Rezension {Susa} | Sommerwind | Gabriella Engelmann

Dienstag, 29. April 2014 2 Kommentare

Dieses Buch ist für alle, deren Herz für die Nordsee schlägt – und die daran glauben, dass wahre Liebe alle Hindernisse überwindet. ~ Widmung Seite 5 

Ein kleiner Einblick ins Geschehen:


c) Droemer Knaur Verlag

Die Hamburgerin Felicitas Mahler ist Regieassistentin und muss für einige Zeit aus beruflichen Gründen auf die Insel Föhr. Nur wenige Tage vor ihrer Abreise findet sie auf dem Dachboden ihres Mietshauses einige Briefe die dort unter dem Dielenboden verborgen lagen. Der Zufall will es, dass die Briefe allesamt auf der Insel Föhr geschrieben wurden. Die Briefe sind so herzzerreißend romantisch und sehnsüchtig geschrieben, dass Felicitas die Briefe an sich nimmt.
Nachdem Felicitas ihre erste große Liebe Julian mit ihrer besten Freundin Viola beim Knutschen in einer Bar erwischte, hatte Felicitas den Glauben in die Liebe verloren. Vielleicht gerade deshalb gingen ihr die Briefe so nah und nicht aus dem Kopf.

Hatte es etwas zu bedeuten, dass der Zufall die mir in die Hände gespielt hatte? Gab es doch so etwas wie Schicksal? Und wenn ja: Was hatte es mit mir vor? ~ Seite 30

Die Reise nach Föhr beginnt und Felicitas verabschiedet sich von ihrem guten Freund und Mitbewohner Tim. Auf Föhr angekommen wird Felicitas herzlich von der Pensionswirtin Dörte Nielsen empfangen und sie fahren gemeinsam zur Pension Ogge in das Dörfchen Nieblum wo sie sich auch gleich heimisch fühlt.
„Möchten Sie ein popofrisches Ei?“, fragte Dörte Nielsen, als sie die Kaffeekanne auf das gläserne Stövchen stellte und mir einschenkte. Ich musste grinsen. Diese Frage passte zu der Pensionswirtin.
~ Seite 48
Die Filmcrew, die Hauptdarsteller und auch der Regisseur werden erst einige Tage später anreisen und so bleibt Felicitas noch Zeit die Gegend zu erkunden.
Auf ihrer Erkundungstour durch das malerische Dörfchen stößt sie auf einen kleinen Laden namens Träum weiter! Für den Regisseur des Filmes soll sie eh einige Dinge besorgen und auch aus diesem Esoterikladen würde sie etwas für ihn benötigen. Die Inhaberin Leevke und deren Katze Patchouli sind ihr auf Anhieb sympathisch. Leevke interessiert sich sehr für den Grund aus dem Felicitas auf der Insel ist. Die typische Reaktion einer romantisch veranlagten Frau. Ein Filmdreh und das bei Leevke vor der Haustür, sie ist hin und weg und möchte natürlich einiges wissen.
Die beiden Frauen treffen sich des Öfteren und es entsteht eine zarte Freundschaft bei der Felicitas auch die Gelegenheit bekommt den Mitbewohner von Leevke kennenzulernen. Dieser ist jedoch etwas anders und scheint nicht von dieser Welt. Mehr sei nicht verraten, denn Ihr sollt ihn auf Eure Weise kennenlernen.
Bei einem weiteren Rundgang durch das malerische Städtchen entdeckt Felicitas eine Kunstwerkstatt mit faszinierenden Wachsfiguren. Der Inhaber tritt ihr gegenüber schroff und grummelig auf und sie sucht schnell das Weite, jedoch nicht ohne eine Bemerkung über die schönen Werke zu verlieren. Frederic, so heißt der Inhaber, läuft ihr schon bald des Öfteren über den Weg. Sie kann sich nicht erklären warum, denn gerade den ersten Tag ihrer Begegnung hatte er ihr verhagelt wo er uncharmant und schroff zu ihr war. Aber etwas faszinierte sie trotzdem an ihm.
„Schon mal das Wort Privatsphäre gehört?", knurrte ich. Während ich gleichzeitig versuchte, mich dagegen zu wehren, dass ich diesen Mann ungeheuer attraktiv fand, obwohl er mich nervte. Arroganter Sack! ~ Seite 82
Auch die Briefe gehen ihr nicht aus dem Kopf, denn sie wurden in Nieblum geschrieben, an dem Ort wo auch sie sich gerade befindet. Sie stellt sich immer wieder die Frage, warum gerade sie diese Briefe fand. Ist das Schicksal? Und wird sie sich je wieder einem Mann anvertrauen können - nach all dem Schmerz den ihr Julian und ihre ehemals beste Freundin Viola zufügten? Sie hat schwer an diesem Geschehen zu knacken und schon bald wird sie auf eine schwere Probe gestellt. Am Filmset taucht nämlich jemand auf, dem sie als aller letzten begegnen wollte. Aber lest selbst und lasst Euch verzaubern und mitreißen.

Meine Gedanken zu dem Buch:


Hach, wie schön. Ja, das war mein erster Gedanke als die Geschichte ihren Lauf nahm und mich in ihren Bann zog. Gabriella Engelmann überrascht und überzeugt mich immer wieder aufs Neue. Mit diesem Inselroman hat sie wieder einmal gezeigt dass es wunderschön ist sich zu verlieben und dass es sich lohnt um die Liebe zu kämpfen.
Natürlich hätte ich es gerne gesehen, wenn das Buch doppelt so dick gewesen wäre. Es ist jedoch so in Ordnung wie es ist, einfach rund. Die Geschichte ist wundervoll erzählt und ich konnte mich sehr gut mit den Protagonisten anfreunden. An der einen oder anderen Stelle musste ich schon sehr schmunzeln. Es gibt parallelen zu sicherlich jedem von uns. Das macht dieses Buch so zauberhaft. Ich konnte mich sehr gut in Felicitas und auch in die zauberhafte Leevke einfühlen.
Der Einfluss der nordfriesischen Mythologien fasziniert mich. Da ich ja auch sehr gerne Fantasyromane lese und mich auch für Mythologien und Sagen interessiere mag ich diese leichte Verschmelzung sehr.
Geschrieben ist es wundervoll flüssig in der Ich-Perspektive und man durchlebt als Felicitas das auf und ab im Leben und in der Liebe sowie das Zusammenleben mit alten und neuen Freunden.
Sehr gut finde ich, dass sich Gabriella in diesem Buch mit der Realität und den Sorgen der Föhringer beschäftigt und dies auch wie schon in ihrem Inselroman "Inselsommer" mit in die Geschichte hat einfließen lassen. So gut der Tourismus für die Inseln ist, so schwierig kann er aber auch für die Struktur der Insel sein. Erst recht für die Bewohner die ihre Heimat so lieben wie sie sie von Kindesbeinen an kennen. Für alle von euch, die den Roman "Inselsommer" von Gabriella Engelmann auch schon gelesen haben gibt es ein kleines Wiedersehen, mit wem wird an dieser Stelle nicht verraten.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Zu sehen ist eine Mühle in wunderschöner Landschaft. Schade dass es immer weniger dieser urigen Mühlen gibt. Wenn ich mir vorstelle, dass unsere Kinder größtenteils nur die stromerzeugenden Windkrafträder kennen gruselt es mir. Es ist sehr wichtig das gutes altes bewahrt wird. Zurück zum Cover. Drei Möwen scheinen über das Bild zu fliegen und die Silhouette von Föhr und seinen Nachbarinseln ist zusehen. Also rundum stimmig und einladend.
Siebenundvierzig Kapitel entführen uns in die zauberhaft romantische Welt von Felicitas und lassen uns an ihrem Leben teilhaben.
Wenn du nicht an meiner Seite bist, fühle ich mich unvollständig und verloren. Komm zu mir, lass uns gemeinsam davonfliegen und die Welt von oben betrachten, Hand in Hand, Seite an Seite. Flügel an Flügel. ~ Seite 156

Kurz & gut – mein persönliches Fazit:


Ein zauberhaftes, romantisches und mitreißendes Buch mit viel Herz. Wieder einmal hat Gabriellas Schreibweise und die Art wie sie die Geschichte erzählt mich zum Schmunzeln, grübeln und auch zum schmachten gebracht. An der einen oder anderen Stelle stellte ich mir Dinge und Begebenheiten vor, die dann auch gleich so beschrieben wurden. Es passt einfach alles von der ersten bis zur letzten Seite.

Ihr merkt schon ich habe mich zu einem kleinen Fan dieser Inselromane gemausert, also Daumen hoch. Von mir bekommt Ihr eine absolute Leseempfehlung. Am Ende des Buches findet Ihr eine kleine Landkarte der Insel Föhr, für Inselneulinge wie mich grandios. Denn bereits im Buch entführt uns die Autorin zu der einen oder anderen Sehenswürdigkeit und zu wundervollen Plätzen die man auf seinem Besuch auf Föhr unbedingt sehen muss und sollte.

Da ich aus Zeitgründen meiner Leselust freien Lauf lassen konnte, habe ich dieses Buch an nur einem Tag von sehr früh bis spät gelesen, nein verschlungen. Natürlich war ich dann traurig und verspürte den Drang nach mehr. Ihr kennt das sicher, hach noch ein Kapitel nur und später weiterlesen. Und Ihr kennt sicher auch Eure Reaktion darauf – und noch ein Kapitel und noch eines. Umso größer ist nun die Vorfreude, dass es schon bald einen weiteren Roman von Gabriella Engelmann geben wird, der an Inselzauber und Inselsommer anknüpfen wird.

©Susa ღ Susas Leseecke ღ

Und wenn Ihr mich gerade jetzt fragen würdet wo ich jetzt gerne wäre, dann würde ich Euch antworten: „Mit meinen Lieben auf Föhr, denn auch ich bin nun FÖHRVERLIEBT."

© Rezension: 2014, Susa
ღ Susas Leseecke ღ


 


Sommerwind - von Gabriella Engelmann - Droemer Knaur Verlag
Inselroman | 02. Mai 2014 | Taschenbuch | 
ISBN13: 978-3426514320
Print: € 8,99 [D] | eBook: € 8,99 [D] *Preis zum Zeitpunkt der Rezension


Quelle Coverbild: © Website http://www.droemer-knaur.de, Verlagsgruppe Droemer Knaur mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © by Gabriella Engelmann

Rezension { Aygen} | Ich und die Menschen | Matt Haig

Samstag, 26. April 2014 4 Kommentare

Für die, die es nicht wissen sollten: Menschen sind eine reale, zweibeinige Lebensform von mittelmäßiger Intelligenz, die von Illusionen geprägt auf einem kleinen, wasserreichen Planeten in einer sehr einsamen Ecke des Universums existiert. ~ Zitat Vorwort Seite 12

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


"In einer regnerischen Freitagnacht wandert Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, nackt eine Autobahn entlang. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew hält nicht viel von den Menschen, jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel in die Augen blickt?
"

"Man kam auf die Welt mit Babyhänden und Babyfüßchen und kannte nichts als unendliches Glück, und dann ließ das Glück allmählich nach, im gleichen Maß, in dem Hände und Füße wuchsen. Ab der Teenagerzeit begann das Glück einem durch die Finger zu rinnen und gewann dabei immer mehr an Masse." Zitat Seite 146

Meine Gedanken zu dem Buch:

Als ich das Cover sah, wollte ich dieses Buch unbedingt haben. Der Klappentext klang zugleich spannend und lustig. Besondere Erwartungen hatte ich an diese Geschichte anfänglich nicht. Ich dachte mir: "Ok, ein Alien nimmt Besitz von einem menschlichen Körper und muss auf der Welt einen Auftrag erfüllen und zudem womöglich menschliche Wesen eliminieren" Falsch gedacht, das mag auf den ersten Blick die Grundidee sein, aber dieser Roman ist mehr. Matt Haig schafft eine unglaubliche Atmosphäre durch seinen wunderbaren Schreibstil. Auf eine lustige Art und Weise schildert der Protagonist, ein Außerirdischer, wie Menschen auf ihn wirken, aussehen und sich verhalten. Er baut jedoch geschickt wunderbare literarische Zitate und Lebensweisheiten in die Story ein und nimmt den Leser mit auf eine besondere Reise. Eine Reise zu seinem ICH. Der Leser betrachtet das Leben aus einem anderen Blickwinkel. Man beginnt über sich und sein Leben zu philosophieren, erkennt sich in vielerlei Dingen selber als komisches Wesen an, geprägt durch die Gesellschaft und längst im Alltag versunken ohne sich bewusst darüber zu sein, wie Besonders wir doch sind. Wir sind einzigartig und es grenzt an ein Wunder, das wir, genau wir, auf dieser Welt sind. Wie gering die Wahrscheinlichkeit an sich überhaupt an sich ist, das Glück zu besitzen, tatsächlich das Licht der Welt erblicken zu dürfen. Ich kann dieses Buch jedem wärmstes empfehlen, der bereit ist, sich auf eine verrückte Geschichte mit unerwartetem Tiefgang einzulassen. Ein besonderer Lesegenuss mit einer gelungenen Story und einer wichtigen Botschaft.

"Strebe nicht nach Perfektion. Die Evolution und das Leben kommen nur durch Fehler weiter." Zitat Seit 326 Punkt 30  

Kurz & gut - mein persönliches Fazit:

Ein beeindruckender Roman, vor allem dann, wenn man sich die Nachbemerkung des Autors durchliest. Die Idee zum Roman ist faszinierend. Dieses Buch mag dem Klappentext nach und auch inhaltlich stellenweise humoristisch und unreal sein, aber es hinterlässt dem Leser nicht nur wundervolle Zitaten sondern regt zum Nachdenken an. Man wird durch philosophische Abschnitte und Zitate zum  Leben, Sein und Lieben angeregt. Eine absolute Leseempfehlung und dank der vielen Zitate wird dieses Buch sicher noch oft aufgeschlagen werden.

"Liebe ist das, was die Menschen ausmacht, und doch haben sie keine Ahnung, wie sie funktioniert. Wenn sie es wüssten, wäre sie nicht mehr da." Zitat Seite 235
© Rezension: 2014, Aygen Ekici (ae)

 

Ich und die Menschen – Matt Haig – Deutscher Taschenbuch Verlag
April 2014 / dtv premium / 352 Seiten  
ISBN 13: 978-3-423-26014-5
Print: € 14,90 [D]* / eBook:  € 12,99 [D]* Preis zum Zeitpunkt der Rezension

Quelle Coverbild: © Website Deutscher Taschenbuch Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © Matt Haig

Neue Bücher bei Skoobe - KW 17 / 2014

1 Kommentar

{Alexandra} "The same procedure as every week" - die neuen Bücher bei Skoobe sind da!  Auch in dieser Woche sind wieder viele neue Bücher dazugekommen und ich habe natürlich - wie jede Woche -  einmal ein wenig in diesen Neuheiten gestöbert und wieder den ein und anderen Screenshot für euch festgehalten. So habt auch ihr ein wenig Einblick, was sich so tut in der Skoobe-Welt.
https://www.skoobe.de/?utm_source=Skoobe&utm_medium=Website&utm_campaign=Skoobe_Sharing&utm_content={{%20url_escape%28book.title%29%20}}&utm_term=&utm_nooverride=1
Beim Stöbern durch die Skoobe-Welt bin ich auf ein Buch aufmerksam geworden, dass zwar nicht zu den Neuigkeiten dieser Woche gehört - ich euch aber trotzdem gerne einmal vorstellen möchte. Ich habe es mir auf meine Merkliste gesetzt, denn ich möchte es nun im Urlaub sehr gerne lesen. Es handelt sich um "Dienstags bei Morrie" von Mitch Albom, erschienen im Goldmann Verlag. Der Klappentext berührte mich sehr, aber lest selbst: 



Dienstags bei MorrieDer Soziologieprofessor Morrie Schwartz erfährt, dass er höchstens noch zwei Jahre zu leben hat. Die Diagnose, eine schwere Erkrankung des Nervensystems, lässt keine Hoffnung auf Heilung. Statt darüber zu verzweifeln und sich ganz in sich selbst zurückzuziehen, macht Morrie es sich zur Aufgabe, seine letzten Monate so sinnvoll und produktiv wie möglich zu verbringen. Während er den schleichenden Verfall seines Körpers erlebt, sprüht sein Geist vor Ideen. Sein Leben war immer vom Mitgefühl für andere bestimmt, und auch jetzt möchte er andere Menschen an seiner Erfahrung Teil haben lassen: an seiner Lebenserfahrung ebenso wie an der Erfahrung, dem Tod entgegen zu gehen, die ihn viele neue Einsichten über das Leben gewinnen lässt.

Den Kontakt zu seinem Lieblingsprofessor hatte der erfolgreiche Sportjournalist Mitch Albom eigentlich aufrecht erhalten wollen. Sechzehn Jahre nach seinem Collegeabschluss erfährt er durch Zufall von Morries schwerer Krankheit und stattet dem alten Herrn einen Besuch ab. Ein Pflichttermin in dem prall gefüllten Kalender des Journalisten, der im Laufe der Zeit seine Träume gegen ein gut bezahltes Leben im fünften Gang eingetauscht hatte. Mitch verlässt das Haus tief beeindruckt von der Gelassenheit, ja sogar Heiterkeit, mit der Morrie seine Krankheit erlebt und seinem Tod entgegensieht – dieser feiert zum Beispiel seine Beerdigung zu Lebzeiten, um die Trauer und die ihm gebührende Anerkennung persönlich zu erfahren.

Durch einen Streik an seiner Arbeit gehindert und zum Nachdenken gebracht, macht sich Mitch ein zweites Mal und schließlich regelmäßig jeden Dienstag auf den Weg zu seinem wiedergefundenen Professor. So beginnt der letzte gemeinsame Kurs. Die Gesprächsthemen zwischen Lehrer und Schüler berühren die fundamentalen Fragen unseres Daseins: Es geht um das Leben und seinen Sinn, das Sterben, die Liebe, den Erfolg, Gefühle wie Reue und Selbstmitleid, Familie, das Älterwerden ...





 









 















~ Ein kleiner Einblick in die Neuheiten der KW 17 ~

Welches Buch würde euch denn spontan ansprechen ???
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Wer Skoobe noch nicht kennt, sich aber gerne einmal genauer informieren möchte: Ich habe vor einiger Zeit einen Bericht erstellt, der alle (oder zumindest die meisten) offenen Fragen rund um die Skoobe Leihbibliothek beantwortet  :-)

Artikel: Ein paar Facts über ... Skoobe!


Rezension: Der Tod fährt Audi | Kristian Bang Foss

Donnerstag, 24. April 2014 2 Kommentare


 Wir setzten uns an den Tisch, und Waldemar erzählte mir von seinen Krankheiten und Syndromen. Er war ein wandelndes Lexikon seltener und unschöner Leiden, ja, er hatte so viele Krankheiten, dass ich wohl ohne Weiteres einen Mord begangen hätte, um vor derlei verschont zu bleiben. Zitat Seite 20

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Der Werbetexter Asger wird nach einer grandios verpatzten Kampagne gefeuert und fühlt sich von der Welt betrogen. Als er einen Pflegejob bei einem Mann im Rollstuhl annehmen soll, will er sich am liebsten drücken. Aber dann freunden sich Asger und der todkranke Waldemar an. Mit gnadenlosem Zynismus und viel schwarzem Humor betrachten sie ihr tristes Dasein. Bis Waldemar Asger zu einer verrückten Reise von Dänemark bis nach Marokko überredet, wo es einen Wunderheiler geben soll.
Die Fahrt mit einem schrottreifen VW-Bus durch ganz Europa wird zu einem unvergesslichen Erlebnis voller skurriler Begegnungen und ungeahnter Hürden. Und was hat es mit dem mysteriösen Audi auf sich, der an den unterschiedlichsten Orten der Reise immer wieder auftaucht? Der Tod fährt Audi ist ein herrlich unterhaltsamer, tragikomischer Roman über eine einzigartige Freundschaft und die Abenteuer, die das Leben bis zuletzt bereithält.

"Ein weiteres typisches Kennzeichen von Stentofte waren die Brände: mindestens einmal im Monat ging irgendetwas in Flammen auf, seien es Müllcontainer, Autos oder schlimmstenfalls Gebäude. Das Freizeitheim war schon vor Langem abgefackelt worden, zurückgeblieben war nur eine Brandstätte." ~ Zitat Seite 46

Meine Gedanken zu dem Buch:

Die Covergestaltung ist ansprechend und der Titel erweckt auf jeden Fall die gewünschte Aufmerksamkeit. Dem Klappentext folgend erwartet man einen aufregenden, spannenden und auch humoristischen Roman. Der Schreibstil ist zu Beginn fesselnd und auch der Einstieg erklärend und ermöglicht somit dem Leser auch einen kleinen Überblick über die Hauptprotagonisten Asger und Waldemar. Wie gesagt, zu Beginn schafft der Autor eine gewisse Übersicht und einen kleinen Einblick in das Leben beider Männer und somit auch in den Verlauf bzw. das Kennenlernen der Beiden, trotz unterschiedlicher sozialer Schichten und Stadtteilen. Die Geschichte spielt zum Größtenteils in Stentofte, ein Viertel außerhalb der Stadt in Dänemark. Es wird eher als ein Ghetto beschrieben, abgewrackte Wohnviertel, kriminelle Jugendliche, Armut und auch die Umgangsarten innerhalb der Gemeinde werden sehr anschaulich beschrieben.  A

sger ist eigentlich Werbetexter und verliert aufgrund eines Fehlverhaltens nicht nur seinen Job, sondern auch seine Partnerin und das Stiefkind und in diesem Zusammenhang auch seine Wohnung. Ab da rutscht er dann auch ab, verlottert und seine Lebensverhältnisse verändern sich negativ. Er verliert den Zugang zur Gesellschaft, bis er die Stelle als Pfleger bei Waldemar bekommt. Waldemar ist todkrank und lebt in Stentofte. Es entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen beiden Männern. 

Der Schreibstil des Autors ist ansprechend, jedoch stellenweise zu langatmig und leider werden die krankheitsbedingten schweren Situationen meines Erachtens zu detailliert beschrieben, so dass sie bei mir eher eine Abneigung hervorriefen. Auch die anfänglich komischen Situationen und Witze beider Männer flachen ab und man verliert als Leser etwas den Bezug zur Geschichte. Ein tragisch-komischer Roman, der zwar eine Story aufweist, jedoch im Laufe der Geschichte zu ausladend und abweichend der ursprünglich erwartenden Geschichte wird. Der Schluss ist erwartet tragisch, jedoch dann meiner Meinung nach doch zu flapsig und kurz formuliert. Etwas weniger von der langen und wirren Fahrt und dafür etwas mehr Tiefgang am Ende hätte für meinen Geschmack die Story noch retten können. 

"Aldi kennen alle, das ist einfach ein Laden, in dem man preiswert einkaufen kann, Stentoftes Netto dagegen ist etwas ganz anderes, ja, dieser Supermarkt ist der Inbegriff der Hoffnungslosigkeit: Die Bratwürste in den Kühltruhen bestehen aus einer grauen Masse aus Angst und Verzweiflung, die Wurst ist Elend in Schreiben, Die Kassiererin die vollkommene Verkörperung einer Selbstmordkandidatin." ~ Zitat Seite 26

Kurz & gut - mein persönliches Fazit:

Vorab, es handelt sich hier ausschließlich um meine persönliche Meinung zu diesem Buch. Es gibt hier und da eben literarische Werke, die nicht jedermanns Geschmack treffen. Als ich den Klappentext las, dachte ich erst an eine alte bereits bekannte Geschichte von zwei Männern und ihrer besonderen Freundschaft. Die Thematik an sich sprach mich an, jedoch der Aufbau und Verlauf der Geschichte haben mich etwas enttäuscht. Vielleicht lag es auch einfach daran, das ich einfach mit den Protagonisten nicht warm wurde bzw. eher eine Antipathie entwickelte, was wohl auch auf die Verhaltensweisen der Beiden zurückzuführen ist. Schade, ein Buch das mich leider nicht erreicht hat. Es ist zwar ein trauriger Roadmovie - allerdings nicht wie ich mir einen klassischen Roadmovie vorstelle bzw. gewünscht hätte. Aber wie gesagt, das entspricht nur meiner Meinung und ich bin überzeugt, dass auch dieses Werk bei dem einen oder anderen Leser die gewünschte Stimmung und Euphorie ausgelöst hat.

© Rezension: 2014, Aygen Ekici 


Der Tod fährt Audi – Kristian Bang Foss – carl´s books
10. März 2014 / Klappenbroschur / 224 Seiten 
ISBN 13: 978-3-570-58529-0

Welttag des Buches 2014

Mittwoch, 23. April 2014 1 Kommentar


http://www.welttag-des-buches.de/sixcms/media.php/1171/thumbnails/WDB_Hauptlogo-ohne-jahr.jpg.969643.jpgLiebe Leser, wir wünschen euch einen leseintensiven Welttag des Buches - besucht eure Lieblingsbuchhandlung, genießt die Sonne mit einem Buch im Park oder auf dem Balkon, verteilt einfach Lesefreude <3
Schenkt einfach mal einem Lesemuffel euer Lieblingsbuch - redet über Bücher und das lesen und tauscht euch aus. Habt Spaß am Lesen!

Der Welttag des Buches und des Urheberrechts (kurz Weltbuchtag, englisch World Book and Copyright Day) am 23. April ist seit 1995 ein von der UNESCO weltweit eingerichteter Feiertag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte ihrer Autoren.
Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.
Ausführliche Informationen findet ihr auch hier:
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Welttag_des_Buches
Welttag des Buches: http://www.welttag-des-buches.de/
https://fbcdn-sphotos-g-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/v/t1.0-9/1528692_261281147364001_2047911660_n.png?oh=b34fbc802379380281041b73555b0e45&oe=53CFB1B4&__gda__=1406458997_f5c894ad2e89efd7359f12a6e2c2b370
Es starten heute viele, viele tolle Aktion rund ums Buch. So natürlich auch die Aktion "Blogger schenken Lesefreude", die ihr auf keinen Fall verpassen solltet! Über 970 Blogger präsentieren euch heute Gewinnspiele und mehr - alle Informationen und teilnehmene Blogs findet ihr hier - KLICK
Hier geht es auch zur offiziellen Website: KLICK
Wir finden die Aktion einfach grandios! 
Leider, leider war es uns in diesem Jahr aus zeitlichen & privaten Gründen nicht möglich, aktiv hier auf dem Blog teilzunehmen, aber im nächsten Jahr sind auch wir wieder mit von der Partie. VERSPROCHEN! :-)
Gerne halten wir euch aber bei Facebook und Twitter auf dem Laufenden und machen euch auf tolle Aktionen aufmerksam.
Und eventuell und vielleicht erwartet euch heute noch eine kleine Blitzaktion bei Facebook! ;-)

Habt einen tollen Welttag des Buches!!!


[EDIT] Unsere Facebook-Aktion ist nun online! Schnell, schnell ... denn sie gilt NUR HEUTE - am Welttag des Buches! --->
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=699077713471696&set=a.321167204596084.71296.273223036057168&type=1&stream_ref=10



Rezension { Aygen} | Klammroth | Isa Grimm

Sonntag, 20. April 2014 0 Kommentare

Ein Morgen im Frühjahr, und das Leben erwachte zum Sterben. Zitat Seite 10

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

"Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkeln und etwas regt sich in den Schatten. Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss – bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte. Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht – und  jemand fordert neue Opfer. Der Tunnel hat Anais nicht vergessen…"


"Doch das Mädchen ging weiter, lodernd wie ein Streichholz, Schritt um Schritt auf dem Mittelstreifen, am Hinterkopf ein Schweif aus Feuer." Zitat Seite 12

Meine Gedanken zu dem Buch:

Zu Beginn hatten einige Blogger einen mysteriösen Brief aus den Niederlanden erhalten, indem eine Anais einiges bereits über unser Facebook Profil in Erfahrung gebracht hatte und um Hilfe bat. Das verursachte bereits ein ungutes und komisches Gefühl. Als dann das Buch eintraf war klar, woher der Brief kam und die anfängliche Aufregung und auch Angst legte sich. Die Covergestaltung und der Klappentext klingen vielversprechend, irgendwie gespenstisch und sind passend zum Inhalt gewählt. Der Aufbau der Story ist spannend und nimmt den Leser von Anfang an gefangen. Anais, die Hauptprotagonistin wirkt während der ersten zwei Drittel wie ein Opfer dieses Unfalls, der sich vor Jahren in dem idyllischen Weinort Klammroth ereignet hat. Die Geschichte nimmt einen rasanten Verlauf an und ist unheimlich spannend geschildert. Die Charaktere erschreckend real beschrieben und die Umgebung dieses inzwischen verlassenen Ortes hat definitiv den gewünschten Gänsehauteffekt, den die Autorin mit Sicherheit beabsichtigt hat. Ein wahrhaft spannendes Buch mit einem noch besseren Ende hätte ich mir nicht wünschen können. Zum Schluss hin geht zwar alles ziemlich schnell, aber der Vorlauf der Geschichte lässt dieses Tempo zu und den Leser somit nicht los. Genauer möchte ich auf die Aufdeckung des Unfallhergangs und des ominösen Tunnels nicht weiter eingehen, da ich denke, dies würde der Geschichte zu viel vorab nehmen und der Überraschungseffekt im letzten Drittel wäre dem Leser genommen.
"Abwaschbare Wände. Ein Abfluss in der Mitte des Bodens, als würden die Fliesen häufig mit einem Schlauch abgespritzt." Zitat Seite 216

Kurz & gut - mein persönliches Fazit:

Der Klappentext lässt Böses und Schauriges erahnen. Aber es sei Euch gesagt, es ist schlimmer, als ihr Euch zu Beginn vorstellen könnt. Dieses Buch verursacht einem von Kapitel zu Kapitel immer mehr Gänsehaut. Was bereits schaurig beginnt, findet seinen Höhepunkt zum Ende hin und die Vergangenheit holt die Protagonistin ein. Ein wahrer Pageturner und eine gelungene Briefaktion des Verlages.
"Er war alt und vernarbt und trug einen transparenten Regenmantel. Darunter war er nackt. Sein Körper war dürr und sehnig, die Waden unter dem Kunststoff mit wulstigen Narben bedeckt." Zitat Seite 218

© Rezension: 2014, Aygen Ekici (ae)

 

Klammroth – Isa Grimm – Bastei Lübbe
13.März 2014 / Paperback / 335 Seiten  
ISBN 13: 978-3-7857-6107-6
Print: € 14,99 [D]* / eBook:  € 11,99 [D]* Preis zum Zeitpunkt der Rezension


Quelle Coverbild: © Website Bastei Luebbe Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © Isa Grimm

Rezension {Alexandra} | Die Analphabetin, die rechnen konnte | Jonas Jonasson

Samstag, 19. April 2014 4 Kommentare

Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass eine Analphabetin im Soweto der Siebzigerjahre aufwächst und eines Tages mit dem schwedischen König und dem Ministerpräsidenten des Landes in einem Lieferwagen sitzt, liegt bei eins zu fünfundvierzig Milliarden siebenhundertsechsundsechzig Millionen zweihundertzwölftausendachthundertzehn.
Und zwar nach den Berechnungen eben dieser Analphabetin.


Ein kleiner Einblick in den Klappentext:



Die aberwitzige Geschichte einer jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, die aber ein Rechengenie ist, fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mithilft und nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt führt. Nach einem besonders brisanten Geschäft setzt sie sich nach Schweden ab, wo ihr die große Liebe begegnet. Das bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander...




Der Unterschied zwischen Genialität und Dummheit ist der, dass die Genialität ihre Grenzen hat. ~ Unbekannter Denker

Meine Gedanken zu dem Buch:


Jonas Jonasson landete mit seinem Debütroman "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", einen Weltbestseller, der nun sogar verfilmt wurde. Jetzt ist das zweite Buch von ihm erschienen und dieses Werk steht dem ersten an Skurrilität, Phantasie und vor allem Witz und Humor um nichts nach. Im Gegenteil: Ich habe mich mit "die Analphabetin, die rechnen konnte" nochmal um einiges mehr amüsiert. Ach was, ich musste Tränen lachen!
Wer einen Jonasson ließt, der muss sich von vornherein im Klaren sein, auf was er/sie sich hier einlässt. Denn Jonas Jonasson ist ein Ausnahmeschriftsteller sondergleichen. Ich bin begeistert,wie er es immer wieder schafft, aktuelle Problematik und politisch ernste und kritische Themen auf die Schippe zu nehmen, sie mit einer riesigen Portion Skurrilität zu verpacken und uns diese dann auf Humor der allerbissigsten Art zu präsentieren. Wenn man sich so in Ruhe die Rezensionen und Besprechungen durchliest, dann stellt man fest, dass er damit auch einigen auf den Schlips tritt und nicht jeder mit seiner Art umgehen kann. Ich denke, hier kommt es ganz arg auf die Betrachtungsweise an. Es ist ein Roman und kein Sachbuch. Trotz aller Themenaktualität hat der Autor doch die Freiheit auf Phantasie und diese nutzt er vollkommen aus. Und doch stupst er uns Leser permanent auf politische Problematiken hin, mal ganz subtil, mal regelrecht mit dem Vorschlaghammer. Aber immer mit Witz und Humor. Der Roman soll unterhalten und nicht belasten,aber subtil dennoch zum Nachdenken anregen. So empfinde zumindest ich, wenn ich seine Bücher lese.

Nombeko hat mich von der ersten Seite an begeistert.
Die neu ernannte Chefin (!) der Latrinenleerungstruppe von Sektor B in Soweto hatte nie die Schule besucht. Ihre Mutter starb, als sie zehn Jahre alt war und ein Vater war "nicht greifbar" (ihre eigenen Worte).
Wie schon in seinem ersten Roman jagt ein Zufall den nächsten und Nombeko bekommt plötzlich die Gelegenheit, lesen zu lernen. Sie stellt fest, dass sie nicht nur ein Rechengenie ist, sondern auch schnell lesen lernen kann und das Gelesene auch noch alles versteht, egal wie hochkompliziert es ist.
Als ein weiterer Zufall ihr ein Vermögen in Form von Diamanten zuspielt, beschließt sie, Soweto zu verlassen. Sie möchte etwas erreichen.
Leider kommt sie nicht sehr weit, denn ein betrunkener Ingenieur fährt sie mit seinem Wagen an. Ein paar verdrehte Rechtsprechungen später wird Nombeko dafür schuldig gesprochen (!) und muss als Putzfrau in den Dienst des Ingenieurs treten.
Der Ingenieur hinderte Nombeko jedoch nicht daran, die Bibliothek zu nutzen und in den Büchern zu blättern und so hatte er ihr quasi die Türe zur höheren Mathematik aufgestoßen. Nombeko liest alles, was verfügbar ist und dies waren nun mal Fachbücher der Mathematik, Physik etc. So lernt sie algebraische, transzendente, imaginäre und komplexe Zahlen bis bin zur Eulerschen Konstante, Differentialgleichungen und unendlich mehr. (Wohlgemerkt: alles Dinge, die dem Ingenieur selbst böhmische Dörfer waren...)
Mit ihrem Wissen wird sie neben ihrer Stafstelle als Putzfrau nun quasi auch zur rechten Hand des Chefs. Heimlich, natürlich! Dennoch hatt sie plötzlich Einblick ins geheimste Projekt der Welt. So bekam sie auch mit, das ungeschickterweise eine Atombombe zu viel produziert wurde. Die Geschichte nimmt ihren skurrilen Verlauf...

Ich möchte anmerken, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr weit im Buch vorangeschritten war. Ihr seht daran, wie sich die Situationen im rasanten Tempo verändern. Man kommt kaum zu Atem und genau das fesselt so ungemein. Die Geschehnisse sind wieder einmal so unfassbar, dass man einfach wissen will, was da noch folgen wird und ob das wirklich noch getoppt werden kann. Ich mag nur soviel verraten: Ja es kann! Definitiv! Es ist unfassbar, aber wahr!
"Das Leben muss nicht leicht sein, wenn es nur inhaltsreich ist" - Lise Meitner / Zitat Seite 213

Jonas Jonasson bringt wieder eine bunte Mischung an Protagonisten ins Spiel, die alle so ihre Macken und Eigenheiten haben. Sie alle treffen irgendwann, irgendwo und irgendwie aufeinander und ihrer aller Leben wird miteinander verstrickt. Alle Handlungsstränge verlaufen zu einem gewissen Zeitpunkt ineinander und es ist faszinierend, diese Wege zu verfolgen und ich musste mehr als einmal ungläubig den Kopf schütteln und den Hut ziehen vor so viel skurriler Phantasie, die mir da geballt präsentiert wird. Keine der vielen Personen und Handlungen geht unterwegs verloren, alles hat seinen Platz im großen Ganzen.
Und natürlich begeisterte mich wieder sein ganz eigener skurril-liebenswerter Erzählstil.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Jonas Jonasson hat es wieder geschafft. Er hat mich Tränen lachen lassen! Spitzzüngig und mit viel Humor und Sarkasmus rechnet er erneut den aktuell brisanten Themen unserer Zeit ab. Er nimmt die Politik auf die Schippe und traut sich, sensible Themen wie den Rassismus oder das atomare Wettrüsten in eine amüsant-skurrile Geschichte zu verpacken. Dabei schreckt er, wie es scheint, vor nichts zurück, aber man darf und soll ihn auch nicht allzu ernst nehmen. Man sollte schon aufnahmebereit sein für seine ganz spezielle Art von Humor.
Ich kann mich nur wiederholen: ich bin begeistert. Gerne mehr davon, Herr Jonasson!

© Rezension: 2014, Alexandra Zylenas

 


Die Analphabetin, die rechnen konnte von Jonas Jonasson, erschienen bei carl's books
Originaltitel: Analfabeten som kunde räkna
Roman / 2013 / Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten
ISBN13: 978-3-570-58512-2
Print: € 19,99 [D]* / eBook: € [D]*  Preisangabe zum Zeitpunkt der Rezension
https://www.skoobe.de/Leihen bei Skoobe  - Die mobile Bibliothek 



Quelle Coverbild:© Website carl's books, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate:© by Jonas Jonasson

Ostern 2014

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Wir vom Bücherkaffee Team genießen die Auszeit und die damit verbundenen Feiertage. Energie tanken, lesen und einfach mal die Seele baumeln lassen.

Wir wünschen Euch schöne Feiertage. Lasst es Euch gut gehen!

Euer Bücherkaffee Team

Rezension: Als ein anderer mir den Kopf verdrehte | Deniz Selek

Freitag, 18. April 2014 0 Kommentare

Als uns die Leute interessiert musterten, wurde mir zum ersten Mal bewusst, was wir für einen Anblick boten. Fünf Menschen mit heller und dunkler Haut, eine südländische Schwangere, ein mädchen mit langen roten Haaren, eins mit schwarzen Korkenzieherlocken, ein Junge mit Dreads und Halbafrikaner mit Glatze. ~ Zitat Seite 41



Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

Jannah fliegt mit ihrer Patchworkfamilie in die Türkei. In der ferienanlage lernt sie einen Jungen kennen, der alles hat, was einen coolen Typen ausmacht. Er sieht gut aus, ist total nett, sportlich, und schnell fängt es zwischen Jannah und ihm an zu knistern. Das passt ihrem Stiefbruder Ken nun aber überhaupt nicht. Eifersüchtig lässt er Jannah und ihren Neuen nicht mehr aus den Augen. Bis zur Abschiedsparty am Strand…

Meine Gedanken zu dem Buch:

Die Aufmachung und die Covergestaltung haben sich kaum verändert, was aber den Wiedererkennungswert des Buches steigern. Auch das Glossar ist wieder greifbar und erklärt die türkischen Begriffe und Sprichwörter. Diesmal taucht ein weiterer Charakter auf. Sayan, ein Junge, den Jannah im Urlaubsparadies Bodrum in der Türkei kennenlernt und für den sie zu schwärmen beginnt. Dennoch lies mich die ganze Zeit über das Gefühl nicht los, dass sie stärkere Gefühle für Ken hat. Ken stichelt zwar immer noch aber diesmal zeigt er auch Gefühle. Seine Eifersucht ist selbst für die anderen Familienangehörigen nicht zu übersehen. Deniz Selek schafft auch diesmal eine tolle Atmosphäre. Man fühlt sich verliebt und schwebt im 7. Himmel. Die Entwicklung der Story erreicht diesmal am Ende den Höhepunkt und lässt mich glücklich zurück. Ich kann dieses Buch jungen Mädchen wärmstens empfehlen. Teeniealltag gepaart mit romantischen Momenten an einem wunderschönen warmen Ort. Eine außergewöhnliche Patchworkfamilie, die man schnell lieb gewinnt und nicht mehr missen möchte.

"Ein Blick ohne rechts und links, mitten durch die Menge, mitten durch alles, was bisher geschehen war, mitten in mein Herz." Zitat Seite 210

Kurz & gut - mein persönliches Fazit:

Diese Buch lässt mich auch diesmal mit einem glücklichen Seufzer zurück. Bereits im ersten Teil von Heartbreak Family war ich von der Patchwork Familie begeistert und habe ganz aufgeregt auf die Fortsetzung gewartet. Ein wunderbaren Jugendbuch, altersentsprechend und so bezaubernd geschrieben, dass man dieses Kribbeln in Jannah nur zu gut nachvollziehen kann. Wer bereits Teil 1 kennt, wird im zweiten Teil auf jedenfall auf seine Kosten kommen. Ken und Jannah sind einfach wunderbar.

© Rezension: 2014, Aygen Ekici (ae)



Als ein anderer mir den Kopf verdrehte – Deniz Selek – S. Fischer Verlag

27. März 2014 / Gebundene Ausgabe/ 288 Seiten   
ISBN 13: 978-3-596-85542-1 

Rezension {Sandra} | Das Hochzeitsversprechen | Sophie Kinsella

Donnerstag, 17. April 2014 0 Kommentare

http://www.randomhouse.de/Presse/Taschenbuch/Das-Hochzeitsversprechen-Roman/Sophie-Kinsella/pr434285.rhd?pub=4000&men=783&mid=5
© Goldmann Verlag
Typisch Kinsella! – Romantisch turbulente Honeymoon-Geschichte mit einer guten Portion Humor…

Nach der jüngsten Enttäuschung hat Lottie endgültig die Nase voll von bindungsunfähigen Männern. Als sich da plötzlich Ben meldet, eine alte Flamme von ihr, geht alles ganz schnell. Denn Ben erinnert Lottie an einen vor Jahren geschlossenen Pakt, wonach die beiden einander heiraten wollten, sollten sie mit dreißig noch single sein. Lottie zögert nicht lange und marschiert kurzentschlossen mit Ben zum Altar. Von dort geht es geradewegs in die Flitterwochen auf Ikonos, jene griechische Insel, auf der sie sich einst kennengelernt hatten. Freunde und Familien der beiden sind entsetzt. Und schließlich machen sich Lotties Schwester Fliss und Bens Freund Lorcan auf nach Ikonos, um Honeymoon und Hochzeitsnacht nach Kräften zu sabotieren ...


Meine Gedanken zu dem Buch: 
Typisch Kinsella! War mein erster Gedanke als ich das Buch in den Händen hielt. Das weiße Cover mit der Braut und den Blumen darauf, verspricht Romantik, Humor und ein Happy-End. Und genau das bekommt der Leser auch, doch leider konnte die Geschichte nicht ganz mit dem mithalten, was ich bisher von Frau Kinsella gewohnt war.

Ihr Schreibstil war wie immer locker und leicht zu lesen gespickt mit einer guten Portion Humor, sodass das Lesen nicht langweilig wurde.  Trotz der umfangreichen 512 Seiten habe ich mich stets gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Schwestern Lottie und Fliss erzählt, so bekommt man einen wunderbaren Einblick in die chaotische Gedanken- und Gefühlswelt der jungen Frauen. Außerdem bring diese wechselnde Erzählperspektive etwas Abwechslung in die Geschichte. Natürlich sind damit auch einige kleine Wiederholungen in der Handlung verbunden, doch darüber kann man leicht hinwegsehen.

Die beiden Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein. Lottie träumt wie jede Frau von einer romantischen Hochzeit mit ihrem Traummann, ein schickes Haus und natürlich Kinder, doch als das scheitert, stellt sie alles in Frage. Fliss ist frisch geschieden und liegt im Streit mit ihrem Exmann, besonders bezüglich ihres gemeinsamen Sohnes. Aus eigener Erfahrung ist sie nicht gerade begeistert davon, dass Lottie unbedingt heiraten will. Doch Lottie weist alle Bedenken ihrer Schwester von sich und geht ihren eigenen Weg – sie heiratet eine alte Jugendliebe. Für mich persönlich war dieses Verhalten von Lottie eine totale Trotzreaktion und wirkt total kindisch. Wem will sie eigentlich etwas beweisen? Sich selbst oder Fliss? Lottie ist in ihrem Verhalten schlichtweg stur und lässt sich nicht von ihrem Weg abbringen, selbst dann nicht, wenn sie sich selbst eigentlich eingestehen müsste, dass sie gescheitert ist. Doch das kann sie irgendwie nicht. Für mich hat Lottie einen Charakter, der mir nur wenig sympathisch ist. Sie wirkt für ihr Alter noch äußerst naiv und unreif, was allerdings so gar nicht zu ihren Träumen und Wünschen vom Leben passt. Anstatt sich ihrem Leben zu stellen und eigene Entscheidungen zu treffen, versucht sie mit aller Macht sich gegenüber ihrer großen Schwester zu behaupten.  Warum ist sie nicht einfach sie selbst und steht dazu? Aber Fliss macht es ihr auch nicht gerade leicht. Fühlt sie sich doch für ihre kleine Schwester verantwortlich und will sie ständig beschützen anstatt sie ihre eigenen (auch negativen) Erfahrungen machen zu lassen. Fliss sollte lernen loszulassen, auch wenn es schwer fällt.

Mein persönliches Highlight waren die Sabotieraktionen, die sicherlich sehr überspitzt und dadurch teilweise eher unrealistisch waren. Aber gerade von solchen Übertreibungen leben solche Geschichten doch, oder nicht? Die Aktionen unterstützten die an sich schon humorreiche Handlung und machten das Lesen umso amüsanter, da sie immer wieder für den einen oder anderen Lacher sorgten.

Das Ende konnte mich allerdings wenig überzeugen. So war bereits viele Seiten vor der letzten Zeile klar, wie die Geschichte wohl ausgehen wird. Dadurch wirkte das Ende sehr in die Länge gezogen. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

„Das Hochzeitsversprechen“ war insgesamt ein typischer Kinsella-Roman – chaotische und ziemlich naive Protagonistinnen, große Gefühle und eine gute Portion Humor. Obwohl mich der Roman gut unterhalten hat, brachten mir die anderen Romane der Autorin (etwa Shopaholic) deutlich mehr Lesespaß und die Handlungen wirkten insgesamt überzeugende. Dennoch ist „Das Hochzeitsversprechen“ ein unterhaltsamer Roman für zwischendurch, den man jedoch in seiner Handlung  nicht allzu ernst nehmen, sondern einfach genießen sollte.

© Rezension: 2014, Sandra (sk)



Das Hochzeitsversprechen – Sophie Kinsella – Goldmann Verlag
20. Januar 2014 / Klappenbroschur / 512 Seiten   
ISBN 13: 978-3-442-47986-3



Quelle Coverbild: © Website Goldmann Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages. 
Buch Zitate: © Sophie Kinsella

Rezension: Der dunkle Kuss der Sterne | Nina Blazon

Mittwoch, 16. April 2014 0 Kommentare

http://www.randomhouse.de/Buch/Der-dunkle-Kuss-der-Sterne/Nina-Blazon/e377656.rhdDie finstere Vergangenheit der Macht
Canda, eine junge Frau der obersten Kaste Ghans, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel: Es ist ihr Gesicht, das ihr entgegenblickt, aber etwas ist verloren gegangen. Ihr fehlt der Glanz, mit dem sie alle bezaubert hat. Und Tian, dem sie versprochen war, ist spurlos verschwunden … Ihre eigene Familie verstößt sie und lässt sie wegsperren, doch Canda entkommt. Und trifft ausgerechnet auf die Mégana, die Herrscherin des Landes, die ihr einen erstaunlichen Handel vorschlägt: Sie stellt Canda einen Sklaven, den geheimnisvollen Amad, zur Seite, um Tian zu suchen. Doch der Preis, den Canda dafür zahlen muss, ist hoch, und ihre Suche führt auf ungeahnte Wege …

Meine Gedanken zu dem Buch:

Mein erster Gedanke war tatsächlich „sie hat es wieder getan"  - im doch sehr positiven Sinne. Tatsächlich ergeht es mir bei der Autorin Nina Blazon immer gleich, denn ich brauche meist so um die 100 Seiten bis mich ihre Geschichten packen und in ihren Bann ziehen. Es ist aber zugegebener Maßen so, dass auch diese 100 Seiten sehr wichtig für die Geschichte sind und ich weiß ehrlich gesagt nicht warum mir dies immer gerade bei dieser Autorin auffällt aber es tut ihren Geschichten auch keinen Abbruch.

Es ist bereits das fünfte Buch welches ich von ihr gelesen oder vielmehr verschlungen habe. Mir gefallen der flüssige Schreibstil, die wunderbar detaillierten Beschreibungen der Schauplätze und auch die Wahl der Protagonisten die die Autorin immer wieder auf ein Neues findet. In dieser Geschichte schafft sie eine atemberaubende Welt die es mit viel Spannung zu erkunden gilt. Man durchlebt ein Abenteuer aus der Sicht von Canda wie es wahrlich nicht märchenhafter sein könnte. Geschrieben ist die Geschichte in der Ich-Form und das Buch führt uns durch viele Kapitel die in sechs Abschnitte unterteilt sind.

Canda erwacht am Morgen vor ihrer Hochzeit und alles kommt anders als geplant. Sie ist eine andere glanzlose Person, ihr versprochener Tian ist verschwunden, sie wird von ihren Eltern verstoßen, landet im Haus der Verwaisten und flieht von dort. Dies ist der Beginn einer großen und gefährlichen Reise. Einer Reise nach der Suche der Wahrheit. Sie lernt, dass es auch ein anderes Leben außerhalb der glanzvollen und prächtigen Stadt Ghan gibt. Sie lernt auch eine andere Denkweise und begegnet den Unterschiedlichsten Menschen und Kreaturen. Begleitet wird sie von dem Sklaven Amad, der von der Mégana beauftragt wurde auf Canda zu achten und sie auch wieder nach Ghan zurückbringen soll.

Nina Blazon schafft es die Geschichte so vielfältig zu erzählen, dass man bis zum Schluss hin immer wieder an eine ganz andere Wandlung der Geschichte glaubt. Immer wieder zweifelt man wer auf der Guten und wer auf der bösen Seite steht und dies gefällt mir sehr gut. Wird es Canda gelingen, Tian zu finden und seine Unschuld zu beweisen. Wird sie die Antworten auf die Fragen die sie quälen finden und wird sie je nach Ghan zurückkehren können … Noch ein paar Worte zum Buch an sich. Das Cover ist sehr schön und ansprechend gestaltet. Ein sinnliches mädchenhaftes glanzvolles Gesicht welches auf eine Wasserfläche geneigt ist und sich darin spiegelt. Zarte kleine leuchtende Sterne sind über das gesamte Cover verteilt und verleihen dem ganzen einen märchenhaften Anblick. Der Titel des Buches scheint ebenfalls zu leuchten, denn er ist in einem metallischen hellen Blau gehalten.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Eine Geschichte die das Leben schreiben könnte, sofern man das Märchenhafte und Schauerliche weglässt und hinter die Kulisse der jungen Canda schaut, kann man sich doch auch sehr gut mit ihr identifizieren. Aus einer einst hochmütigen und engstirnigen jungen Frau wird eine ganz andere erwachsene reife und vor allem echte Canda. Anfangs merkt man auch sofort, dass es kein Wunder ist, dass Canda so ist wie sie ist. Sie wuchs auf in einer Stadt die in Ringen unterteilt ist. Im innersten Ring, in einem Turm lebt sie unter anderem mit ihrer Familie umgeben von Bediensteten. Ihre Familie ist eine von den fünf hohen Familien die über die Stadt herrschen. In den äußeren Ringen leben die Bediensteten und einfachen Menschen und außerhalb Ghans leben Barbaren und gefährliche Kreaturen. Die Geschichte von Canda lehrt uns nicht auf alles zu vertrauen was uns vorgelebt und vermittelt wird sondern auf das vertrauen was wir sehen und fühlen. Man sollte ab und an sich selbst, sein Leben und vor allem das Leben da draußen hinterfragen. Ich lege Euch dieses Buch sehr ans Herz denn es hat etwas magisches, etwas spannendes und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Ein gelungenes Buch einer großartigen Autorin.

© Rezension: 2014, Susa  



24. Februar 2014 / Gebundenes Buch mit Schutzumschlag / 528 Seiten
ISBN 13: 978-3570161555

Rezension { Juliane} | Das Lied des roten Todes | Bethany Griffin

Dienstag, 15. April 2014 0 Kommentare

Das Mädchen mit der Maske - Teil 2
Der Rote Tod bittet zum Tanz

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:


http://www.randomhouse.de/Paperback/Das-Lied-des-roten-Todes-Das-Maedchen-mit-der-Maske-2-Roman/Bethany-Griffin/e403256.rhd
Die 17 – jährige Araby führte ein Leben im Luxus. Während in ihrer Stadt eine schreckliche Seuche tobte, konnten einige wenige sich mit kostspieligen Masken schützen. Arabys Vater hatte diese einst erfunden und genoss daher den besonderen Schutz Prosperos. Der grausame Herrscher lässt sein Volk hungern und sterben und feiert derweil glanzvolle Feste weit vor den Toren der verseuchten Stadt.
Doch dann bricht auch Arabys Welt in sich zusammen. Ihre Mutter wird entführt, ihr Vater entpuppt sich als scheinbar skrupelloser Mörder, der die tödliche Seuche einst selbst in Umlauf setzte und nun auf der Flucht ist. Bürgerkrieg bricht aus, und der  >> Rote Tod << rafft die Menschen schneller als je zuvor dahin.
In letzter Minute entkommt Araby dem Chaos. An ihrer Seite Will, ihre erste große Liebe, der sie jedoch verraten zu haben scheint. Und Elliott, der Neffe des Prinzen, der zusammen mit ihr eine Revolution anzetteln möchte. Hin -  und hergerissen zwischen dem düsteren, geheimnisvollen Will und dem charismatischen Elliott beschließt Araby, vorerst ihr eigenes Schicksal zurückzustellen. Sie will ihren Vater suchen – der als einziger ein Heilmittel gegen den schrecklichen Roten Tod hat - , und sie will für ihr Volk kämpfen. Auch wenn der Rote Tod zum Tanz aufspielt… 

Meine Gedanken zu dem Buch:


Bitte beachten: Dies ist der zweite Band einer Reihe - es können Spoiler vorkommen! 

Beim Lesen des Klappentextes und beim Anblick des Covers wird man sofort neugierig. Genau wie beim ersten Band halten aber weder das eine noch das andere, was sie rein äußerlich versprechen.
Von großer Liebe zwischen Araby und Will kann keine Rede sein. Sie schwärmt höchstens ein bisschen und bis zum Anfang des zweiten Teils gab es gerade mal ein zartes Küsschen. Mit Elliott hat sie dagegen schon öfters geknutscht und nun ist sie ja so verwirrt und eigentlich darf sie ja gar nicht lieben, denn sie hat es ja versprochen und geschworen. Ihrem toten Zwillingsbruder, der all den Spaß, den sie erlebt, nicht mehr erleben kann...

Spaß gibt es in dem Buch überhaupt nicht. Aber auch keine echte Spannung oder etwas, das einen packt, das Buch wirklich zu ende lesen zu wollen. Alles ist gewollt düster, nicht zu greifen und teilweise irgendwie sehr bizarr an den Haaren herbei gezogen. Noch eine Seuche kommt dazu und soll es wohl spannender machen. Dazu all die armen Mädchen, die mit hochgeschobenen Röcken in Hausecken enden. Natürlich nicht Araby. Die wird ja gleichermaßen von Elliott als auch von Will irgendwie beschützt. Ihre Freudin April kommt nicht so gut davon. Die steckt sich an und (Achtung Spoiler!)  fällt im zweiten Band der Spannung zum Opfer.
Prinz Prospero schützt übrigens niemanden. Der verfolgt machtgeil seine ganz eigenen Ziele und ist ein starker Bursche im Quälen, Töten, Foltern. Was durchgeknallte Regierungschefs eben so machen, die glauben, sie seien unsterblich.

Es gibt ein Happy End, klar. Aber hoffentlich keinen dritten Teil.  
Ich war so gespannt und schon enttäuscht vom ersten Band. Zwischen den einzelnen Charakteren gab es nicht mal annähernd Chemie oder Dialoge, die einen verstehen lassen, warum sie so hin und her gerissen sind. Es liegt unter Garantie daran, dass auch hier wieder die Ich-Perspektive benutzt wurde. Araby wird unter den Schichten ihrer Schminke und der hübschen Ausstaffierung mit Maske und Kleidchen nie greifbar und da sie sich selbst nicht versteht, wie soll sie verstehen, was um sie herum passiert? Geschweige denn, es so wiedergeben, dass dem Leser nicht nach fünfzig Seiten ihres Geschwafels voller oberflächlichem Elend und Leid die Augen zufallen?

Kurz & gut - mein persönliches Fazit


So schade, weil das Cover auf den ersten Blick total ansprechend ist und auch der Klappentext so spannend klingt. Diese Reihe war nichts für mich, aber wer bei der Handlung eines (Fantasy)-Romans nicht zu viel Wert auf Tiefe legt, wird sich sicher daran erfreuen. Ich bedanke mich trotzdem sehr, dass ich die beiden Teile lesen durfte. Es traf einfach nicht meinen Geschmack.

© Rezension: 2014, Juliane (jb) 



Das Lied des roten Todes – Bethany Griffin – Goldmann
17. März 2014 / Klappenbroschur / 347 Seiten  
ISBN 13: 978-3-442-47828-6
Print: €   12,99  [D]* / eBook:  9,99 € [D]* Preis zum Zeitpunkt der Rezension


Quelle Coverbild: © Website Goldmann Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © Bethany Griffin