Rezension || Der Distelfink | Donna Tartt

Sonntag, 6. Juli 2014 2 Kommentare

Das Absurde befreit nicht, es bindet ~ Albert Camus

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

http://www.randomhouse.de/Presse/Buch/Der-Distelfink-Roman/Donna-Tartt/pr329986.rhd?pub=4000&men=783&mid=5
Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück, sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. Theo versinkt in tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt ...



Meine Gedanken zum Buch:


Donna Tartt, die für diesen Roman den Pulitzerpreis erhielt, schreibt die Geschichte von Theodor Decker, einem Jungen, der in New York aufwächst und als Erwachsener in Amsterdam in einen Mordfall verwickelt wird. Doch wie gerät er an diesen Punkt? Das ist die Frage, die sich der Leser nach dem ersten Kapitel stellen soll und auch wird, und vor allem: Was hat die Geschichte mit dem titelgebenden Gemälde „Der Distelfink" zu tun?
Theo ist 13, als er während eines Museumbesuchs durch ein terroristisches Attentat seine Mutter verliert. In seiner kindlichen Naivität rettet er ihr Lieblingsgemälde „Der Distelfink" aus den Trümmern des Museums und versteckt es fortan. Zunächst als letzte Verbindung zu seiner Mutter gesehen, entwickelt das Gemälde allmählich eine ganz eigene Faszination auf ihn. Auch als er von seinem Vater nach Las Vegas geholt wird, versteckt er das Gemälde weiterhin und vertraut seine Existenz noch nicht mal seinem neugewonnen besten Freund Boris an, mit dem er einige Alkohol- und Drogenexzesse erlebt, durch die ihre Freundschaft ein tiefes, brüderliches Verständnis erfährt. Als sich Theo die Möglichkeit zur Rückkehr nach New York bietet, ergreift er diese, das Gemälde versteckt er fortan in einer Lagerhalle.
Jahre später, Theo ist mittlerweile Geschäftsmann für Antiquitäten und erfolgreicher Hochstapler, trifft er Boris wieder. Was Boris ihm zu sagen hat, sorgt dafür, dass Theo eben in Amsterdam in diesen Mordfall verwickelt wird.
Und darüber schwebt selbstverständlich eben das titelgebende Gemälde „Der Distelfink".

Mein persönliches Fazit:

Ein genialer Roman. Sprachlich grandios, bis ins kleinste Detail beschrieben, so als wenn man als Leser selbst dabei wäre. Dabei keineswegs langatmig. Tartt weiß dies gut zu umschiffen durch plötzlich eintretende Ereignisse oder Ortswechsel. Alles in allem das Prädikat: Absolut lesenswert!

© Rezension: 2014, Sebastian Herz (sh)


 


Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 1.024 Seiten
ISBN: 978-3-442-31239-9
€ 24,99 [D] *Preis zum Zeitpunkt der Rezension

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Quelle Coverbild: © Website Goldmann Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © by Donna Tartt

Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezi zu einem sehr schönen Buch :0)
    GLG, Corinna

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  2. Vielen Dank, liebe Corinna :)

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