meist morgens Kaffee und abends Tee. Ein Kaffeejunkie war ich aber schon immer, dazu ein Kaffeekeks – perfekt!

Stell Dich doch bitte kurz den Lesern vor. Wer ist Britta Sabbag?
Wenn ich das so genau wüsste ;-)
Britta Sabbag ist IN WIRKLICHKEIT erst 21 Jahre alt, liebt Bücher, Kaffee, das Meer und hat ihr Tagesziel erreicht, wenn weder ein Glas/ Tasse/ Teller/ Schale etc. kaputt gegangen ist, noch etwas angebrannt oder verbrannt ist und auch sonst alle möglichen Fettnäpfchen ausgelassen worden sind (gut, solche Tage gibt es kaum, aber man gibt die Hoffnung ja nicht auf).

Wie bist Du zum Schreiben gekommen und seit wann schreibst Du?
Wer oder was beeinflusste Dich in der Wahl deines Berufes als Autorin? Übst Du nebenher noch einen weiteren Beruf aus und wenn ja, welchen?
Bis vor 3 Jahren habe ich als Personalerin gearbeitet, als dann die überraschende Kündigung kam. Als ich merkte, dass ich darüber nicht traurig war, entschloss ich mich, etwas völlig Verrücktes zu tun – etwas, was ich schon immer tun wollte: schreiben. Und das habe ich dann auch gemacht. Der Wunsch war schon immer in meinem Innersten, nur hatte ich mich vorher nie getraut. Heute schreibe ich Vollzeit, neben Romanen auch Drehbuchstoffe.

Der Weg von einer Idee zum fertigen Manuskript:
Wie sieht dein Schreib-Alltag aus bzw. wie gestaltest du das Schreiben?
Skizzen und Notizen samt Post-it-Sammlung oder alles ordentlich mit System am PC? Hast Du eventuell auch schon Erfahrung mit Schreibblockaden machen müssen?
Vor jedem Buch steht natürlich die Idee, die meist zu den ungünstigsten Zeitpunkten kommt. Dann gilt es, diese Idee erstmal im Kopf wachsen zu lassen, denn nicht jede scheinbar gute Idee lässt sich umsetzen. Ich gehe also relativ lange mit der Idee „schwanger“, manchmal geht es aber auch recht schnell. Dann schreibe ich ein Exposé für den Verlag und für mich eine genaue Kapitelaufteilung, in der jede Szene grob umrissen wird. Das ist eine sogenannte „Fleißarbeit“ und sehr aufwendig. Wenn das alles steht, ist das reine Runterschreiben der viel leichtere Teil und eine wahre Belohnung!

Folgst Du bestimmten Ritualen im Schreib-Alltag? (z.B. eine Lieblingstasse, die IMMER neben dem PC stehen muss, etc.) 
Nein, eine solche Tasse besitze ich nicht :-) Allerdings mache ich mir morgens immer erst einen Kaffee, lese Mails und schaue bei Facebook rein, wenn Zeit ist, und laufe so langsam warm. Meine Zeit beginnt so ab 9.30 Uhr bis 10 Uhr morgens, vorher stehe ich etwas neben mir (Böse Zungen munkeln ja, dass das zu allen anderen Uhrzeiten trotzdem so ist ;-) )

Was bereitete dir mehr Schwierigkeiten? Der Anfang oder das Ende Deines Buches?
Weder noch. Die Mitte. Der 2. Akt ist das schwerste, weil da am wenigsten passiert. Wenn ich hänge, dann immer da.

Welchen Einfluss hattest Du als Autorin auf den Buchtitel und auf die Covergestaltung Deines Buches?
Ich hatte mir einen Pinguin bei PINGUINWETTER gewünscht, was ja logisch war. Der Rest kam vom Verlag, auch die zauberhafte Idee zum Daumenkino war von meiner Lektorin.

Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Ich mag den Schreibstil von Conni Lubek sehr, und liebe ihre drei Bücher, die ich mehrmals gelesen habe. Ein toller, intelligenter Humor!

Wenn Du in Dein eigenes Bücherregal schaust – welches Genre ist hier am meisten vertreten?
Viele Liebeskomödien, ein paar Jugendbücher und sehr viele Biografien, sonst alles quer durch die Bank, auch gerne „schwere Kost“. Was man nicht findet, sind Thriller und Krimis, und auch Fantasy lese ich eigentlich nicht.

Mit welcher literarischen Figur würdest Du gerne einmal einen Tag verbringen?
Ganz klar: 
Mit Ronja Räubertocher (Astrid Lindgren), meine Schwester im Geiste.

Und – und da mache ich fantasytechnisch mal eine Ausnahme - Aragon (natürlich nicht NUR, weil er so toll aussieht) aus „Herr der Ringe“ (J. R. R. Tolkien). Durch diese Welt würde ich tatsächlich gerne mal einen Tag reisen.

Wie haben Deine Freunde und Deine Familie darauf reagiert, dass Du nun als Autorin tätig bist und schreibst? Hast Du viel Unterstützung und Anregung bekommen? … oder wurdest du zuerst eher „belächelt“, als Du Deinen Entschluss verkündet hast?
Anfangs wusste es kaum einer, denn ich habe bis zum Vertrag gewartet, bevor ich es allen erzählt habe. Es kamen ganz unterschiedliche Reaktionen, aber die Personen, die mir wichtig sind, haben mich von Anfang an unterstützt. 

Buchmessen und Lesungen, vor allem LiveStream-Lesungen werden immer beliebter. Auf welcher Buchmesse werden wir Dich als Nächstes treffen können? Führst Du gerne Öffentlichkeitsarbeit / Lesungen oder ist das Lampenfieber groß?
Ich werde auf der Frankfurter Buchmesse sein, und es wird wohl auch ein kleines Meet & Greet geben. 
Vor Lesungen bin ich schon nervös, aber es macht natürlich unglaublich viel Spaß, die Reaktionen der Leser live zu erleben. Wenn man ewig allein vor dem PC sitzt und in die Tasten haut, und so gar nichts von dem mitbekommt, was mit dem Buch da draußen passiert, ist es das größte Glück, das Publikum lachen zu sehen. Allein dafür ist jede (Lese)Reise wert.

Da ich selbst blogge, interessiert mich dies besonders:
Dank der Social Networks ist der Kontakt zwischen Autorin und deren Fans viel intensiver geworden. Fluch oder Segen? Wie stehst Du persönlich dazu?
Ich finde es toll, so nah am Leser zu sein, und den Kontakt zu haben. Wie oben schon gesagt, man sitzt solange alleine vor dem PC, man hat ja kein Büro und kein Team, mit dem man sich austauschen kann. Morgens ist es immer schön, die Kollegen, Leser und Blogger virtuell zu „sehen“, es hat ein bisschen was, wie „ins Büro kommen“. Und die Leser geben Feedback, das ist unbezahlbar. Ich möchte das nicht missen, obwohl es wie du sagst, ja auch eine andere Seite gibt: Es ist extrem zeitaufwendig. Ich versuche aber, alle Mails zu beantworten, auch wenn es etwas dauert :-)

"Pinguinwetter" ist den Debütroman.
Kannst du beschreiben, wie es sich anfühlte, das erste eigene Buch im Laden liegen zu sehen? Es gab ja zur Veröffentlichung eine große Promotion rund um das Buch. Ich selbst habe zum Beispiel auch in einem Buchladen von einer netten Dame im pinken Pinguin-Shirt die leckeren Gummibärchen in Pinguinform (!) geschenkt bekommen. Was ging dir an diesen Tagen durch den Kopf?
Ein wenig surreal war das schon. Aber hauptsächlich war ich froh und erleichtert, dass das Warten und die lange Vorlaufzeit nun endlich ein Ende hatte. Und dann das erste Mal das „Baby“ da so süß und pink im Buchladen liegen zu sehen, das hat mich völlig umgehauen. Ein kleines Stück Glückseligkeit.

Kannst du dich selbst mit einer deiner Protagonistinnen identifizieren? Wenn ja, mit wem? Entspricht alles einer freien Erfindung oder hast du auch persönliche Erfahrungen - von dir selbst oder von Freunden - mit eingebaut?
Geschichten sind immer ein Konglomerat an Erlebtem, Erdachtem, Erträumten, von anderen Erlebtem und Gesehenem. Ich habe anfangs gedacht, Charlotte und ich hätten viele Gemeinsamkeiten, und es steckt auch ein wenig von mir in der Figur (natürlich NICHT das mit der Tollpatschigkeit, den Süßigkeiten und auch NICHT die Snoopy-Unterhosen Sache;-). Aber schon nach den ersten Seiten merkte ich, dass Charlotte ein eigenständiger Charakter ist, der eigenständige Entscheidungen trifft – oder auch nicht, wie in Pinguinwetter. Ich bin ein viel aktiverer Typ als Charlotte, ergebe mich den Dingen, die passieren, nicht so einfach wie sie – Charlotte muss das im Laufe des Buches erst lernen.

Sonst ist alles andere erstunken und erlogen – bis auf eine Figur. Das ist die der Oma Melitta, die tatsächlich so war und auch so hieß. Sie habe ich 1:1 übernommen.

Warum ausgerechnet Pinguine? :)
Pinguine sind wunderbare Geschöpfe, gehören sie zu deinen Lieblingstieren? Ich bin sehr neugierig, wie du ausgerechnet auf sie kamst.
Ist die Iglu-Frage tatsächlich eine unbeantwortete Frage aus deiner Jugend oder ein spontaner Einfall, eine Idee?
Das mit den Pinguinen war Zufall. Die Iglu-Frage stellte der kleine Sohn einer alten Freundin mir vor ungefähr 15 Jahren und ich habe sie nie vergessen. Ich fand die Metapher schön, die gleichzeitig die Antwort von Charlottes Mutter am Ende des Buches dazu ist. Freundschaft und Familie spielen eine wichtige Rolle in meinem und unser aller Leben, so auch in Pinguinwetter. Und als ich mich weiter im Zuge von Pinguinwetter mit den Pingus beschäftigte, wurde mir noch etwas ganz anderes klar: Der Pinguin steht wie kaum ein anderes Tier dafür, dass es wichtig ist, dass man sich im richtigen Element befindet. An Land sind sie ungeschickt und wirken plump, im Wasser sind Pinguine elegante Schwimmer und schneller als Fische. Das heißt doch nur, dass wir in allem gut sind, wenn wir das tun, was unserem Naturell entspricht. In meinem alten Job dachte ich oft: „Irgendwas fehlt!“, wusste aber nicht, was es ist. Seit ich schreibe, ist der Gedanke nie wieder aufgekommen.

An welchem neuen Buchprojekt arbeitest du gerade? Auf was dürfen wir und als nächstes freuen? Kannst Du den Lesern schon etwas vorab verraten?
Die Fortsetzung von Pinguinwetter ist bereits fertig und erscheint im Sommer 2013Charlotte hat noch nicht alle Fettnäpfchen dieser Welt betreten;-) Aktuell schreibe ich an einer ganz neuen Liebeskomödie, über die ich aber noch nichts sagen kann

Was macht Britta Sabbag, wenn sie gerade nicht hinter dem Schreibtisch sitzt?
Schlafen, lesen, ins Kino gehen, auf die Nordsee gucken, Kaffee trinken und Leute beobachten (letzteres sehr häufig und zu gerne)

Was ist das Verrückteste oder Lustigste, was Du je erlebt hast?
Ehrlich gesagt, das, was ich gerade jeden Tag tue und erlebe – das ist alles verrückt und wunderschön.

Wer oder was macht Dich besonders glücklich?
Oft: kleine Momente. Ein lustiger aufgeschnappter Satz, eine schöne Begegnung, ein liebes Wort. 
Immer: Das Meer. Melancholisch-glücklich, am liebsten die Nordsee.
Ansonsten natürlich, wenn ich meine Freunde und meine Familie um mich habe und es allen gut geht.

… und was stimmt Dich eher nachdenklich?
Auch das Meer :)

Verrätst Du uns Dein ganz persönliches Rezept für gute Laune?  
Ein albernes Ritual, aber es funktioniert: Astrid Lindgren Filme gucken. Nach Ronja, Madita, Michel und Co. geht es mir immer direkt besser :)
Und natürlich: PINGUINWETTER lesen;-)



Vielen herzlichen Dank für Deinen Besuch im Bücherkaffee und für das nette Interview.
Ich hoffe und wünsche es mir, dass wir noch viel von Dir hören bzw. lesen werden!
Alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!

Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, kann dies unter folgenden Links tun:
- Facebook Fanpage: KLICK
- Website: KLICK


[alexandra]

Rezension {Alexandra} - Pinguinwetter

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Pinguinwetter
Von Britta Sabbag, Peter Frommann

Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Genre: Roman, Belletristik, Chick-Lit
Erscheinungsdatum: 22.06.2012
Ausstattung: Taschenbuc, 254 Seiten
ISBN13: 978-3-404-16652-7
Preis: € 8,99 [D]

Leseprobe: KLICK
EBook: KLICK
Facebook Fanseite: KLICK



"Es ist nicht wichtig, was uns passiert,
sondern welche Entscheidungen wir treffen"
Inhalt:
Charlotte Sander, eine junge und ambitionierte Lektorin, hofft auf die lang ersehnte Beförderung. Befördert wird sie tatsächlich - allerdings nicht in ganz ihrem Sinne. Auf die Strasse wird sie befördert, nach all den Jahren harter Arbeit! Aufgrund einer schlechten Auftragslage wird das ganze Segment "freche Frauen" einfach gestrichen, und Charlotte ist somit überflüssig geworden.
Am Boden zerstört ist sie richtig, als sie feststellen muss, dass es bei ihren beiden besten Freundinnen im Gegensatz zu ihr einfach blendend zu laufen scheint. Und just in diesem Moment sendet ihre etwas spleenige Mutter Renate auch noch eine SMS, dass sie gerade in Grönland die grosse Liebe gefunden hat.
Als ihr dann noch Marc, ihr stets zuverlässiger Gelegenheitslover, mitteilt, dass er nun heiraten möchte ( und das auch noch eine wahre Sauberfrau), ist es um ihre Fassung geschehen und sie verkrümelt sich mit Bifi, Chips und Schokolade und natürlich ihrer Lieblings-Schlabberhose in ihrer Wohnung.
"Na fein, es sind wirklich alle liiert und/oder schwanger. Selbst der streunende Wolf hier hat sich zur Ruhe gesetzt. Alle sind sie schwanger und glücklich, alle haben jemanden – außer mir. Ich habe niemanden. Außer einer Mutter, die mit einem Eisbrecherkapitän durchgebrannt ist und ein manipulierendes Patenkind, das mir den letzten Nerv raubt."
Seite 98
Einzig Trine schafft es, sie aus ihrer Lethargie zu reißen, indem sie Charlotte kurzerhand als Babysitter für ihren "Terrorkind" Finn bestimmt.
Damit Finn nicht ihre ganze Wohnung auf den Kopf stellt, geht sie mit ihm in den Zoo. Eine Entscheidung, die auch noch den letzten Rest ihres Lebens auf den Kopf stellen wird. Denn dort trifft sie auf den äußerst charmanten Eric und dessen süsse Tochter Maya. Eric steht ihr mit Finn geschickt zur Seite und Charlotte findet grossen Gefallen an ihm. Um Eric zu imponieren, verstrickt sie sich jedoch in eine haarsträubende Lügengeschichte und das Chaos nimmt seinen Lauf...

Handlung & Charaktere:
Britta Sabbag hat mit "Pinguinwetter" ihr Debüt vorgelegt - ein locker-leichter Chick-Lit-Roman, der alle typischen Facetten dieses Genres bestens bedient.
Der Schreibstil ist ungezwungen und flüssig zu lesen, die Sprache frisch und jugendlich-frech, mit einer grossen Portion Humor und auch Sarkasmus.
Erzählt wird die Geschichte aus Charlottes Sicht in Form des "ich"-Erzählers und so bekommt der Leser einen großen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Diese Gedanken werden zudem immer in kursiver Schrift dargestellt.
Charlotte ist eine junge Frau, die gerade ihren Job verloren hat und seither irgendwie von einem Chaos in das nächste gerät. Eigentlich verkörpert sie mit ihrem ganzen Auftreten eine Protagonistin, mit der ich persönlich nicht unbedingt Freund werden kann, aber trotz allem musste auch ich immer wieder schmunzeln.
Sie erscheint ziemlich zickig und suhlt sich sehr in ihrem Selbstmitleid. Letzteres ist schon fast grenzwertig und nervt schlussendlich auch. Gerne hätte ich mich das eine oder andere Mal ihrer Freundinnen angeschlossen und wollte sie mal so richtig kräftig schütteln, damit sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurück kommt. Sie lässt sich schon sehr gehen und ihre ausgeprägte Lethargie zeugt nicht gerade von Stärke.
Doch trotzdem konnte man sich mit der ein oder anderen aus dem Leben herausgegriffenen Situation selbst identifizieren. Wer hat zum Beispiel noch nicht ein großes Frustessen mit Bergen von Süsskram veranstaltet? Und vermutlich gibt es in jedem weiblichen Kleiderschrank eine Schlabberhosen-Sünde, von der wir beten und hoffen, dass sie niemals jemand entdecken würde - die aber an den wirklich schlechten Tagen wie ein guter Freund sein kann und deshalb gehütet wird wie ein Schatz.
Charlotte ist wahrlich keine Sauberfrau, über die sie in grossem Stil herzieht. Oftmals nervt sie, ist stressig, etwas verweichlicht und chaotisch - und vielleicht aus diesem Grund bis zu einem gewissen Grad schon wieder richtig liebenswert!
Einen großen Respekt an ihre Freundinnen, die so viel Geduld mit ihr haben :-) 
Und vor allem am Eric. Ein Mann, wie es ihn wohl mehr als nur selten geben kann. Was er alles über sich ergehen lässt und über was er alles hinwegsieht, ist schon bemerkenswert. Man denke nur an die Nummer der betrunkenen, schmuddeligen, kinderliedersingenden Charlotte in der Bar ... Würde da nicht ein jeder eher Reißaus nehmen?
Nun ja, man könnte sagen, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, wenn man staunend mitliest, in welche Hals-über-Kopf-Abenteuer sich ihre Mutter Renate immer wieder stürzt :)
Sehr nett finde ich den Anhang, ein Einblick in Charlotte's "Charlottexikon". Da sie sich so viele Fragen stellt und mit Antworten von Seiten ihrer Mutter nur selten bis gar nicht zu rechnen ist ( weil mal wieder kein Antwortwetter ist ) , hat sich Charlotte im Laufe der Zeit sehr gut mit Wikipedia angefreundet und hilft sich nun mit diesem neuen Freuden selbst :-)

Mein persönliches Fazit:
Britta Sabbag erfindet das Rad des Chick-Lit's nicht neu und bedient sich einiger typischer Klischees, auch sind die Zufälle teilweise etwas zu sehr Zufall. Tiefgang sollte man nicht erwarten und auch gegen die Zickenhaftigkeit der Protagonistin sollte man etwas abgebrüht sein, aber alles in allem ist es trotzdem ein sehr schöner leicht-lockerer Sommerurlaubsroman, den man einfach lesen und genießen und nicht zu viel hineininterpretieren sollte.
Etwas Witz, etwas Humor, eine grosse Portion Gefühle und Liebe, gewürzt mit viel Sarkasmus und Ironie - einfach lesen und abschalten.
Die perfekte Urlaubslektüre für den Strand oder für den Liegestuhl - oder wenn halt einfach mal wieder Pinguinwetter ist :)
»Meinst du, es ist alles zu spät?«, fragte ich sie traurig.
Sie schüttelte lächelnd den Kopf. »Es ist nie zu spät, um neu anzufangen. Und das wirst du, Charly.«
»Hmpf"
Seite 363

Rezensiert von Alexandra


Über die Autorin: 
C: Jurate Jablonskyte
Britta Sabbag, geboren 1978 in Osnabrück, studierte Sprachwissenschaft, Psychologie und Pädagogik in Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete sie sechs Jahre als Personalerin in mehreren großen Firmen. Als die Krise zuschlug, nutzte sie die Chance, um das zu tun, was sie schon immer wollte: schreiben. Heute schreibt und lebt sie immer noch in Bonn.
www.brittasabbag.de





 

Wir freuen uns sehr, dass Britta Sabbag im Bücherkaffee Platz genommen hat und uns für einige viele Fragen "Rede &Antwort " stand.
Macht es euch daher mit einer großen Tasse Kaffee oder Tee gemütlich und geniesst das schöne Interview mit der liebenswerten Britta Sabbag!

Zum Interview: KLICK 

Und aufgepasst!
Ihr habt die Möglichkeit, das Buch "Pinguinwetter" zu gewinnen - natürlich signiert!!!

Zum Gewinnspiel: KLICK

Viel Spass beim Lesen & viel Erfolg!


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