Ein Herz für Nerds. Wer sie sind und wie sie lieben | Eric Smith

Mittwoch, 24. Juni 2015 0 Kommentare


Eric Smith ist Mitbegründer des beliebten Blogs Geekadelphia und Co-Initiator der Philadelphia Geek Awards, die einmal jährlich an der Academy of Natural Sciences verliehen werden.

[Klappentext] Du kennst die Sozialversicherungsnummer von Superman auswendig, hast sie dir aber zur Sicherheit tätowieren lassen. Du hast keine deiner 460 Actionfiguren je aus der Verpackung genommen. Du zahlst deine Miete seit Jahren direkt an World of Warcraft. Doch insgeheim würdest du gern auch mal die andere Art von »Rollenspielen« ausprobieren. Da zieht in das Haus, in dem sich deine sterbliche Hülle und dein offizielles Star-Wars-Merchandising befinden, ein echtes Mädchen ein – und plötzlich merkst du, dass Prinzessin Peach nicht die einzige Frau auf Erden ist. Was tun?
›Ein Herz für Nerds‹ ist die ultimative Komplettlösung für das extrem schwere und oft verwirrend unlogische Spiel der Liebe. Hier findest du Tipps und Cheats für alle Levels von »Kennenlernen« bis »Hochzeit«, sodass du am Ende selbst zum Superhelden wirst und mit der Traumfrau unter dem Arm nach Hause fliegst. (© Text und Bild: DuMont Verlag

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[mk] Als einer, der in der 8-Bit-Ära mit dem Commodore 64 groß geworden ist, hat mich die Aufmachung des Buches sofort angesprochen. Die Grafiken sind zwar nicht aus Spielen dieser Zeit, das Buch ist aber sehr ansprechend und bunt damit durchgestylt. Für ein Taschenbuch ist es hochwertig.,


Aber was ist „Ein Herz für Nerds"? Ganz einfach: ein reinrassiger Dating-Ratgeber. Gemacht für alle, die mit Computerspielen, Filmen, Fernsehserien oder Comics etwas anfangen können. Denn das Besondere bei diesem Buch ist die Sprache: die ist komplett der Popkultur entnommen. Wer sich hier nicht auskennt, wird die vielen Andeutungen und Vergleiche nicht verstehen. So wird der Leser von Anfang an mit „Spieler Eins" angesprochen.

Mit viel Humor begleitet der Autor den Leser auf der Suche nach „Spieler zwei". Ich habe mich sehr gut amüsiert über all die „Game overs", die mit der falschen Taktik passieren können.
Es handelt sich hier aber keineswegs nur um ein Witzbuch. Es wird das weite Feld des Datings und der Beziehungspflege durchaus ernsthaft beackert. Von der Kontaktaufnahme über die besten Klamotten zur ersten Verabredung, die eigenen Erwartungen, Vorschläge für die beste Location bis zum möglichst schmerzfreien Schlussmachen wird alles in einer sehr jugendlichen Art behandelt.

Ein Aufruf an alle Nerds, sich auch mal raus ins echte Leben zu trauen.

Selbstverständlich kommen auch die neuen Medien nicht zu kurz: was geht, was geht nicht, z.B. Schlussmachen: „Denke erst gar nicht daran, das online zu erledigen." Wann ist der richtige Zeitpunkt für die nächste Kurznachricht, was gehört nicht bei Facebook und Twitter gepostet? Da stecken tatsächlich viele Antworten im Buch


Für mich der ultimative Dating-Ratgeber für alle, die die Sprache der Popkultur verstehen. Humorvoll aber dennoch mit Inhalt. Ein gutes Geschenk für die, die öfter mal zu lang vor dem Computer sitzen. Bleibt mir nur noch eins: die Tipps ausprobieren!

© Rezension: 2015, Marcus Kufner



16. Januar 2015 / Taschenbuch / 222 Seiten / ISBN: 9783832162993
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