Rezension: Das verschwundene Buch | Edward Berry

Montag, 22. Januar 2018 0 Kommentare

Fantastisch und magisch!


[klappentext start]Am liebsten streifen die Geschwister Alba und Diego durch ihre Heimatstadt Barcelona und suchen nach steinernen Drachen. Oder sie besuchen Tante Bea in ihrer Buchhandlung Abrakadabra, die jede Menge Geheimnisse zu bergen scheint.
Eines Tages gerät die Welt der Bücher in tödliche Gefahr: Als die groß angekündigte Schönste Geschichte aller Zeiten in den Handel kommen soll, kann keiner sich mehr an den Inhalt erinnern und die Buchstaben fallen aus den Seiten, bis diese leer sind. Und in der Schule stellen die Kinder überrascht fest, dass in dem Buch "Peter Pan" Käptn Hook plötzlich eine Laserpistole an seinem Gürtel trägt, was sich niemand erklären kann.
Mit einem magischen Ritual gelingt es Tante Bea, Alba und Diego in Peter Pans Geschichte hineinzuschmuggeln. Und damit beginnt ihr größtes Abenteuer. (© Text und Cover: Sanssouci-Verlag) [klappentext ende]


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Wie bekommt man es hin, dass Leser von Büchern in Papierform umsteigen ins digitale Zeitalter? Ganz einfach: man macht diese altmodischen Produkte allesamt unbrauchbar. Das gelingt dem Z-Konzern, der schonungslos seine Ziele verfolgt und seine elektronischen Spielzeuge überall etablieren will. Die Inhalte auf Papier werden so verändert, dass die Geschichten nicht mehr funktionieren. eReader haben ja zweifellos ihre Vorteile, aber eine Welt völlig ohne Bücherregale kann und will ich mir nicht vorstellen!



Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass „Das verschwundene Buch" Lesegeräte verteufelt. Es ist eher eine Geschichte von David gegen Goliath. Können Alba und Diego tatsächlich die Pläne des mächtigen Konzerns durchkreuzen und die Bücher retten? Sie zögern jedenfalls nicht, sich mit Hilfe ihrer Tante in ein Abenteuer zu stürzen, dessen Ausgang völlig offen ist.

Der Plan ist, die veränderte Geschichte von Peter Pan wieder zu seiner ursprünglichen Form zu verhelfen, in dem die beiden Kinder sich da direkt hineinversetzen lassen und das entfernen, was dort nicht hingehört. Es ist dabei von Vorteil, wenn man die Abenteuer von Peter Pan, Wendy, Tinker Bell und all den anderen zumindest im Groben kennt. Alba und Diego begegnen nämlich vielen Figuren aus diesem Werk. Es hilft, wenn man sich da schon etwas heimisch fühlt.



Mich hat „Das verschwundene Buch" von Beginn an gefesselt. Das liegt hauptsächlich an der mitreißenden Sprache, die auf mich eine Sogwirkung hatte. Der Erzählstil ist so schwungvoll, wie ich es von einer Geschichte für Kinder mit viel Fantasie erwarte. Und Fantasie spielt auch eine wesentliche Rolle: wie sollte es sonst möglich sein, echte Kinder in ein Buch und hoffentlich auch wieder zurück zu bekommen? Mit einer großen Schrift, kurzen Kapiteln und einigen Bildern ist das Buch sehr kindgerecht gestaltet. Und hübsch ist es noch dazu – ein richtiger Hingucker!

Persönliches Fazit

„Das verschwundene Buch" ist für Jungs und Mädchen ab 10 Jahren, die fantasiereiche und magische Geschichten mögen, ideal. Mit seiner bemerkenswerten Gestaltung eignet es sich auch sehr gut zum Verschenken!

© Rezension: 2018, Marcus Kufner


[klappentext start]Das verschwundene Buch | Edward Berry | Sanssouci-Verlag
Übersetzung aus dem Spanischen von Anja Rüdiger und Ben Thannisch
2017, gebunden, 192 Seiten, ISBN: 9783990560273, Ab 10 Jahren[klappentext ende]


[marcus]

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