VERSPIELT | ROMAN KLEMENTOVIC

Montag, 29. Februar 2016 1 Kommentar


Als Martin Fink von einer Dienstreise nach Hause kommt, fehlt von seiner Frau Maria jede Spur. Er findet jedoch einen Brief mit der Anleitung zu einem grausamen Spiel. Nur wenn Martin die Regeln befolgt und innerhalb von drei Tagen den Grund für Marias Entführung herausfindet, kann er sie vor dem Tod bewahren.
Zur gleichen Zeit bekommt auch der kleinkriminelle Klaus Richter einen solchen Brief - seine Schwester ist ebenfalls spurlos verschwunden. Doch Klaus hat noch ein weiteres Problem: Ein mächtiger Drogenboss, dem er Geld schuldet, hat seine Schlägertypen auf ihn angesetzt.
Der von privaten Problemen geplagte Bezirksinspektor Mück wurde aufgrund anhaltender Differenzen mit seinem Vorgesetzten von der Mordgruppe zur Drogengruppe versetzt. Dort bekommt er den vermeintlich langweiligen Auftrag, einen Gebrauchtwagenhändler zu beschatten. Doch dieser verhält sich äußerst seltsam. Mück beginnt zu ermitteln und gerät in ein tödliches Spiel ...[Text + Cover: Gmeiner Verlag]

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[wb] Überspitzt ausgedrückt gibt es zwei Arten von Rezipienten österreichischer Literatur: Jene, die dem Stil von Wolf Haas verfallen sind und jene, die in diesem einen Affront auf das eigene Sprachempfinden erkennen. In der Tat prädestiniert seine Orientierung an der Umgangssprache die Brenner-Romane geradezu für die Verfilmungen, ist aber beim Lesen sehr gewöhnungsbedürftig.

SO FRIEDLICH, DAS MEER | BRIGITTE BEIL

Sonntag, 28. Februar 2016 1 Kommentar


Gierig sucht der Eifersüchtige nach dem, was er zu finden fürchtet.

Otto Weiss, (1849 - 1915), deutscher Aphoristiker und Schriftsteller
Quelle : An Stefan Zweig, am 4. Oktober 1923

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»Immer schön locker bleiben«, empfiehlt Ilaria Costa ihrer Tochter, als sie erfährt, dass Camilla eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat. In Italien eine alltägliche Sache. Obwohl Camilla eigentlich nicht in die Rolle der Gespielin auf Zeit passt, lässt sie sich, kaum dass sie ihren Job bei einer renommierten Vicentiner Werbeagentur angetreten hat, auf eine prickelnde Liaison mit ihrem Chef ein. Ein Rausch, der jäh endet, als dieser sie schnöde abhalftert. Camilla kennt die Spielregeln, verwindet die massive Kränkung – vermeintlich. Jahre später, sie ist längst glücklich verheiratet, holt die Geschichte sie wieder ein. Und urplötzlich springt sie der Verdacht an, Gianni, ihr geliebter Mann, könnte das übliche Spiel ebenfalls betreiben … [© Text- & Bildmaterial: btb Verlag]

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[sk] Brigitte Beil widmet sich in ihrem Buch „So friedlich, das Meer" auf charmante, federleichte, manchmal aber auch eher tiefsinnige Art und Weise dem Thema Eifersucht. Dabei nimmt sie den Leser mit in Camillas Welt, die Jahre später von einer schweren und nie ganz überwundenen seelischen Verletzung am Ende einer heißen Affäre mit einem Macho, wie er im Buche steht, wieder eingeholt wird und mit ihrer dadurch entfachten Eifersucht ihr späteres (Ehe)Leben ganz schwer ins Wanken bringt.

LESETIPPS ZUM SONNTAG #27 | NEUE UND ALTE BUCHPERLEN FÜR EUCH ENTDECKT!

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Immer Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben und die für uns zu kleinen (oder auch großen!) Buchperlen wurden. Kurz und knapp erfahrt ihr hier jede Woche zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit. Das können Neuheiten auf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten. Wir möchten dies nutzen um auch Büchern abseits der Bestsellerlisten wieder ins Gespräch zu bringen, denn wir haben festgestellt, dass man immer sehr auf das konzentriert, was gerade "in aller Munde" ist oder was demnächst erscheinen wird. Aber es gibt auch so viel Tolles in den Backlists zu entdecken. Vielleicht werdet auch ihr fündig?!

Einen Lesetipp verpasst? Kein Problem!
>> HIER könnt ihr alle LESETIPPS der vergangenen Wochen nachlesen. Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken. 

DER SCHLAFMACHER | MICHAEL ROBOTHAM

Samstag, 27. Februar 2016 0 Kommentare


Er wiegt dich sanft in den Schlaf, und wenn du Glück hast, lässt er dich am Leben ...


Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden eines Nachts von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Doch trotz gründlicher Untersuchungen steht die Polizei vor einem Rätsel. Chief Superintendent Ronnie Cray bittet daher den erfahrenen Psychologen Joe O'Loughlin um Hilfe, der gleich mit mehreren verdächtigen Personen konfrontiert ist. Motive hätten sie alle, der betrogene Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe "A" eingeritzt ist, weiß O'Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand, der sich rächen will, für etwas, das ihm einst angetan wurde. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O'Loughlins Familie ... [Text & Cover: Der Hörverlag]

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[wb] Viele Teile von Romanserien werden mit dem Schlagwort "persönlichster Fall" der jeweiligen Hauptfigur beworben. Dieses Etikett ist bei der Reihe um den an Parkinson erkrankten Psychologen Joseph "Joe" O'Loughlin nicht vonnöten, hier ist jeder Fall persönlich. Von der Polizei als Berater engagiert, gerät er oft selbst ins Visier des aktuellen Gegenspielers. Diesmal findet der persönliche Bezug jedoch in anderer, weitaus tiefer gehender Weise statt, was dem Roman seine Einzigartigkeit verleiht.

LÖWEN WECKEN | AYELET GUNDAR-GOSHEN

Donnerstag, 25. Februar 2016 1 Kommentar


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Ein Neurochirurg überfährt einen illegalen Einwanderer. Es gibt keine Zeugen, und der Mann wird ohnehin sterben - warum also die Karriere gefährden und den Unfall melden? Doch tags darauf steht die Frau des Opfers vor der Haustür des Arztes und macht ihm einen Vorschlag, der sein geordnetes Leben komplett aus der Bahn wirft. Wie hätte man selbst in einer solchen Situation gehandelt? Diese Frage schwebt über dem Roman, der die Grenzen zwischen Liebe und Hass, Schuld und Vergebung und Gut und Böse meisterhaft auslotet. [© Text und Bild: Kein & Aber Verlag]

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[mk] Es gibt Situationen, wo man vorher nicht weiß, wie man selber reagieren würde. In eine solche Situation gerät Etan, als er eines Nachts auf der Landstraße einen Menschen überfährt. Er ist keineswegs so abgeklärt, dass er ihn einfach liegen lässt. Er steigt aus, um sich um den Mann zu kümmern. Als Arzt erkennt er allerdings, dass der nicht mehr zu retten ist. Natürlich sagt eine Stimme in ihm, er solle in der Klinik anrufen, sie sollen einen Krankenwagen schicken. Aber was dann? Was würde ein Richter sagen, wenn ein Arzt nach zwanzig Stunden Dienst mit überhöhter Geschwindigkeit über die Landstraße rast? Wenn er auch mit einer milden Strafe wegkäme, seine Karriere wäre zu Ende. Also lässt er das Opfer am Straßenrand liegen und fährt nach Hause zu seiner Frau und den Kindern, wohl wissend, dass dieses Ereignis ihn noch sehr beschäftigen wird.

DAS BÖSE KIND | SABINE KORNBICHLER

Mittwoch, 24. Februar 2016 0 Kommentare


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Eine junge Frau gerät scheinbar aus dem Nichts in Panik, rennt vor ein Auto und stirbt - ein tragisches Unglück, und doch kommt Nachlassverwalterin Kristina Mahlo der Fall seltsam vor. Was kann die freie Lektorin von einem Moment auf den anderen so sehr in Schrecken versetzt haben? Im Nachlass der Toten entdeckt Kristina Hinweise auf ein Ereignis, das jede Sekunde im Leben der jungen Frau bestimmt hatte. Und auf einen erbarmungslosen Täter, der allgegenwärtig scheint. [Text & Cover: © Piper Verlag]

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SPOILERWARNUNG
In der folgenden Rezension werden Teile des Inhalts vorweg genommen, die der Geschichte eine Wendung verleihen.


[wb] Es gibt Bücher, die sind Nach-Hause-Kommen in eine heimelige Stube. Man lässt den Blick über die ersten Zeilen gleiten und wird sogleich im Kreis der vertrauten Figuren willkommen geheißen. Natürlich, auf diesem Wiedererkennungswert fußt das Prinzip von Romanserien: Figuren müssen, einmal eingeführt, nicht mehr vorgestellt werden und haben über mehrere Bände hinweg Zeit, ihre eigenen Geschichten zu entwickeln. Viele Autoren nutzen diesen Effekt in erster Linie zur Zeitersparnis, um mit Beginn eines neuen Bandes unmittelbar ins Geschehen einzutauchen. Anders agiert Sabine Kornbichler. Bevor die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo wieder einem Verstorbenen posthume Gerechtigkeit widerfahren lässt, erlebt sie der Leser in ihrer angestammten Umgebung. Hin- und her gerissen zwischen zwei Männern, muss sie ihre Rolle als Vermittlerin zwischen ihren Eltern erfüllen und ihrer Freundin Henrike in in einer peinlichen Situation beistehen, bevor sie sich schließlich mit ihrer Kollegin Funda bei einem Stück Baklava stärken darf.

PANTHERTAGE | SARAH ELISE BISCHOF

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Ein sehr anrührendes, warmherziges und lebensbejahendes Buch, das einen tiefgründigen und aufrichtigen Einblick in das Leben einer jungen Frau mit einer unheilbaren Krankheit liefert.

 Cover_Panthertage
Sarah ist zwanzig, hat gerade die Schule hinter sich und will mit Vollgas ins Leben starten – doch dann erleidet sie einen epileptischen Anfall. Und noch einen und noch einen. Plötzlich sieht die lebenslustige Sarah sich mit einer Krankheit konfrontiert, die ihr Leben mit einem Schlag komplett verändert. Was folgt, sind eine Zeit voller Anfälle und Medikamente, viele Momente der Einsamkeit, Wut und Scham und die Konfrontation mit zahllosen Vorurteilen. Aber Sarah gibt sich und ihre Träume nicht auf. Heute, zehn Jahre, sieben Antiepileptika und unzählige Arztbesuche und Klinikaufenthalte später, ist Sarah eine junge, selbstbewusste Frau und steht mit beiden Beinen im Leben. In Panthertage blickt sie auf ihre Geschichte zurück: eine Geschichte über das Leben mit Epilepsie, das nicht immer einfach, dafür aber jederzeit lebenswert ist. [© Text & Cover: Eden Books Verlag]

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[sk] Bei diesem Buch fällt es mir äußerst schwer eine Rezension zu schreiben. Aber warum nur ist das so? Vielleicht weil dieses Buch mich derart bewegt und zutiefst berührt hat, wie ich es zuvor bei noch keinem anderen Buch erlebt habe.

Epilepsie ist eine Erkrankung, die zwar die meisten Menschen vom Namen her kennen und vielleicht schon einmal etwas darüber gehört haben, aber kaum jemand weiß, was sich dahinter genau verbirgt oder wie sich die Krankheit auf das Leben eines Betroffenen auswirkt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum so viele Menschen Vorurteile gegenüber der Krankheit und auch gegenüber den Erkrankten haben. Eben damit hat auch die Autorin von Panthertage zu kämpfen.

KOLUMNE || NICHT NUR MILCH UND SEMMELN

Dienstag, 23. Februar 2016 0 Kommentare


AUFGELESEN #13


Liebe Leserin, lieber Leser,

nun sag, wie hast du's mit der Religion?

Die berühmte Gretechenfrage aus Goethes Faust möge jeder für sich selbst beantworten.


Und wie hast Du es mit dem Fasten?


Mit dem Aschermittwoch (heuer der 10. Februar) hat die in der christlichen Liturgie vorgesehene Fastenzeit als Vorbereitung auf das Osterfest begonnen. Sie umfasst 40 Tage und bezieht sich damit auf jene Periode, die Jesus Christus in der Wüste verbracht hat. Je nach Zählweise werden dabei einzelne Tage ein- oder ausgeschlossen, wie so oft im religiösen Kontext steht dabei jedoch Symbolik vor Erbsenzählerei. Und diese ist eindeutig: Die Fastenzeit beginnt mit der Besinnung auf die Endlichkeit des eigenen Lebens (Memento Mori) und betont die Einschränkung. Wo im Fasching (dem carne vale) Überfluss und Übermut herrschten, sind wir nun mit dem Kontrast konfrontiert. Im Mittelalter war etwa nur eine Mahlzeit am Tag erlaubt, Fleisch, Milchprodukte, Eier und Alkohol waren verboten. In der Evangelischen Kirche beruht das Fasten auf Freiwilligkeit, wird jedoch nicht minder ernst genommen. Auch das Judentum und der Islam kennen Perioden bewussten Verzichts, im Buddhismus und Hinduismus gilt generell eine enthaltsame Lebensweise als tugendsam. Als sinnstiftende, religionsübergreifend Gemeinsamkeit ist eine auf einen exponierten Anlass hin ausgerichtete spirituelle Reinigung zu erkennen. 

Gefastet wird in unseren Breiten aber nicht nur aus religiöser Motivation, vielmehr erkennen viele hier eine zweite Chance für gebrochene Neujahrsvorsätze.

SCHÖNE SEELEN | PHILIPP TINGLER

Freitag, 19. Februar 2016 0 Kommentare


»Ich bin aufgewachsen in einer Sphäre, wo man nicht mal dann sagt, was man denkt, wenn das Haus in Flammen steht«, erklärt Lauren ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Oskar Canow. Denn Oskar will eine Therapie machen, für seinen Freund Viktor. Dort soll er stellvertretend dessen Eheprobleme vorbringen und das in einem gesellschaftlichen Milieu, wo man nichts mehr fürchtet als Peinlichkeit, wo Schein und Einbildung so real sind wie Botox-Spritzen und Diätpillen, wo Partygeschwätz das Leben ersetzt und der Psychotherapeut kleine Aufwallungen des Gemüts zu glätten hat wie der Schönheitschirurg die Haut. »Es gibt einfach keine Version dieses Szenarios, die nicht katastrophal endet« so bewertet Lauren Oskars Plan. Und sie hat recht. Oder doch nicht? [© Text und Bild: Kein & Aber Verlag]

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[mk] Mit 'Schöne Seelen' begeben wir uns in die High Society Zürichs, in eine Gesellschaft, die sich hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt. Und mit Schönheits-OPs, Inneneinrichtung und Haarstyling. Die Dinge, die sich 'normale' Menschen in ihrem Leben als Ziel setzen, bekommen sie praktisch in die Wiege gelegt. Und wenn sich doch mal ein Problem ergibt, geht man natürlich zu dem derzeit angesagtesten Therapeuten.

TOD IN WEIMAR | DOMINIQUE HORWITZ

Mittwoch, 17. Februar 2016 0 Kommentare


In der "Villa Gründgens", dem Weimarer Alterssitz für Bühnenkünstler, wird die Probenarbeit des "Schiller-Zirkels" jäh unterbrochen: Aus der greisen Theatergruppe stirbt unter mysteriösen Umständen einer nach dem anderen. Roman Kaminski, Kutscher und Stadtführer in der Goethe-Stadt, sieht sich gezwungen, der rätselhaften Todesserie auf den Grund zu gehen. Doch der ehrgeizige Kommissar Westphal scheint Kaminski in der Hand zu haben, der zu allem Überfluss auch noch zwischen zwei Frauen steht. [Text + Cover: © Knaus Verlag]

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[wb] Weimar ist eine Freiluftkathedrale, die dem einzigen Zweck dient, dem berühmtesten Einwohner der Stadt, Johann Wolfgang von Goethe, immerfort zu huldigen. Da rattern Pferdekutschen über glattgewaschenes Kopfsteinpflaster, da finden sich mehr Denkmäler als Verkehrsampeln, und an allen Ecken schmettern altertümlich gekleidete Zeitgenossen pathetisch ihre Zitate aus "Faust" oder "Wilhelm Meister". Dieser Eindruck der Metropole in Thüringen scheint laut Dominique Horwitz zu bestehen, und er gibt sich in seinem Roman zunächst auch alle Mühe, dieses Klischee zu bestätigen.

FILM vs. BUCH || THE REVENANT | MICHAEL PUNKE

Dienstag, 16. Februar 2016 0 Kommentare

Er ist dem Tod geweiht – und schlägt sich 3.000 Meilen durch die Wildnis. Eine wahre Geschichte über bitteren Verrat, den Kampf ums Überleben und den Rachefeldzug eines Mannes. Spannend wie ein Thriller.

South Dakota, zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Der Pelztierjäger Hugh Glass wird am Grand River von einem Grizzly angefallen und lebensgefährlich verletzt. Seine beiden Begleiter geben dem Mann keine großen Überlebenschancen. Als sie Indianer in der Nähe ihres Lagers sichten, nehmen sie dem Schwerverwundeten Gewehr, Messer und den Rest seiner Ausrüstung ab und lassen ihn neben einem bereits ausgehobenen Grab zurück. Doch wie durch ein Wunder überlebt Glass – und schwört Rache. Mit einem gebrochenen Bein schleppt er sich durch die endlos weite Prärie auf der Suche nach denen, die ihn so schändlich im Stich gelassen haben. [Klappentext © MalikPiper Verlag



[mk] Mit Begeisterung habe ich *DER TOTGEGLAUBTE von Michael Punke gelesen. Ein Western, wie er sein muss: hart, spannend und voller Gefahren. Erzählt wird die Geschichte von Hugh Glass, der als Vorhut einer Truppe Fallensteller unterwegs ist, als er von einem Bären attackiert und übel zugerichtet wird. Seine Mitstreiter sind der Ansicht, dass er seine schweren Verletzungen nicht überleben wird und beauftragen zwei Mann, bei ihm zu bleiben bis er stirbt und ihn dann zu beerdigen. Im Gebiet feindlich gesinnter Indianer ist das nicht ganz ungefährlich, daher machen sie sich irgendwann doch aus dem Staub und lassen Glass weder Nahrung noch Waffen. Der überlebt dann eben doch und macht sich auf den Weg, sich an den beiden zu rächen.

REZENSION: INFERNALE | SOPHIE JORDAN

Montag, 15. Februar 2016 0 Kommentare

Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet. Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand.
Niemand sagte: Das geht nicht.
Niemand sagte: Mörderin.


 cover_infernale
Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin? [© Text und Bild: Loewe Verlag]

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[mk] Nach der FIRELIGHT Trilogie startet Sophie Jordan mit INFERNALE eine auf zwei Bände ausgelegte Dystopie-Reihe. Und das mit einer sehr spannenden Grundidee: nachdem die Kriminalität und auch die Mordrate in den USA stark ansteigen, entdecken Wissenschaftler in einer nicht sehr fernen Zukunft ein sogenanntes „Mördergen". Jeder, dem dieses Gen innewohnt, wird als potenziell gewalttätig eingestuft. Eine neue Behörde wird gegründet, die die Situation und die Betroffenen kontrollieren soll. Flächendeckend werden die Bewohner getestet und die, bei denen das Gen gefunden wird, werden registriert.

LESETIPPS ZUM SONNTAG #26 | NEUE UND ALTE BUCHPERLEN FÜR EUCH ENTDECKT!

Sonntag, 14. Februar 2016 0 Kommentare


Neuer Lesestoff gefällig???
Immer Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben und die für uns zu kleinen (oder auch großen!) Buchperlen wurden. Kurz und knapp erfahrt ihr hier jede Woche zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit.
Das können Neuheiten auf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten. Wir möchten dies nutzen um auch Büchern abseits der Bestsellerlisten wieder ins Gespräch zu bringen, denn wir haben festgestellt, dass man immer sehr auf das konzentriert, was gerade "in aller Munde" ist oder was demnächst erscheinen wird. Aber es gibt auch so viel Tolles in den Backlists zu entdecken. Vielleicht werdet auch ihr fündig?!

Einen Lesetipp verpasst? Kein Problem!
>> HIER könnt ihr alle LESETIPPS der vergangenen Wochen nachlesen. Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken. 

Buchvorstellung | Das Mühlen-Backbuch. Blechkuchen, Brot und Plätzchen

Samstag, 13. Februar 2016 0 Kommentare

Backen mit Leidenschaft: die Lieblingsrezepte der Müllermeisterin Annelle Wagenstallter. Blechkuchen, süße Teilchen, Traditions- und Weihnachtsgebäck, Herzhaftes. Jedes Rezept mit der perfekt geeigneten Mehlsorte, vielfach erprobt von der Expertin. [© blv Verlag]



[sk] Ich gebe es ja offen zu: Ich backe für mein Leben gern. Der Duft, der die Küche erfüllt, wenn ein Kuchen frisch aus dem Ofen kommt, ist einfach verführerisch. Außerdem geht nichts über den Geschmack eines frisch gebackenen Brotes, dessen Kruste außen knusprig und das innen schön weich und saftig ist. Genau aus diesem Grund war ich sehr lange Zeit auf der Suche nach einem Backbuch, das nicht nur eine Auswahl an Kuchen und Plätzchen, sondern auch verschiedene Brot- und Brötchenrezepte enthält. Da ich selbst noch wenig Erfahrung im Brotbacken habe, sollte es ein Buch sein, dessen Rezepte leicht verständlich und einfach nachzubacken sind.

SCHLAF DER VERNUNFT | TANJA KINKEL

Donnerstag, 11. Februar 2016 1 Kommentar


Nach 20 Jahren Gefängnis wird Martina Müller zeitgleich mit der RAF-Auflösung begnadigt. Das „Mörder-Monster", wie die Presse bei ihrer Verurteilung schrieb. Ihre Tochter Angelika, die ihre Entschlossenheit nie verstanden hat, soll ihrer Mutter nach der langen Haftzeit beistehen, obwohl jedwede Verbindung abgebrochen war. Martina, mit 48 noch jung, muss erkennen, dass nichts erreicht wurde, jeder Mord umsonst gewesen war. Um herauszufinden, ob sich ihre Mutter geändert hat, Reue in sich entdeckt, und Teil ihrer Familie werden kann, muss Angelika Martinas Spuren folgen. Von der Sympathisantin, über die Illegalität und dem Gängelband der Stasi, bis hin zum großen Attentat. Aber nicht nur sie. Durch die Begnadigungen gibt es zwar Ex-Terroristen, aber Ex-Opfer gibt es nicht, denn deren Leid verjährt nie. So taucht der Sohn eines RAF-Opfers auf, der wissen will, wer damals geschossen hat. Ehefrauen, Mütter und der einzig überlebende Leibwächter: Alle haben auch nach Jahrzehnten offene Fragen. [Text und Cover © Droemer Verlag]

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[mk] 1998 wird das RAF-Mitglied Martina Müller aus dem Gefängnis entlassen. Nicht nur ihre Tochter Angelika muss sich jetzt mit ihr befassen. Wir lernen auch Opfer ihrer Taten kennen: Alex, Sohn des Chauffeurs eines Politikers, der Ziel einer Terroraktion war, dessen Sohn Michael und Steffen, damals Leibwächter und einziger Überlebender des Anschlags. Wie gehen sie mit dem Geschehenen um? Wie weit belastet sie das, was vor über zwanzig Jahren passiert ist, noch? Oder sinnen sie vielleicht sogar auf Vergeltung?

KOLUMNE || AUFGELESEN & ZURÜCKGEHÖRT - MEINE TOP 5 HÖRBÜCHER 2015 [inkl. GEWINNSPIEL]

Mittwoch, 10. Februar 2016 28 Kommentare


Aufgelesen #12

Liebe Leserin, lieber Leser,

inzwischen sind selbst die letzten Überreste silvesterlicher Feuerwerkskörper von den Straßen entfernt, Miss Sophie und ihr Butler James haben sich der "same procedure as every year" gewidmet, und selbst besonders gewohnheitsorientierte Zeitgenossen haben sich auf die neue Jahreszahl eingestellt. Somit liegen auch die in der letzten Dezemberwoche üblichen Jahresrückblicke aller Sparten hinter uns. Dennoch - und auch, weil deren inflationäre Gegenwart wieder abgeklungen ist - wage ich noch einmal einen Blick zurück auf die Hörbücher, die mich im Jahr 2015 beim Spazieren, Radfahren, auf dem Weg zur und von der Arbeit, im Urlaub begleitet haben. Sie alle sind mit persönlichen Erinnerungen aufgeladen, die Gedanken, die mir während des Hörens durch den Kopf gegangen sind, die Landschaft zu beiden Seiten des Weges. Von den vielen Geschichten, die mir neue Perspektiven eröffnet, Eindrücke des jeweiligen Augenblicks intensiviert oder mich einfach nur bestens unterhalten haben, sind mir die folgenden fünf nachhaltig in Erinnerung geblieben:

[CHALLENGE] Die SUB-Abbau Extrem Challenge 2016 – Das war mein Januar

Sonntag, 7. Februar 2016 4 Kommentare

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[sk] So schnell war der Januar 2016 und damit auch der erste Monat der SuB-ABBAU EXTREM CHALLENGE vorbei. Ich muss gestehen, dass es nicht einfach war, sich daran zu halten, möglichst keine Bücher zu bekommen und dafür so viele wie möglich zu lesen. Ich habe mich des öfteren dann doch darüber geärgert, dass ich mit einem Buch nicht so recht vorangekommen bin oder mir andere Dinge dazwischen gekommen sind, die meine Lesezeit geschmälert haben. Auch über die Neuzugänge konnte ich mich immer nur bedingt freuen, weil ich im Kopf immer gleich nachrechnen musste, was das für meinen SuB-Abbau bedeutet. Es war also ein Monat voller Höhen und Tiefen, der mich aber auch zu der Erkenntnis geführt hat, dass SuB-Abbau eine wahre Herausforderung ist – besonders dann, wenn man Aufgaben meistern muss. ;-)

::: MEINE GELESENEN BÜCHER :::






Begonnen hat mein Monat mit dem locker leichten Roman „Kräuter der Provinz" von Petra Durst-Benning. Insgesamt ist dieses Buch ein netter Roman für zwischendurch, wenn man einfach mal wegträumen will und dabei nicht allzu viel Tiefgang, sondern eher ein Wohlfühlbuch erwartet.

[CHALLENGE] Die SUB-Abbau Extrem Challenge 2016

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[sk] Wer kennt das Problem nicht: Ständig entdeckt man neue spannende Bücher, die man unbedingt haben muss. Natürlich werden sie dann gekauft und das obwohl der SuB (= Stapel ungelesener Bücher) daheim bereits zu explodieren droht. Deshalb habe ich mir für das Jahr 2016 einen deutlichen Abbau meines SUB vorgenommen. Dabei bin ich auf die SUB-Abbau Extrem Challenge gestoßen, die von Crini [itsallaboutbooks.de] und Tascha erfunden wurde und in diesem Jahr von BRÖSELS BÜCHERREGAL und DER BÜCHERBLOG fortgeführt wird.

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ZU VERSCHENKEN: 2 x DUMONT TASCHENKALENDER 2016

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Der erste Monat des neues Jahres ist zwar schon wieder vergangen, aber dennoch ist es nicht zu spät für einen tollen neuen TASCHENKALENDER, oder? Vor allem nicht, wenn diese so hübsch sind wie diese Schmuckstücke aus dem DUMONT Kalenderverlag

Damit ihr im Falle eines Gewinn es den Kalender so schnell wie möglich erhalten könnt, wird es eine BLITZVERLOSUNG geben. Sprich: Ihr habt HEUTE am 07.02.2016 die Chance, am Gewinnspiel teilzunehmen, morgen werden wir schon die Gewinner küren. 









WELCHE KALENDER IHR GEWINNEN KÖNNT: 

Wir verlosen je einmal den Taschenkalender NEUES JAHR, NEUES GLÜCK (EAN 42 08096 3036 6) und den Taschenkalender SELDA MARLIN SOGANCI (EAN  42 508096 3028 1)

ICARUS | DEON MEYER

Donnerstag, 4. Februar 2016 0 Kommentare

Wer hoch fliegt ...

Bennie Griessel war ein trockener Alkoholiker - bis zu dem Tag vor Weihnachten, als ein Freund seine Familie und sich selbst erschießt. Er beginnt wieder zu trinken, und als seine Kollegen ihn suchen, sitzt er im Gefängnis. Dabei hat Bennie einen neuen, spektakulären Fall. Ein Mann wird stranguliert an einem Strand aufgefunden. Ernst Richter hatte ein besonderes Geschäftsmodell. Allen, die fremdgehen wollten, versprach er, für ein todsicheres Alibi zu sorgen. [Klappentext + Cover: © Aufbau Verlag]

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[wb] Deon Meyer scheint sich das Ziel gesetzt zu haben, in allen Subgenres, die unter "Krimi/Triller" firmieren, zu reüssieren. Nach dem Roadmovie "Das Herz des Jägers" oder zuletzt der Agentenjagd "Cobra" ist er nun mit "Icarus" bei einem Whodunnit nach bester klassischer Vorlage angekommen. Anders als im Vorgänger, wo ein Blutbad mit Sturmgewehren angerichtet wird, bildet ein einzelner Mordfall den Impetus. Das Tempo ist deutlich reduziert, atemberaubende Verfolgungsjagden, in der wie in "Cobra" Sekunden entscheiden, fehlen gänzlich. Vielmehr wird ein Teil sogar in Form von weit ausholdenden Rückblenden erzählt. Bennie Griessel und seine Kollegen müssen keine weiteren Morde verhindern, sondern einen bereits begangenen aufklären. Durch die Wahl dieses Themas befreit sich Deon Meyer geschickt von jedem Zeitdruck und kann sich somit darauf konzentrieren, drei Sub-Themen sorgfältig auszuarbeiten:

ALEXANDRA UNTERWEGS | LESUNG MIT MICAELA JARY

Mittwoch, 3. Februar 2016 0 Kommentare


Lesung mit Grammophon – Micaela Jary liest in der Mosbacher Buchhandlung am Käfertörle aus ihrem neuen Roman „Wie ein fernes Lied


Lesung_Micaela_Jary © Bildmaterial: Alexandra Zylenas | buecherkaffee.de

Als ich diese Ankündigung im Veranstaltungskalender der Buchhandlung las, war mir sofort klar, dass ich mir diese Lesung nicht entgehen lassen durfte. Schon Mitte November des vergangenen Jahres stattete ich der Buchhandlung zusammen mit Marcus einen Besuch ab, denn das Team stellte in ihrem NachtCafe-Programm "Locker vom Hocker" ihre Buchlieblinge des Jahres vor. Schnell wurde mir klar, dass ich hier nun öfter vorbeischauen werde, denn die Atmosphäre hat mir wirklich sehr gut gefallen. Was ich ganz besonders an dieser Buchhandlung schätze, ist das integrierte Buch-Cafe - die KÄFERBAR. Für mich natürlich der Traum schlechthin, wie ihr sicher wisst. 

Durch den Buchladen schlendern, Bücher entdecken und dann gleich bei einer schönen Tasse Kaffee und einem Kuchen ausgiebig darin stöbern. Besser geht es kaum, oder? Doch geht es: In eben dieser schönen Atmosphäre einer Autorenlesung lauschen!


DIE MOSBACHER BUCHHANDLUNG AM KÄFERTÖRLE IM GESPRÄCH MIT MICAELA JARY

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Eine Geschichte über den Swing, die Liebe und das Vertrauen


Lesung mit Grammophon – Micaela Jary las Ende Januar in der Mosbacher Buchhandlung am Käfertörle aus ihrem neuen Roman „Wie ein fernes Lied“ – Wie es zu dieser Geschichte kam, verrät sie vorab in einem Interview mit Herrn Harst.

Schaufenstergestaltung zur Lesung mit Micaela Jary / © Buchhandlung am Käfertörle


Wenn Micaela Jary im Januar zu einer Lesung ins Mosbacher KÄFERTÖRLE kommt, erfüllt sich damit Buchhändler Karl-Heinz Harst ein Stück weit auch einen ganz persönlichen Wunsch. Denn in Jarys neuem Roman WIE EIN FERNES LIED geht es um eine Swingband, die während der Nazizeit untertauchen musste. Und genau diese Musik hat es dem Buchhändler angetan. Mehr noch: er hört sie nicht etwa als CD oder MP3, sondern genau so wie damals üblich. Auf Schellack-Platten und einem Grammophon. Einige Titel, die in dem Buch eine Rolle spielen, werden auch während der Lesung auf dem Grammophon erklingen.

WINTERGÄSTE | SYBIL VOLKS

Dienstag, 2. Februar 2016 4 Kommentare

Eine Familiengeschichte, bei der die Autorin ganz neue Wege geht: Sie liefert einen Roman, bei dem die Protagonisten, ihre Gefühlswelt sowie ihre seelische Entwicklung und weniger die Handlung und die Spannung im Mittelpunkt stehen.


 Cover_Wintergaeste
Die Nachricht von Inge Boysens Tod war ein Fehlalarm. Doch da haben sich Kinder und Kindeskinder bereits in dem kleinen Haus hinter dem Deich versammelt. Kurz vor dem Jahreswechsel schneidet ein Schneesturm Haus Tide und seine Bewohner von der Außenwelt ab. Während draußen die Welt vereist, kochen im Innern alte Feindseligkeiten und neue Sehnsüchte hoch. Drei Generationen in einem eingeschneiten Inselhaus – in wenigen Tagen entfaltet sich zwischen ihnen das Leben in seiner ganzen Tragik, Komik und Magie. [Klappentext + Cover: dtv Verlag]

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[sk] Kennt ihr das auch, dass ihr ein Buch vor euch habt, den Klappentext lest und dann eine ganz bestimmte Art der Geschichte erwartet und letztlich schlagt ihr das Buch nach dem Lesen zu und die Geschichte war ganz anders als gedacht?

LÄRM UND WÄLDER | JUAN S. GUSE

Montag, 1. Februar 2016 0 Kommentare

 Cover_Laerm-und_Waelder_Guse

Die Sicherheitsvorkehrungen in Nordelta wurden erhöht. Reiterstaffeln patrouillieren durch die Straßen, die Wachmänner tragen letale Waffen. Seit zehn Jahren wohnt Pelusa mit ihrer Familie in der Gated Community nördlich von Buenos Aires. Nach ihrer Zeit in den Anden genießt sie das sichere Zusammenleben mit den freundlichen Nachbarn. Doch als gewaltsame Unruhen Nordelta zu erreichen drohen, entwickelt sich unter den Bewohnern ein Klima der Angst. Während Pelusas Mann Hector vom Bau unterirdischer Bunker träumt, hat ihr Sohn Henny längst Pläne für eine Mondbasis zur Rettung der Menschheit entworfen. In seinem Debütroman beschreibt Juan S. Guse eine Gesellschaft in Alarmbereitschaft und erzählt von Orten der Leere und Hysterie, in denen die Lebensentwürfe seiner Figuren zu scheitern drohen. [Klappentext + Cover: © Fischer Verlag]

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[mk] Der Autor deutsch-argentinischer Abstammung Juan S. Guse siedelt seinen Debütroman in zwei abwechselnd erzählten Zeiten an. In einem Teil lebt Pelusa mit ihrem ersten Mann in einem sehr einsam gelegenen Haus in den Vorläufern der Anden. Für ihn ist es ein angenehmes Leben, fern von der Hektik der Städte kümmert er sich um Haus, Hühner und Grundstück. Pelusa kann sich nur mit ihren Büchern und den Videokassetten, die ihr ihre Schwester hin und wieder schickt, widmen. So verlockend ein stressfreies Leben sein mag, das wäre mir dann doch auch zu langweilig.