Unsere Lesetipps zum Sonntag #21

Sonntag, 8. November 2015 2 Kommentare



Immer Sonntags möchten wir euch Bücher vorstellen bzw. empfehlen, die wir wirklich sehr gerne gelesen haben. Kurz und knapp erfahrt ihr hier zu einer kleinen Auswahl an Büchern, eBooks oder Hörbüchern unseren Eindruck bzw. unser Fazit. Das können Neuheiten auf dem Buchmarkt sein aber auch immer wieder Bücher, die schon etwas älter sind, uns aber sehr begeistern konnten.


 Gretchen, Einzlkind
[Klappentext] Gretchen Morgenthau ist eine Legende des Theaters. Zum Unglück ihrer Mitmenschen eine lebende. Die Karriere als Intendantin hat sie beendet, den Gottesstatus aber behalten. Ihr Leben in London könnte kaum großartiger sein. Doch dann geschieht das Undenkbare. Wegen einer Unachtsamkeit wird Gretchen zu vier Wochen auf einer Vulkaninsel bei Island verurteilt. Sie soll mit den Einheimischen ein Theaterstück aufführen. Keine gute Idee.

[Mein Fazit] Die Romane von Einzelkind entdecke ich gerade sehr für mich. Sicher werde ich keines dieser Romane auslassen. Der Autor ist völlig unbekannt. Er soll nur entweder in England leben oder doch in Deutschland und Unmengen an Zigaretten rauchen. Aber dies ist nicht wichtig. Denn "Gretchen" ist so wunderbar. Die ersten Seiten haben schon so viel englischen, nahezu schwarzen Humor, dass ich oft Lachen muss. Gretchen ist ein ältere Dame, die exzentrisch, liebevoll, aber auch äußerst merkwürdig und an vielen Stellen überempfindlich ist. Dennoch ist sie ein Protagonistin, die wohl jeder Leser in sein Herz schließen wird. Ich möchte nicht viel zum Inhalt sagen. Es ist gesamt ein humorvolles Erlebnis über eine besondere Frau, anderen Menschen und der Kultur an sich. Dieses Buch ist das Lachen an grauen Tagen. Ich habe so viel gelacht, egal wo ich war. Ein Muss im Winter und auch so. "Gretchen" ist mit Abstand eines der lustigsten Bücher, die ich je las. Wundervoll. Dieser Roman sollte verfilmt werden. Definitiv ein Herzensbuch von mir, da es so viel herzliche Freude und Witz gab. Mehr als lesenswert.



[Klappentext] Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des Lärms dieser Welt: die Stille des Todes. Blutig ist die Spur, die er in seinem Heimatdorf hinterlässt. Durch sein unfassbar sensibles Gehör hat er gelernt, sich lautlos wie ein Raubtier seinen Opfern zu nähern, nach Belieben das Geschenk des Todes zu bringen. Und doch findet er nie, wonach er sich sehnt: Liebe. Bis er auf einen Schatz stößt. Ein Schatz aus Fleisch und Blut. Ein Schatz, der alles ändert.

[Mein Fazit] Es heißt, Gewalt sei die Sprache der Sprachlosen. Am anderen Ende des verbalen Kompetenzspektrums residiert Thomas Raab, der in "Still" die Geschichte eines Massenmörders erzählt, die wohl nicht zufällig an "Schlafes Bruder" und "Das Parfum" erinnert. Ausgestattet mit gesteigertem Hörvermögen ist Karl Heidemann wie ein Dampfkochtopf kurz vor dem Siedepunkt für seine Umwelt, die ihm viel zu oft viel zu laut erscheint. Der Erzählung selbst reichen hingegen die leisen Töne, um für ihre dezente, eingängige Melodie ...

Wie der Autor zu seiner Figur fand und wer ihm die existentiellen Fragen des Lebens beantwortet, dazu mehr am kommenden Dienstag in der Kolumne "Aufgelesen".




[Klappentext] In diesen 19 Geschichten geht es um die Liebe - oder was die Menschen dafür halten
. Um die kranke, die verschmähte Liebe, Liebe mit tödlichem Ausgang und über den Tod hinaus, Nächstenliebe, Liebe in der Familie. Die Protagonisten schwanken zwischen Selbstbehauptung und Selbstverleugnung, zwischen Verharren und Befreiungsschlag; sie halten an einer Karikatur von Liebe fest oder scheuen sich, die Liebe zu erkennen, die an ihre Tür klopft. Sie alle hoffen, dass nach dem ›letzten Frühstück‹ in ihrem alten Leben in der Zukunft alles anders wird ... Ernst und heiter, bitter und hoffnungsvoll ist der Blick, den die Autorin auf die Beziehungen ihrer Protagonisten wirft, immer fest auf dem Boden der Realität und ausgesprochen unterhaltsam.


[Mein Fazit] Insgesamt 19 wunderbare Geschichten über das Thema Liebe mit all seinen positiven wie auch negativen Facetten. Geschichten, die einerseits melancholisch aber andererseits auch sehr zuversichtlich und positiv sind - ebenso wie die Liebe an sich auch. Ich habe es genossen dieses Buch zu lesen und dadurch die Liebe mit ihrer ganzen Vielfalt ganz neu kennenzulernen. Danke dafür!




[Klappentext] Ob in dem kleinen Apartment in Queens, in dem Eileen in den 1940er- und 50er-Jahren aufwächst, gelacht oder geweint wird, kommt ganz darauf an, wer gerade zu Besuch ist oder wieviel getrunken wird. Nicht ihre Eltern möchten, dass sie es einmal besser hat – sie selbst will dieser Enge unbedingt entfliehen. Als sie Ed Leary begegnet, einem jungen Wissenschaftler voller Sanftmut, scheint das Ersehnte so nah: ein schönes Haus, eine kleine Karriere, eine glückliche Familie. Doch was, wenn Träume in Erfüllung gehen, das Glück sich aber nicht hinzugesellt? Thomas erzählt nicht von Tellerwäschern und Millionären, sondern von ganz gewöhnlichen Menschen. Denn sie – die Mittelschicht – sind es, die Amerika zu einem mythischen Ort der Freiheit und Selbstverwirklichung gemacht haben. Aber so, wie wir längst wissen, dass dieser Mythos nur eine Chimäre war, erfahren auch Eileen, Ed und ihr Sohn Connell, wie schnell Sichergeglaubtes ins Wanken gerät. Dann stellen sich die drängenden Fragen: Was ist wirklich wichtig im Leben? Hat man ein Recht auf Glück? Und wer sind wir, wenn wir nicht mehr wir selbst sind?

Mein Fazit: Ein großartiger Roman. Wir begleiten Eileen von ihrer Kindheit mit zwei alkoholkranken Eltern auf dem Weg zum Erwachsenwerden und der eigenen Familie, stets bemüht ihr Glück zu finden. Doch was, wenn man es findet, nur leider zu spät? Ein Buch über einfache, gewöhnliche Menschen und dem Streben nach Glück.




[Klappentext] Kristina Mahlos Auftrag als Nachlassverwalterin hat es in sich. Eine Verstorbene vererbt ihr beträchtliches Vermögen – jedoch nur unter der Bedingung, dass Kristina den Mord aufklärt, für den ihr Mann einst verurteilt worden war. Kris will den Fall ablehnen, doch dann entdeckt sie in der Wohnung der Toten einen Hinweis auf ihren eigenen Bruder Ben, der vor Jahren spurlos verschwand …


[Mein Fazit] Sabine Kornbichler weiß definitiv, wie sie ihre Fans fesseln kann. Sie schafft dies hervorragend ganz ohne große Effekthascherei, ohne großes Blutvergießen - dafür aber mit einer gewaltigen Portion subtilem Spannungsaufbau, ermittlerischer Feinfühligkeit und detektivischem Spürsinn. Ein Kriminalroman, dem man einfach nicht aus der Hand legen mag, der einen dazu animiert, in Gedanken mit zu ermitteln und der zum Ende hin doch noch für ungeahnte Überraschungen gut ist! Mittlerweile sind zwei weitere Bände erschienen - eine sehr lohnenswerte Reihe.




Immer sonntags verraten wir euch unsere schönsten Lesetipps. 
Wir würden uns riesig darüber freuen, wenn IHR uns auch erzählt, welche Bücher EUCH so richtig begeisterten.
Schreibt uns im Kommentar! 




Kommentare:

  1. Hallöchen!



    Ich bin momentan wieder total im Sci-Fi Fieber und lese die "Per Anhalter durch die Galaxis" Reihe weiter. Passt perfekt zu Sonntag Morgen im Bett mit Tee oder Kaffee! :)
    Liebe Grüße
    Caro :)

    http://timeandtea.de

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